Verunsicherung

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Nachfolgender Beitrag im Ton-Format, vorgetragen vom Nachtwächter:


Ein Teil des Bundeshauptslums tappt also im Dunkeln. Soweit nichts Neues, das ist ja schon seit vielen Jahren so. Stellt sich allerdings die Frage, ob der Katastrophenschutz oder die Wehrmacht oder das THW da tatsächlich Abhilfe schaffen könnten …, wenn sie denn ihr Arbeitsmaterial aus der Kokaine zurückbekämen. Vielleicht ist das ja auch gewollt. Denn bekanntlich lässt sich im Dunkeln gut Schmunkeln … Da steckt bestimmt ein weltweit koordinierter Weißhutplan dahinter … oder so.

Und warum genau hat jetzt der Friedensnobelpreis-Q+ den Herrn Maduro und seine Gattin zum Dinner abholen lassen? War es der Terror? Die Drogen? Das Öl? Oder gar die Einflussnahme auf “demokratische“ Wahlen? Was für ein Aufreger! Potz Blitz, das war ja regelrecht filmreif! Zack, rein im Dunkeln, Peng, Bumm, Husch, Klick und wieder raus … oder so.

Und wer weiß, vielleicht tappen in Berlin nun nach Jahrzehnten der mutwilligen Vaterlandszerstörung endlich irgendwelche Gestalten im Dunkeln umher und fragen sich, ob sie möglicherweise der nächste Gast zum weißhäuslichen Abendessen sein könnten. Wobei, der Besatzungszustand in der BRiD ist ja ein heißes Eisen und nach wie vor schwer vermittelbar. Also vielleicht dann doch erstmal die siebenfache Mami aus Atomiumstadt? Oder vielleicht auch gleich ein Speznatz-Einsatz am Dnepr? … oder so.

Jedenfalls stehen mal wieder jede Menge Fragen im Raum. Obwohl, nein, eher so dreidimensionale Fragezeichen, aus PU-Schaum, in Neonfarben, volles Rohr im Spottlicht … auf der Bühne. Damit die Beschäftigungstherapierten auch wissen, wo sie hinschauen sollen. Allerdings: “Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“ Nach wie vor. Immerhin stehen wir jetzt unmittelbar vor Ausbruch des Dritten Weltkriegs. Oder wahlweise wird der Tiefe Staat gerade flächendeckend zerschlagen und im Anschluss ans Abendessen nach Gitmo verschifft. Obwohl …, ach was, die sind ja sowieso alle schon längst weg und die Gestalten, die uns da präsentiert werden, sind eh nur noch Schauspieler mit Masken … oder so.

Ja, das Jahr mit der willkürlichen Nummer 2.026 beginnt mit ordentlichem Rumpeln im Gebälk. Es knarzt genüsslich, zumindest bei denjenigen, welche ihr Publikum während der eher langweiligen Jahreszeit auf der Nordhalbfläche in Wallung zu halten gedenken. Es gibt ja sonst nix zu tun. Weil: Winter. Schnee. Kalt. Nass. Dunkel. Ungemütlich … Da macht es sich doch ganz hervorragend, das alles genaustens zu beobachten und sich dabei mit wahlweise Puffmais, frittierten Kartoffelscheiben oder in Nährlösung gezogenem Rettich mit würziger Tunke auf dem Sofa zu flezen und verächtlich grinsend auszurufen: “What a fucking loser!“ … oder so.

Gut, man kann natürlich auch den ganzen lieben kurzen Tag Katzenfilmchen anschauen. Die sind ja sooo putzig! Wenn sie denn “echt“ wären. Hatte ich schon mal erwähnt, dass wir “rein gar nichts mehr glauben“ können? Hmm… Jup. Da sind wir wieder. So ein bisschen, wie Godwins Gesetz.

“Jetzt kommt der schon wieder mit der alten Leier. Das wissen wir doch längst!“ … Öschd? Interessant. Wir wissen also, dass die künstliche Zwischenwahl so richtig hübsche Bilder, gar vertonte Bewegtbilder erstellen kann und mindestens ein Teil davon tatsächlich schwer als “unecht“ auszumachen ist? Katze und Hunde und Otter und Waschbären und … und, sind ja nur ein Teil dieser Projektionsleinwand. Sich Witze erzählende alte Männer oder knuffelige Kleinkinder mit Vorträgen irgendwelcher vermeintlichen Komiker, ja, das sieht man doch, dass das “KI“ ist. Doch wo ist der Übergang? Der fließende. Zu, zum Beispiel, Krieg, Bomben und Hubschraubern … oder so.

Auch an dieser Stelle einmal mehr: Grünleinwand ist heute eine Anekdote der Illusionsgeschichte. Klar, sowas wird nach wie vor verwendet, doch ist Rechenleistung und Speicher so billig wie nie zuvor und die selbst für den Hausgebrauch frei verfügbare Weichware gut genug, um locker 10 von 9 Menschen zu der irrigen Annahme zu verführen, dass das was ihnen dargelegt wird tatsächlich “echt“ sei.

Nun. Ist ja Winter, also kredenzen wir uns doch noch die fürstlichen Reste aus der Spekulatiuspackung:

Tun wir mal so, als wären wir eine kleine verschworene Clique mit praktisch unbegrenzten finanziellen Mitteln und besten Kontakten, weltweit, und jeder Menge gewissenlosem Hirnschmalz. Und wir haben uns zum Ziel gesetzt, massenweise Menschen davon abzuhalten, ihr Dasein als das zu erkennen, was es ist. Wir lassen sie für uns arbeiten und nehmen sie aus wie Weihnachtsschwäne. Denn nur so ist es möglich, unser königliches Leben weiterhin ungestört zu entsektkorkenknallisieren.

Wir nehmen gezielt Einfluss, denn wir wissen um die menschliche Natur der Neugierde, der Langeweile, des Verführt- und Beschäftigtwerdenwollens. Und natürlich wissen wir auch, wie leicht es allein schon technisch ist, das Denken der Massen ganz ungeniert zu lenken. Denn die öffentlich verfügbare Technik ist ja von gestern und wir leben im heute.

Wir sind bestens durchstrukturiert und haben eine klare und unmissverständliche Hierarchie. Anti-Anarchie. Wir haben unsere Leute in allen Netzwerken, in allen Themenbereichen, ob nun in der Politik, der von uns als solche bezeichneten “Wissenschaft“, im Sport, in den Medien und auch in jenen Bereichen der Gesellschaft, welche von uns als “Neuland“ definiert wurden. Wir wissen, dass das kraftvollste Mittel zur Erhaltung und zum Ausbau unseres eigenen Standards die flächendeckende Schaffung von Illusionen ist. Und dafür haben wir eine geradezu gigantische Bühne geschaffen und allen von Kindesbeinen an ins Hirn geschissen, dass größer, weiter, stärker, mehr … das ultimative Lebensziel sei.

Natürlich werden wir niemals zulassen, dass die Massen je an einen Punkt kommen, an welchem “Reichtum“ zu einem echten Teil ihres Daseins wird. Wir (!) definieren, was “Reichtum“ ist. Und wir tragen unsere Definition über Mittelsmänner in die “Welt“. Wir setzen alles daran zu verhindern, dass diese unsere “Welt“ als die Illusion erkannt wird, als welche wir sie erschaffen haben. Und das Mittel, das Medium, zur Zweckerfüllung nennen wir auch noch ganz unverblümt: “Medien“.

Wir nutzen alle vorhandenen “Medien“, auch die “Sozialen“ und auch die vermeintlich “Alternativen“, um die Massen nach unserem Gutdünken zum Zwecke des Fortbestands unseres königlichen Daseins gedanklich und sachlich zu binden, sie zu beschäftigen. Ihnen und ihrer Sucht, ihrer Suche, ihrem Verlangen nach den von uns selbst vordefinierten Zielen – für sie, nicht für uns! – mit vollster Überzeugung nachzugehen. Und wir verhindern dabei mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, dass sich die Menschen frei entfalten und gedeihen … wie es an sich ihrer Natur entspräche.

Gut, damit wäre diese Kekspackung erstmal aufgefuttert … und darf nun verdaut werden.

Das klang jetzt ja erstmal ziemlich ernüchternd. Dabei war es doch nur einigermaßen oberflächlich spekulationiert. Da gäbe es eine Vielzahl von Fragen zu den Einzelheiten und Querverbindungen, doch: “Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“, Du erinnerst Dich? Tja, immer diese Verunsicherung. Was ist “echt“? Was nicht? Was wird erzählt, ist aber nie geschehen? Was ist geschehen, wird aber nie erzählt? … Dieses Konzept ist doch ein alter Hut. Den kann man gesslern, oder es bleiben lassen.

Also …, die Aufführung auf der Bühne hat etwas Fahrt aufgenommen. Für den Moment. Wir nehmen zur Kenntnis, wo wir hinschauen sollen. Und Eingefleischte setzen sich ihre Filterbrille auf und versuchen angestrengt das Geschehen auf den weniger oder gar unbeleuchteten Teilen der Bühne auszumachen. Das ist in Ordnung. Das war auch mal meine Herangehensweise, ist es jedoch nicht mehr.

Mag sein, dass dies abgehoben klingt. Auch das wäre in Ordnung. Doch habe ich gewählt, mich von diesem ganzen Theaterstück nur noch am Rande beschäftigen zu lassen. Denn meine Lebenszeit erachte ich als wertvoll und ich wähle, diese Zeit überwiegend mit Dingen auszufüllen, welche die Wahrnehmung meines Daseins mit Sinn erfüllen. Und was dieser Sinn sein mag, definiere ich selbst. Für mich. Wie jeder andere das gleichermaßen tun kann und auch tun sollte.

“Und als sie kamen mich zu holen, war niemand mehr da …“ Ja, ja. Mag sein oder auch nicht. Gut denkbar, dass auch dies Teil des Hirnkots ist, welcher uns alle dermaßen im Griff hat und eine Handlungsunfähigkeit und oder Gleichgültigkeit vorgaukelt, welche ebenfalls zur Illusion gehört. Zu sagen: “Das betrifft mich nicht.“, hat weniger mit Gleichgültigkeit zu tun, denn mit der Erkenntnis, dass Handlungsfähigkeit sachliche wie auch sinnbezogene Grenzen hat.

Der pazifistisch anmutende Ausdruck: “Das ist nicht mein Kampf.“, spiegelt selbiges wider. Und lasse ich zu, dass der Kampf zu mir getragen wird, dann bin ich mir durchaus darüber im Klaren, dass dieser Kampf gewonnen werden aber auch verloren gehen kann. Vielleicht endet mein Dasein damit, das kann sein. Und doch habe ich dann zumindest in der Gewissheit gelebt, so frei gewesen zu sein, wie es die starren und stark befestigten Grenzen zugelassen haben, ohne mich mein liebes langes Leben lang in allergrößten Teilen mit Dingen beschäftigt gelassen gehabt zu haben, welche rein gar nichts mit mir zu tun hatten. Oder so.

Und Du? Du bist immer noch hier. Freut mich. Dankeschön für Dein Wissenwollen. Deine Wertschätzung darfst Du gerne zum Ausdruck bringen; der Weg dorthin findet sich unter diesem Beitrag. Aufrichtigen Dank.

Abschließend noch: Was ist eigentlich aus dem Dritten Sargon …, nein, halt: I. Atlas. Dem Dritten Iatlas …, was ist aus dem geworden? Habe ich da was verpasst? Und ist in der Kokaine eigentlich immer noch Krieg? Oder würden die Antworten auf diese Fragen mich verunsichern?

Sei aufrecht und bleib standhaft. Alles läuft nach Plan …

Heil und Segen Dir,

der Nachtwächter

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