Europas Tod? Neue Französische Regierung, die gleiche Richtung

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 27.08.2014

Martin Armstrong über den Versager-Präsidenten Hollande, seine gescheiterte Politik und die Frage, ob Frankreich ganz Europa in den Abgrund zieht.


Von Martin Armstrong

Martin ArmstrongDie neue Regierung von François Hollande hat Widerspruch im linken Flügel seiner Sozialistischen Partei gänzlich unterdrückt. Die marginalen Veränderungen bedeuten schlichtweg nur, dass Frankreich sich weiter auf dem dunklen Pfad zu seinem Schicksal bewegt und als zweitgrößte Wirtschaft nach Deutschland wird Frankreich Europa als Ganzes mit in den Abgrund ziehen. Hollandes bereits unglaublich schwacher politischer Stand, in Frankreich als auch bezüglich seines eingebüßten Respekts innerhalb der breiteren europäischen Wirtschaft, wird einen abkühlenden Einfluss haben, der Frankeich für die Zukunft dem Untergang weiht. Wir beobachten in Echtzeit, wie Imperien, Nationen und Stadtstaaten sterben.

Die Veränderungen in der Regierung belassen Hollandes Politik unverändert. Hollande versucht verzweifelt an den Theorien von Marx festzuhalten, die in dort in Frankreich geboren wurden. Er vermag jedoch nicht den Zusammenhang herzustellen, dass Sozialismus und Kommunismus gescheitert sind, da Freiheit grundsätzlich dem Volk gehört. Er begreift nicht, dass wenn man Schülern erzählt, dass sie unabhängig von ihrem Einsatz am Ende die gleichen Noten bekommen, man den Sinn und Zweck von Bildung und Ausbildung schnell untergräbt. Individuelles Selbstwertgefühl und das Erreichen von Zielen mag bei Faulpelzen Neid hervorrufen, aber dadurch werden großartige Zivilisationen unter den Erleuchteten erschaffen. Hollande versteht nicht, dass das gleiche Grundprinzip auch für Ökonomien greift. Wir sind Menschen mit gleichen Rechten – nicht gleichen Fähigkeiten oder Wünschen.

Frankreich kollabiert und es gibt keinen Weg dieses Land in seinem derzeitigen Zustand zu retten. Wenn auch sonst nichts so hat die Krise bewirkt, dass die ganze Welt genauer auf Frankreich schaut und Hollande versteht nicht, dass seine Ideen schlicht total falsch sind und sich als gefährlich erwiesen haben. Der Zusammenbruch des Kommunismus war viel weniger schädlich, als der Zusammenbruch den wir beim Sozialismus beobachten können. Im Kommunismus hat das Volk der Regierung als Ganzes misstraut und sich entsprechend um sich selbst gekümmert. Im Sozialismus erwarten die Menschen, dass sich die Regierung um sie kümmert. Sie sind vollkommen unvorbereitet auf das was passiert, wenn die Regierung ihre Schulden nicht zurückzahlen und ihre Versprechen nicht halten kann.

Seit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2012 hat Hollande das Land von einem schlechten in einen noch schlechteren Zustand geführt. Er hat, in einer Zeit in der die Atmosphäre in Frankreich unerträglich ist, keine effektiven politischen Mittel zur Hand. Er hat genau diejenigen Menschen entfremdet, die Arbeitsplätze schaffen und die Gewerkschaften, die nichts falsches darin sehen einen Chef und seine Familie zu kidnappen um ihre Forderungen durchzusetzen, können nicht nachvollziehen, warum niemand angesichts solcher Praktiken dort Fabriken bauen will.

Frankreich geht es tatsächlich schlechter, als Spanien oder Griechenland und seine Politik ist sogar noch schlechter, denn das französische Volk hat sich in großem Umfang auf Regierungsleistungen und Unterstützung verlassen. In Spanien, Griechenland und Italien dagegen hat man in weiten Teilen die Regierung ignoriert und einfach mehr Eigenverantwortung übernommen.

Das Problem für Europa sind Frankreichs hohe Schuldenquote, die andauernde Arbeitslosigkeit und stagnierendes Wachstum, welches nun befürchten lässt, dass sich die fünfjährige Eurokrise zu einem chronischen wirtschaftlichen Tod Europas entwickelt. Es gibt niemanden, der Frankreich retten kann. Das wird Deutschland und Frankreich schlussendlich spalten, auch wenn die Politiker die von ihnen gemachten Fehler nicht zugeben werden.

Die europäische Kultur steht jetzt auf dem Spiel. Ist es zu spät Europa zu retten? Nun, es mag dafür einen gütigen Diktator brauchen, aber es scheint niemand am Horizont zu sehen zu sein, der das nötige Fachwissen mitbringt um das Schicksal Europas zu wenden.

>>> zum Original-Beitrag bei Armstrong Economics


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