Neue Android- und Microsoft-Smartphones bekommen “Kill-Switch”

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Von Paul Joseph Watson

Google und Microsoft haben sich darauf geeinigt, in alle neuen Android– und Windows-Smartphones eine Notaus-Funktion einzubauen. Auf Geheiß des New Yorker Generalbundesanwalts Eric Schneiderman ist dies eine gezielte Maßnahme im Kampf gegen Diebstahl, die allerdings bei sich für die Privatsphäre aussprechenden Libertären die Alarmglocken schrillen lässt.

Bloomberg berichtet:

Das in Mountain View, Kalifornien angesiedelte Unternehmen Google teilte heute in einer Bekanntmachung mit, dass es eine „factory reset protection solution“ (ab Werk-Sicherheitslösung zum Reset) in seiner nächsten Version von Android einbauen werde. […] Fred Humphries, Microsoft-Chef für US-Regierungsangelegenheiten sagte, dass das in Redmond, Washington ansässige Unternehmen für mit ihrer Software laufende Smartphones in einem Update neue Diebstahl-Präventionsmechanismen anbieten werde. Dies schließt Smartphones von Nokia Oyj mit ein.“

Schneiderman feierte den seit September letzten Jahres von Apple in die neuen iPhones eingebauten Kill-Switch als sehr dienlich zur Verringerung von Diebstählen.

Libertäre und politische Aktivisten sind angesichts dieser neuen Maßnahmen jedoch bestürzt, da Regierungen – wie beispielsweise bei der kürzlichen Abschaltung von Twitter in der Türkei – bereits gezeigt haben, dass der Kill-Switch gezielt als Mittel zur Unterdrückung von Widerständen eingesetzt worden ist.

Obwohl der Kill-Switch angeblich für die Abschreckung von Diebstählen eingebaut wurde, ist ein Szenario bei dem Behörden die Technologie zur Abschaltung der Kommunikation in empfindlichen Bereichen nutzen, um damit das Streamen von Videos und Fotos vor Ort bei einer Demonstration oder ausufernder Polizeigewalt einzuschränken, sehr einfach zu durchschauen.

Bereits Anfang des Jahres hatten wir über ein Google-Patent für ein System berichtet, dass Strafverfolgungsbehörden alarmieren würde, wenn von Smartphone-Nutzern eine erhöhte Anzahl Fotos an einem bestimmten Ort gemacht werden. Dabei wurde auch die Frage aufgeworfen, wie hoch der Einfluss von Unternehmen wie Google auf die privaten Mobilgeräte der Menschen sein sollte.

Schon im Jahr 2012 hatte Apple ein Patent angemeldet, das die Fern-Abschaltung der Kamera in ihren iPhones durch „Erzwingung des ‚Schlafmodus‘ gewisser elektronischer Geräte beim Betreten empfindlicher Gegenden“ ermöglicht.

Bei Protesten, politischen Versammlungen und anderen Begebenheiten, bei denen Behörden die Kommunikation, Dokumentation oder das Video-Streaming verhindern wollen, könnten mittels Geofencing Funklöcher in vorbestimmten Bereichen erschaffen werden.

Das Patent wurde der Erwartung registriert, dass der Polizei oder der Regierung die Macht gegeben werden müsse, in gewissen Zeiten einen vollständigen Kommunikations-„Blackout“ zu veranlassen, da Smartphones „belästigen, frustrieren und gar Menschen in sensiblen Orten bedrohen“ können.


Quelle: Prison Planet, 20.06.2014
All New Android & Windows Phones Will Have ‘Kill Switch’
Übersetzung: LQ-Services
Die inhaltlichen Rechte liegen vollständig beim Verfasser des Originalartikels.

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