Amerikanische Illusionen in Sachen Gewalt

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 28.11.2014


Von Michael S. Rozeff

Micheal S. RozeffDie Menschheitsgeschichte enthält unzählige Episoden von Gewalt und regelmäßig auch Gewalt der sadistischsten und blutigsten Art, sei es durch Einzelpersonen, Gruppen oder organisierte Behörden. Amerikaner sind in dieser Hinsicht alles andere, als eine Ausnahme. Es wäre überhaupt keine Überraschung, wenn jedes Volk der Erde zu irgendeiner Zeit eine Historie von Gewalt vorzuweisen hat, oft blutig, extrem und blutrünstig.

Man macht sich etwas vor wenn man glaubt, dass diese Neigung zur Ausübung von Gewalt sich verändert hat, nur weil wir das Jahr 2014 schreiben, oder weil verschiedene Arten von Gewalt heute moralisch geächtet werden. Die Fähigkeit zur Ausübung derartiger Gewalt ist auf jeden Fall nach wie vor gegeben. Die menschliche Natur beinhaltet nicht nur das Potenzial zur Ausübung von Gewalt, sondern auch zur Zufügung von Schmerzen und zur Folter aus Gründen reinen Vergnügens.

Die Gewalt hat im 20ten Jahrhundert ungeahnte Ausmaße erreicht und es geht bis zum heutigen Tag weiter. Es ist eine Illusion zu glauben, dass Amerika als Nation in dieser Hinsicht eine Ausnahme darstellt, eine besondere Art moralischer Einsicht, oder ein außergewöhnlich hohes Maß an moralischer Kontrolle über seine Gewaltbereitschaft hat. Moralische Hemmungen zerfallen unter der Fähigkeit des Menschen, sich Rechtfertigungen auszudenken und Gewalt vernünftig zu begründen.

Sind Amerikaner im Krieg, so zeigen sie sich überrascht, wenn die Gegenseite Gewalt anwendet, Bomben am Straßenrand platziert und Zivilisten oder patrouillierende Soldaten mit getarnten Selbstmordanschlägen hochjagt. Derweil fehlt fast keine Waffe oder Technik im amerikanischen Arsenal; bereit, selbst gegen oder von aufmüpfigen Amerikanern eingesetzt zu werden. Die Todesforscher denken sich immer neue Wege aus zu töten, und so auch Amerikas Feinde.

Amerikaner im Krieg scheinen die Beharrlichkeit und die Motivationen ihrer Feinde zu unterschätzen. Amerikaner erkennen einfach nicht, dass die anderen genau wie sie selbst sind. Es ist eine Illusion zu glauben, sie seien anders.

Vielleicht glauben Amerikaner, dass sie einen technologischen oder produktionsmäßigen Vorteil haben, der es ihnen erlaubt zu gewinnen. Dies hat sich jedoch nicht immer als richtig herausgestellt. Auch dieser Gedanke scheint eine amerikanische Illusion zu sein.

>>> zum Original-Beitrag bei Lew Rockwell


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