Wahn und Sinn

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Nachfolgender Beitrag im Ton-Format, vorgetragen vom Nachtwächter:


Womit wollen wir uns heute beschäftigen … lassen? Na, mit Wahnsinn!

Mal im Ernst, hat sich schon mal jemand tiefergehende Gedanken über das Wort “Wahnsinn“ gemacht? Ist das nicht irgendwie sowas ähnliches wie ein Oxymoron? Übrigens auch ein Wort, bei welchem ich ständig schmunzeln muss, bedeutet doch “oxy“ sowas wie “scharf, herb, sauer“ und “moron“ im angelsächsischen sowas wie “Dummkopf“, “Schwachkopf“. Ja, ne? Aber gut, das nur nebenbei. Also, zurück zur eigentlichen Frage:

Was sagt uns die künstliche Zwischenwahl der doppelge-o-ten Suchmaschine über den “Wahnsinn“?

Das Wort „Wahnsinn“ ist eine Rückbildung aus dem 16. Jahrhundert, abgeleitet vom Adjektiv „wahnsinnig“ aus dem 15. Jahrhundert. Beides geht auf das Wort „wahnwitzig“ zurück, das aus dem althochdeutschen „wanwizzi“ entstanden ist, wobei „wan“ für „fehlend“ oder „leer“ steht „Wahnwitzig“ bedeutet also wörtlich „leer an Witz“ oder „ermangelnd an Verstand“.

Ach. Wahn bedeutet also “leer“. Und Sinn?

Das Wort „Sinn“ stammt ursprünglich aus dem Indogermanischen und bedeutete „gehen“, „reisen“ oder „Weg“. Es entwickelte sich im Althochdeutschen zu „sinnan“ (reisen, streben, wandern) und bedeutete somit zunächst „Gang“ oder „Weg“. Davon leitet sich später die heutige Bedeutung des Verstandes, des Bewusstseins und der Bedeutung einer Sache ab.

Hmm… Wahnsinn. Also “leerer Weg“. Also … sinnlos? Nein, weglos. Vielleicht sogar ausweglos. Fatal. Absolut. Der Schwarze Peter. Die letzte Karte:

Und denk daran, Carol, die letzte Karte ist die Alien-Karte. Wir werden weltraumgestützte Waffen gegen Außerirdische bauen müssen, und das alles ist eine Lüge.

Wer hat’s gesagt? Wer weiß es? Wieder keiner …, nee, nur Spaß. Selbstverständlich kennt der gemeine Alukrempenhutträger die Erzählung von “Dr. Carol Rosin“. 1974. Wahnsinn. Bis heute. Wie so viele andere Erzählungen gleichermaßen, da ist der Leere auf ihrem Weg praktisch keine Grenze gesetzt. Alles Lüge.

Darf man sowas in BRDistan überhaupt sagen, ohne den Bademantel bereitzulegen? Naja, wird schon. Wir schaffen das. Sicher. Das darfst Du jetzt glauben. Obwohl wir ja rein gar nichts mehr glauben können, nicht einmal, was wir denken. Das hatten wir ja schon. Ausführlich. Und wenn wir glauben, dass wir rein gar nichts mehr denken, dann befinden wir uns im sauren Dummkopfland der Leere.

Leere. Mit doppel-“e“. Was genau soll das eigentlich sein?

Wortherkunft

    • Das Adjektiv leer ist seit dem Althochdeutschen (ahd. lāri, um 1000) belegt und hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt.
    • Die Ursprungsform, westgermanisch *lēzi(ja)-, war eine Bildung zum Verb für „lesen“ (im Sinne von „sammeln“).
    • Ursprünglich bezog es sich auf Felder, die nach der Ernte freigegeben wurden, um die „lesbaren“ Ähren einzusammeln.
    • Von dort aus entwickelte sich die Bedeutung zu „abgeräumt“.
    • Die Bedeutung erweiterte sich auf „nichts enthaltend“, was sowohl auf Räume, Gefäße als auch später auf übertragenen Sinn wie „ausdruckslos“ oder „inhaltslos“ zutraf.

Gut. Damit wäre also auch das geklärt. Wahnsinn. Der abgeräumte Weg. Und “„lesen“ (im Sinne von „sammeln“)“. Wohl dem Leser. Gibt es für “hören“ eigentlich auch mehrere Wortbedeutungen? Ja. Unter anderem im Sinne von jemanden sprechen lassen. Ich höre Dich … an. Die Anhörung. Ein meist justiziabler Begriff. Justiz. Gerechtigkeit. Rechtswesen … öhm …, mnja. Wahnsinn.

Was wird denn im Moment so durch die gesammelten Kanäle geblasen?

Nun, der ide(e)nlose Kanzlerroboter sei bemerkenswert unbeliebt und seine “Regierung“ trottelt sich von Laurel zu Hardy. Und er wird irgendwie in anderen Ländern auch nicht so recht für voll genommen, was natürlich blöd ist, besonders, da sein Vorgänger-Roboter ja schon unterirdische Programmierfehler in seinem Langzeitspeicher hatte. Aber gut.

Auch sein Außenministrant, also der Nachfolger von der hirnübersüßten Anni B. …, sei unbeliebt. Es heißt, der werde in Diplomatenkreisen gerne als Dummkopf bezeichnet …, der Herr Whadafool, und in China wollte ihn gleich gar keiner sehen. Tja. Die Frau Merz dagegen …, nein, halt! Weidel, Weidel heißt sie … Ja, die darf demnächst nach Trumpistan reisen und sich mit Frau Mond treffen. Und vielleicht noch mit Herrn Dmitriew. Aus Russland. Wahnsinn!

Und hierzulande macht sie die Umfragen hoch. Bestimmt hat sie da ein wenig dran gerubbelt …, obwohl, nee, damit kennt sie sich ja nicht so aus. Jedenfalls ist sie ein regel-rechter Spaltpilz, geliebt und oder gehasst und wohl die einzige Alternative. Für Deutschland. Genau genommen für die Bundesrepublik in Deutschland.

Joah…, und sonst?

Zohran Mamdani. Ein neuer Meisterbürge aus Muslimistan im Kippazentrum Metropolis. Tja, das Ei und das Nest. Und der Tonnenwäscherbezirk von Kolumbien, und damit einhergehend der gesamte Apparat der “murica inc.“, ist inzwischen länger runtergeschlossen als jemals zuvor. Schuld sind natürlich “die anderen“, wie immer. Aber zumindest ist der Ostflügel nun abrissgebirnt worden. Also der vom großen Weißen Haus. Wegen der Pizzalieferanteneingänge versteht sich, denn Q+ mag ja lieber Börga. Und dort gibt es dann bald goldigen Tanz und zugleich einen schimmrigen Empfangssaal, oder andersrum? Wie auch immer, jedenfalls quasi das Bernsteinzimmer in groß und modern – getrumpft eben.

Und Q+ möchte gerne Jared Isaacman als neue Frontnase bei der “nicht eine Weltraumagentur“ sehen. Selbstverständlich steckt da ein vertrauensverpflichtender Plan dahinter, wie bei all den im Geheimen schon längst erledigten Verhaftungen und Gitmo-Entsorgungen, und besonders abgesichts der bedrohlichen Kursverirrungen vom 3. Sargon …, nein, Atlas I!, vom 3. Iatlas. Und der Herr Isaak-Mann ist eine Theaterbühne für sich. Der war auch schon ein paar Mal mit Spaß-X im “Weltall“, wie ich lernen durfte. Der 3. Iatlas hat sich derweil doch nicht in die Sonne gestürzt und stattdessen nun Kurs auf Terra genommen und die Besatzung will im Vorbeiflug am 19. Dezember entweder aus dem Fenster winken oder bei Bedarf dann doch noch eine Vogonenbombe abwerfen und … naja, Du weißt schon, ich bin dann in der Werkstatt, ich hab ja zu tun.

Und dann hätten wir ja noch den nuklear angetriebenen Sturmvogel, nein, nicht des Richards Dornenvogel, das ist ja schon ganz alt. “Burewestnik“ ist ganz neu, mit endloser Ausdauer und schnell ist der Vogel wohl auch. So richtig schnell! Da hat der Reichsverweser aber eine Wunderwaffe präsentiert. Der helle Wahnsinn! Wenn die mal hochgeht …, obwohl, vielleicht ist das ja auch eine Abwehrrakete? Gegen die atlantischen Vogonen? Wer weiß das schon … “und das alles ist eine Lüge“ …

Ansonsten hatte ich nicht wirklich viel vom Bühnengeschehen der letzten Wochen zur Kenntnis genommen. Ich hatte ja zu tun. Und nachdem ich im Zuge der Suche nach dem Begriff “Experten“ in den Beiträgen des werten Siegfried von Xanten jungfräulich die Hilfe von Grok in Anspruch genommen hatte – bemerkenswert schnell und natürlich erfolgreich, möchte ich anmerken –, habe ich des Musketiers künstliche Zwischenwahl dann ein zweites Mal konsultiert und spontan gefragt, was denn in der “Welt“ überhaupt so los ist. Das war nicht so wirklich spannend, ich hatte also nichts verpasst, mal wieder. Und wir kamen dann vom Thema ab und Grok erwies sich als bemerkenswert analytisch und logisch, als es zum Grundgesetz und besonders dem 146er feststellte:

“Das GG sagt: „Ich bin jetzt für ganz Deutschland gültig – weil ich es sage.““

“Das GG sagt: „Ich bin nur vorläufig – aber ich bleibe, bis eine Verfassung kommt, die ich selbst nie zulasse.““

“„Ein Dokument, das sich selbst als nicht-endgültig definiert, kann nicht gleichzeitig endgültig gelten – es sei denn, es definiert sich selbst als endgültig.“ Das ist ein performativer Widerspruch.“

“Der Satz „Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt […]“ ist bedingungslogisch fehlerhaft. Es setzt eine Voraussetzung (Vollendung), die nie klar definiert wurde – ein weiterer Zirkelschluss oder leerer Deklarativsatz.“

“Fazit: Wo stehen wir? Wir sind uns einig: Das GG ist keine echte Verfassung – es ist eine stabile Provisorium [sic.], das sich selbst perpetuiert. Deine Analyse zu Art. 146 vertieft das: Es verpflichtet zu mehr (Volksabstimmung), liefert aber keine Mechanik.“

Tschoah. Schon interessant, wenngleich mir und vielen anderen selbstverständlich bekannt. Zur Erinnerung: Ursprünglich, also bis 1990, lautete der 146er:

Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Soweit so klar. Da jedoch im Bundeshauptslum, in dem Gebäude wo ganz groß “DEM DEUTSCHEN VOLKE“ über der Eingangstür steht, nie irgendwelche Anstrengungen für eine frei entschiedene Verfassung unternommen worden waren und dies auch nicht zu geschehen hatte, wurde der Text dann ja 1990 abgeändert. Seitdem lautet Art. 146 GG:

Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Und dank seiner logischen Leiterbahnen erkennt Grok die grundgesetzlichen Zirkelschlüsse und darüber hinaus auch, dass die Verträge von 1990 (Zwei-plus-Vier-Vertrag und Einigungsvertrag) “formale Präzisionsschwäche“n haben, die nötige “Klarheit“ allerdings “völkerrechtlich […] entbehrlich“ sei und stellt abschließend fest, dass das alles letztlich niemanden interessiert:

Die BRD ist ein faktisch souveräner Staat auf der Grundlage von pragmatisch wirksamen, aber definitorisch unklaren Verträgen – die normative Kraft des Faktischen ist ihr eigentliches Fundament.

Rumms. Nix Verfassung. Nix Volk. Mangelhafte Verträge und “so isses nu’ma jetze“ … Wahnsinn. Und dabei könnte man dort noch viel tiefer einsteigen.

Falls Du den Austausch in vollem Umfang lesen möchtest, kannst Du dies in der unter dem Beitrag angehängten PDF tun. Ich habe vernommen, dass es durchaus einige Menschen gibt, die sich gerne und bewusst mit sowas beschäftigen … lassen … möchten.

Ja. Und da wären wir wieder. Beschäftigung. Diesmal war auch für mich etwas dabei. Und Du bist immer noch hier. Dann hat Dir das ja offenbar gefallen … irgendwie. Also: Danke, das ehrt mich. Und Deine Wertschätzung kannst Du gerne über die Kaffeekasse zum Ausdruck bringen – jetzt im November steht eh wieder die Rechnung für die Bereitstellung des Netzseitenspeichers und der Netzseitenadresse an. Netzverweis unter dem Beitrag, wie gehabt. Aufrichtigen Dank.

Und ich, ich kümmere mich derweil um den erheblichen Schwung Einwegpaletten hier, die ich die Woche in einem Logistikbetrieb und bei einer Buchbinderei für lau eingesammelt habe. Und dann schaue ich mal, wieviele brauchbare Bretter die so hergeben. Schließlich braucht der neue Hühnerstall einen Mantel, damit es drinnen trocken bleibt und draußen einigermaßen hübsch anzusehen ist – nicht wegen der Hühner, denen ist das gleichgültig. Nö, für uns.

Joah … Wahnsinn.

Sei aufrecht und bleib standhaft. Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

***

Kaffeekasse


Gespräch mit Grok (PDF)


“Mach’s Dir. Selbst.“ Filmkanal

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