Sprott: Westliche Zentralbanken stehen vor der Kapitulation

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 29.01.2015


Eric Sprott im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 28.01.2015


Eric SprottEric Sprott: “Ich empfinde es als sehr ironisch, dass die Währungen heutzutage die schwankungsanfälligste Asset-Klasse sind. Das erscheint mir sehr seltsam, wo doch die globalen Aktienmärkte auf der Stelle treten. Trotzdem brechen überall die Währungen ein, der Euro, der Yen, der Rubel und der kanadische Dollar. Mir kommt das vor, als würden wir in einer sehr bizarren Finanzwelt leben, während die Währungskriege zwischen diversen Regierungen und Zentralbanken sich ausweiten.

Eric, ich habe mich immer gefragt, wie wir mit diesen Billiarden von Dollars an Derivaten umgehen werden. Die sind an verschiedene Instrumente gebunden, auch an Währungen. Wir haben bereits gesehen was passiert ist, als der Schweizer Franken neu bewertet wurde und Unternehmen über Nacht pleite gingen.

Man muss sich fragen: Wie sind die Banken bei den Derivaten aufgestellt? Wir sehen enorme Volatilität bei den Währungen und ein Großteil davon müssen Derivate sein. Das war auch das Problem jener Devisenhändler, die über Nacht ausgelöscht worden sind.

Unternehmen erkennen gewaltige Veränderung ihrer Situation

Es gibt Probleme mit Derivaten beim Öl-Preis, in den Emerging Markets und den Bondmärkten. Es fragt sich also, wie sich das auf die gehaltenen Derivate verschiedener Banken übertragen lässt? Wir haben eine Menge Unternehmen gesehen, deren finanzielle Situation sich in sehr kurzer Zeit gewaltig verändert hat.“

Radikale Neubewertung beim Gold?

Eric King: “Es war interessant zu beobachten, dass viele Menschen nach der schnellen und radikalen Neubewertung des Schweizer Franken angefangen haben die Möglichkeit zu diskutieren, dass so etwas irgendwann auch im Goldmarkt geschehen könnte – eine radikale Neubewertung des Goldpreises nach oben.“

Sprott: “Die Währungsmärkte unterliegen massiven Schwankungen und Gold ist eine Währung. Gold hat hier auch eine Menge Aufmerksamkeit bekommen. Etwa 84 Prozent der Weltbevölkerung hätte Geld verdient, wenn sie im vergangenen Jahr in Gold investiert gewesen wäre. Ich denke, wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass fast 100 Prozent der Weltbevölkerung Geld verdient hätte, wenn sie im Monat Januar Gold besessen hätte.

Nun bricht in Europa die Angst aus, bezüglich der Stabilität des Euro und des Bankensystems, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Griechen den Staatsbankrott anmelden könnten. Das verursacht, dass Menschen in physisches Gold gehen. Interessanterweise haben wir einen Zuwachs bei der von ETF GLD gehaltenen Tonnage gesehen. Ich glaube, deren sogenannten Goldbestände sind in diesem Monat um mehr als 40 Tonnen angewachsen.

Wenn man anfängt, diese Zahlen zu analysieren, dann ist das eine ernstzunehmende Veränderung der jährlichen Goldnachfrage, was nicht erwartet wurde. Wir wissen bereits anhand der Daten aus Indien und China, dass der Bedarf größer ist, als das Angebot. Das hat den Druck auf die westlichen Zentralbanken erhöht, dieses physische Gold auch zu liefern. Wenn die Menschen anfangen, Geld in Fonds mit echtem, physischem Gold zu stecken, dann wird dies die Belastung der westlichen Zentralbanken erheblich vergrößern.

Game Over

Zu Ihrem Punkt, Eric. Dies könnte ein Ende der Goldverkäufe westlicher Zentralbanken bewirken. Die westlichen Zentralbanken könnten sagen: ‚Gut, wir haben den Goldpreis so lange eingegrenzt, jetzt wird aber unser Gold von uns gefordert. Es ist vorbei.‘.

Auch interessant ist die Tatsache, dass die COMEX immer noch enorme Außenstände an Open Interest hat. Es wird spannend zu sehen, wie viele dieser Kontrakte für diesen Freitag zur Auslieferung anstehen. Diese offenen Kontrakte sind um ein vielfaches größer, als der gesamte Lagerbestand der COMEX.

Es ist auch irgendwie verrückt, dass der wöchentliche Handel in China erheblich größer ist, als der gesamte Händlerbestand der COMEX. Da fragt man sich, wie lange die westlichen Zentralbanken die Preisdrückung noch aufrechterhalten können? Die physische Nachfrage will bei diesen gedrückten Preisen einfach nicht nachlassen und wenn dann noch ein ausgeprägter Währungskrieg auf globaler Basis dazu kommt, macht das die Angelegenheit für die westlichen Zentralbanken nur noch schlimmer.

Zusammenbruch der Preisdrückung

Ich habe 2012 einen Artikel geschrieben und die Frage gestellt: ‚Haben die westlichen Zentralbanken überhaupt noch Gold?‘. Der Grund, warum ich diese Frage in den Raum gestellt habe ist, dass ich diese ganze Nachfrage gesehen und mich gefragt habe: Wie lange können diese Jungs damit noch weitermachen, wo doch deren Gold-Vorräte immer mehr schrumpfen?

Dann haben sie 2013 ganze 850 Tonnen aus den verschiedenen Gold-Trusts und ETFs gepresst. Bei einem 4.000 Tonnen Jahresmarkt war das eine signifikante Erhöhung des Angebots. Vielleicht hat das 2013 die Fehlbestände abgedeckt, aber 2014 haben sie sogar noch mehr Gold aus den westlichen Zentralbank-Tresoren abgezogen.

Und jetzt sind wir im Jahr 2015 angekommen und hören immer öfter von Gold-Repatriierungen. Wann also kommt der Tag der Abrechnung? Wenn dieser Tag da ist, dann markiert er den Zusammenbruch der Preisdrückungen, genau wie beim Kollaps des London Gold Pool in den 1960ern. Ich glaube nicht, dass sie damit warten werden, bis der letzte Goldbarren aus den westlichen Tresoren verschwunden ist. Der Zusammenbruch der Drückungen kann also jederzeit passieren.

Westliche Zentralbanken werden letztlich aufgeben

Es fließt weiter in großen Mengen Gold vom Westen in den Osten. Wenn die Inder ihre Einfuhrabgaben für Gold aufheben, dann könnte es zu einer Flutwelle an Nachfrage kommen. Das würde die westlichen Zentralbanken dazu zwingen, die weiße Fahne zu schwenken. Wenn wir uns die anhaltend starke Nachfrage im Goldmarkt vor Augen führen, obwohl der Ölpreis und andere Rohstoffe eingebrochen sind, dann kann man eindeutig spüren, dass dieser Tag nah ist, Eric.“

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag bei King World News


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Der Goldkrieg
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Die Geld-Apokalypse
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Der Crash ist die Lösung
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