Finanzmärkte: Wir befinden uns inmitten eines exorbitant teuren Kriegs!

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In den vergangenen Wochen kam es mehrere Male zu seltsamen Bewegungen an den Finanzmärkten. So wurden am 14. Juni 2017 zeitgleich erhebliche Mengen USD abgestoßen und gegen EUR, CHF, JPY, GBP, NOK, SEK, DKK und RUB getauscht und Gold und Silber stiegen zum selben Zeitpunkt ebenfalls deutlich an. Die unübersehbare, augenscheinlich grundlose und vor allem sehr kostspielige Marktbewegung wurde von den Zentralbanken schleunigst wieder eingefangen, doch lässt sie sich rückblickend durchaus der Kategorie “seltsam“ zuteilen.

Seltsamkeiten

Am 22. Juni 2017 kam es dann zu einem Flash-Crash bei der Kryptowährung Ethereum, bei der ein kaskadierender Kursverfall zu massiven Verlusten bei gesetzten Stopp-Loss-Orders führte und eine Vielzahl von Ethereum-Haltern regelrecht ausgezogen wurden. Ganze Depots wurden auf Centbeträge reduziert. Erklärungsmodelle wurden gesucht, jedoch konnte keins der angebotenen Modelle überzeugen. Seltsam.

Am 26. Juni 2017 brachen unvermittelt und auf breiter Front die Kryptowährungen ein, was von einem Händler als »wahres Blutbad« bezeichnet wurde. BitCoin fiel innerhalb von nur einer Woche um 15 %, Coinbase wurde vorübergehend geschlossen, um Panik zu verhindern, alle Kryptos gingen tiefrot aus dem Tag. Für den flächendeckenden Einbruch gab es laut ZeroHedge »keinen unmittelbaren Auslöser«. Der langjährig höchsterfolgreiche Trader und Finanzmarktexperte Gregory Mannarino ging sogar soweit zu sagen, dass diese Kursabstürze »aus dem Nichts« kamen. Seltsam.

Am selben Tag kam es zu einem “Flash-Crash“ bei Gold, welcher Silber gleich mit in die Tiefe riss. Dabei wurden laut ZeroHedge 18.149 Kontrakte innerhalb von Sekunden auf den Markt geworfen, was einem Volumen von über $ 2 Milliarden entsprach. Der Kurs fiel um satte 1,6 %, erholte sich jedoch anschließend wieder. Welche Motivation mag wohl dahinterstecken, sein “Geld“ in dieser Form regelrecht zu verbrennen? Erklärung für den Vorfall, Fehlanzeige. Seltsam.

Am 27. Juni 2017 kam es zu einem »marktweiten Margin-Call« an der Börse in Hong Kong, welcher eine »selbstnährende Verkaufslawine« unter “Small Caps“ (kleinen börsennotierten Unternehmen) auslöste. Diese stürzten um mehr als 40 % ab und trieben den “Growth Enterprise Market“ um 10 % nach unten. Als Erklärung für den Vorfall diente ein Gerücht, dass die Börse in Hong Kong alle “Zombieaktien“ zwingen werde zu dekotieren, was sofort dementiert wurde, den Absturz jedoch nicht aufzuhalten vermochte. Seltsam.

Am 28. Juni 2017 ging der EUR-USD-Kurs in steilen Sturzflug über, nachdem es von Seiten der EZB hieß, dass Mario Draghis am Vortag angekündigte Straffung der EZB-Geldpolitik aufgrund der ach so sehr “verbesserten Wirtschaft“ vom Markt »fehlgedeutet« wurde. Bundesanleihen tauchten daraufhin ebenfalls kurzzeitig ab, bevor sie sich wieder spürbar erholten. Auch der Euro erholte sich noch am selben Tag deutlich. Seltsam.

Spekulation überall

Marktteilnehmer spekulieren derweil über den andauernden Verfall der US-Technologiebörse NASDAQ und reden sich dabei um Kopf und Kragen ihrer Glaubwürdigkeit. Tatsache ist, niemand kann erklären, warum die Märkte insgesamt derart nervös sind und versuchen dabei zu vermitteln, dass Aussagen von irgendwelchen Zentralbankern oder Marktführern derart massive Bewegungen zur Folge haben können.

Allein Janet Yellen, ihres Zeichens die Chefin der “wichtigsten Zentralbank der Welt“, ist offenbar der Überzeugung, dass in “Fantasien“ alles in bester Ordnung ist. Am Dienstag sagte sie bei einer Veranstaltung in London:

»Würde ich sagen, dass wir niemals jemals eine weitere Finanzkrise erleben werden? Nein, dies würde vermutlich zu weit gehen. Aber ich denke, dass wir viel sicherer sind und ich hoffe, dass sie nicht zu unseren Lebzeiten kommt und glaube auch nicht, dass dies passieren wird.«

Keine Krise mehr zu unseren Lebzeiten … Stellt sich die Frage, ob die im August 71 werdende Yellen sich bereits mit ihrem baldigen Ableben beschäftigt?

EUR-USD

Auch für die etappenweise sprunghaften Anstiege des Euros in US-Dollar gibt es keine nachhaltige Erklärung. Im Dezember stand der Euro bei knapp unter $ 1,04, stieg dann im Januar, fiel im Februar, stieg im März, fiel wieder bis Mitte April, stieg bis Mitte Mai und ging dann wochenlang in eine Seitwärtsbewegung um $ 1,12 über. Diese Seitwärtsbewegung ist seit dem 27. Juni 2017 beendet, als offenbar große Mengen an USD abgestoßen und in EUR geleitet wurden, ein Anstieg auf Wochenbasis von aktuell 2,6 % auf ein Jahreshoch von aktuell $ 1,1415:

Mit der Äußerung von EZB-Chef Mario vom vergangenen Dienstag, sich von niedrigen Zinsen mit der Andeutung eines Kurswechsel in der EZB-Zinspolitik zu verabschieden, stiegen die Renditen für Staatsanleihen aus der Eurozone deutlich an. Die Kurse am Eurozonenrentenmarkt gaben entsprechend stark nach. Sollten die Renditen, sprich Zinsen, für die richtungsweisende kurzfristige, zweijährige deutsche Staatsanleihe (aktuell notiert diese bei -0,57%) weiter steigen und sich in Richtung „null“ bewegen, könnte tatsächlich mit besagtem Dienstag die ZINSWENDE EINGELEITET worden sein. Dann würden sowohl FED als auch EZB am Zinserhöhungsstrang ziehen. (aktuelle Mitteilung vom Bondaffen)

Einzeln betrachtet scheinen diese Ereignisse eher unbedeutend, in der Summe wurden hier allerdings Abermilliarden an “Geldern“ bewegt! Nach monatelangem Stellungskrieg und zentralbankgestütztem Höhenrausch an den Aktien- und Bondmärkten sind wir nun offenbar in eine neue Phase eingetreten. Es sind maßgebliche Bewegungen im Gange und über die Ursachen dafür können die Marktteilnehmer nur verwundert spekulieren.

Aus Sicht der Zentralbanken ergeben die Kursverläufe schlichtweg keinen Sinn, denn diese waren und sind stets bemüht die Märkte zu stützen und weiter nach oben zu treiben – nach dem Motto: “The Sky is the Limit!“. Folglich werden sie alles ihnen Mögliche tun, um zu starke Bewegungen zu verhindern oder im Zaum zu halten, was sich in den Kursverläufen auch durchaus zeigt.

Wenn es also nicht die Zentralbanken sind, welche bekanntlich auf Kursverläufe reagieren und sie nicht in dieser Form hervorrufen, wer tritt hier dann als neue/r (?) Spieler auf und woher kommen die beachtlichen Summen, mit denen die Märkte so auffällig bewegt werden?

Alte Verbindlichkeiten

Eine mögliche Antwort mag in den seit vielen Jahren im Netz kursierenden Berichten über “alte Verbindlichkeiten“ zu finden sein. Treten hier gerade Entitäten ins Rampenlicht, welche seit vielen Jahrzehnten nur auf diesen Moment gewartet haben? Sind die bisherigen Bewegungen durch die Einlösung dieser “alten Verbindlichkeiten“ zu erklären? Immerhin ist dabei die Rede von hohen Billiardenbeträgen, einige sprechen gar von Trillionen USD-Verrechnungseinheiten!

Für einen Abbruch des Kartenhauses könnte es zudem kaum einen besseren Zeitpunkt geben:

  • Monatsabschluss
  • Quartalsabschluss
  • Halbjahresabschluss
  • für einige Marktteilnehmer Jahresabschluss
  • und der 1. des kommenden Monats fällt auf einen Samstag

Wenn die von mehreren Quellen angedeutete “Flutung der Märkte“ tatsächlich nun einsetzen sollte, dann waren die jüngsten Ereignisse nicht mehr als Testläufe gewesen, bei denen verhältnismäßig gesehen “Taschengeldbeträge“ verheizt wurden. Eins ist jedoch klar: Sollten sich die Zentralbanken der alten Schulden tatsächlich angenommen haben, dann lässt sich das in den Bilanzen nicht verstecken, denn die zum Ausgleich der Verbindlichkeiten geschaffenen Gelder müssen zwangsläufig irgendwo im System auftauchen und bei den Summen, von denen die Rede ist, wären sie unübersehbar.

Es gilt gewiss abzuwarten, was bis zum Abschluss der Woche mit den Märkten passiert. Dennoch mehren sich unzweideutig die Zeichen, dass aktuell zum großen Halali geblasen wird und sobald sich an der Währungsfront unerwartete Verwerfungen ergeben, wissen wir, dass Takatuka-Land in Flammen steht.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter


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