Zwischen den Ohren der Toren müssen Drohnen wohnen

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Nachfolgender Beitrag im Tonformat, vorgetragen vom Nachtwächter:


“Eine Drohne ist ein unbemanntes Fahrzeug ohne Besatzung an Bord. Sie kann durch Fernsteuerung, vorprogrammierte Wege oder vollständig autonom über Computer und Sensoren gesteuert werden. Das Wort bezeichnet meist Fluggeräte (UAV), umfasst aber auch unbemannte Land-, Wasser- oder Unterwasserfahrzeuge.“

… sagt die Künstliche Zwischenwahl im Internetz zu der Suchanfrage “Drohne Bedeutung“. Auch zu lesen ist dort, dass “[D]er Begriff […] wegen des brummenden Geräusches von den Insekten auf unbemannte Flugzeuge übertragen“ worden sei. Aha. Demnach sind Drohnen überhaupt gar nichts Neues. Die V1 wurde von den Albioniern “Doodlebug“ genannt, weil sie am Himmel flog und ein dröhnendes Brummgeräusch machte – wie ein dicker Käfer. Solange es brummte, bestand keine Gefahr. Hörte das Brummen dagegen auf, hieß es sofort volle Deckung finden, denn dann kam der Käfer runter.

Die Fieseler Fi 103 gilt gemeinhin als der erste Marschflugkörper und verglichen mit der heutigen Technik hat sich das Prinzip nur wenig verändert. Eine “Cruise Missle“ oder auch eine “Taurus“ ist grundsätzlich ebenfalls “nur“ eine große, beflügelte Bombe mit ferngesteuerter Zielführung, wenngleich die Zielgenauigkeit und natürlich auch die Reichweite heute um ein Vielfaches höher ist.

Die technische Kriegsführung der 1940er Jahre logisch und sinnvoll weitergedacht, hätte eine solche Technologie an sich maßgeblichen Einzug in die militärische Produktion haben müssen. Hatte sie aber nicht. Stattdessen wurde auf Stratosphärenraketen und Großflugzeuge für die Abschreckung und kleine, schnelle, wendige Jäger für Luftkampf und Abfang gesetzt. Dazu schwimmende Start- und Landebahnen für kleinere Bomber und Jäger. Viel und sehr teures Material, eine echte Materialschlacht insbesondere im sogenannten “Kalten Krieg“. Dazu wurde weiterhin auf erhebliche Personalintensität gesetzt, anstatt auf spezialisierte Kampfverbände. Masse statt Klasse. Wie schon zu Zeiten von Napoléon. Die spekulativen Gründe und sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen für eine solche Vorgehensweise würden ein ganzes Buch füllen. Aber gut, lassen das.

Nun sind wir – mindestens medial – inzwischen in einer Zeit angekommen, in welcher “Drohnen“ zum Kampfalltag gehören. Die Bandbreite ist weitreichend und natürlich hat die heutige Digitaltechnik die Tore weit aufgestoßen, was die Anwendung und Ziele angeht. Schon lange bekannt sind die ferngesteuerten “Predator“- oder “Reaper“-Drohnen der VSA, welche Ziele mehr oder weniger auf der ganzen Welt treffen können … sollen. Die VS-Luftwaffenbasis in Ramstein spielt dabei bekanntlich eine bedeutende Rolle, dies nur am Rande. Doch soll es schon seit Langem andere, vermeintlich weit fortschrittlichere Technologie geben. Bereits im Januar 2017 hatte ich hier auf dieser Netzseite über das berichtet, was seinerzeit allmählich in die uninteressierte Öffentlichkeit eiterte. Aus dem Text:

“Einst galt die Nutzung von Drohnen, als Teil der Kriegsführung und Überwachung im Landesinneren als auch im Ausland, als Verschwörungstheorie. Doch die Realität hat diese Theorie zwischenzeitlich längst eingeholt. Die nächste Stufe der Drohnen-Evolution sind Drohnenschwärme.

Im Zuge der unaufhaltsamen Fortschritte in Sachen künstlicher Intelligenz [tadaa…, 2017!] wird die Schwarmtechnologie von Rüstungsunternehmen und Regierungen im Grunde in allen Bereichen getestet: an Land, auf See und in der Luft. Dabei erlauben autonome Systeme, dass die Schwarmintelligenz vollständig von der menschlichen Kontrolle abgekoppelt wird. Sie identifiziert ein Ziel, umzingelt es und schaltet es aus.“

Das ist fast 10 Jahre her und der geneigte Selbstdenker sollte sich doch unweigerlich die Frage stellen, wo denn sowas zum Einsatz gebracht wird und vor allem, wie weit fortgeschritten diese Technologie inzwischen ist. Und anzunehmen, dass ausschließlich “die Amis“ darüber verfügen, wäre fahrlässig bis … dämlich. Womit wir beim Stichwort angekommen sind. Denn ich stelle mir angesichts der derzeit ständigen Thematisierung der “Drohnen“ die Frage:

“Für wie dämlich halten die mich?“

Oder “uns“.

Von kabelgebundenen Kampfdrohnen – weil ja die Funkfernsteuerung sonst gestört werden kann …, dies in Zeiten von autonomen Systemen, welche mit vorprogrammierten Rahmendaten selbstständig Ziele einigermaßen sicher identifizieren und ausschalten können sollten – bis zu leicht aufgemotzten Spielzeug-Bombendrohnen auf dem Leipziger Flughafen, welche von einem Busfahrer gefangengenommen worden sein soll … – mitsamt des kyrillischen Passes des Reichsverwesers höchstselbst …, so wird zumindest gescherzt … – und jetzt – also jetzt! – soll ein “Hybrid-Drohnenabwehrzentrum“ kommen. Sofort! Am besten gestern! … Im Ernst?

Mann, Mann, Mann …, was für ein gigantischer gequirlter Güllesee!

Aber gut, die pöhsen Drohnen müssen eben mit aller Gewalt in die Köpfe des torheitlich-verblödeten Pöbels gepresst werden. Immerhin hat der bis heute nicht verstanden, wie gemeingefährlich die sind und wie unglaublich schwierig es ist, so einen Quadkopter aus dem Himmel zu blasen. Die Tontauben können den Koptern ganze Arien davon singen, wie sie den guten alten Schrotladungen gekonnt-elegant schwalbengleich ausweichen und im Anschluss dem Schrotrotzenden auf den Krempelhut kacken. Pffhhh…

Gut, das war jetzt vielleicht (?) etwas wirklichkeitsfremd, denn Schrot ist ja doch ein wenig aus der Mode gekommen. Und Jäger werden selbstredend bei der Evaluierung der “hybriden Drohnenabwehr“ außen vor gelassen. Wie augenscheinlich auch der gesunde Menschenverstand im Allgemeinen, wenn es um die Betrachtung der technologischen Möglichkeiten im Vergleich zur Präsentation des zu einem gigantischen Einheitsbrei vermischten Themas “Drohnen“ insgesamt geht. Mal völlig im Ernst: Dafür muss niemand ein “Experte“ sein! Ein einigermaßen funktionsfähiges Hirn reicht da völlig aus. Und überhaupt:

“Experten sind ja bekanntlich Spezialisten, die in fünf von vier Fällen glauben richtig zu liegen, wenn sie sich irren. Und das auf hohem Niveau.“

…, wie der werte Siegfried von Xanten seinerzeit so treffend zum Ausdruck gebracht hatte.

Mir ist schon bewusst, dass Literatur oder Filme aus dem Bereich der “wissenschaftlichen Vorstellungen“ nicht jedermanns Sache sind, doch mir fällt zumindest die geradezu absurde Diskrepanz zwischen dem auf, was “uns“ schon vor vielen Jahren gezeigt wurde und dem, was “uns“ heute medial als machbar und, das ist noch viel bemerkenswerter, als “echt“ präsentiert wird. Die Fiktion zeigte uns ferngesteuerte Kampfflieger-Bomber-Schwärme oder selbstdenkende und selbstlenkende Abwehrgeschosse oder virtuelle Kriegsspiele, welche sich dann als alles andere als virtuell herausstellten – “Ender’s Game“ lässt grüßen. Das ist alles so alt, wie Gesslers Hut!

Und dabei reden wir noch nicht einmal über sinnvolle strategische Vorgehensweisen. Die medial heute präsentierten “Kriege“ halten nach wie vor an der Schlachtordnung fest, wie sie sich vor langer Zeit etabliert hatte. Panzer, Flugzeuge, Bomben, Raketen und Granaten auf unmittelbare militärische Ziele – teils werden echte Materialschlachten dargelegt und die kanonengefütterten Seelen gezählt – wer auch immer ein Interesse daran haben könnte, diese Zahlen zu verbreiten. Mir stellt sich da allerdings eine für mich völlig offensichtliche Frage:

Würde die Ausschaltung von Ressourcen und Nachschub, besonders angesichts der heute angeblich verfügbaren Drohnentechnologie, womöglich schneller zur Beendigung von bewaffneten Konflikten führen? Wo doch die ganze Welt ohnehin vernetzt und Multikulti ist und selbst Kinder und Jugendliche mit auf Amazonien erwerbbaren Gerätschaften ganze Lagerarsenale lahmlegen könnten, ganz zu schweigen von der durchaus nachhaltigen Störung logistischer Komponenten?!

Wenig dargelegt werden zudem die teils gigantischen Kostenapparate. Und die Frage, wer das alles bezahlt und wovon, wird selten bis nie gestellt. Dass Feuerwerke schneller abbrennen als neue Böller hergestellt werden können, legt den völlig logischen Schluss nahe, dass letztlich jeder bewaffnete Konflikt aufgrund der verfügbaren Mittel zeitlich begrenzt sein muss. Und ein Schelm ist jener, welcher sich der Folgeannahme öffnet, dass es gewiss einen gewichtigen Grund dafür gibt, weshalb Konflikte augenscheinlich unnötig in die Länge gezogen werden. Wer hat noch gleich den Nutzen?

Worum geht es also wirklich, wenn berichtet wird, dass es irgendwo knallt? Und welche Wirkung wird durch die Berichterstattung erzeugt? Wer aufgepasst hat und noch einigermaßen bei Verstand ist, braucht nur einmal raten.

Das stetig aufrechtgehaltene Spannungsfeld ist dabei keineswegs einseitiger Natur. Oder will mir tatsächlich jemand ernsthaft erzählen, dass der ach so mächtige “Ami“ oder der ach so pöhse “Russe“ ihre jeweiligen Gegner mit den angeblich vorhandenen Arsenalen und Mannstärken nicht innerhalb von wenigen Tagen handlungsunfähig machen könnten? Obwohl …, bei Ersteren bin ich mir da tatsächlich nicht mehr so sicher, nach all dem, was uns da in Sachen Persien so präsentiert wurde und wird. Aber dem Anderen, dem wird zugetraut, dass er mit einer Spielzeug-Drohne einen Teil des gegnerischen Nachschubs auf dem Flughafen von Leipzig angreift … und damit auch noch kläglich-lächerlich scheitert. Und dann stellt sich überdies noch heraus, dass das verwendete Drohnenmodell der “Amaga 10“ zum Verwechseln ähnlich sieht! Da fehlen einem doch echt die Worte … Absurdistan in Echtzeit!

Aber gut: “Drohnen in Leipzig sind Sprengstoff für die Ostwahlen“. Genau. So wird es wohl sein. Der Russe war das und das nur, um die AfD in Sachsen-Anhalt zu verhindern. Oder andersrum. So und genau so, auf jeden Fall. Und der Taurus hat zwar zwei goldene Hörner, aber kein Hirn dazwischen – obgleich er der weiß verkleidete Europa-geile Obergott höchstselbst ist. Na klar … Poohh…

Gut. Das musste jetzt mal raus. Mir geht dieser ganze absurd-groteske Sommerlochschwachsinn tatsächlich auf den Keks. Ich meine, am Tage habe ich hier auf der Scholle mehr als genug zu tun und wenn ich dann des Abends mal ins Internetz schaue und mir vor Augen führe, was für ein sinnesbetäubender ADS-Müll mir da in die Synapsen georgelt wird …:

Sprit ist weiter teuer, weil irgendwer immer noch den Hormus verstopft – ja, das ist ganz gewiss der Grund. 1.000 “Juristen“ fordern AfD-Verbot, die beste “unsere Demokratie“ aller Zeiten – wohl weil der Siegesmund nicht aufzuhalten ist. Hanta ist auch wieder aufgetaucht, diesmal in Frankreich. Und dann Ceuta! Ceuta! Und noch mehr Ceuta! Cui bono? Ach ja, und vielleicht hat es sich bald ausgemerzt und dann soll es Wüst werden …, na Herrlich!

Tja, dann komme ich immer und immer wieder zum einzigen Heilmittel, das da lautet: “Schau nicht hierhin, nicht dorthin!“ … Genau. Ich habe mal wieder mehr als genug gesehen. Reicht.

Und Du? Schaust Du weiter hin? Am besten dort, wo “sie“ wollen, dass Du hinschaust?! Na, immerhin bist Du in diesem Moment ja immer noch hier, also hat mein Gesabbel offenbar irgendeinen Wert für Dich. Den darfst Du auch gerne zum Ausdruck bringen; siehe unter diesem Beitrag. Aufrichtigen Dank an alle treuen Wertschätzenden.

Joah. Und in der Kokaine ist bestimmt immer noch “Krieg“, stimmt’s?

Sei aufrecht und bleib standhaft. Alles läuft nach Plan …
Heil und Segen Dir!

Der Nachtwächter

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