Der kommende Crash: Humanitäre Tragödie epischen Ausmaßes

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 21.08.2014


Eric King von KWN im Interview mit John Embry von Sprott Asset Management.

Embry spricht über eigene Erfahrungen im Einzelhandel, die überbewerteten Aktienmärkte, Drückung der Preise für Edelmetall, Aktien-, Staatsanleihen- und Immobilienblasen und rät zur umgehenden Investition in physische Edelmetalle. Er sieht eine humanitäre Tragödie epischen Ausmaßes auf uns zu kommen.


Embry:  “Ich war übers Wochenende im Zentrum von Minneapolis und war erschüttert darüber, wie wenig Leute in den großen Geschäften wie Saks vorzufinden waren. Aber es gab riesige Mengen an Warenbeständen und die Preise waren unglaublich. Ich habe einen Trolli aus Leder gekauft, damit ich meine Einkäufe tragen konnte. Er war ausgeschrieben mit $ 599,- Dollar, dann runtergesetzt auf unter $ 300 Dollar und die gaben mir noch zusätzlich 30 Prozent Rabatt, als ich ihn gekauft habe.

Das zeigt einmal mehr wie sehr der Einzelhandel unter Druck steht. Meine Erfahrung ist ein Indikator für den wahren Zustand der Wirtschaft. Wir bekommen so viele falsche und verlogene Zahlen über die angebliche Stärke der US-Wirtschaft.

Nun, es gibt starke Nischen. Ich habe gerade erst mit jemandem darüber gesprochen, wie stabil die Dinge in Texas sind, aber das große Problem ist, dass die durchschnittlichen Bürger als Hauptkonsument in den Vereinigten Staaten ernsthaft eingeschränkt werden. Das ist der Grund, warum sie die Wirtschaft nicht tragen können und die Menschen müssen sich daran erinnern, dass Konsumenten 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen.

Im Moment haben die Preise in den Märkten also nichts mit der Realität zu tun. Wir haben diese Woche starke Aktienmärkte erlebt und wir haben auch neuerliche Schwächen bei Gold und Silber gesehen. Der Aktienmarkt ist extrem überbewertet und befindet sich nur aufgrund der Geldschöpfung auf diesem Niveau. Die können nicht zulassen, dass diese extreme Geldschöpfung öffentlich wird, darum drücken sie zeitweilig auf die Gold- und Silberpreise.

Das ist aktuell die Realität. Es ist unhaltbar, aber für den Moment schaffen sie es, die Illusion aufrechtzuerhalten. Ich habe die Tage ein großartiges Zitat von Albert Einstein gelesen:

“Der Unterschied zwischen Dummheit und Genialität ist, dass Genialität seine Grenzen hat.”

Ich denke das ist bestens übertragbar auf die Geschehnisse dieser Zeit. Die Zentralplaner, angeführt von den Vereinigten Staaten, hatten den genialen Plan die Gold- und Silberpreise in den 1990er Jahren zu drücken, weil es einen empirischen Beweis dafür gab, dass Goldpreise mit realen Zinsen in Zusammenhang standen. Das wurde in einem Artikel ausführlich dargelegt, der in den späten 1980ern von Lawrence Summers mitverfasst wurde.

Demnach würde ein steigender Goldpreis, basierend auf historischen Beweisen, von fallenden Realzinsen begleitet werden und das würde sich kurzfristig für die wirtschaftlichen und finanziellen Werte als problematisch erweisen. Also haben sie sich enschlossen sowohl Gold als auch Silber preislich zu drücken, weil sie miteinander in Verbindung stehen und das hat über Jahre ziemlich gut funktioniert.

Diese gedrückten Gold- und Silberpreise haben es erlaubt, die Realzinsen bis in den negativen Bereich zu treiben, was folglich finanziellen Werten zuließ zu grotesk hohen Preisen gehandelt zu werden. Als genial erwies sich der Einsatz von Derivaten, ungedeckten Leerverkäufen und allen Arten von undurchsichtigen finanziellen Praktiken, die dafür entwickelt wurden die Gold- und Silberpreise zu kontrollieren. Das erlaubte den Eliten auch, ein Vermögen in den Finanzmärkten zu verdienen.

Und es hat funktioniert. Jetzt sehen wir diese enorme Kluft zwischen den oberen 1, 2, 3 Prozent und dem Rest der Gesellschaft, aber unglücklicherweise finden wir uns nun an der Schwelle des Dummheitsaspekts menschlichen Verhaltens wieder – das was Einstein für unendlich gehalten hat. Jetzt haben wir massive Blasen bei Aktien, Staatsanleihen und städtischen Immobilien, die essenziell Kreditsicherheiten für das haarsträubend überbewertete Weltfinanzsystem darstellen.

Da sich die Weltwirtschaft nun praktisch überall abschwächt hat diese Blasen-Manie ein begrenztes Haltbarkeitsdatum und wenn es den Bach runter geht, wird das eine menschliche Tragödie epischen Ausmaßes erzeugen. Das ist also amokgelaufene, menschliche Dummheit.

Nun, wie ich schon letzte Woche gesagt hatte, wir sprechen nicht über das ultimative Ende. Stattdessen werden wir höchstwahrscheinlich eine globale Hyperinflation bekommen, gefolgt von einem Schuldenschnitt und einem neuen Welt-Währungssystem.

Wie auch immer, was sich nicht verhindern lassen wird, ist eine Schuldendeflation im Stil der 1930er Jahre, die fast unmittelbar im Falle von entscheidenden Fehlern unserer sogenannten genialen Führer, die doch glauben alles unter Kontrolle zu haben, einsetzen wird. Aber das eine oder andere Szenario ist mit Sicherheit im Spiel und das hat enormen Einfluss darauf, wie die Menschen investieren müssen. Jeder weiß, dass das Timing wichtig ist, aber ich glaube in diesem Fall kann man sich durchaus rechtzeitig positionieren. Wie auch immer, man darf nicht zu spät kommen.

Investoren sollten also besser zusehen, dass sie ihre Positionen in physischem Gold und Silber anhand bekommen, denn die Zeit wird knapp. Einer, der das bereits gemacht hat und eine ziemlich erfolgreiche Geschichte in Sachen Timings großer Bewegungen aufweist ist George Soros. Er hat jetzt in großem Umfang in Goldaktien und ETFs investiert und er hat meines Wissens auch massiv gegen den US-Aktienmarkt gewettet. Diese Schritte von Soros sind sehr bedeutsam und unterstützen das, was ich gerade gesagt habe ausdrücklich.“

>>> zum Original-Artikel bei King World News


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pedrobergerac
pedrobergerac
21. Aug. 2014 10:46

Dmitri Orlow erklärt in seinem absolut phantastischen Buch „Die Fünf Stadien des Kollaps“, dass jeder Kollaps in der folgenden Abfolge geschieht:

1. Stadium: Finanzieller Kollaps. Der Glaube an „business as usual“ geht verloren. Von der Zukunft nimmt niemand mehr an, dass sie irgendwie der Vergangenheit ähneln wird, wo man Risiken festlegen kann und finanzielle Vermögen garantiert sind. Finanzinstitutionen werden insolvent; Ersparnisse werden gelöscht und Zugriff auf Kapital ist weg.

2. Stadium: Kommerzieller Kollaps. Der Glaube, dass „der Markt es regeln wird“ ist weg. Geld ist entwertet und/oder wird knapp, Verbrauchsgüter werden gehortet, Import- und Einzelhandelsketten brechen zusammen und verbreitete Knappheit von Lebensnotwendigem wird die Norm.

3. Stadium: Politischer Kollaps. Der Glaube, dass „die Regierung sich deiner annimmt“ ist weg. Während offizielle Versuche, den verbreiteten Mangel an lebensnotwendigen Gütern zu mildern, keine Wirkung zeigen, verliert das politische Establishment seine Legitimität und Relevanz.

4. Stadium: Sozialer Kollaps. Der Glaube, dass „die eigenen Leute dir helfen werden“ ist weg, wenn örtlichen sozialen Einrichtungen, seien es Wohlfahrtsverbände oder andere Gruppen, die rasch das Machtvakuum füllen, die Reserven zu Ende gehen oder wegen internationaler Konflikte versagen.

5. Stadium: Kultureller Kollaps. Der Glaube an das Gute im Menschen ist weg. Die Leute verlieren ihre Fähigkeit für „Freundlichkeit, Großzügigkeit, Rücksicht, Zuneigung, Ehrlichkeit, Gastfreundschaft, Mitleid, Wohltätigkeit“. Familien brechen auseinander und wetteifern als Individuen um die knappen Ressourcen. Das neue Motto wird „Du kannst heute sterben und ich morgen“.

Nebenbei, so bemerkt Orlow auch korrekt, dass der Kollaps der Sowjetunion im 3. Stadium aufhörte.

pedrobergerac
pedrobergerac
21. Aug. 2014 10:48

Das epische Ausmass dürfte nicht übertrieben sein. Eine Zeitenwende ebend.

http://www.krisen-info-netzwerk.com/downloads/Was_erwartet_uns-Eine_Reise_durch_die_Zeit.pdf

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[…] fertig ethisch, moralisch, zivilisatorisch, rassisch, geistig, mental, intellektuell, finanziell, ökonomisch und sogar bei der Ausdauer der eigenen Infanterie, darum “kämpfen” sie seit 80 Jahren […]

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21. Aug. 2014 22:57

[…] Der kommende Crash: Humanitäre Tragödie epischen Ausmaßes (n8waechter) […]