Gold gewinnt seine Bedeutung im Finanzsystem zurück

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 03.10.2014


Der altgediente Hedgefond-Manager William Kaye im Interview mit Eric King von King World News, veröffentlicht am 02.10.2014


 

Eric King:  “Bill, ich weiß, dass Sie Gelegenheit hatten, sich den Artikel „Golden Rule – Why Beijing is Buying“ [Die goldene Regel – Warum Beijing kauft] von Alan Greenspan anzuschauen. Der Artikel ist unglaublich faszinierend, denn Greenspan hat sich komplett umgedreht und besinnt sich auf seine Wurzeln im Jahr 1966, als er sein Essay „Gold and Economic Freedom“ [Gold und wirtschaftliche Freiheit] verfasst hatte. Jetzt hört er sich wieder an wie derjenige, der damals dieses fantastische Stück geschrieben hat. Was passiert hier? Wie denken Sie darüber?“

Kaye: “Es war verblüffend, Eric. Greenspan hat einen kompletten U-Turn gemacht. Für die, die seine Karriere nicht kennen; als ich an der Wall Street anfing, war er schon jahrelang ein Consultant. Er arbeitete für eine Consulting-Firma in New York und war eigentlich nicht besonders erfolgreich. Er hatte großes Glück eine Position bei der FED zu bekommen, was sich für seine Karriere als ziemlich förderlich herausgestellt hat.

In jener Zeit war er jedoch ein bekannter Anhänger von Ayn Rand und ein richtiger Goldapostel. Dann begann er seine Arbeit in einer offiziellen Position bei der FED, wurde auf seine Position des Vorsitzenden der FED gehoben und bekam letztlich den Ritterschlag von der englischen Queen.

Bei der FED hat Greenspan seine Meinung zum Gold vollständig verändert. Genau wie sein Nachfolger Ben Bernanke verhielt sich Greenspan in der Öffentlichkeit so, als wäre er bezüglich der Rolle von Gold in der Weltfinanzarchitektur vollkommen ahnungslos. Wenn er über Gold befragt wurde, sagte er immer sowas wie: „Nun, Gold ist die Hinterlassenschaft einer vergangenen Zeit.“. Natürlich bezog er sich damit auf die Zeiten, als Gold und zu einem gewissen Teil auch Silber als Geld, oder zumindest als Maßstab für Geldtransaktionen, benutzt wurde.

Wenn er also in der Öffentlichkeit war, heuchelte Greenspan Ignoranz über die Wichtigkeit von Gold. Und jetzt macht es den Anschein, dass er zu seiner ursprünglichen Philosophie zurückgekehrt ist, nämlich, dass Gold der Anker des globalen Finanzsystems ist und es in der Tat sehr gute Gründe dafür gibt, warum Länder und Zentralbanken weiterhin Gold horten. Im Fall von aufstrebenden Mächten wie China, Indien und Russland ist es gar so, dass sie ihre Goldbestände fortlaufend signifikant erhöhen, sowohl auf Zentralbank-Niveau, als auch im privaten Bereich.

Greenspans Kehrtwende in Sachen Gold ist also wahrlich faszinierend. Er ist ein Mensch, der in globalen Finanzangelegenheiten als Kopf der streitbar wichtigsten Finanzinstitution der Welt, der US-Federal Reserve, eine der größten Rollen gespielt hat. Ich bin also der Ansicht, dass die Menschen verstehen müssen, wie wichtig Greenspans Bemerkungen über die wahre Rolle des Goldes in der internationalen Geldordnung sind und auch, was das für den Goldpreis bedeutet, während Gold seine Bedeutung im Finanzsystem zurückerlangt.“

>>> zum Original-Artikel bei King World News

 


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Habnix
Habnix
3. Okt. 2014 14:18

Wenn Gold wieder seine Bedeutung im Finanzsystem zurück gewinnt,dann steigt die Inflation und wir sind am Arsch.