Abkehr von der Austerität führt zum Kollaps

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 15.02.2015


Von Michael Pento, Pento Portfolio Strategies

Sparsamkeit hat ausgedient

Michael PentoGriechenlands neuer linker Ministerpräsident Alexis Tsipras bringt die Defizitfinanzierung wieder in Mode. Der charismatische Ministerpräsident legte Pläne zum Rückbau der “grausamen“ Griechenland auferlegten Austerität vor, mit denen er jede Verlängerung des internationalen Bailouts des Landes ausschließt und sich auf direkten Kollisionskurs mit der Europäischen Union begibt. Unverfroren offen ist er als veritabler Anti-Austerität-Rock-Star über die Szenerie hereingebrochen und hat für seine Fans ein Ständchen über die Rückkehr zum Big-Spending gegeben, inklusive einer Anhebung bei Mindestlöhnen und Pensionen.

Man kann dennoch argumentieren, dass die letzten fünf Jahre griechischer Austerität sich inzwischen beginnen auszuzahlen. Die Nation hat sich von einem heftigen Defizit, welches die 10-jährigen Anleihen 2012 auf 40 Prozent getrieben hatte, auf einen kleinen Primärüberschuss von 2,7 Prozent des BIP hinaufgearbeitet. Noch 2009 lag das Defizit des Landes bei satten 10,7 Prozent des BIP. Unglücklicherweise haben die positiven Zahlen den durchschnittlichen griechischen Wählern nur wenig Trost zu geben vermocht.

Sie sind der Überzeugung, dass der Preis für die Austerität zu hoch war, denn die Arbeitslosigkeit ist auf 26 Prozent gestiegen und die Hälfte aller jungen Leute findet keine Arbeit. Die aufgrund der finanziell unverantwortlichen Handlungen enorm gestiegenen Zinsraten von 2012, sind aber jetzt nur noch eine ferne Erinnerung. Niedriges Wachstum und hohe Arbeitslosigkeit haben dafür gesorgt, dass sich die gut gemeinten Sparsamkeitspläne selbst abgeschafft haben.

Forderung nach Ende der Austerität weitet sich aus

Diese dreiste Entscheidung zur Beendigung der Austerität und der Rückkehr zu verschwenderischen Ausgaben verbreitet sich in Europa wie ein Lauffeuer. In Spanien protestieren, geführt von der linksgerichteten Podemos-Bewegung, die jetzt die Wahl-Umfragen für die diesjährigen Wahlen in Spanien anführt, zehntausende Menschen gegen Kürzungen der Sozialleistungen.

euro in chains austerityWährenddessen hofft Spanien, welches wie Griechenland an einer stagnierenden Wirtschaft, astronomischer Jugendarbeitslosigkeit und einem Schuldenberg in Höhe von 132 Prozent des BIP leidet, dass Griechenland die Richtung für die Ausrottung der Austerität weist. Wenn Italien sich mit Griechenland und anderen Pleitestaaten der Eurozone wie Portugal und Spanien zusammentut, dann könnte das die EU unter Druck setzen, die Austeritätsmaßnahmen zu lockern und den Weg finanziell kostspieligerer Politik zu gehen. Diese Schuldenstaaten könnten mit Staatsbankrott und Austritt aus der EU, und damit dem Euro, drohen und dadurch massive Bankruns und wirtschaftliches Chaos in Europa auslösen.

Diese Anti-Austerität-Stimmung scheint auch in den Kern-Staaten Europas deutlich an Fahrt aufzunehmen. Frankreichs Präsident Francios Hollande leidet ebenfalls unter hoher Arbeitslosigkeit und hat um eine Auszeit bei der Austerität gebeten. Selbst der Präsident der Europäischen Kommission hat jüngst die Sinnhaftigkeit von Austerität in Frage gestellt und gesagt, die Ergebnisse seien bisher nur schrumpfendes Wachstum und soziales Leid.

Nicht nur in Europa

Die Austerität in Europa hängt an der Herz-Lungen-Maschine, aber das unstillbare Verlangen Geld auszugeben, beschränkt sich nicht nur auf Europa. Präsident Obama hat sein aktuelles Budget veröffentlicht, welches gerammelt voll mit Ausgaben-Geschenken für die Amerikaner ist, die sich sich daran laben sollen. Anders als im vergangenen Jahr, als Obama noch finanzielle Verhandlungen mit den Republikanern geführt hatte, finden sich im diesjährigen Budget-Vorschlag keinerlei Ausgaben-Kompromisse.

austerity crash economic collapseVerschwunden ist die Forderung nach einem verketteten Verbraucherpreisindex, oder das Angebot die Zuwächse bei den Sozialleistungen und anderen Sozialprogrammen des Bundes einzugrenzen. Die noch 2010 vorhandene Einschränkung der Ausgaben, wie zum Beispiel die Begrenzung der Bundesausgaben, hat sich in Luft aufgelöst. Die fiskalische Zurückhaltung wurde durch Vorschläge für eine Reihe Gratisleistungen ersetzt, wie zum Beispiel die kostenlose Vorschule und das kostenlose College.

Verführt von den niedrigen Zinsen, sehnen sich Regierungen auf der ganzen Welt wieder zu den früheren Zeiten großer Ausgaben zurück. Unter dem Deckmantel der niedrigeren Staatschuldenquoten – die durch Zinsen auf Rekordtief verursacht werden – fühlen sich Politiker dazu ermutigt, sich wieder ihrer ersten großen Liebe zuzuwenden… der Defizitfinanzierung. Die Zinszahlungen für die Staatsschulden der USA sind heute niedriger als 2008, obwohl der nationale Schuldenberg heute $ 9 Billionen Dollar größer ist. Dieses abermalige Vorrecht Geld auszugeben, lässt jedoch einige sehr wichtige Fragen außer Acht; die wichtigste davon: Was passiert, wenn die Zinsen auf normale Niveaus zurückkehren?

Anhebung der Zinsen führt zum Kollaps

Wenn die Zinsen sich von den derzeit nach unten manipulierten Niveaus wieder nach oben bewegen, dann werden nicht nur die Rückzahlungen der Schulden sprunghaft ansteigen, sondern die über die letzten Jahre von den Zentralbanken erschaffenen Asset-Blasen werden zerplatzen. Das Problem ist, dass der Großteil des vorgetäuschten BIP-Wachstums seit dem Ende der großen Rezession durch den Aufbau und die Bedienung genau dieser Asset-Blasen zustande gebracht wurde.

deficit crash skyrocketDie Kombination eines sich abschwächenden BIP und steigender Zinszahlungen wird dazu führen, dass die prozentualen Defizite im Verhältnis zum BIP raketenhaft auf ein Niveau ansteigen werden, das sogar noch schlimmer ist, als während der großen Rezession. Das nominale Schuldenniveau in der Welt ist seit 2008 über 40 Prozent nach oben geschnellt. Sobald die Zinsen wieder ansteigen und das Vertrauen in die Zentralbanken versagt, ist alles bereit für kolossale und noch nie dagewesene Defizite in der entwickelten Welt.

Die von Politikern vorgeschlagenen zusätzlichen Ausgaben, ermutigt durch manipulierte Zinsraten und vorgetäuschtes BIP, werden die Situation nur noch verschlimmern. Nach dem unausweichlichen Kollaps werden wir hoffentlich dazu gezwungen werden, die Austerität endgültig von der Liste der gefährdeten Spezies zu streichen.

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag


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neuheide
neuheide
15. Feb. 2015 10:55

sobald ich „primärüberschuss“ höre,weiss ich das der komplette artikel aus einer neoliberalen feder stammt.

die eu junta und deren medienhuren,schwimmen die felle davon.
kapital/bankstertrickser,parasiten des demokratischen systems.

propagandasprech=“starke schulter“,“leistungsträger“,“edle spender und aufrechterhalter des systems“

sind die wahren weltterroristen.
diese zutiefst zu verachtenden multimilliardäre,die endlos gierigen zionisten,die militaristen und deren mainstreamkomplizen.
sind verantwortlich für hetze,folter,kriege,massenmord.

wenn es einen krieg geben sollte der sinn macht,ist es der gegen die wesen der wallstreet,city of london,brüssel…

aber sicherlich nicht gegen die bevölkerungen europas,die für die kapitalverbrecher und menschenfeinde ganz oben zu bezahlen haben.

zeitzeichen
zeitzeichen
15. Feb. 2015 14:39

Gespart werden kann nur, was übrig ist und das ist hier unzutreffend. Der Autor geht also von falschen Voraussetzungen aus, 2 + 2 = 5, Folgeüberlegungen auch falsch, wertlos.

Warum ist nichts übrig? Weil Gesetze erlauben, dass eine Handvoll Oligarchen samt ihrer rechtfertigenden Lakaienarmee, sich immer mehr vom gesellschaftlichen Vermögen unter den Nagel reißen können, das heißt dann „Privatisierung“ – nur Profite, keine Verluste, versteht sich.

Mit den gestohlenen Milliarden wird in der Krise durch „Pressefreiheit“ in Oligarchen-Verteilermedien wie Reuters gelogen und Opferbeschuldigung betrieben, dass die Balken brechen, die Leute verrückt gemacht und als Notbremse verlogen-unterdrückerische Nazi-Diktaturen an die Macht gebracht, sobald das Volk ernsthaft versucht, den Diebstahl zu beenden – darum ist nichts übrig. Die Geschichte der vergangenen 100 Jahre ist doch voll von solchen Fällen, jüngstes Beispiel: Ukraine.

Der Wert eines Krieges liegt in den Schulden, die durch einen Krieg verusacht werden können, denn wer die Schulden kontrolliert, kontrolliert alles.

In Portugal haben 800 Personen mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung, wenn der Staat deshalb nur noch auf Schulden läuft, verleiht die betrügerische Diebesbande die ergaunerten Mittel gern an die Eigentümer zurück – gegen Zinsen versteht sich. Das heißt dann „Eurokrise“ und wird in Griechenland wohl kaum anders sein, als überall im neoliberal-imperialistischen Westen und heißt dann „Globalisierung“. Das ist das zuallererst zu lösende, zentrale Problem!

„Krise, welche Krise?“ ist der Standardspruch der Nieten in Nadelstreifen, „sollen sie Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben“, hieß das damals, kurz vor Beginn der französischen Revolution.

1. Raus aus der NATO
2. Demokratisierung der Wirtschaft,
damit Krieg kein Geschäft mehr ist.

Danach sehen wir weiter.

Hubi Stendahl
Hubi Stendahl
15. Feb. 2015 15:47

Hätte die Überschrift wenigstens gelautet: Abkehr von der Austerität führt >AUCH< zu Kollaps, hätte man den Autor ja ernst nehmen können. Stattdessen lesen wir hier etwas darüber, dass das ( tot-) sparen ein gangbarer Weg sei, das kommende Armageddon zu verhindern. Deshalb nochmal für den Autor, der das Zinsgeld-System offenbar nicht wirklich versteht nochmal zum mitlesen:

Die Wachstumshysterie, die von Politikern und Wirtschaftsweisen gleichermaßen geschürt
wird, beruht einzig auf der Annahme, es sei dauerhaft möglich, den wachsenden Zinsanspruch des Vermögens aus dem Wachstum des Volumens der Realwirtschaft zu befriedigen. Weil reale Wirtschaft aber eher linear wächst, während die Wachstumskurven des Geldes exponentiell verlaufen, ist die grundsätzliche Unmöglichkeit dieses Gedankens hinlänglich bekannt, wird aber dessen ungeachtet von den Verantwortlichen solange geleugnet, wie die Schere zwischen Geldmengenwachstum und Leistungswachstum mit aller Gewalt noch geschlossen werden kann.
Der als „Sparen“ bezeichnete Raubbau in den öffentlichen Haushalten und Sozialsystemen,
den wir derzeit erleben, ist nichts als der Versuch, den Geldhunger von Zins- und Zinseszins
auf Kosten des Lebensstandards der Bevölkerung zu befriedigen. Dies wird jedoch bestritten.

Ist doch einfach oder?

Es gibt kein Entkommen aus der Liquditätsfalle, wie sie Keynes in den 30igern beschrieben hat und kurz vor seinem Tod auch als unlösbar im Zinsgeld-System akzeptiert hat. Vorher war er noch der Meinung, dass man nur ausreichend Investition und Produktivitätsfortschritt in der Kette von Unternehmen bis zum Staat generieren müsse.

Ob in der jetzigen Phase gespart oder " gedruckt " wird ist völlig unerheblich. Das System muss aus dem Systemfehler heraus kollabieren und neu aufgesetzt werden. Das wird ein Gemetzel.