Nachfolgender Beitrag im Tonformat, vorgetragen vom Nachtwächter:
Nun sind also die Tage wieder länger als die Nächte und der Frühling hat begonnen. Gut so, denn es gibt ja auch genug zu tun. An sich könnte ich bereits an dieser Stelle auch einfach fragen: “Ist in der Kokaine eigentlich immer noch Krieg?“ und dann zum Abschied grüßen. Allerdings wäre das dann vielleicht doch eine Portion zu kurz gegriffen, denn aus einer gewissen Betrachtungswarte heraus ist das dargebotene Schauspiel auf der Bühne ja durchaus unterhaltsam. Also schauen wir doch mal wieder hin.
In Persien geht irgendwie allmählich die Luft raus, denn zumindest ist das Thema “Krieg“ inzwischen nur noch als Verursacher allerlei sonstiger Problemchen dominant. Kaum verwunderlich daher: Q+ sucht offensichtlich den Ausgang, so zumindest wird der Anschein erweckt. Alle Ziele seien in Persien erreicht und der Iran sei vollkommen am Boden zerstört, militärisch besiegt und politisch enthauptet und … wolle reden. Und wenn sie nicht reden wollen, dann werde eben die zivile Infrastruktur bombardiert. In “zwei Tagen“. Hieß es. Dann doch nicht. Nochmal fünf Tage Verlängerung. Aha. Es würden ja nun Gespräche laufen. Mit dem “Iran“. Und die sind in diesem Moment noch nicht um, aber die imperiale Administration verkündet, sie würden ganz prima laufen. Die Perser haben sich auch zu den “Gesprächen“ geäußert. Der Wortlaut:
“Eure Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt.“
Huch! Der Ami verhandelt mit sich selbst? Öschd jezze? Na, Sachen gibt’s!?
Also, mir kam das ja überhaupt schon ein wenig seltsam vor, als Herr Trump verkündet hatte, das iranische Militär sei zerschlagen und völlig im Eimer und praktisch im gleichen Atemzug eine Koalition der willigen Hormuz-Verteidiger gefordert und gedroht hatte, wenn die nicht mitmachen, dann …
Hmm. Was denn nun? Gegen wen muss denn die Ölschlagader verteidigt werden, wenn die Iraner hin sind? Und warum genau sind alle doof, die da nicht mitmachen wollen? Wer hat noch gleich vor Ort einen auf dicke Hose gemacht?
Wenn man sich das alles mal in Ruhe und nüchtern anschaut, dann sollte dem geneigten Betrachter an sich eine durchaus wesentliche Veränderung in den Erzählfäden aufgefallen sein. Der “mächtige“ imperiale Militärapparat, “mächtiger als alle anderen auf der Welt“, “die Besten … von allen“, “weltweit“, mit “Dingen, die keiner außer uns hat“, “absolut unglaublich mächtig“ … und so weiter, scheint sich – so wird es der Welt dargelegt – verkalkuliert zu haben und sieht sich seinem strategisch und materiell bestens aufgestellten Endgegner gegenüber. Und die denken gar nicht daran, den Schwanz einzuziehen und Hackengas zu geben.
“Wie jetzt? Ihr schießt auf uns? Gut. Wenn Ihr das so haben wollt, na dann schießen wir auch zurück. Mit Drohnen. Und vergleichsweise einfachen Raketen. Davon haben wir viele. Sehr viele. Und Ihr, mit Euren Patrioten und sonstigem Siebschildkrempel, ja, verfeuert nur Eurer schweineteures Zeugs. Uns reicht es für’s Erste schon mal, Eure Kommunikationseinrichtungen so zu beschädigen, dass sie nicht mehr vernünftig funktionieren. Und imperiale Stützpunkte habt Ihr hier in der Region ja auch reichlich, da halten wir dann einfach mal kräftig drauf. Dass unsere Glaubensbrüder dabei auch was abbekommen, ist zwar keineswegs so richtig Absicht, geschieht denen aber auch irgendwie ein wenig recht. Schließlich haben die sich schon immer vor dem gerade aktuellen Imperium rücklings gebückt und bestens daran verdient. Wir sind eben ein stolzes Volk und haben uns dem Imperium nicht gebeugt.
Ach ja, und die Straße von Hormuz, die haben wir im Blick. Und unter Kontrolle. Und Kharg ebenfalls und das bleibt auch so. Und unsere Abschussrampen sind bestens getarnt, zahlreich und gut bestückt. Nachschub haben wir auch mehr als genug. “Du gommst hier net rein!“. Oder durch. Und nachdem ihr imperialen Wertewestler über Jahrzehnte dafür gesorgt habt, dass wir uns anderen Geschäftspartnern zuwenden und nebenbei unser Selbstverteidigungspotential tief unter die Erde gebracht haben, kann es uns reichlich gleichgültig sein, wenn die imperial besetzten Gas- und Öl-Terminals drüben am Golf durch unsere Drohnen stillgelegt werden. Wir verticken unser Zeugs eh nach Osten und die nehmen es ja auch gerne an oder ab. Und überhaupt, nur mal so zur Klarstellung: Diego Garcia ist für uns ein geeignetes Zielgebiet für Testflüge. Also ist das ja nur konsequent von Euch, dass ihr mit Euren verbeulten und qualmenden schwimmenden Trägersärgen auf Abstand gegangen seid. Nur weiter so, unsere Höhlen sind nach wie vor gut bestückt und Leute haben wir genug.“
Mnja. So in etwa könnte man das sehen.
Die eine Seite schreit Endsiegparolen in Dauerschleife und die andere Seite nimmt sich still und leise ein Ziel nach dem anderen vor, lacht die Endsiegparolisten dabei aus und nimmt Verluste ehrenhaft hin. Und irgendwie will das alles mit der imperialen Propaganda nicht so recht zusammenpassen. Die Operation “Epstein-Fury“ läuft voller Widersprüche und scheint doch zumindest auf dieser Ebene ein ziemlicher Rohrkrepierer zu sein. Und den aufmerksamen Beobachter darf durchaus die Annahme beschleichen, dass die wohl nachhaltigste Leinwand-Täuschung der Neuzeit aufgeflogen sein dürfte: das “allmächtige US-Militär“. Das ist vielmehr eine durch cineastische Dauerwiederholung eingebleute Phrase denn Wirklichkeit. Aber gut, aufgeklärten Deutschen ist dieser Umstand selbstredend schon lange bewusst.
Mir schwebt da ein Bild vor Augen, wie eine rot-weiß-blaue Bulldogge sich sichtbar angestrengt bemüht, den weiß-blauen Chihuahua an der Leine zurückzuzerren, während die Perserkatze der kläffenden Köttelpresse immer wieder mit ausgefahrenen Krallen kräftig auf die schon blutige Nase haut. Wobei, nein, so passt das Bild nicht. Vielmehr müsste die Bulldogge zerzaust und zerkratzt sein und ebenfalls eine blutige Nase haben. So schon eher.
Jedenfalls stellt sich doch selbstredend die Frage, weshalb dieses Drama auf der Bühne genau in dieser Form präsentiert wird. Insbesondere der unbestreitbare Gegensatz zwischen dem, was imperial-administrativ so rausgeblasen wird und den dann immer wieder zeitnah folgenden Meldungen, welche dem Gebläse wieder den Wind aus den Propellern nehmen. Ist das die so hochgerühmte “Kunst der Verhandlung“?
Im Ernst, mir kann doch niemand erzählen, dass das allmächtige Imperium tatsächlich derart falsch informiert war, bevor die Entscheidung getroffen wurde, an dieser Kampagne mitzuwirken. Warum also wird uns das so gezeigt?
Ach ja, die Tunnel und der “Deep State“, die Adrenochrom-Junkies und elitären Pedos. Dann noch “Nesara“ oder noch besser “Gesara“ und blau-gestrahlte “Aliens“ oben drauf, schon ist das alles wunderbar rund … Nein, halt! Fehlen noch die Haunebus aus der Antarktis und Dino-reitende Reptos im Führerkostüm: “Sieg Heil, Motherfuckers!“. Leute, Leute …
Böse Zungen behaupten jedenfalls, es gehe einzig um die Zerstörung der Wirtschaft. Das sei bisher zu langsam gelaufen, also müsse mal etwas nachgeholfen werden. Gut, dem lässt sich einiges abgewinnen, doch beantwortet es keineswegs die Frage, weshalb diese Aufführung so stümperhaft dargeboten wird. Bekanntlich hat jede Meldung eine Zielgruppe und bedient einen Zweck. Und Meldungen gibt es sehr viele. Da darf ja durchaus die bekannte These abermals in den Raum geschmissen werden, dass alle fein beschäftigt werden sollen, weil ja für jeden etwas dabei ist. Oder so …
Bei der Gelegenheit: Der Rundholzstabnasenkanzler meinte ja unlängst, es sei “falsch“ von Herrn Trump, die Sanktionen gegen Russland in Sachen Öllieferungen zu lockern. Absolut. Das geht so nicht. Weil: Kokaine! Wir haben hier ja eh mehr als genug Öl und der Wirtschaft geht es auch ohne die Russen und ihr erschwingliches Öl und Gas bekanntlich blendend. Und wer nix mehr verkauft, der sattelt eben um. Wie VW. Die wollen nun Teile für den Eisernen Dom bauen. Wie war das noch gleich? Platz machen für was Neues? Wenn das der Führer wüsste …
Und den Fluglinien gehe nun das Flugbenzin aus und an den Tankstellen stehe bald Rationierung an, wie in Tschechien. Wobei das auch wieder so eine totale mediale Seifenblase ist, denn die Einschränkungen lauten auf 50 Liter pro Tag für Privatleute und 200 für Unternehmen. Je Fahrzeug. Soll heißen: Privatleute könnten jeden Tag 600 oder 700 oder sparsam auch 800 km fahren, ein Sattelzug so irgendwas zwischen 500 und 700. Ach … Ob das jemals wieder zurückgenommen wird? Klingt jedenfalls sehr nach 15-Minuten-Stadt.
Und während hierzulande die Spritpreise auf die 3 Euronenmarke zustreben und sich die Koalisten im Bundeshauptslum derweil über eine Erhöhung der mehrwertigen Besteuerung unterhalten, hat Frau Melone spontan mal taktisch ihre Wähler beruhigt und die Spritabzocke um 25 von Hundert verringert. Der Liter kostet im Treulosetomatenland derzeit übrigens zwischen 1,70 und 1,85. Wie steht es eigentlich um die Füllstände unserer Gasspeicher?
Und:
“Die Deutsche Bahn startet am 10. April ein ungewöhnliches Testprojekt: Als Alternative zum klassischen Schienenersatzverkehr mit Bussen erhalten Fahrgäste erstmals die Möglichkeit, mit Leihfahrrädern zu ihren Anschlusszügen zu gelangen.“
Und:
“In Bayern wird gerade ernsthaft diskutiert, ob die Deutsche Bahn vorübergehend Fahrten streichen soll, um das marode Schienennetz zu entlasten.“
Tja. Privatunternehmen “Die Bahn“. Wie hatte der werte Kurze stets betont?
“Anfang ’45 war die Reichsbahn noch unter Feindbeschuss pünktlich.“
Joah. Gewaltig.
Überhaupt, in Sachen Gewalt: Gibt es eigentlich sowas wie “digitale Gewalt“? Echt? Na, dann muss man da jetzt aber was tun. Und zwar sofort! Nein, nein, nicht wegen der wirklichen Gewalt, wie Messerstecher, Mädchenstecher und sonstigem importierten Inlandsterror. Das ist alles nur Rauschen. Wer aber seine Ex per Künstlicher Zwischenwahl zur Pornokönigin macht und damit hausieren geht, der gehört sofort lebenslang zum Seifenaufheben abgestellt. Und das selbstverständlich klar mit Namen. Was denn sonst?!
Naja, und Frau Fernandez – da musste ich erstmal nachschauen, wer das überhaupt ist – hat nun ihren Traumschiff-Dreh unterbrochen und ist auf dem Rückweg aus Asien, weil hierzulande ja Demos für sie und ihre nicht-Pornos laufen, angemeldet und geführt von Kira Bönisch von “Fridays for Future“. Frau Fernandez zeigte sich übrigens selbst fotografisch im Flieger in der 1. Klasse. Finde den Fehler. Aber gut, Schauspieler und Medien eben. Das kennen wir ja schon. Das ist wie mit den Tortendiagrammen beim Zweiten, da kann man sich schon mal vertun, wenn da jemand sitzt, der das “nicht richtig bedient“.
Abschließend: Die “Erde wird langsamer“. Denn der “Klimawandel bremst die Erdrotation“. Na, vielleicht haben die schon Sommerzeit …
Jetzt aber: Ist in der Kokaine eigentlich immer noch Krieg?
Was für ein durchgequirlter Stuss im Schauspieltheater. Blöd nur, dass einiges davon alsbald im Geldbeutel ankommt. Oder vielmehr: abgeht. Und bevor Dein Geldbeutel von Leuten leergeraubt wird, welche Dir rein gar nichts entgegenbringen: Da Du immer noch hier bist, nehme ich an, dass das was ich hier mache für Dich irgendeinen Wert hat. Wie Du den zum Ausdruck bringen kannst, findest Du wie immer unter diesem Beitrag. Aufrichtigen Dank an alle Wertschätzenden und Unterstützer.
Gut. Ich habe inzwischen den neuen Hühnerstall fertiggestellt. Endlich. Und vergangene Woche habe ich 25 Paletten geholt. Für lau. Daraus mache ich mir jetzt erstmal einen Schwung KVH, denn ich brauche Baumaterial für einen zweiten Hühnerstall, weil die Althennen nicht in den Neuen umziehen wollen. Wohl zuviel junges Geflügel dort. Tja. Das echte Leben.
Sei aufrecht und bleib standhaft. Alles läuft nach Plan …
Heil und Segen Dir!
Der Nachtwächter
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Nachgereicht die Analyse von Gemini über NotebookLM im Zweiergespräch (fand ich höchst interessant ;)):

