EM-gedecktes Geld, Fiat-Geld, bedingungsloses Grundeinkommen

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 15.11.2014


Der folgende Text wurde als Kommentar zum Artikel „Anhaltender Krieg in den Gold- und Silbermärkten“ abgegeben.

Auf dieser Plattform werden auch Meinungen toleriert, die nicht zwangsläufig der Meinung des Nachtwächters entsprechen, insbesondere wenn Kommentatoren sich die Mühe machen, ihre Standpunkte derart ausführlich zu begründen.
Die Diskussion ist hiermit eröffnet.

Der Nachtwächter


Von Sandra

Mein Kommentar wird sehr wahrscheinlich nicht allen gefallen (nur als Vorwarnung), jedoch habe ich mich bereits in den letzten Jahren schon häufiger gegen dieses Finanz- und Wirtschaftssystem geäußert und bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle darauf aus selbst in die Rolle der selbsternannten Elite zu schlüpfen. Oder sollte ich doch lieber mit dem Zitat von Marie Freifrau Ebner von Eschenbach antworten: „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“?

Ich finde es für die aufrichtig agierende “Aufklärerszene” sehr beschämend, dass in dieser weiterhin der Edelmetallnonsens verbreitet wird. Demzufolge haben die Edelmetallgläubigen bis heuer das Wirtschafts- und Finanzsystem nicht verstanden. Es spielt gar keine Rolle aus welchem Material (Gold, Silber, Platin, Baumwolle, Backsteinen, Gummibärchen, Legosteinen, Styroporkugeln, Strohballen, Konfetti, Sand-, Salz- oder Zuckerkörner) das Geld vorliegt, weil es sich nur um ein Tauschmittel handelt und nur auf Glauben basiert. Ferner spielt es auch keine Rolle, ob es in digitaler oder physischer Form vorliegt. Für die Freunde des Geldsystems sollte einzig und allein die Frage „Wer kontrolliert das Geld?“ im Vordergrund stehen. Des Weiteren sind alle Geldsysteme Nullsummensysteme, weil es immer Forderungen und Verbindlichkeiten gibt. Des Weiteren meint die sehr große Mehrheit, dass man in Nullsummensystemen ohne weiteres und ohne negative Auswirkungen sparen könnte. *megagigariesenlach*

Aufgrund der Ausgestaltung des Wirtschafts- und Finanzsystems kommt es systembedingt immer zu einer asymmetrischen Polarisation der Vermögen im Allgemeinen. Beschleunigt wird dieser Prozess durch den Zins- und Zinses-Zins-Effekt. Außerdem wird Wohlstand ausschließlich durch die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen erreicht und gehalten, wobei dem Produktionsfaktor Wissen eine besondere Bedeutung zu kommt, weil der Produktionsfaktor Arbeit ohne den Produktionsfaktor Wissen wertlos ist. Dementsprechend kann Wohlstand auch nicht konserviert werden, sondern einzig und allein der Anspruch auf eine Arbeitsleistung (=leistungsloser Wohlstand bzw. Sklaverei).

Besonders skurril wird es, wenn die Edelmetallgläubigen auf die Knappheit dieser Metalle verweisen und dennoch an einem Zins- und Zinses-Zinssystem festhalten möchten. Selbst wenn man auf den Zins- und Zinseszins verzichten würde, wäre das Problem nicht gelöst, weil es systembedingt immer zu einer asymmetrischen Polarisation der Vermögen im Allgemeinen kommen wird. Hier zeigt sich sehr eindrucksvoll welche Kleingeistigkeit und fachliche Inkompetenz auf der Seite der Edelmetallgläubigen vorhanden ist => Dümmer geht’s nimmer. In diesem Kontext möchte ich auch auf die Tatsache verweisen, dass eine Edelmetallgedeckte Währung bzw. Edelmetallwährung mit derartig vielen Menschen auf diesem Planeten gar nicht funktionieren kann. Außerdem würde dieser Planet noch massiver ausgeplündert als bisher. Nicht zu vergessen sind die blutigen Kriege um Gold und Silber in der Vergangenheit.

Ich werde zwar von sehr vielen für die Forderung einer Reduktion der Menschheit auf 400 Mio. Menschen aufgrund des immensen Rohstoffbedarfs, der durch das Wirtschafts- und Finanzsystem noch verstärkt wird, kritisiert, jedoch sind die Edelmetallgläubigen vom selben Typ, jedoch traut sich dieses feige Pack oder doch nur inkompetentes Pack dies nicht offen zu formulieren. Gleichzeitig sprechen sich viele Edelmetallgläubige gegen Kriege aus. Hier merkt man sehr deutlich das Gutmenschentum und wer wirklich eigenverantwortlich und selbstständig auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes denken und handeln kann und sich wirklich ernsthaft mit dieser Materie beschäftigt und die Zusammenhänge verstanden hat.

Der einzige Vorteil, den ich bei einem Goldstandard sehe ist, dass die Anzahl der Menschen in Wohlstand limitiert wird und eine Ausweitung dieser Anzahl nur durch einen effizienten und effektiven Einsatz der Ressourcen möglich ist. Eines muss allen klar sein, der Wohlstand der breiten Masse und der technische Fortschritt, von dem ebenfalls die breite Masse profitiert, wäre ohne das FIAT-Geldsystem nie möglich gewesen. D. h. nur die oberste Gesellschaftsschicht würde hiervon profitieren und der Rest (=sehr große Mehrheit) würde in mehr oder weniger rückständigen Verhältnissen leben (vgl. auch Zustände in Nordkorea und Afrika).

Man spricht zwar vom ungedeckten Papiergeldsystem, jedoch möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass dieses durch die Arbeitsleistung und dem Wissen gedeckt wird. Der einzige Haken ist nur die rückläufige Anzahl durch die Substitution der Produktionsfaktoren Arbeit durch Kapital. D. h. immer weniger müssen immer mehr leisten, damit das Schneeballsystem nicht zusammenbricht (ein Zusammenbruch ist daher unausweichlich).

Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte sind für mich die Edelmetallgläubigen entweder Strohleute der selbsternannten Elite oder einfach nur besonders nützliche und dümmliche Idioten. Oder warum meint ihr kommt die sehr große Mehrheit von euch Menschen nicht auf die Idee, dass ihr seit mehreren tausend Jahren für dumm verkauft werdet? Warum dann an einem solchen System festhalten, dass die Sklaverei und Ausbeutung manifestiert? Dies wird besonders durch die Ansicht vieler Aufgewachter und Aufklärer verstärkt, die diesen religiösen Nonsens kommunizieren. Alle, die bis heuer nicht verstanden haben, dass alle Religionen (=Ideologien) dieser Welt nur Konstrukte des Menschen sind, die es einem sehr kleinen Kreis ermöglicht den eigenen Machtanspruch zu begründen sowie die sehr große Mehrheit entsprechend zu steuern, zu lenken und zu kontrollieren.

An diesen Stellen wird es mir immer Angst und Bange was sich so alles in der Aufklärerszene herumtreibt bzw. sich als Aufgewachte titulieren. Dementsprechend bin ich ganz froh, dass ich Menschen grundsätzlich langweilig finde, ich mich auf das vereinzelte Schreiben von Kommentaren auf ausgewählten Blogs beschränke und mich nirgends engagiere. Ich kann zwar hierdurch nicht besonders viel aktiv bewegen, jedoch vertrete ich ohnehin die Position, dass jeder Mensch für sich und seine Zukunft selbst verantwortlich ist. Resultierend aus dem Sachverhalt eines treudoofen Folgens irgendeines Führers durch die sehr große Mehrheit vertrete ich nicht ohne Grund die Position, dass sich Dummheit wie die Ratten vermehrt und die sehr große Mehrheit nicht über die genetische Veranlagung verführt den Status als Pöbel von der Straße zu überwinden.

Wäre es anders, dann würde die sehr große Mehrheit verstehen, dass die einzige Grenze die von der Natur bereitgestellten Ressourcen und Ernteerträge sind. Ferner führt einzig und allein ein geldloses Zeitalter (als Zwischenschritt kann dies über das bedingungslose Grundeinkommen erfolgen) zum positiven Ziel. D. h. jeder Mensch bringt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten in Abhängigkeit des Bedarfs ein und konsumiert innerhalb einer Volkswirtschaft alle Güter und Dienstleistungen unentgeltlich (zwischen den Volkswirtschaften wird nur durch ein Warentauschhandel ein Austausch von Gütern und Dienstleistungen erfolgen), weil Wohlstand nur über die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen erreicht und erhalten werden kann und die einzige Grenze wie gesagt die auf diesem Planeten bereitgestellten Ressourcen und Ernteerträge bilden.

Dies setzt jedoch von jedem einzelnen Individuum ein Höchstmaß an Weitsicht, Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein voraus (=ganzheitlich rationales denken und handeln auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes). Dieses Ziel ist ohne eine Reduzierung der Weltbevölkerung im Allgemeinen sowie einer stetigen Aussortierung von Fehlgeleiteten nicht zu erreichen/aufrechtzuhalten. Eine weitere Kenngröße bildet die Anzahl der Menschen pro Flächeneinheit, die in Abhängigkeit der Klimazone, des Wetters, der zur Verfügung stehenden Ressourcen (inkl. Umgang) und Technologien und der Topographie bestimmt wird (=> es gibt keine Asyl- und Sozialindustrie mehr). Hierbei muss jede Volkswirtschaft den Bedarf an Rohstoffen für die Grundnahrungsmitteln (inkl. Fleisch) selbst decken.

In diesem Kontext kann sich jedes Individuum selbst prüfen, ob es wirklich für ein solches System kompatibel wäre und vollständig auf Geld, einer Vermögensakkumulation im Allgemeinen und sonstige überflüssige Wirtschaftszweige verzichten kann. Ich denke jedoch, dass die sehr große Mehrheit für ein solches System inkompatibel ist, weil diese wie gesagt schlicht und ergreifend zu dumm dafür ist (Gier frisst Gehirn und ohne Gehirn herrscht Primitivität, Rückständigkeit und Korruptheit).

***


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Hans-Peter Hansen
Hans-Peter Hansen
15. Nov. 2014 14:19

KRANK !!! … wer derart ABWERTEND über Personen und andere Meinungen bezüglich Finanzsystem herzieht und mit der Aussage der „Georga Guide Stone“ sympatisiert sollte bei der gewünschten Vernichtung von Bevölkerungen (Krieg, Vergiftung, etc.) bitte bei sich selbst und seines Gleichen (Familie) beginnen – jedes System ist besser als die erwähnte „Alternative“. Wenn man bedenkt, wie so manche Personengruppen/Andersdenkende bereits verfolgt werden, könnte man meinen, den Verfasser/in des Kommentars in ein FEMA-Camp „umzusiedeln“.

Hans-Peter Hansen
Hans-Peter Hansen
15. Nov. 2014 17:27
Antwort an  Hans-Peter Hansen

An Sandra,

nach Deiner/Ihrer Auffassung (Georgia Guide Stones) zählen zunächst die Menschen zu den 400 Millionen „lebenswerten“, die wenig Nahrungsmittel verbrauchen – hier werden wir fündig in weiten Gebieten Afrikas, bei den Ur-Einwohnern Australiens, (Süd-) Amerikas, Asien, usw.. Wer ausserdem dreckiges Wasser trinken muss und somit mit Symptomen für Aids + EBOLA lebt, obendrein keine oder wenig Kleidung besitzt und somit wenig Rohstoffe „verbraucht“ zählt ebenso zu den „Überlebendswerten“ – nach Ihrer Auffassung (SANDRA). Wer einen Computer oder Ähnliches besitzt (wie sie z.B.) hätte demnach KEINE „Lebensberechtigung“ zumal die jenigen ja obendrein noch GELD verwenden.

Trotzdem hoffe ich, dass Sie meine Antwort erreicht, bevor sie – konsequenterweise – Ihr Leben ein ENDE bereiten.

SERVUS

Sandra
Sandra
15. Nov. 2014 21:02

@ Hans-Peter Hansen und evtl. Dritte:

Vielen Dank für Ihre Antwort. Über die schriftliche Form meiner Darstellung kann man streiten, weil ich teilweise bissig werde. Aber finden Sie es nicht auch albern im Rahmen eines absoluten Nullsummensystems Vermögen anzuhäufen?

Ich habe beim Lesen Ihrer beiden Kommentare den Eindruck, dass Sie meinen Beitrag nicht wirklich verstanden haben. Außerdem vermute ich, dass Sie scheinbar ebenfalls zu jenen gehören, die meinen, dass der Mensch ein Leben unter Missachtung der Naturgesetze durch Ignoranz führen kann. Dieser Aspekt wurde nur geringfügig tangiert, jedoch sollten besonders Menschen wie Sie endlich verstehen, dass der Mensch die Natur braucht, aber die Natur den Menschen nicht. Leider hält sich die sehr große Mehrheit der Menschen für die Krönung der Schöpfung, obwohl diese noch nicht einmal im Stande sind exponentielle Zusammenhänge zu erkennen und die hieraus resultierenden Auswirkungen zu verstehen sowie die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Außerdem möchte ich anmerken, dass je nach Ausgangspunkt Moral und Ethik genauso wie z. B. alle politischen-, ökonomischen- und religiösen Ideologien nur von Menschenhand geschaffene Konstrukte sind. Die Natur interessiert sich nicht für die vom Menschen erdachten Ideologien.

Auf der Welt verträgt jede Flächeneinheit nur eine bestimmte Anzahl von Menschen. Diese Anzahl wird begrenzt u. a. durch die Klimazone, das Wetter, die Topographie, den Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, den zur Verfügung stehenden Technologien, die Lebensweise, der Leistungs- und Lernbereitschaft. Leben nun mehr Menschen auf einer Flächen als es die zur Verfügung stehenden Ressourcen erlauben führt dies zu einer Übernutzung von Ressourcen und somit zu Verteilungskämpfen mit all den bekannten Folgen. Infolge der Ressourcenübernutzung wird das Gleichgewicht gestört, d. h. es kommt zu einem Ungleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht führt dazu, dass auf dieser Fläche nun weniger Menschen leben können. Dies führt zu einer weiteren Zuspitzung der Verteilungskämpfe und zu einer Zunahme des Ungleichgewichts. Demzufolge nehmen Armut, Hunger, Durst (kaum/kein sauberes Wasser) Verteilungskämpfe, Kriminalität und Kriege zu. Der einzige Ausweg aus diesem Teufelskreis ist die Reduzierung der Menschen auf das Niveau, bei dem die Ressourcen (i. e. S. + i. w. S.) sowie die Anzahl der Menschen wieder in einem Gleichgewicht sind (die Natur strebt immer ein Gleichgewicht an). Durch die Flüchtlingsströme werden keine Probleme gelöst, sondern durch den Export der dortigen Probleme in Drittstaaten nur maximiert.

Ganz gut lässt sich dies auch am Beispiel von Lebensmitteln erklären. Die Menschen haben sich in der Vergangenheit an Orten niedergelassen, an denen es fruchtbares Land und (Süß-)Wasser (Quellen, Flüsse, Bäche, Seen) gab. Dieser Umstand ermöglichte gute Erträge, eine gesicherte Existenz und führte zu einem positiven Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung. In diesem Kontext wird zunehmend fruchtbares Land durch den Siedlungsbau verbraucht. Je nach Region geht dies auch mit der Abholzung/Rodung von Waldflächen einher. Dies führt zu einem veränderten Wasserhaushalt sowie zu einer Störung des ökologischen Gleichgewichts mit den entsprechenden Folgen (Begünstigung von Erosion und verstärkt durch den natürlichen Klimawandel). Grundlage hierfür ist das Ertragsgesetz. D. h. man kann den Ertrag von landwirtschaftlichen Erzeugnissen unter dem Einsatz von Düngemittel, Bewässerung sowie bestimmten Saatguts bis zu einem bestimmten Punkt maximieren, jedoch gehen die Erträge in einem ungünstigen Einsatzverhältnis wieder zurück (=Ursprung des Ertragsgesetzes von Turgot im Jahre 1767/68). Der einzige Grund warum auf der Welt noch so viele Menschen leben können ist, dass aus den (noch) fruchtbaren Böden alles herausgeholt wird und das Ökosystem im Boden nachhaltig zerstört wird. Noch können die bereits eingetretenen Ernteerträge durch den Einsatz von Dünger (vgl. anstehende Knappheit von Phosphor und dessen Bedeutung für die Landwirtschaft und Aussagen der Politclowns über die Umstellung der Ernährung auf Insekten) teilweise kompensiert werden. Dies wird nicht mehr lange gut gehen, weil die Böden total ausgelaugt werden. Es darf nicht vergessen werden, dass in den Früchten nur so viele Nähstoffe vorhanden sein können wie der Boden den Pflanzen zur Verfügung stellt. Mit der Steigerung der Ernteerträge pro Flächeneinheit nimmt auch der Bedarf an Nährstoffe der Pflanzen zu, weil sonst zwar die Erträge steigen, jedoch die (Feld-)Früchte Nährstoffärmer sind (=> keine ausreichende Versorgung mit Nähstoffen bei Verzehr durch den Menschen). Erfolgt keine ausreichende und umfassende Versorgung der Böden mit Nährstoffen sterben diese quasi ab. Gleicher Sachverhalt gilt auch in Bezug auf die Fleischproduktion. Dementsprechend ist es von sehr vielen Verbrauchern mehr als nur naiv, wenn diese glauben, dass man ganzjährig Fleisch in diesen Mengen und zu diesen Preisen mit glücklichen Tieren auf der grünen Wiese realisieren kann. Leider sind die meisten Menschen unfähig exponentiell zu denken bzw. die Folgen/Auswirkungen von exponentiellen Systemen zu erfassen. Und ein solches Lebewesen bezeichnet sich selbst als die Krönung der Schöpfung. Stellt sich nur die Frage: welches intelligente Lebewesen zerstört vorsätzlich und nachhaltig seine eigene Lebensgrundlage? Im Rahmen von Reportagen in ARD und ZDF (Ende 1980er/Anfang 1990er Jahren) und Filmvorführungen während des Schulunterrichts (hier: 1990er Jahre) im Fach Erdkunde kam i. d. R. ein Dorfältester zu Wort und demaskierte diese Haltung sinngemäß mit den Worten: „Als ich noch jung war, musste wir nur wenige Meter laufen, um genügend Brennholz zu haben bzw. um genügend Wasser zu haben. Heute müssen die Frauen teilweise mehrere Stunden laufen, um überhaupt brauchbares Brennholz in ausreichender Menge zu finden, gleiches gilt auch in Bezug von Wasser.”

Sie können diese Mechanismen auch am Beispiel der Überfischung der Gewässer (Seen, Flüsse, Meere und Ozeane) oder beim Abbau von Bausand erkennen. Das Grundproblem ist, dass Menschen wie Sie nicht verstehen wollen oder können, dass der Mensch die natürlichen Ressourcen schneller verbraucht als diese nachwachsen bzw. heranwachsen. Dementsprechend ist auf diesem Planeten auch nur für eine bestimmte Anzahl von Menschen für ein Leben auf einem relativ hohen Wohlstandsniveau Platz (je höher dieses Wohlstandsniveau und der Ressourcenverbrauch desto geringer ist die Anzahl der Menschen, die hiervon partizipieren können). Leider ist die sehr große Mehrheit nicht im Stande die wirklichen Engpässe/Flaschenhälse zu erkennen (Gutmenschentum lässt grüßen). Dies können Sie doch ganz gut auch anhand Ihrer vorgebrachten Beispiele selbst erkennen. Warum meinen Sie haben wir ein derartig industrialisierte Nahrungsmittelproduktion oder die ganzen chemischen Stoffe in der gesamten Industrie im Einsatz?

Menschen wie Sie haben bis heuer nicht verstanden wie künstlich und fragil unser (vermeintlicher) Wohlstand ist und dieser nur auf Basis der Ausplünderung von Ressourcen aller Art möglich ist. Wenn Sie meinen Kommentar, der als Beitrag/Text vom Blogbetreiber veröffentlich wurde, richtig gelesen und verstanden hätten, dann wäre Ihnen nicht entgangen, dass es mir um einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und ein Ausstieg aus diesem ganzen Wachstums- und Konsumwahn geht. Ferner geht es mir um höhere Motive und nicht um niedere Motive. Außerdem geht es mir um den durch die Ausgestaltungsmechanismen des Wirtschafts- und Finanzsystems induzierten Werte- und Sittenverfall in einer Gesellschaft nachhaltig zu verhindern, weil primär die Gier der Menschen gefördert und gefordert wird (Grundvoraussetzung für ein Überleben in einem solchen System). Dies ist nach meiner Auffassung nur über das Geldsystem möglich. Ein weiterer negativer Nebeneffekt ist das Aufkommen von unsinnigen Ideologien/Disziplinen wie z. B. Genderismus, anthropogene Treibhauseffekt primär durch CO2 und einer ausufernden Bürokratie. Unglücklicherweise merken nur die allerwenigsten wie künstlich und fragil unser Wohlstand und wie hoch der Anteil von sinnlosen Beschäftigungsverhältnissen insgesamt ist (hierunter fallen z. B. die gesamte Sozial- und Asylindustrie, Versicherungen, Banken (weitestgehend), alle Glaubensgemeinschaften, Parteien, Parlamente, Geheimgesellschaften, Lobbyistenverbände, Schaffung überflüssiger Organisationen wie z. B. OSZE, NATO, EU und Vereinte Nationen (inkl. Unter- und Nebenorganisationen), Geheimdienste, Militär, unnötige Aufblähung der öffentlichen Verwaltung durch Bürokratie). Von einem solchen System profitieren somit nur jene, die am erfolgreichsten Dritten etwas wegnehmen können bzw. für dumm verkaufen können ohne dass sie es merken (vgl. u. a. Wahlverhalte des Stimmvolks in Abhängigkeit der Wahlgeschenke, die vom Stimmvolk selbst bezahlt werden müssen). Durch die systembedingt gegebenen Limitationen sind mittel- bis langfristig nur die skrupellosesten, korruptesten und machtbesessensten Personen am erfolgreichsten.

Auch wenn meine Antwort an Sie bereits jetzt den Rahmen sprengt, möchte ich Ihnen als (vernunftbegabte) Volkswirtin noch elementare Grundlagen zum gegebenen ökonomischen System (gespickt mit Zusatzinformationen) mit auf den Weg geben. Ich habe derartige Aspekte bereits in den letzten Jahren immer wieder im Rahmen von Kommentaren geschrieben, jedoch wurde ich nur von den Wenigsten verstanden.

Jeder Haushalt kann im Rahmen des Schuldgeldsystems und unter Berücksichtigung seiner finanziellen Leistungsfähigkeit nur eine bestimmte Kreditsumme aufnehmen, um den Kapitaldienst mit seinem verfügbaren Einkommen begleichen zu können. Der Anteil der Schuldner mit guter Bonität nimmt jedoch im Zeitablauf ab, weil diese keine weiteren Schulden mehr aufnehmen können bzw. deren Bedürfnisse aus laufenden Einkommen geleistet werden können. Nun werden verstärkt auch Schuldner mit einer geringeren oder schlechten Bonität akzeptiert damit das Geldsystem (=Schneeballsystem) nicht kollabiert (vgl. u. a. Situation vor der Subprime-Krise in den USA 2007/2008 oder bei übrigen Krisen in Europa). Wird der zu leistende Kapitaldienst zu hoch droht die Überschuldung (=Ausfall dieses Wirtschaftssubjektes [1]). Dies lässt sich nicht vermeiden, weil die Zinsen und Zinses-Zinsen bei der Kreditvergabe nicht mit geschöpft werden. D. h. die Zins und Zinses-Zins-Anteile am Kapitaldienst können nur geleistet werden, wenn Dritten quasi etwas weggenommen wird. Unter Berücksichtigung der Buchungsgrundsätze bedeutet dies, dass die Forderung/Vermögen der einen die Verbindlichkeiten/Schulden der anderen sind. Dieser Sachverhalt gilt auch in Bezug von Leistungsbilanzüberschüssen (Handelsbilanzüberschüssen) und Leistungsbilanzdefiziten (Handelsbilanzdefiziten) (= mit ein Grund für die Ungleichgewichte und die Probleme von heuer innerhalb der Eurozone sowie auf der ganzen Welt).

Bevor ein weiterer Aspekt für die Gründe des Wachstumswahns erläutert wird, soll vorweg der Hinweis erfolgen, dass die zentrale Antriebskraft für den Konsum die Befriedigung von Bedürfnissen ist. Die Konsumbereitschaft nimmt mit jeder konsumierten Gütereinheit ab (=> Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag). Zur Verhinderung eines Systemzusammenbruchs versucht die Wirtschaft mittels Produktinnovationen und ausgefeilten Marketingstrategien (inkl. Finanzierungsangeboten) die natürliche Absatzmenge zu ihren eigenen Vorteilen permanent zu verschieben.

Die Einführung eines Mindestlohnes ist keinesfalls zu begrüßen, da von diesem im Zuge einer ganzheitlich rationalen Betrachtung von keinen positiven Beschäftigungseffekten [2] ausgegangen werden kann (bei den Studien muss immer auf die Position der Urheber/Auftraggeber geachtet werden). Wenn die Nachfrage kleiner ist als das Angebot sinkt der Preis für die Arbeit, ist hingegen die Nachfrage größer als das Angebot steigt der Preis für die Arbeit (auf dem Arbeitsmarkt sind die Unternehmen die Nachfrager und die Haushalte die Anbieter). Der wesentliche Grund für die Entwicklung der Arbeitsentgelte in vielen Bereichen ist das Resultat der Zunahme von unqualifizierten Arbeitskräften aus dem Bereich der Zuwanderung, der Zunahme von unqualifizierten unter den Eingeborenen sowie dem Wettbewerb der Volkswirtschaften infolge der Globalisierung. Dieser Sachverhalt gilt für qualifizierte Arbeitskräfte analog. Ein weiterer Grund ist die geringe Kaufkraft vieler Menschen sowie das preissensitive Verhalten der großen Mehrheit der Konsumenten (es ist im aktuellen Wirtschafts- und Finanzsystem nicht möglich Discountpreise mit Premiumlöhnen zu verbinden). Hinzu kommt die exportorientierte Ausrichtung der deutschen Volkswirtschaft. Deshalb werden u. a. in der Metall- und Elektroindustrie die Tarifverträge mit Leiharbeit und Werkverträgen umgangen. Ob es den Menschen gefällt oder nicht, je mehr z. B. China und Indien Hightech-Produkte (und weniger Ramsch und verseuchte Güter) produzieren kann desto mehr sind die Unternehmen in der BRD gezwungen sich den neuen Konkurrenten anzupassen, um nicht Gefahr zu laufen seine gesunden Wirtschaftsstrukturen vollständig zerstören zu lassen (Güter werden in deutschen Unternehmen fast nur noch zusammengesetzt). Dieser Prozess -ausgelöst durch die Agenda 2010 und verstärkt durch die Euroeinführung- ist ein zentraler Aspekt für den ökonomischen Erfolg der deutschen Wirtschaft gegenüber den anderen Euro-Staaten. Die Einführung eines Mindestlohnes würde in der BRD zu ähnlich negativen externen Effekten führen wie in anderen Staaten. Der Grund für diese Annahme beruht auf nachfolgend erläuterten Sachverhalt. Steigt der Preis für die Arbeit findet eine Substitution von Arbeit durch Kapital statt bzw. wird die Entwicklung neuer Technologien mit dem Ziel der Einsparung von Arbeit gefördert. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass jeder Arbeitnehmer zwar primär ein Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen ist, jedoch gleichzeitig durch die Arbeitsentgelte auch ein Kostenfaktor (aus dem Blickwinkel von Rechnungswesen [3] (hier: Finanzbuchhaltung) sind Löhne/Gehälter = Aufwand und Aufwand mindert den Gewinn). Wenn jetzt ein Mindestlohn eingeführt wird erhöht sich für die Unternehmen nur der Aufwand ohne dass eine Erhöhung des Umsatzes erfolgt, weil vom Markt nur eine bestimmte Gütermenge abgenommen werden kann. Bei den vielfach sehr dünnen Gewinnmargen führen diese Einschnitte zu existenziell bedrohenden Situationen für die Unternehmen, die nur durch die Substitution von Arbeit durch Kapital, Erhöhung der Arbeitszeit, Abbau von Sozialleistungen oder Verlagerung der Produktionsstätten kompensiert werden kann. Außerdem sollte von Befürworter eines Mindestlohnes berücksichtigen, dass dies zu einer sofortigen Anpassung der Verbraucherpreise führen wird (=>Status quo). Des Weiteren entsprechen das Humankapital sowie die allgemeine Leistungsfähigkeit vieler Menschen nicht dem von den roten und grünen Politclowns (teilweise auch von den schwarzen) geforderten Mindestlohn (vgl. auch Zuwanderung primär in die soziale Unterschicht). Dieser Effekt tritt vor allem im Globalisierungseffekt besonders stark in den Vordergrund. Hierdurch können einzelne Volkswirtschaften gezielt gegeneinander ausgespielt (Arbeitsbedingungen, Arbeitsentgeltniveau, Steuern, Subventionen) und letztendlich durch eine (selbst in Gang gesetzte) ruinöse Zerstörungsspirale vernichtet werden. Im Falle der BRD werden die Leistungen der Sozialversicherungen mehrheitlich über die Lohnnebenkosten finanziert. Dementsprechend setzt dies die Arbeitsentgelte am hiesigen Wirtschaftsstandort zusätzlich unter Druck, da nicht viele Länder über einen Sozialstaat verfügen (vgl. Hauptkonkurrenz sitzt u. a. in China, Indien, Brasilien und Indonesien). Verschärfend kommt hinzu, weil die Gutmenschen meinen die halbe Welt aufnehmen und die restliche Welt in deren Heimatländern durchfüttern zu müssen (=Weltsozialamt spielen zu müssen). Dabei bejubelt diese Klientel ihren eigenen Niedergang und Völkermord (vgl. Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes [4] (UN-Resolution 260 A (III) vom 9. Dezember 1948 (in Kraft getreten am 12. Januar 1951) und § 6 Völkerstrafgesetzbuch (vgl. auch § 7 Völkerstrafgesetzbuch)) und merken es noch nicht einmal. Gleicher Sachverhalt gilt auch in Bezug auf den Bankenrettungswahn, den wie man bei den nichtigen Scheinwahlen am 22. September 2013 eindrucksvoll sehen konnte von der großen Mehrheit des Stimmvolks gutgeheißen wird. Bei diesen beiden Spezies handelt es sich i. d. R. um jene, die sich am lautesten auf der einen Seite über zu hohe Steuern, Gebühren und sonstige Abgaben und auf der anderen Seite über schlechte Arbeitsbedingungen und Lohndumping beschweren.

Daher ist es sinnvoller diese Arbeitsentgelte zu subventionieren. D. h. während die Nachfrage nach Arbeitskräften (Substitution von Arbeit durch Kapital und/oder Verlagerung von Produktionsstätten) zurückgeht, reduzieren sich auch die Einkommen und somit auch der maximal mögliche Verschuldungsbetrag (inkl. geringerer Kapitaldienst). Dies führt zu einem Konsumrückgang, der nur durch eine Verstärkung des Außenhandels kompensiert werden kann/muss. Da die heimischen Märkte gesättigt sind und nur noch durch einen Verdrängungswettbewerb (Preis-/Lohndumping und/oder Fusion/feindliche Übernahmen) ein Wachstum möglich ist. Aufgrund des Umstandes, dass auf den neuen Märkten die Kaufkraft niedriger ist, sind die Unternehmen gezwungen auch in Niedriglohnländern zu produzieren, damit die Güter auf den neuen Märkten auch abgenommen werden. Dies ist ein Teufelskreis und führt wie bereits Schumpeter ausgeführt hat zu einer schöpferischen Zerstörung (=> Erste Welt (hier: Industrienationen/westliche Welt) ist der große Verlierer der Globalisierung. Der Prozess des Niedergangs wird durch die Zuwanderung primär in die Unterschicht verstärkt/beschleunigt).

Das Paradoxon des aktuellen Wirtschaftssystems besteht darin, dass grundsätzlich nur darüber diskutiert wird wie man Arbeit einsparen kann, jedoch die Frage nach den Folgen für die systembedingte Entwicklung ignoriert wird bzw. es wird lediglich der Versuch unternommen durch Pseudobeschäftigungsverhältnisse und pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen (u. a. anthropogener Klimawandel mittels CO2 und Einführung von quecksilberhaltigen Energiesparlampen) diese Entwicklung zu kaschieren. Auf der einen Seite werden im Zuge der Substitution von Arbeit durch Kapital immer weniger Menschen in den Wirtschaftsprozessen benötigt (vgl. auch Entwicklung des Outputs in Abhängigkeit der benötigten Angestellten). Auf der anderen Seite werden jedoch die Masse für die Abnahme der Güter aus der Produktion benötigt, obwohl der Anteil jener, die noch ein ausreichendes Einkommen selbst erwirtschaften, immer geringer wird und der Anteil jener, die gar kein eigenes Einkommen mehr erwirtschaften immer größer wird. Diese diametral zu einander stehenden Aspekte bilden das Paradoxon in unserem Wirtschaftssystem (verstärkt durch das ausgestaltete Finanzsystem).

Im öffentlichen Dienst funktioniert das Schema ähnlich, jedoch mit dem zentralen Unterschied, dass die gesamte Gesellschaft mit noch höheren Steuern, Gebühren und sonstigen Abgaben belastet wird. Jedoch sind die Renten und Pensionen der dort Beschäftigten nicht mehr bezahlbar und es werden tiefe Einschnitte erfolgen (vgl. u. a. Berichte aus der Vergangenheit und Aussagen von „Ministerpräsident“ Kretschmann Ende Juli 2013). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die BRD [5] eine Staatssimulation ist und am 17. Dezember 1953 das Bundesgrundgesetzgericht (1 BvR 147/52) entschied, dass es seit dem 8. Mai 1945 gar keine Beamte mehr gibt (selbst im Dritten Reich gab es durch die Vereidigung auf Hitler keine Beamten im eigentlichen Sinn mehr (=> Grundlage bildete das Privatrecht im Allgemeinen, das nach meiner Auffassung bis heuer Bestand hat)) stehen im Prinzip alle Beschäftigte im öffentlichen Dienst mit leeren Händen da und müssen sich nach Abwickelung der BRD u. a. wegen Urkundenfälschung, Falschbeurkundung, Amtsanmaßung, Korruption, Täuschung im Rechtsverkehr, Völkermord usw. usf. vor Gericht verantworten (es ist mir absolut unbegreiflich wie Menschen, die innerhalb dieses Bereichs gelernt haben, diese Missstände nicht auffallen und munter weitermachen, obwohl die Parallelen zwischen dem Dritten Reich, der DDR, der BRD und der EU offenkundig sind).

Aufgrund dieser Mechanismen kommt es in einer Volkswirtschaft (ausgehend von einem Polypol) langfristig immer zu einem Angebotsoligopol bzw. -monopol. Somit sind die künstlichen Wettbewerbsförderungen von den Politclowns (inkl. EU) Nonsens, weil diese Preis- und Lohndumping fördern. Je nach Investitionsbedarf, gegebenen Arbeitsentgeltniveau und effektiver Marktabnahmemenge können die Markteintrittsbarrieren sehr hoch bis unüberwindbar sein. Ein weiterer Nachteil für neue Marktteilnehmer ist der geringe Bekanntheitsgrad und die Trägheit der Nachfrager sowie die eingeschränkte Möglichkeit der Preiskalkulation gegenüber den etablierten Unternehmen mit höheren Marktanteilen (=> geringere Stückkosten durch hohes Volumen + Vorteil des früheren Markteintritts/First Mover-Effekt). Dementsprechend sind die Chancen eines Erfolges für neue Markteilnehmer in sehr dynamischen Branchen am größten.

Bei diesem Erklärungsansatz wurde der Zinseffekt (je nach Zinsniveau variieren die Auswirkungen) noch nicht berücksichtigt. In den Preisen der Güter und Dienstleistungen sind neben den (Re-) Finanzierungskosten (inkl. Zinsen) auch die zu entrichtenden Steuern und Abgaben eingepreist. Je nach Ökonom und Berechnungsgrundlage ist in den Güterpreisen ein Zinsanteil von ca. 33 bis ca. 60 % eingepreist (Tendenz weiter steigend). Außerdem finanzieren mittlerweile 90 bis 95 % der Haushalte die Zinseinkünfte des Restes. Zusammenfassend ist zu sagen, dass aufgrund von steigenden Arbeitsentgelten sowie dem ausgestalteten Geldsystem (=Schneeballsystem) ein ständiges Wirtschaftswachstum notwendig ist. Als zusätzlicher Grund ist auf der persönlichen Ebene noch die Gier anzuführen.

————————————

[1] Dieser Sachverhalt trifft auch auf die öffentlichen Haushalte zu. Der einzige Unterschied besteht, dass eine begrenzte Möglichkeit zum Abbau von Dienstleistungen (inkl. Personaleinsparungen) und der Erhebung/Anhebung von Steuern/Gebühren und sonstigen Abgaben besteht.

[2] Die Unternehmen stellen nur in Abhängigkeit einer positiven Entwicklung unter Berücksichtigung der natürlichen Fluktuation neue Angestellte ein. Im Falle von negativen Aussichten werden keine Einstellungen vorgenommen bzw. Personalanpassungsmaßnahmen oder sonstige Maßnahmen (u. a. Kurzarbeit) vorgenommen.

[3] Dieser Aspekt wird aufgrund einer eindimensionalen Systembetrachtung von vielen (vor allem Gewerkschaften, die sich auch nur auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern) vergessen. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass eine Volkswirtschaft deren reales Bevölkerungswachstum höher ist als das reale Wirtschaftswachstum verarmt, weil sich der Wohlstand vereinfacht gesagt auf mehr Menschen verteilt. Ist hingegen das reale Wirtschaftswachstum höher als das reale Bevölkerungswachstum, nimmt der Wohlstand zu, weil sich der Wohlstand auf weniger Köpfe verteilt. Hierbei sollte jedoch zur Vermeidung einer Datenverfälschung nur jene Menschen berücksichtigt werden, die auch tatsächlich einen positiven Beitrag zu diesem Wohlstand leisten. Außerdem möchte ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um eine makroökonomische Betrachtung (=Argumentation mit aggregierten Größen) handelt. D. h. wenn sich der Wert einer makroökonomischen Größe erhöht, dann übersteigt die Summe der Zunahmen die Summe der Abnahmen. Reduziert sich der Wert einer makroökonomischen Größe, dann übersteigt die Summe der Abnahmen die Summe der Zunahmen. Bleibt hingegen der Wert einer makroökonomischen Größe konstant, dann entspricht die Summe der Zunahmen der Summe der Abnahmen. Mehr Informationen/Interpretationen sind aus makroökonomischen Größen nicht zu gewinnen. Dementsprechend lassen diese Größen keinerlei Rückschlüsse/Aussagen/Interpretationen auf die mikroökonomische Ebene zu.

[4] Artikel II: In dieser Konvention bedeutet Völkermord eine der folgenden Handlungen, die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören:
(a) Tötung von Mitgliedern der Gruppe;
(b) Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe;
(c) vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen;
(d) Verhängung von Maßnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind;
(e) gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe.

[5] Im Übrigen ist Berlin bis heuer kein Bestandteil der BRD. Siehe folgende Bundesgesetzblätter:

1.) BGBl. 1990, Teil I, Nr. 27, S. 1068, ausgegeben zu Bonn am 20. Juni 1990
2.) BGBl. 1990, Teil II, Nr. 36, S. 1273-1276, ausgegeben zu Bonn am 2. Oktober 1990
3.) BGBl. 1990, Teil II, Nr. 42, S. 1386-1389, ausgegeben zu Bonn am 9. November 1990

Darüber hinaus ist der 2+4 Vertrag (nach meiner Auffassung bis heuer nicht ratifiziert (vgl. Artikel 8 bis 10 und die Ratifizierungsurkunde)) kein Friedensvertrag (vgl. Art. 79 GG n. F. und Anhang 2 des Protokolls Nr. 354B des französischen Vorsitzenden vom 17. Juli 1990 beim dritten Treffen der Außenminister der Zwei plus Vier in Paris) und die BRD-Verantwortlichen sind nur von den Alliierten eingesetzte Verwalter (=> keinerlei Legitimität zum Abschluss eines Friedensvertrages, weil die BRD keine Kriegspartei, sondern ein von den Alliierten besetztes Land ist und nur Vasallen eingesetzt werden(vgl. u. a. Kanzlerakte und Interview mit Gregor Gysi auf TV-Sender „Phoenix“ vom 8. August 2013)). Der Zweite Weltkrieg (im Prinzip ist dieser nur die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg => Zweiter Hundertjährige Krieg) dauert bis heuer an (am 8. Mai 1945 hat nur die Wehrmacht und nicht das (Deutsche) Reich kapituliert, da dieses spätestens mit dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung (=Besatzungskonstrukt) handlungsunfähig wurde (vgl. auch die Ereignisse rund um den 9. November 1918)). Es fand lediglich eine Debellatio mit der Verhaftung der letzten Regierung des Dritten Reichs am 23. Mai 1945 statt, weil die NSDAP nur aufgrund eines Staatsstreiches (=Reichstagsbrand) ihre ganze Macht entfalten konnte (vgl. u. a. Urteil im Prozess Tillessen des Tribunal Gènèral de la zone francaise d’occupation Rastatt vom 6. Januar 1947 und die Rolle von USA, GB, City of London (nicht territorialer Bestandteil Großbritanniens), den Zionisten im Allgemeinen sowie des Vatikans).

Jörg
Jörg
15. Nov. 2014 23:41

Ist der Mensch nicht auch ein Naturprodukt?
Wenn ich sie richtig verstehe, wollen sie zurück in die Höhle. Dann wären wir äusserlich wirklich wieder im Einklang mit der Natur. Aber würden sie dann überleben? Warum lassen sie die Menschen nicht selber entscheiden, womit sie zahlen wollen? Heutzutage ist das nicht möglich. Darin sehe ich das Problem. Wir haben ein Zwangsgeld. Beim BGE wäre auch eines von Nöten. Die Exponentialfunktion finden sie überall in der Natur (Zellteilung). Aber haben Sie schon mal etwas von natürlicher Abschreibung gehört. Diese versucht man natürlich mit Falschgeld zu umgehen, indem man einfach immer mehr davon druckt. Das hat zur Folge, dass sich das ganze System aufbläht, Anzahl der Menschen inbegriffen. Entkommen können wir aber nicht. Mit Gold ist das nicht möglich. Und durch den Zins greift dann die natürliche Abschreibung ständig ein.
Und so ist es denn auch ganz natürlich, dass sich diese Zivilisation selbst vernichtet, wenn sie an diesem System festhält. Ist doch in Ihrem Sinne. Wozu die Aufregung.

Sandra
Sandra
16. Nov. 2014 17:11
Antwort an  Jörg

@Jörg:

Nicht ganz. Ich möchte ein System, dass den Spagat zwischen einer intelligent agierenden Industriegesellschaft sowie einem intelligent agierenden Naturvolk schafft. Ich weiß, dass dies ein Hochdrahtseilakt ist, jedoch in Verbindung mit einem Agieren mit einem Höchstmaß an Intelligenz, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein durchaus machbar. Ich habe die Höchstzahl nicht ohne Grund auf nur 400 Mio. Menschen auf diesem Planeten angegeben.

Der Wirtschafts- und Finanzcrash bereitet mir keine Sorgen, weil ich weis wieso, weshalb und warum diese Systeme kollabieren müssen. Jedoch machen mir die ganzen Menschen, die dann plündernd und mordend durch die Straße ziehen, richtige Sorgen, weil diese einen Crash erst richtig schlimm machen und einen Neuanfang massiv erschweren bzw. gar verunmöglichen, wenn diese nicht zeitnah eliminiert werden können.

Jörg
Jörg
17. Nov. 2014 13:46
Antwort an  Jörg

Bei wem wollen sie dieses erforderliche Höchstmaß an Intelligenz für den Drahtseilakt eigentlich finden. Bei 400Mio Menschen, oder bei einzelnen? Die wären dann aber die Führer und zwangsläufig wieder die Verführer, weil auch sie irgendwann scheitern und es sich nicht eingestehen wollen. Es gibt keinen zu ersinnenden Plan fürs Leben, der jeden und alles berücksichtigt. Bevor man das nicht wahrhaben kann, wird man immer wieder scheitern.
Ein Naturvolk mit Industrie ohne Geld? Kein Geld, keine Arbeitsteilung, keine Industrie. Bleibt da nicht nur noch das Naturvolk in der Höhle? Die einzige Intelligenz ist die natürliche, ordnende Kraft. Die Natur versteht keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge; sie hat immer recht und die Fehler und Irrtümer sind immer des (Verstandes) Menschen (Eckermann). Jeder Versuch einen Menschen in ein System zu zwängen gleicht der Zoologie (Sozialismus). Ein freier Mensch hat keinen festen Plan, weil er weiß, dass die Zukunft sowieso anders kommt. Deshalb denke ich ist Ihre Version vom richtigen System auch nur eine Illusion die im Sozialismus endet. Selbst wenn nicht, so würden wir beide diese Welt sowieso nicht mehr erleben.

Sandra
Sandra
17. Nov. 2014 21:17
Antwort an  Jörg

@Jörg:

Warum braucht Ihr Menschen immer einen Führer? Könnt Ihr nicht einmal selbstständig und eigenverantwortlich denken und handeln? Muss man euch immer alles vorkauen, vorleben und wie Kleinkinder bei der Hand nehmen?

Wie es Mannheimer in seinem zweiten Kommentar richtig festgestellt hat: „Eine Welt ohne Geld wird es nie wieder geben, denn das wäre automatisch eine Welt ohne Staaten, wie wir sie heute kennen.“

Es würde nach meinen Vorstellungen nur einen wirklich sehr superschlanken „Staat“ geben (Nachtwächterstaat). Wenn mir einmal ehrlich sind arbeiten im sog. öffentlichen Dienst (hier: inkl. Politclowns) grundsätzlich nur solche, die ohne diesen arbeitssuchend wären. Die können Dritte grundsätzlich nur wie Unmündige bevormunden und haben außer Ignoranz und Willkür einem nichts aber auch rein gar nichts entgegenzusetzen. Ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

Nach meinen Vorstellungen bringt sich jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten in Abhängigkeit des Bedarfs ein und konsumiert alle Güter und Dienstleistungen unentgeltlich, weil Wohlstand nur über die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen erreicht und erhalten werden kann und die einzige Grenze die auf diesem Planeten bereitgestellten Ressourcen bilden. D. h. Sie erwerben die Güter ohne Bezahlvorgang. Daher auch die von mir formulierte Grundbedingung mit dem Höchstmaß an Weitsicht, Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein (=ganzheitlich rationales denken und handeln auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes) sowie einer Reduzierung der Weltbevölkerung im Allgemeinen.

Ein Austausch zwischen den Volkswirtschaften erfolgt entweder über eine Naturaltauschwirtschaft, da der heute künstlich aufgeblähte Welthandel auf zwingend erforderliche Warenströme begrenzt werden würde (Re-Regionalisierung, Verarbeitung und Erzeugung vor Ort ohne unsinnige Transportwege). Dies würde auch wieder zu mehr Eigenständigkeit und einer Entflechtung der Märkte führen. Man könnte allerdings das Eigentum an den verfügbaren Ressourcen wie bei Naturvölkern als Allmende Güter klassifizieren, jedoch ist mir dies zu nahe an der NWO mit dem Ziel der Schaffung einer einheitlichen Menschenrasse. Dies möchte ich auf keinen Fall. Ich möchte zwar die kulturelle Vielfalt auf diesem Planeten bewahren, jedoch kein Multikulti wie wir es heute haben.

Bei Ihrer Antwort merkt man sehr deutlich, dass Sie noch sehr stark mit dem jetzigen System verbunden sind und sich eine vollständige Neuordnung gar nicht vorstellen können bzw. sich hierzu noch nie ernsthaft Gedanken gemacht haben. Leider wird von der sehr großen Mehrheit verkannt, dass es in der Ökonomie nicht nur Hierarchie und Konkurrenz gibt, sondern auch Kooperation (wird im wirtschaftswissenschaftlichen Kontext sehr stiefmütterlich behandelt). Den von Ihnen vorgebrachte Aspekt mit der natürlich ordnenden Kraft ist zwar sehr gut, jedoch wird diese mit dem derzeitigen Finanz- und Wirtschaftssystem in Verbindung mit dem Gutmenschentum bis zum Äußersten gedehnt und die Fallhöhe extrem maximiert (Sicherstellung einer nachhaltigen und totalen Zerstörung im Falle eines Crashs). Klar gab es immer wieder massive Rückschritte in der Menschheitsgeschichte, jedoch muss man nach meiner Auffassung nicht immer alles bis zum Äußersten treiben. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sich die meisten Menschen für die Krönung der Schöpfung halten, stellt sich für mich ohnehin die Frage: welches intelligente Lebewesen zerstört aus niederen Motiven seine eigene Lebensgrundlage nachhaltig und zwar vorsätzlich?

Nein, ich möchte keinen Sozialismus, sondern mir schwebt eine organisierte Anarchie vor (vgl. oben formulierte Grundbedingungen). Dies ist nichts Neues und hat es sogar früher immer wieder gegeben (auch bei den deutschen Völkern). In einem Punkt haben Sie recht, dass dies wir wahrscheinlich nicht mehr erleben werden, weil ein derartiges System mit der sehr großen Mehrheit nicht funktionieren würde. Dies setzt einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel in voraus. Kann ich bis heuer nicht erkennen.

Apropos Sozialismus und Zentralverwaltungswirtschaft/Planwirtschaft. Jedes Unternehmen ist ebenfalls eine Zentralverwaltungswirtschaft. Daher sind sehr große Unternehmen aufgrund ihrer eigenen Bürokratie auch prädestiniert Trends und Neuentwicklungen zu verschlafen und werden letztendlich genauso handlungsunfähig wie Staaten. Der einzige Unterschied liegt lediglich in der Gesamtkomplexität der zu organisierenden Aufgaben.

Mannerheim
Mannerheim
16. Nov. 2014 0:17

Sandra der Titan hat wieder gesprochen und die Grundzüge menschlicher Existenz, d.h. das Gesellschaftssystem, brillant mit dem Finanzsystem verbunden, unter Einbeziehung harter naturwissenschaftlicher Fakten. Der Titan Sandra übersieht aber, das es keine idealisierte Welt gibt, sondern nur eine in der das Kapital die Richtung vorgibt. Heiko Schrang sagt es sehr deutlich: „Macht steuert Wissen“, damit auch die Meinung der 90% Idios.
Zitat Sandra:
„Dies setzt jedoch von jedem einzelnen Individuum ein Höchstmaß an Weitsicht, Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein voraus (=ganzheitlich rationales denken und handeln auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes).“

Alleine dieser Ansatz ist schon falsch, da die überwältigende Mehrheit der Schlafschafe diesen multidimensionalen Ansatz überhaupt nicht versteht, geschweige denn nachvollziehen kann.

Ich widerspreche ausdrücklich, das Geld durch Arbeit und wissenschaftlichen Intellekt gedeckt ist, da beides absolut vergänglich ist, wie am Beispiel des heutigen Deutschland ersichtlich wird. Durch geldgierige Gestalten wurde das Know How von 150 Jahren industrieller Revolution , innerhalb von wenigen Jahren leichtfertig nach China transferiert und damit das Wissen & Können von Millionen Facharbeitern und Wissenschaftlern in Deutschland von hier auf jetzt zu 0 entwertet. Außerdem muß im Finanzsystem ein Anker existieren, das Gold, wie bei der elektrochemischen Spannungsreihe das Pt, als Standardelektrode, sonst funktioniert es nicht. Außerdem ist Au nicht beliebig vermehrbar und hat keine Gegenpartei, wie das Fiatmoney.
Der folgende Beitrag: „Die große Illusion – Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck“
http://www.youtube.com/watch?v=DNnSnBfRw44
beschreibt das exakt.
Eine Gesellschaft ohne Geld ist Kommunismus und damit pure Phantasterei, nicht existenzfähig, da der Mensch mit seinen Eigenschaften (die Mehrheit) nicht umgehen kann.
Außerdem nur Ökonomen glauben, das unendliches Wachstum in einer endlichen Welt möglich ist, wobei das Fiatmoneysystem unbedingt Wachstum zum Überleben braucht, was so aber gar nicht möglich ist.
Daher ist der Goldstandard die einzige Alternative, da er einen intrinsischen Wert verbürgt und auch in der Lage ist Lebensarbeitszeit für die Rente zu konservieren.
Die Ursünde auf diesem Planeten, war die Erschaffung des ersten Staates, wie Andreas Popp richtigerweise sagte. Daraus hat sich das bis heute bestehende System entwickelt und diese Entwicklung scheint bis zur Auslöschung der menschlichen Spezies, unumkehrbar zu sein, denn hunderte von Generationen vor uns, haben immer wieder die gleichen Fehler gemacht, ohne über das „Hamsterrad“ nachzudenken. Die Menschheit wird sich selbst ausrotten, wie die Mayas oder andere Hochkulturen, wenn sie nicht umkehrt und die Massenvernichtung der natürlichen Ressourcen einstellt. (auch die Überbevölkerung) Außerdem wird die Natur heftigst zurückschlagen mit den Mikroben (Ebolaepedemie) gegen Mensch & Tier (Maul & Klauenseuche, Milzbrand).
Ich selbst glaube an keine Umkehr, da Raffgier, Dummheit und Bequemlichkeitweit verbreitet sind, eher geht ein Kamel durch die Öse einer Nähnadel.

Sandra
Sandra
16. Nov. 2014 17:00
Antwort an  Mannerheim

@Mannerheim:

Mit dem von Ihnen eingebrachte Aspekt, dass ich ein idealistisches Weltbild habe, liegen Sie richtig. Jedoch finde ich unter Zugrundelegung meines ganzheitlich rationalen Ansatzes nichts Verwerfliches an meinem Standpunkt. Zumindest kann ich nichts Verwerfliches erkennen. Eine bessere Welt ist nur mit einer grundlegenden und tiefgreifenden Verhaltensänderung möglich und daher sind alle Versuche ohne diesen Schnitt zum Scheitern vorverurteilt. In diesem Punkt bin ich keinesfalls illusorisch.

Im gewissen Grad ist Geld doch durch Arbeit und dem wissenschaftlichen Intellekt gedeckt, weil durch die Verschuldung (Grundvoraussetzung für die Existenz von Geld) für viele leider erst ein Arbeits- und Leistungsanreiz darstellt sowie die Grundvoraussetzung für die Erbringung des Kapitaldienstes bildet. Ich gehe vielleicht zu sehr von mir aus, jedoch gehe ich meiner Tätigkeit nur deshalb nach, weil ich diese als sinnvoll empfinde und mit meinem Gewissen vereinbaren kann (Bezahlung spielt für mich keine Rolle, da diese kein Motivator ist, sondern nur ein Hygienefaktor). Dies gilt auch unter der Prämisse, dass mir gegen meinen Willen und meinen ausführlichen Erläuterungen auf Basis deren Gesetzen, Verordnungen und Gerichtsurteile dennoch Einkommensteuer gem. dem nationalsozialistischen Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 abgezogen werden (man erhält von denen keine Antwort).

Des Weiteren können Sie nur dann Rücklagen bilden, wenn Sie arbeiten (vgl. Ausführungen zu Mindestlohn in meiner Antwort an Hans-Peter Hansen und evtl. Dritte). Dies setzt jedoch wieder voraus, dass sich Dritte verschulden müssen und die durch Ihren Einsatz in direkter oder indirekter Form erschaffenen Güter bzw. erbrachten Dienstleistungen zu konsumieren. Hierdurch wird am Wachstums- und Konsumwahn sowie an einem Nullsummensystem festgehalten. Zur nachhaltigen Lösung dieses Gordischen Knoten setze ich ein geldfreies System entgegen. Ferner finde ich den Ansatz der Systemlinge „Sozial ist was Arbeit schafft“ absolut asozial, weil diese jede Form von Ausbeutung, Versklavung sowie die Nötigung, Erpressung, Drangsalierung und Schikanierung von Dritten(vgl. Arbeits- und Vorgehensweise des sog. Öffentlichen Dienstes) legitimiert.

In diesem Kontext dürfen durch die systembedingt gegebenen interdependenten Wirkungsmechanismen und hiermit eintretenden desolidarisierende Gesellschaft nicht außer Acht gelassen werden. Von meinem Standpunkt ausgehend kann ich mich nicht über die Desolidarisierung echauffieren und gleichzeitig an diesem System festhalten. In diesem Punkt ist der von Ihnen beigefügte Link wirklich sehr interessant, da letztendlich in den 5:50 Minuten sehr viele Grundgedanken von mir thematisiert werden (schaue seit etwa fünf Jahren kein TV, höre seit etwa sieben Jahren kein Radio mehr und bezahle daher auch keinen Beitragsservice (nutze auch keine Mediathek)). Bin dennoch ganz erstaunt, dass dies sogar ganz offen kommuniziert wird.

Allerdings hatte ich bereits während meines VWL-Studiums bemerkt welcher Nonsens oftmals gelehrt wird (wahrscheinlich arbeite ich auch deshalb nicht in einem VWL-Bereich). Allerdings muss ich auch sagen, dass alle angehende Volkswirte im ersten Semester lernen: Alle Ressourcen sind knapp und die Allokation dieser knappen Ressourcen steht im Mittelpunkt (im weiteren Verlauf des Studiums ist von diesem Grundsatz nicht mehr viel zu spüren).

Ich finde Ihre Aussage „Eine Gesellschaft ohne Geld ist Kommunismus und damit pure Phantasterei“ sehr hart. Für mich hat dies nichts mit Kommunismus tun, sondern ausschließlich eine zwingende Grundvoraussetzung für eine bessere Welt. Haben Sie keine Visionen? Für viele mögen zwar meine Visionen weltfremd sein, jedoch entsteht eine friedliche und stabile Gesellschaft nicht dadurch, in dem man Dritte irgendwelche institutionalisierte Normen aufzwingt und man sich selbst über diese stellt, sondern einzig und allein nur dadurch, dass alle ihren Beitrag zu einer friedlichen und stabilen Gesellschaft leisten. Dies schließt eben die Eliminierung von nicht gesellschaftskompatiblen Individuen mit ein. Hieraus mache ich keinen Hehl. Für mich werden Probleme nicht dadurch gelöst, in dem man den Menschen Lösungen präsentiert, die für diese als besonders angenehm empfunden werden (=Problemmaximierungsstrategie), sondern einzig und allein nur dadurch, in dem man den Menschen Lösungen präsentiert, welche die Probleme am nachhaltigsten lösen (=Problemminimierungsstrategie).

Einen Aspekt, den bisher noch nicht in meinen Beiträgen auf dieser Seite dargestellt habe ist der Wohlstandsverlauf in derart ausgestalteten Systemen dem Verlauf der Produktlebenszykluskurve entspricht. Dabei muss von jeder Generation aufs Neue mindestens dieselbe Leistung erbracht werden wie von der vorherigen Generation. Unter Berücksichtigung des systembedingten Wachstumswahns wird die zu erbringende Leistung um den technologischen Fortschritt und der Wettbewerbskomponente erweitert. Hierbei muss von immer weniger Menschen immer mehr Leistung erbracht werden und das Arbeitstempo wird von Maschinen vorgegeben. Daher ist es auch kein Wunder, wenn psychische Krankheiten zunehmen und es zu einem Verlust der Unternehmenskultur (vgl. Kurvenverlauf des Ertragsgesetzes) kommt.

Ich gehe mit Ihrer Antwort ab „Die Ursünde auf diesem Planeten …“ absolut konform und kann dem nichts hinzufügen.

Aufgrund des von Ihnen verwandten Begriffes „Titan“ haben sich bei mir Assoziationen zum Blog „pinksliberal.wordpress.com“ ergeben. Sind die derselbe Kommentator mit der Aussage „Frosch-Stumpfmichel und Superschlafschaf OHG“?

Mannerheim
Mannerheim
16. Nov. 2014 22:17
Antwort an  Sandra

Jawoll, Ja die „Frosch-Stumpfmichel und Superschlafschaf OHG“ meldet sich hiermit beim Titanen zur Stelle. 🙂 😉
Supermegalachkrach-Geschichten aus der pinksliberalen Puppenkiste.
Sandra, Ihr idealistisches Weltbild in allen Ehren, aber so ist keine wirkliche Änderung im gesellschaftlichen Finanz- und Wirtschaftssystem zu bewerkstelligen, denn man muß immer die äußeren politischen Bedingungen mit einbeziehen. D.h. schauen Sie in die deutsche Geschichte ab der Gründerzeit 1871 und richten Sie danach Ihren finanzpolitischen Kompaß aus. Im speziellen geht es um die kapitalgedeckte Pensionskasse, die unter Kanzler Otto von Bismarck im Zeitraum von 1871 bis 1898 eingerichtet wurde. Verfolgen sie diese Kasse bis zur Gründung der Bundeswehr in der 1949 gegründeten BRD und die Rolle von Konrad Adenauer in diesem Zusammenhang.
“ Wenn Du nicht weißt warum, wie und weshalb eine Sache abläuft, dann schau hinter die Kulissen und verfolge den Weg des Geldes, dann wirst Du die Antwort auf deine Frage finden.“
Zitat Sandra:
„Im gewissen Grad ist Geld doch durch Arbeit und dem wissenschaftlichen Intellekt gedeckt, weil durch die Verschuldung (Grundvoraussetzung für die Existenz von Geld) für viele leider erst ein Arbeits- und Leistungsanreiz darstellt sowie die Grundvoraussetzung für die Erbringung des Kapitaldienstes bildet.“
Das ist nur in einem Fiatmoneysystem der Fall, da Geld gleich Schuld ist, wenn alle ihre Schulden bezahlen, dann gibt es kein Geld mehr. Und ja, da die meisten Menschen einen Charakter haben, der einen Anreiz benötigt gibt es nunmal das Hamsterrad.
Die Lösung kann nur erstmal so aussehen, wie unter Otto von Bismarck, eine metallgedeckte Währung mit intrinsischem Wert und kein Schrumpfgeld, so wie heute. Eine Welt ohne Geld wird es nie wieder geben, denn das wäre automatisch eine Welt ohne Staaten, wie wir sie heute kennen. Die ausgedrückte Zahnpasta geht nicht alleine in die Tube zurück und die geöffnete Büchse der Pandora wird nicht mehr geschlossen!
In meinen Augen sind Ökonomen (VWL, BWL und politökonomische Clowns) alles Märchenerzähler und jeder hat eine andere Glaskugel, die von den Zentralsuizidbankstern bedient wird. Politik und Banker sind siamesische Zwillinge, versuche sie zu trennen und beide sterben augenblicklich- linke Tasche Staatsanleihen, rechte Tasche Fiatmoney.
Zitat: „Alle Ressourcen sind knapp und die Allokation dieser knappen Ressourcen steht im Mittelpunkt “
Auch das stimmt nicht, oder nur bedingt, denn auch hier fehlen die Rahmenbedingungen und Fixpunkte.
z.B. die ZB`s haben uns seit 2008 gelehrt, das sie unbegrenzt Geld drucken können, ohne das das System bisher kollabiert ist. Alles ist relativ und muß unter dem zeitlichen Aspekt betrachtet werden. Auch wenn wir beim Geld jetzt in die Quattrillionen einsteigen, so ist dieses Papiergeldsystem trotzdem endlich, so lehrt uns die Geschichte.
Eine grundlegende Verhaltensänderung der menschlichen Spezies, als Vorraussetzung für eine Systemänderung sehe ich für die nächsten 50 Jahre nicht, denn sämtliche Fehler werden weiter ausgebaut, getreu dem Spruch.“ Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluß versiegt oder vergiftet ist und alles Getier und die Pflanzen gestorben sind, werdet ihr begreifen, daß man Geld nicht essen kann!“
Soweit die nachdenklichen Grüße aus der pinksliberalen Puppenkiste, äh Frosch-Stumpfmichel und Superschlafschaf OHG.

Sandra
Sandra
17. Nov. 2014 21:31
Antwort an  Sandra

@Mannerheim:

Ist ja ulkig.

Klar verstehe ich Ihren Aspekt mit der Einbeziehung der politischen Bedingungen. Wahrscheinlich denke ich bereits zu sehr souverän (beim Handeln sind mir systembedingt noch enge Grenzen gesteckt), jedoch haben wir auf der Welt nur deshalb den Status quo, weil die sehr große Mehrheit es vorzieht treudoof hinterherzulaufen (wahrscheinlich auch mangels eigenen Willen). Für mich ist eine Veränderung nur eine Frage des Willens und des Wollens. Dies setzt allerdings neben Rückgrat, Anstand, Würde, Stolz und Charakter vor allem einen gesunden Menschenverstand voraus. Vor ellem letzter Aspekt kann ich wie auch Sie bereits in Ihren Kommentaren festgestellt haben nicht finden. Es wird wahrscheinlich genauso wie das von Ihnen geschriebene Hopi-Indianer Sprichwort enden. Nur dann ist es für eine Veränderung zu spät. Allerdings wird in spätestens einer Milliarde Jahre ohnehin alles Leben auf diesem Planeten durch die Ausdehnung der Sonne erloschen sein.

Hans-Peter Hansen
Hans-Peter Hansen
16. Nov. 2014 17:08

wow … Sandra – der Text ist mir einfach zu umfangreich und öffnet zusätzliche Themen, die man natürlich diskutieren kann. Im übrigen sind wir garnicht soweit auseinander.

Ok – zurück zu ihrem 1. Text. Das mit den 400 Millionen bleibt natürlich krass und ist nicht nachvollziehbar. Ferner erweckten sie den Eindruck, kein Finanzsystem sei Ihnen genehm – auch kein neues.

Bezüglich der Ernährung der Erdbevölkerung verweise ich zum Einen auf (s. You Tube) Jean Ziegler und wg. ertragreicher Nutzung z.B. auf Sepp Holzer.

Das Finanzsystem zerstört sich gerade selbst und man hat den Eindruck, die Damen und Herren haben absolut keine Ahnung von ihrem Beruf und begreifen selbst am aller wenigsten. ES GEHT UM WELTHERRSCHAFT = NWO und wir werden vera… .

Der Mindestlohn ist nunmehr eine notwendige „Gegensteuerung“, zumal zuvor die Löhne mit Zuwanderung (dumping) runter gefahren wurden und man dieses nicht ändern möchte. Löhne (speziell Mindestlöhne) sind bei der Kalkulation nur ein kleiner Faktor (vergleiche z.B. Zinslasten). Der überbewertete Welthandel tut ebenfalls seinen Teil – kaum ein Land ist noch autark. Kein Land MUSS mehr exportieren als importieren – BRD = Export-Weltmeister – wirtschaften durch inländische Nachfrage wäre sehr viel wichtiger/vernünftiger und würde die heimischen Märkte stärken ohne sich einem internationalen Preis-/Lohndumping zu unterwerfen.

Die Mehrheit der Bevölkerung (BRD/EU/NATO, etc.) ist keinesfalls mit den Entscheidungen des Parlaments einverstanden (siehe Fraktion der NICHT-Wähler, unter 5% (-KLAUSEL) wird auf die Großen aufgeteilt, usw.).

Bezüglich Nadelöhr würde ich es nicht so pessimistisch sehen und verweise auf die Nachkriegszeiten (1.+2. Weltkrieg/“Wirtschaftswunder“) … es ist sooo einiges möglich.

Sandra
Sandra
17. Nov. 2014 22:58
Antwort an  Hans-Peter Hansen

@Hans-Peter Hansen:

Yep, mir ist kein Finanzsystem genehm.

Es freut mich, dass ich durch meine zusätzliche Ausführung meinen Standpunkt etwas verständlicher machen konnte. Ich schreibe meine Kommentare nicht deshalb so umfangreich, weil ich die Leserschaft ärgern möchte, sondern ich möglichst vollständig die Gesamtkomplexität darstellen möchte. Man kann nur unter der Prämisse einer möglichsten hohen Kenntnis der Gesamtzusammenhänge die richtigen Entscheide treffen. Wer sich der Gesamtkomplexität verweigert kann nicht die richtigen Entscheide treffen und maximiert nur das Chaos. Sie sollten sich doch einmal die Zeit nehmen meine Kommentare auf dieser Seite alle zu lesen, damit Sie meine Kritik und meinen Standpunkt noch besser verstehen können.

Klar kenne ich auch die sog. Umfragen, dass angeblich bis 90% der Befragten mit den Parteien und den Politclowns unzufrieden sind, jedoch werden diese dennoch immer wieder aufs Neue gewählt. Und ja, es gibt auch Wahlfälschung. Diese begrenzt sich nach meiner Schätzung auf etwa 10 % der abgegebenen Stimmen. Dementsprechend kann man Unmündigkeit nicht deutlicher leben. Dabei hat das Bundesgrundgesetzgericht am 3. Juli 20008 (Entscheid 2 BvC 1/07, 2 BvC 7/07) und am 25. Juli 2012 (Entscheid 2 BvF 3/11, 2 BvR 2670/11, 2 BvE 9/11) die Wahlen auf Basis des Bundeswahlgesetz für nichtig erklärt Des Weiteren hat dieses „Gericht“ mit Entscheid 2 BvC 2/10 vom 19. Juni 2012 sein eigenes Wahlverfahren legitimiert und das Wahlverfahren auf Basis des Bundeswahlgesetzes für grundgesetzwidrig erklärt (beachte auch Zielkonflikte mit EFSF, ESM & Co. Entscheiden sowie die Beschlüsse eines nicht konstitutionell legitimierten Gremiums). Des Weiteren haben selbst die Propagandamedien (in allen SendeFormaten (hat sich sogar bis in die alternativen Medien herumgesprochen)) über diese Entscheide berichtet und die Massen rennen weiterhin in die Wahllokale. Ich möchte mich zu dieser Thematik nicht weiter äußern, weil es mich absolut fassungslos macht wie man all diese Zusammenhänge nicht verstehen kann. Dies gilt vor allem unter der Prämisse, dass mir wie vielen anderen auch weitestgehend das ganze Ausmaß des Betrugssystems BRD bekannt ist.

Die Leistungsbilanzdefizite (Handelsbilanzdefizite) der einen sind die Leistungsbilanzüberschüsse (Handelsbilanzüberschüsse) der anderen (Wirtschafts- und Finanzsystem sind beides absolute Nullsummensysteme). Ich finde es sehr befremdlich, dass es mit Ausnahme wie z. B. Ihnen noch immer sehr viele Menschen gibt, die glauben, dass es für eine Volkswirtschaft sinnvoll sei langfristig immense Leistungsbilanzüberschüsse (Handelsbilanzüberschüsse) zu erzielen (die warnenden Stimmen werden langsam mehr und lauter). Leistungsbilanzüberschüsse (Handelsbilanzüberschüsse) sind nur im Falle einer sehr hohen Produktivität und mit den entsprechenden Überkapazitäten möglich (=> sehr hohe Anfälligkeit bei externen Schocks und sehr künstlicher + aufgeblasener Wohlstand). Des Weiteren möchte ich zu bedenken geben, dass ein Ausgleich aus der Differenz zwischen dem Wert der exportierten Güter und dem Wert der importierten Güter nur über bunte Papierschnipsel (= Geld; hier in Form von Bits und Bytes) geleistet wird. Würde der Ausgleich in Form von Rohstoffen erfolgen würde jeder sofort erkennen, dass ein solcher Zustand mittel- bis langfristig gar nicht funktionieren kann, jedoch setzt der Verstand beim Einsatz von bunten Papierschnipseln bei den meisten aus (vgl. Target2-Salden; deutsche Unternehmen verschenken die Waren in die Euro-Staaten bzw. in den Rest der Welt, die von den hiesigen Steuerzahlern bezahlt bzw. für die diese mit ihren Bankguthaben und Vermögen im Allgemeinen haften; Datenbasis für die Zwangshypothek auf Immobilien wurde mit dem Zensus 2011 gelegt).

Des Weiteren finanzieren Länder mit einem Leistungsbilanzüberschuss (Handelsbilanzüberschuss) den Lebensstandard der Länder mit Leistungsbilanzdefiziten (Handelsbilanzdefiziten) (=> die bequemste und unscheinbarste/cleverste Lösung zur Ausplünderung von Ländern und Menschen). D. h. den Ländern mit einem Defizit ermöglicht es einen höheren Lebensstandard zu führen, obwohl diese -gemessen an der erbrachten Leistung- nur einen geringeren Lebensstandard führen könnten. Dementsprechend wurde die Krisensituation in den südlichen Euroländern von allen Beteiligten (Stimmvolk, Politclowns und internationalen Hochfinanz) vorsätzlich herbeigeführt (vgl. Rolle von Goldman Sachs bei der Euroeinführung in Griechenland und Südländer haben vor der Euroeinführung ihre Wettbewerbsfähigkeit primär durch Abwertung der eigenen Währungen behalten/verbessert). Bezogen auf die USA kommt hinzu, dass die Länder mit einem Leistungsbilanzüberschuss (Handelsbilanzüberschuss) die Renten/Pensionen der US-Amerikaner finanzieren. Den Ländern mit einem Überschuss wird nur ein höherer Lebensstandard vorgegaukelt, weil die Absatzmenge durch den Anteil des Exports künstlich erhöht wird.

Diesen Aspekt wollte ich noch einschieben, jedoch steht der hiesigen Wirtschaft eine Gesundschrumpfung bevor, die zu großen sozialen Verwerfungen führen wird. Es würde mich sehr wundern, wenn dies nicht so wäre. Ich verstehe zwar Ihre Forderung mit der Stärkung der Binnennachfrage, jedoch führt aufgrund des systembedingt gegebenen Wachstumswahns kein Weg an dem derzeitigen Wahnsinn vorbei. In diesem Kontext wird der hiesige Wirtschaftsstandort zur Werkbank der Welt umfunktioniert, damit es hierzulande nicht so wie in F, GB und USA aussieht.

Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es spätestens im Jahr 2008 eine Debatte über die Grenzen des Wachstums geben müssen anstatt dieser sinnlosen Konjunkturpakte (halten ich ohnehin für den größten Nonsens). Spätestens seit 2008 ist diese Finanzsystem tot. Am besten kann man dies mit der Metapher einer Situation auf der Intensivstation vergleichen. D. h. Die medizinischen Geräte dienen nur als Show-Effekt während der Patient tot ist. Zur Kaschierung und Verschleppung des Zusammenbruchs pumpen die Zentralbanken immense Liquidität in die Märkte. Lange wird dies nicht mehr gut gehen, da das Pulver der Zentralbanken fast komplett verschossen ist. Allerdings ist die ganze Situation politisch gewollt (vgl. vierter Absatz Ihres eigenen Kommentars).

Die Grundideen von Sepp Holzer sind mir zwar bekannt, jedoch funktionieren diese meines Erachtens nicht im großen Maßstab, sondern ausschließlich im sehr kleinen Kreis und sind daher für den Massenmarkt untauglich. Sie machen wie viele andere auch den Fehler einer Nicht-Beachtung der exponentiellen Komponente und verharren in der linear-arithmetischen Denkweise. Ich habe mir etwas zum Jean Ziegler angesehen, muss jedoch sagen, dass er mir zu sehr Gutmensch ist und die realen Fakten verdrängt. Der nachfolgende Satz wird Ihnen und Dritten nicht gefallen, jedoch gibt es auf dieser Welt weder ein Recht auf Leben noch ein Recht Arbeit und schon gar kein Recht auf Wohlstand. Die Lebensmittelspekulationen sind lediglich die Folge der Ausgestaltungsmechanismen des Finanzsystems und der Gier nach Rendite der Investoren (inkl. Sparer).

Weiser Manitou
Weiser Manitou
17. Nov. 2014 0:25

Wo man doch immer wieder überall hört und liest, daß es eine Überbevölkerung auf der Welt gibt, habe ich mir erlaubt, das doch mal nachzurechnen, wovon überhaupt geredet wird. So um die 7,3 Mrd Menschen soll es aktuell auf der Welt geben. Nimmt man mal an, daß jeder Mensch volumenmäßig im Durchschnitt einer Biomasse von 70 Litern entspricht, macht das bei 7,3 Mrd Menschen ein Volumen von 511 Mrd Litern. Wow, das hört sich echt viel an. Nun rechnen wir das mal um, daß man sich darunter etwas vorstellen kann. Und da sind 511 Mrd Liter nur gut ein halber Kubikkilometer an Volumen „Menschenmasse“. Und das ist ein Würfel mit etwa 800 Meter Kantenlänge. Richtig, da paßt also die gesamte Menschheit rein: in einen Würfel mit 800 Meter Kantenlänge. Und für so ein „Würfelchen“ soll es nicht genug für alle auf der Erde zum Leben und Lebenlassen geben??? Es könnten locker 100 mal soviele Menschen auf der Erde leben, es muß nur endlich vernünftiger und weniger egoistisch gewirtschaftet werden, aber das ist ein anderes Thema.

Fazit: Überbevölkerung ist Quatsch !!! Genau wie CO2-gemachter Klimawandel Quatsch ist, aber das ist auch wieder ein anderes Thema.

Was alle für ausgemacht halten, verdient es am meisten hinterfragt zu werden(Georg Christoph Lichtenberg).

Sandra
Sandra
17. Nov. 2014 20:03
Antwort an  Weiser Manitou

@Weiser Manitou

Ihnen unterläuft ein schwerwiegender Denkfehler, weil Sie mit einer linear-arithmischen Gedankenkette in exponentiellen Systemen bzw. um es ganz allgemein zu formulieren in nicht-linearen Systemen argumentieren. Damit ich nicht alles nochmal schreiben muss bzw. per copy‘ paste einfügen muss, möchte ich Sie bitten in meinem Kommentar an Hans-Peter Hansen und evtl. Dritte den dritten, vierten und fünften Absatz zu lesen. Im Anschluss hieran sollte Ihnen dann der Denkfehler bewusst sein.

Außerdem halte ich es für nicht erstrebsam jeden m² Erdoberfläche zu bewirtschaften, da größere Flächen unberührter Natur in allen Klimazonen verbleiben sollten.

Mannerheim
Mannerheim
17. Nov. 2014 22:38
Antwort an  Sandra

Hallo Sandra,
Ja für Humor, besonders schwarzen Humor bin ich immer zu haben. 🙂 🙂
Die meisten Bewohner dieses Landes sind obrigkeitshörig bis dorthinaus, das wußten schon Napoleon und auch Carl F. von Weizsäcker hat es sehr genau beschrieben. Das liegt aber auch an unserem Schulsystem, welches über die Jahre über 4 Millionen Analphabeten produziert hat, so daß unlängst bei der Bild-Zeitung darüber nachgedacht wurde, eine richtige „Werbebildzeitung“ zu drucken, damit auch die nichtgebildeten Schäfchen am Konsumrausch teilhaben können.
Wenn alles nicht so traurig wäre, könnte man nur noch lachen, getreu dem Motto:
„Was die Schelmen nicht stehlen, das zertreten die Narren“.
Zitat von Sandra:
„Für mich ist eine Veränderung nur eine Frage des Willens und des Wollens.“
Genau das ist der zentrale Punkt in der Gesellschaft. Der größte Teil der Bevölkerung will nichts über die unbequemen Wahrheiten wissen, denn man müßte sich ja um 180 Grad drehen, und zugeben das man als Superdynamitschlafschaf über Jahrzehnte gepennt und falsch entschieden hat, bei den Wahlen zum Bsp.
Es wird meiner Meinung nach darauf hinauslaufen, daß alles so endet wie die Hochkulturen vergangener Jahrhunderte.
„Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.“
Ausdruck dessen ist in unserem Land der grünökologische Genderwahnsinn mit Windmühlen und Brenngläsern, der als Fortschritt des 17.Jahrhunderts für das 21.Jahrhundert verkauft wird. Das Ausland schüttelt nur noch den Kopf über soviel Schildbürgerei. 🙂 🙂 🙂

Sandra
Sandra
18. Nov. 2014 12:37
Antwort an  Sandra

Hallo Mannerheim

Mit Ihrer Position gehe ich absolut konform und kann dem nichts hinzufügen.

Ich habe mich in meinem bisherigen Leben auch schon vergaloppiert. Jedoch habe ich unter Abwegung aller Vor- und Nachteile abgewogen und eine entsprechend Korrektur vorgenommen (von geringfügig bis total). Einer Tatsache bin ich mir sehr bewusst: jeder Entscheid basiert auf Basis des aktuellen Informationsstandes sowie dem aktuellen Erinnerungsstand (d. h. welche Informationen/welches Wissen ist zu einem bestimmten Zeitpunkt bewusst im Gehirn abrufbar). Aber wie hat bereits meine Oma zu ihren Lebzeiten immer gesagt: für ein glückliches und zufriedenes Leben muss man sich stets selbst treu bleiben und seinen eigenen Weg gehen. Leider kann dies die Mehrheit nicht und rennt irgendeinem Individualisierungswahn hinterher, bei dem die Masse auch nur einem von den Medien vorgegebenen Trend (Mode, Figur, Statussymbole etc.) nacheifern. Dies nennt man dann Individualisierung. Warum können die Menschen nicht einfach nur sich selbst sein?

Allerdings würde mich noch eine Sache interessieren. Sie haben in Ihrem zweiten Kommentar auf dieser Seite u. a. folgendes geschrieben:

„… Die Lösung kann nur erstmal so aussehen, wie unter Otto von Bismarck, eine metallgedeckte Währung mit intrinsischem Wert und kein Schrumpfgeld, so wie heute. …“

Wie möchten Sie die Währung das Zahlungsmittel in Umlauf bringen? Sie haben doch nur die Möglichkeit dies als Kredit oder als BGE (Geld als Allmende Gut) zu tun. Daher hatte ich in einer Antwort an Sie Ihnen auch folgendes geschrieben:

„… Des Weiteren können Sie nur dann Rücklagen bilden, wenn Sie arbeiten (vgl. Ausführungen zu Mindestlohn in meiner Antwort an Hans-Peter Hansen und evtl. Dritte). Dies setzt jedoch wieder voraus, dass sich Dritte verschulden müssen und die durch Ihren Einsatz in direkter oder indirekter Form erschaffenen Güter bzw. erbrachten Dienstleistungen zu konsumieren. Hierdurch wird am Wachstums- und Konsumwahn sowie an einem Nullsummensystem festgehalten. Zur nachhaltigen Lösung dieses Gordischen Knoten setze ich ein geldfreies System entgegen. …“

Bei dieser Frage sind Sie mir etwas ausgewichen (ist zumindest mein Eindruck). Da ich mich nicht für allwissend halte, bin ich jederzeit sehr gerne bereit auch hinzuzulernen (muss halt nur vernünftig, logisch und nicht weltfremd sein). Für Ihre Antwort im Voraus besten Dank. Ich wollte diese Frage bereits gestern Abend schreiben, hatte dies irgendwie vergessen.

Mannerheim
Mannerheim
18. Nov. 2014 13:45

Hallo Sandra,
Zitat:
„Wie möchten Sie die Währung das Zahlungsmittel in Umlauf bringen? Sie haben doch nur die Möglichkeit dies als Kredit oder als BGE (Geld als Allmende Gut) zu tun.“
Das System wäre der Goldstandard und die Herausgabe wäre gemischt, d.h. Münzen mit kleiner Nenneinheit und bei größeren Beträge den Bankwechsel, wie er auch im Brodbeckvideo zu sehen ist. Ausgabestelle wäre eine dem Staat direkt unterstellte Bank, die den Wechselkurs (Geldwert) zur gesamten Volkswirtschaft festlegt, so daß eine Inflationierung nicht möglich ist. Das Geldsystem ist damit verankert und wächst adäquat zur Wirtschaftsleistung, so daß Blasen wie im heutigen Geldsystem unmöglich sind. Die Währung hat quasi keine Gegenpartei und es erfolgt eben nicht die Geldschöpfung über den Kredit, bzw. aus dem Nichts. Den Zinseszins würde ich abschaffen, da dieser das Gesamtsystem destabilisiert und nach ca. 80 Jahren den Systemtod herbeiführt. Wie genau das abläuft, wäre dann noch in den geschichtlichen Analen der Gründerzeit zu eruieren.
Der Vorteil dieses Systems wäre enorm, denn die Wirtschaft müßte tatsächlich nachhaltige Produkte herstellen, die mindestens 10 Jahre ihren Dienst tun und die Umwelt würde entlastet, da die Müllberge sich enorm verringern würden. Der Konsumzwang wäre weg und auch das Wachstumsmantra würde auf dem Müllhaufen der Geschichte landen.

Jörg
Jörg
19. Nov. 2014 10:52

@Sandra
Ich weiß nicht woraus sie schließen, dass ich einen Führer möchte.
Vielmehr habe ich versucht darzulegen, dass ihr System nach einen Führer verlangt. Ich selbst verstehe mich als Anarchist. Wobei ich weiss, dass Anarchie wohl bis zum jüngsten Tag nur ein Wunsch bleiben wird. Ich habe ja von der natürlichen Ordnung und der Intelligenz der Natur als Regulativ gesprochen , wohin gegen sie von “ dem Höchstmaß an Weitsicht, Intelligenz“ bei Menschen (die nur das Leben selbst besitzt, aber kein Verstand) sprechen. Hört sich nach Weitsicht für einen Plan an. Wie weit wollen sie denn in die Zukunft schauen? 5 Jahre? oder mehr. Wollen sie daraus dann einen Plan ableiten, einen 5 Jahresplan? Kommt mir bekannt vor. Davon mal abgesehen wollen sie übergangszeitig ein BGE einführen. Das ist für mich Sozialismus im Quadrat und setzt dem heutigen sozialistischen System gewaltig eins oben drauf. Gekaufte Demokratie. Mit dem Verantwortungsbewusstsein stimme ich natürlich mit ihnen überein. Aber ich finde ein BGE fördert nicht Verantwortungsbewusstsein, sondern lädt ein zur Dekadenz. Zudem ist BGE Betrug oder Diebstahl, denn sie nehmen von denen die Werte schaffen und geben es denen die nichts schaffen. Und bitte unterstellen sie mir an dieser Stelle nicht ich sei ein herzloser Faschist. Ich helfe gerne. Aber ich möchte entscheiden wem ich helfe und für wie lange ich helfe. Sollte ich selber einmal Hilfe benötigen, würde ich gerne Danke sagen, aber bei wem? Ich kenne meinen Helfer nicht. Die Hilfe wird durch ein BGE, Hartz IV oder andere Hilfsprogramme anonymisiert. Diese Anonymität erleichtert natürlich das Schmarotzen. Jeder Dieb möchte natürlich unerkannt bleiben. Es ist daher für mich eine Einladung zum Betrug. Besser wäre der Dieb bedroht mich mit der Pistole, denn dann ist er leichter als solcher erkennbar. Erkennen ist ein großer Schritt und Bedingung für positive Veränderung. Durch ein BGE fühle ich mich auf unbestimmte Zeit ausgeliefert. Ausgeliefert sein ist kein schönes Gefühl und es wird Menschen mit Werteverständnis sicherlich nicht überzeugen, sondern sie werden ehrliche Menschen zu einem BGE zwingen müssen, was natürlich nach einer Gewaltinstanz verlangt. Nicht ich, sondern sie verlangen einen Führer. Die Krux an ihrer Geschichte ist, wenn BGE ehrlich und menschlich sein soll, verlangt das nach ehrlichen Menschen. Wären aber alle Menschen ehrlich und „menschlich“ -mit Bezug zum Leben-, bräuchten wir kein BGE.
Eigentlich geht es jedem Menschen nicht direkt ums Geld, sondern um dass, was man mit Geld kaufen oder erreichen kann. Wenn sie nun alles Geld abschaffen, werden sich die Menschen andere Wege suchen, Ihre Bedürfnisse zu befriedigen, sei es bloßer Konsum oder Macht. Es geht also Primär um die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen und daraus resultiert immer das System, in welchem wir leben. Sie bieten einer Lügengesellschaft ein BEDINGUNGSLOSES Grundeinkommen an. Geld ist nichts weiter als ein neutraler Vermittler. Geld erhöht die Effizienz im Handel. Und wer mit Geld nicht umgehen kann, der wird sein Geld verlieren, es sei denn er kann ständig welches nachdrucken und damit auf Kosten der Allgemeinheit, wenn er Altruismus predigt, lange so weiter machen. Altruismus hat keinen Wert. Wertgedecktes Geld erleichtert das Leben. Sonst nichts. Mit allen Ihren Erklärungen verstricken sie sich an der Oberfläche in technische Einzelheiten und generieren daraus einen Plan, anstelle zur Wurzel zu gehen. Deshalb sind ihre Texte auch so lang. Die Menschen haben keine Werte mehr -das liegt aber nicht am Geld, denn das ist neutral-, das kommt der Wurzel oder dem Kern schon sehr nahe. Man muss nur zwischen werthaltigen und wertlosen Geld unterscheiden. Menschen ohne Werte bevorzugen Geld ohne Werte. Die Menschen haben ihre Wurzeln verloren, deshalb können und werden sie auch so hinweggefegt werden. Werte werden vom Leben bestimmt und nicht von Menschen, die den Kontakt zum Leben verloren haben. So einfach ist das. Ich denke unser Ziel ist das gleiche, wir blicken nur in unterschiedliche Richtungen. Sie schauen horizontal, an der Oberfläche der Blase, ich (Versuch)vertikal, zum Kern der Blase, die uns umgibt.

Sandra
Sandra
19. Nov. 2014 22:18
Antwort an  Jörg

@Jörg:

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Meine Anmerkung in Bezug auf einen Führer resultierte auf Ihre Anspielung auf die Erfordernis eines solchen, weil dies mir in der Vergangenheit regelmäßig widerfahren ist. Nur die allerwenigsten können sich ein führerfreies System vorstellen. Daher habe ich in meinem Kommentar auch sehr viel Wert auf Intelligenz, Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein bzw. einen sehr großen Wert auf ein selbstständiges und eigenverantwortliches denken und handeln auf Basis eines multidimensionalen Ansatzes gelegt (u. a. ein Grund für die Bevölkerungsreduktion). Für mich nehmen die zuvor genannten Aspekte einen zentralen Stellenwert ein und bilden hierdurch u. a. die Wurzel des Übels. Es ist die Gier nach Geld, die aufgrund der systembedingt gegebenen Ausgestaltungsmechanismen des Wirtschafts- und Finanzsystems zu einem Sitten- und Werteverfall führt. Hierdurch haben die Menschen Ihre Wurzeln verloren und den Konsumwahn als Ersatzwert für sich entdeckt. Dies ist allerdings von der selbsternannten Elite auch so gewünscht (vgl. auch NWO), weil Konsumschafe für den Reichtum dieser Schicht sorgen. In Verbindung mit dem Sitten- und Werteverfall steht auch der von Ihnen erwähnte Aspekt mit dem Missbrauch von Sozialleistungen im gegenwärtigen System (eine Asylindustrie würde es bei mir auch nicht mehr geben).

In einem Punkt haben Sie mich vollständig missverstanden. Ich betrachte das BGE nur als Zwischenschritt in dem Transformationsprozess in eine geldfreie Welt. Darüber hinaus würde das Geld bei der Einführung des BGE in ein Allmende Gut (=> Abschaffung von Zins und Zinses-Zins) umgewandelt (am liebsten wäre mir ohne diesen Zwischenschritt auszukommen). Hierdurch wird im Gegensatz zum heutigen System niemand etwas weggenommen. In diesem Kontext bildet die Verschiebung der Bedeutung von Geld eine zentrale Rolle. Unter Berücksichtigung meiner übrigen Kommentare auf dieser Seite habe ich die systembedingt gegebenen Wirkungsmechanismen des Geldsystems auf die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital beschrieben. Darüber hinaus handelt es sich beim (traditionellen) Geldsystem ohnehin nur um ein Nullsummensystem. Und nein, ich möchte weder einen fünf Jahresplan noch sonstige Jahrespläne aufstellen („Weitsicht“ kann man u. a. auch mit umsichtig umschreiben, wobei die Grenze zwischen den Begriffen „Weitsicht“, „Intelligenz“ und „Verantwortungsbewusstsein“ ohnehin fließend sind).

Aufgrund der Ausführungen in Ihrem Kommentar komme ich zu dem Ergebnis, dass unsere Meinungsverschiedenheit primär der diametralen Bedeutung von Geld und dessen Wert liegt. D. h. für mich hat Geld (egal aus welchem Material und in welcher Form es vorliegt) keinen Wert bzw. keine Bedeutung, weil Wohlstand nur über die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen erreicht und gehalten werden kann und der Wert von Geld nur auf Glauben basiert. Dementsprechend möchte ich eine Abkehr vom leistungslosen Wohlstand und den hieraus resultierenden Folgen, da diese Effekte immer zu einer desolidarisierenden Gesellschaft führen und das Gemeinwohl darunter leidet. Eine solche Gesellschaft ist langfristig nicht überlebensfähig, da das Wohlstandniveau durch den Egoismus sinkt. In einem solchen Umfeld wird durch falsche Anreize die Innovationskraft abgewürgt. In diesem Kontext gehen neben einer leistungsgerechten Bezahlung vor allem von Bonussystemen einen negativen Einfluss aus. D. h. es wird nicht mehr kooperiert, sondern nur noch im Konkurrenzmodus gearbeitet. Hierdurch der Informationsaustausch aus Furcht, dass ein Dritter diese Informationen zu seinem eigenen Vorteil einsetzt, auf ein Minimum reduziert (vgl. z. B. auch Situation in der EG/EU oder sonstigen Organisationen). Verschärft wird diese Situation in Unternehmen, in denen Personalanpassungsnahmen erwartet oder angekündigt sind. In einem solchen Umfeld gerät der Blick für die Unternehmensentwicklung im Allgemeinen in den Hintergrund und die eigene monetäre Besserstellung steht im Vordergrund (vgl. z. B. Provisionszahlungen für Vertragsabschlüsse). Außerdem ist ein Unternehmen nur deshalb erfolgreich, weil die sehr große Mehrheit der Mitarbeiter als Team agiert und jede/jeder sich nach besten Kräften einbringt. Anhand von zwei Extrembeispielen kann dies anschaulich dargestellt werden.
1. Fall: Die Führungskräfte eines Unternehmens sind absolute Pfeifen und Nieten und die Angestellten sind hochqualifiziert.
2. Fall: Die Führungskräfte eines Unternehmens sind hochqualifiziert und die Angestellten sind absolute Pfeifen und Nieten.
Während im ersten Fall der Niedergang durch die Belegschaft etwas verzögert werden kann (jedoch nicht aufgehalten) ist im zweiten Fall aufgrund der Ausgestaltung der Arbeitsprozesse nichts zu retten. Im Prinzip muss man sich Unternehmen (gilt auch für Volkswirtschaften) wie überdimensionierte Uhrwerke verstehen. Ein Uhrwerk läuft nur dann rund, wenn alle Bauteile aufeinander abgestimmt sind und funktionsfähig sind.

Letztendlich geht es mir darum, dass sich jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten (Talent, Fähigkeiten) je nach Bedarf einbringt. Auf diese Weise wird ein bestmögliches Arbeitsumfeld geschaffen, das Raum für Innovationen und Kooperation lässt und der Profitgier abgeschworen wird. Schließlich ist neben dem sozialen Umfeld auch die erbrachte Leistung ein Motivationsfaktor und die Entlohnung ist nur ein Hygienefaktor.

Unter Berücksichtigung Ihrer Ausführungen zum BGE und Hartz IV merkt man sehr deutlich, dass Sie noch sehr stark im aktuellen Wirtschafts- und Finanzsystem verankert bzw. von diesem geprägt sind. Allerdings sind im aktuellen System die Bankenrettungspakete (geleistete Zahlungen sowie Garantien/Bürgschaften) auch nicht zu verachten. Die immense Aufblähung des Sozialstaates mit der Ausgestaltung als Weltsozialamt ist nicht nur politisch gewollt, sondern auch im Rahmen von nichtigen Scheinwahlen durch das Stimmvieh legitimiert. In einer geldfreien Welt würden diese beiden Dinge komplett wegfallen und den Menschen in einem solchen System würde es dennoch an nichts mangeln.

In Bezug auf die von Ihnen gemachte Anmerkung zum Altruismus kann ich nicht teilen, weil dieser zentrale Voraussetzung im Bereich Forschung und Entwicklung ist. Dies gilt nicht nur für diesen Bereich, sondern für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten aller Art, sofern dies nicht als PR genutzt wird. Daher ist für mich der Stellenwert von Altruismus auch ein sehr wichtiger Gradmesser für den Zustand einer Gesellschaft. Dies betrifft vor allem die Fähigkeit zur Entwicklung von Lösungsstrategien. D. h. Lösungsstrategien werden auf der Basis zur eigenen Besserstellung (jedoch min. Positionsbeibehaltung) und nicht auf Basis der Besserstellung der Gesellschaft entwickelt. Wie künstlich und fragil unser vermeintlicher Wohlstand ist werde ich Ihnen aufgrund Ihrer Kenntnisse nicht weiter erläutern müssen. Dementsprechend würde ich auch die ganzen überflüssigen Bereiche/Arbeitsplätze abschaffen (vgl. meine Kommentare auf dieser Seite). In einer Gesellschaft, die der Maxime folgt nehmen ist seliger als geben ist sowieso dem Untergang geweiht und hat dementsprechend keine Überlebenschance.

Jörg
Jörg
20. Nov. 2014 13:43
Antwort an  Sandra

„Aufgrund der Ausführungen in Ihrem Kommentar komme ich zu dem Ergebnis, dass unsere Meinungsverschiedenheit primär der diametralen Bedeutung von Geld und dessen Wert liegt. „
Ja, das sehe ich auch so.

„D. h. für mich hat Geld (egal aus welchem Material und in welcher Form es vorliegt) keinen Wert bzw. keine Bedeutung, weil Wohlstand nur über die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen erreicht und gehalten werden kann und der Wert von Geld nur auf Glauben basiert.“
Würde Geld den Austausch von Arbeit und Wissen nicht erleichtern? Jeder hätte einen Wertemaßstab. Ich fände es schwierig ins Geschäft zu kommen, wenn ich nur ein Stück Seife möchte, aber nur eine Kuh zum Tausch anbieten kann und ich möchte keinen ganzen Container Seife und ich möchte auch nicht die Kuh zerteilen. Und vielleicht möchte mein Tauschpartner auch gar keine Kuh. Diese Aspekte machen mir die Vorstellung ohne Geld auskommen zu können äußerst schwierig, es sei denn wir hätten so gut wie keine Wirtschaft. Mit Geld aber könnten wir ins Geschäft kommen, Ich möchte nicht an Geld glauben, sondern ich möchte Geld vertrauen.. Dazu muss dieses fälschungssicher sein. Geld sollte eine Ware sein und nicht auf Knopfdruck hergestellt werden können. Geld stände dann immer in einer Relation zu Arbeit und Wissen. In einer freien Welt sollte jedem selbst überlassen sein, wie er seine Geschäfte abwickelt. Meinetwegen auch über ein Allmende Gut. Nur muss ich da nicht mitmachen wollen. Sollte sich dieses System als das beste herausstellen, was ich nicht glaube, aber wenn doch, so wäre ich gerne bereit mitzumachen. Das Leben entscheidet hierüber. Das erfolgreichere System setzt sich durch, wenn die Freiheit dazu gewährleistet ist.

Unsere heutigen Probleme entstehen –technisch gesehen- durch Zinseszins und Schuldgeld. Aber nur die Kombination ist explosiv. Wäre unser Papiergeld wertgedeckt (und in der Menge begrenzt), wäre das nicht möglich. So aber wächst die Schuld in den Himmel und kennt kein Ende, bis es zwangsläufig knallt. Unendliches Wachstum gibt es aufgrund natürlicher Abschreibungen nicht. Durch die ständige Neuschaffung von Geld, oder Schuld, entsteht Arbeit aus dem Geld heraus – egal ob diese Arbeit sinnvoll ist oder nicht – und nicht Geld aus Arbeit. Damit meine ich, der Wert das Geldes ändert sich. Die Grenzen durch natürliche Abschreibungen werden durch ständiges Nachdrucken augenscheinlich ins Nirwana verschoben. Wir rennen also immer hinterher und am Ende überwiegt die Blindleistung, da das Geld noch einen Schein von Wert haben soll. Es steht ja Arbeit dahinter, so die gängige Argumentation. Ob diese Arbeit sinnvoll ist oder nicht, wird nicht weiter hinterfragt. Das ist für mich Fehlallokation. Dies hat zur Folge, dass die Qualität stark leidet. Zu viel Energie fließt in Dinge, die wir nicht benötigen. Es ist so wie wenn einer ein Loch gräbt und ein anderer schmeißt es wieder zu, oder wir bauen Windkrafträder.
Das Problem ist, es wird übersehen, dass es so etwas wie eine natürliche Abschreibung gibt. Die Exponentialfunktion (auch Zins) ist eine natürliche Funktion. Deshalb wachsen die Bäume trotzdem nicht bis in den Himmel (Zellteilung), es gibt deswegen auch nicht NUR Bäume und nichts lebt ewig. Deshalb denke ich, brauchen wir echtes Geld, also wertgedeckt, welches nicht beliebig vermehrbar noch fälschbar, da sonst beliebig vermehrbar ist. Vor tausend Jahren wussten das schon unsere Vorfahren. Zahlungsmittel war Gold. Es hatte sich auf natürliche Weise als solches entwickelt, da es allgemein akzeptiert war, eben weil es fälschungssicher war (Deshalb gibt es wohl auch einen Schulzwang mit Lehrinhalten, die dieses Verständnis verhindern sollen, u.a.). Der Rest regelt sich von alleine, auf natürliche Weise, wenn das Wachstum des Geldes begrenzt ist. Unnütze Dinge müssen abgeschrieben werden. Und eine ganze Menge Menschen, gerade die Ultrareichen sowie Politiker, die sich Stimmen mit unechtem Geld kaufen, müssen Geld auf ehrliche Art und Weise verdienen.
Natürlich bleibt durch den Zins eine Verschiebung des Wohlstandes erhalten (ich finde dies sogar notwendig), aber es fließt immer hin zur (Wirk-) Leistung. Denn alles muss sich erneuern, sonst stirbt es. Jedes Ökologische System und jedes andere Lebewesen funktioniert so. Alte Zellen gehen, neue kommen. Ungesunde sterben, gesunde bleiben erhalten. Bleiben die alten, ungesunden erhalten, hätten wir ein exponentielles Wachstum, was natürlich auf Dauer unmöglich ist. Der Zins ist der Antrieb dieser Zellerneuerung. Wenn jemand Zinsen verlangt muss er Kredit vergeben. Der Zins ist der Anreiz, dass er es tut. Bekommt er sein Geld nicht zurück, da er es fehlinvestiert hat, muss er es abschreiben. Jemand der besser damit umgehen kann hat es nun. Das Geld wird nun nur herumgereicht, von unproduktiv zu produktiv.

Aber wie gesagt, wie jemand seine Geschäfte macht und was er als Zahlungsmittel verwendet oder akzeptiert, soll jeder selbst entscheiden und darf nicht von zentraler Stelle vorgeschrieben werden. Vertragsfreiheit eben. Daraus wird sich das beste heraus entwickeln. Vielleicht wird es ja ein Wirtschaftssystem nach ihren Vorstellungen. Die Grundbeding ist nach meinem Verständnis jedoch die Wahlfreiheit, die vorangestellt sein muss.

Zum Altruismus haben wir unterschiedliche Assoziationen. Ich verbinde mit Altruismus Selbstopferung.

Das ist meine Vorstellung einer besseren äußeren Welt. Perfekt wird sie nie sein, vielleicht am jüngsten Tag, aber sie könnte wahrlich besser sein. Man sollte hierbei nicht auf andere Menschen hoffen, sondern selbst danach leben. Andere werden dann, wenn erfolgreich, folgen. Es ist aber eben auch ein langer Weg nach all der Indoktrination wieder Wurzeln zu fassen. Ich habe immer noch nicht all den geistigen Müll entsorgt, der mir wissentlich und unwissentlich eingetrichtert wurde und der mir die Sicht versperrt.

Sandra
Sandra
20. Nov. 2014 20:35
Antwort an  Sandra

@ Jörg:

Ich finde Ihren Kommentar wirklich sehr schön formuliert und kann mit den meisten Aspekten konform gehen.

In dem von mir favorisierten System müssen Sie beim Erwerb einer Ware keine andere Ware als Gegenleistung mitbringen, sondern Sie gehen einfach mit der Ware (ohne Bezahl- und Tauschvorgang) aus dem Geschäft.

Ich muss allerdings einräumen, dass die heute Systemkrise gar nicht so immens wäre (=Fallhöhe), wenn man nicht die ganze Rettungspakete und sonstige Investorenschutzprogramme hätte. Dies haben Sie in Ihrem Kommentar mit dem Satz „Bekommt er sein Geld nicht zurück, da er es fehlinvestiert hat, muss er es abschreiben. “ wirklich gut zum Ausdruck gebracht, da durch de Abschreibung der Forderungen eine Akkumulation zumindest entgegengewirkt wird. Die heutige Situation lässt sich am Besten mit der Lotto-Metapher beschreiben. D. h. Sie entscheiden sich aufgrund der Jackpothöhe mehrere Tippscheine zu spielen und möchte falls Sie den Jackpot nicht gewonnen haben den Spieleinsatz nach der Ziehung erstattet bekommen. Aber das jetzige System ist für mich ohnehin nur noch ein Casino.

Zur Abwechslung ein wirklich kurzer Kommentar von mir 🙂

Nomade
Nomade
18. Apr. 2015 10:48

Brilliant, nicht mehr und nicht weniger.
Vielen Dank für das eloquente und unglaublich scharfsinnige
Formulieren meiner eigenen Gedanken.
Chapeau
Nomade