Zentralbanken haben die Kontrolle verloren

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 19.02.2015


Von Tyler Durden

Tyler DurdenMit der Entscheidung für negative Zinsen bei der ältesten Zentralbank der Welt – der schwedischen Riksbank –, hat es in diesem Jahr nun 19 ‚Lockerungen‘ durch Zentralbanken gegeben; Morgan Stanley warnt vor den “Geistern der 1930er“. Der Wettbewerb um die ‚Lockerungen‘ schürt Ängste vor internationalen Währungskriegen. The Telegraph stellt jedenfalls fest, dass lockere Geldpolitik keinesfalls überall auf der Welt an der Tagesordnung ist – und genau da liegt die potenzielle Gefahr für die Weltwirtschaft.

Zinssätze der Zentralbanken auf der Welt:

interest rate policies
(Anklicken für interaktive Version bei The Telegraph)

Wie The Telegraph berichtet:

Lockerere Geldpolitik ist keineswegs überall auf der Welt an der Tagesordnung (siehe Karte) und darin liegt eine potenzielle Gefahr für die Weltwirtschaft.

Die Erwartungen einer Normalisierung der Geldpolitik der Federal Reserve hat zu einem anhaltenden Zufluss in den US-Dollar geführt. Eine derartige Stärke der Welt-Reservewährung hat gleichzeitig Druck auf jene Volkswirtschaften aufgebaut, die an den Greenback gebunden sind.

Zinserhöhungen der FED, mit denen im späteren Verlauf dieses Jahres gerechnet wird, werden natürlich zu strafferen Geld-Bedingungen in Volkswirtschaften von Mexico bis Hong Kong führen. Diese Divergenz bei den Handlungen der großen Zentralbanken der Welt, könnte nach Angaben des Governors der Bank of England zu einer neuen globalen Liquiditätskrise führen.

Nach Angaben von Kit Juckes von Société Génerale, wird der globale Trend zur Senkung der Zinsraten, trotz stabiler Schaffung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftsleistung in der US-Binnenwirtschaft, vermutlich zur Verlangsamung des Umfangs der Zinserhöhungen der FED führen, wenn sie dann letztendlich die Zinsen von null Prozent anhebt.

“Wir können jetzt bestenfalls hoffen, dass der Vormarsch des Dollars gesittet abläuft und die Auswirkungen auf die globalen Geldflüsse begrenzt sein werden.“, so Juckes.

19 ‚Lockerungen‘ bisher in 2015

(oder 24, wenn man Rumäniens 2 und Dänemarks 4 miteinkalkuliert)

1. Jan. Usbekistan
Die usbekische Zentralbank senkt ihre Refinanzierungsrate von 10 auf 9 Prozent

7. Jan./4. Feb. Rumänien
Die rumänische Zentralbank senkt ihre Zinsen um 50 Basispunkt auf einen neuen Rekord-Niedrigstand von 2,25 Prozent. Die meisten von Reuters befragten Analysen hatten die Senkung erwartet.

15. Jan. Schweiz
Die Schweizer Nationalbank beendet die 3-jährige Wechselkurs-Bindung an den Euro, was zu einem nie dagewesenen Anstieg der Währung führt. Diese de-facto Verknappung wird in Teilen von einer Senkung der Zinsraten auf bestimmte Sichteinlagen um 0,5 Prozentpunkt auf -0,75 Prozent begleitet.

15. Jan. Indien
Die Reserve Bank of India überrascht die Märkte mit einer Senkung der Zinsen um 25 Basispunkte auf 7,75 Prozent und signalisiert, dass es die Zinsen weiter senken könnte, da es Anzeichen einer sich abkühlenden Inflation gibt und das Wirtschaftswachstum Schwierigkeiten bei der Erholung von seinen schwächsten Niveaus seit den 1980ern zeigt.

15. Jan. Ägypten
Die ägyptische Zentralbank senkt die Zinsen überraschend um 50 Basispunkte und und reduziert die Overnight-Deposits und die Zinssätze auf 8,75, bzw. 9,75 Prozent.

16. Jan. Peru
Perus Zentralbank überrascht den Markt mit einer Senkung ihres Referenzzinssatzes von 3,5 auf 3,25 Prozent, nachdem das Land das schwächste monatliche Wirtschaftswachstum seit 2009 bekanntgegeben hat.

20. Jan. Türkei
Die türkische Zentralbank senkt die Zinsen, wird aber von Ministern der Regierung heftig dafür kritisiert, die sagen, dass eine Senkung um 50 Basispunkte 5 Monate vor der Parlamentswahl nicht genug ist, um das Wirtschaftswachstum zu fördern.

21. Jan. Kanada
Die Bank of Canada schockt die Märkte mit einer Zinssenkung von 1 auf 0,75 Prozent. Der Zinssatz von 1 Prozent war seit September 2010 unverändert geblieben und der Schritt beendete die längste Periode unveränderter Zinsraten in Kanada seit 1950.

22. Jan. Europäische Zentralbank
Die EZB startet ein Staatsanleihen-Kaufprogramm, welches über eine Billiarde Euros in eine durchhängende Wirtschaft pumpt; beginnend im März und laufend bis September nächsten Jahres, vielleicht auch darüber hinaus.

24. Jan. Pakistan
Pakistans Zentralbank senkt den Schlüssel-Zinssatz von 9,5 auf 8,5 Prozent und begründet dies mit dem inflationären Druck durch die global fallenden Ölpreise. Der Chef der Zentralbank Ashraf Wathra sagt, der neue Zinssatz werden vorerst für die nächsten zwei Monate gehalten, bis das nächste Zentralbank-Meeting die weitere Politik besprechen wird.

28. Jan. Singapur
Die Finanzbehörden von Singapur lockern unerwartet ihre Geldpolitik. In einem außerplanmäßigen Statement zur Geldpolitik sagen sie, dass es die Einengung ihrer geldpolitischen Möglichkeiten für den Singapur-Dollar abbremsen werde, da die Inflationsaussichten sich seit dem letzten Review im Oktober 2014 “signifikant verändert“ haben.

28. Jan. Albanien
Albaniens Zentralbank reduziert ihren Referenzzinssatz auf den Rekord-Niedrigstand von 2 Prozent. Dies ist die jüngste Reduzierung nach drei Senkungen im vergangenen Jahr, die letzte davon im vergangenen November.

30. Jan. Russland
Russlands Zentralbank senkt unerwartet die Leitzinsen um 2 auf 15 Prozent, nur etwas über einen Monat, nachdem die Zinsen aufgrund von Rezessionsängsten angesichts der global gefallenen Ölpreise und der westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise von 6,5 auf 17 Prozent angehoben worden waren.

3. Feb. Australien
Die Reserve Bank of Australia senkt ihre Zinsen auf ein Allzeit-Tief von 2,25 Prozent, um die träge Wirtschaft anzukurbeln, während man den Druck auf den Australischen Dollar in Grenzen halten möchte.

4. Feb. China
Chinas Zentralbank senkt die Mindestreserve-Anforderungen für Großbanken – zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren -, um die Wirtschaft mit Liquidität zu fluten und die wirtschaftliche Abschwächung und sich anbahnende Deflation zu bekämpfen.

19./22./29. Jan./5. Feb. Dänemark
Die dänische Zentralbank senkt die Zinsen bemerkenswerterweise vier mal innerhalb von weniger als drei Wochen und interveniert regelmäßig im Währungsmarkt, um innerhalb der schmalen Bandbreite ihres Pegs an den Euro die Oberhand zu behalten.

13. Feb. Schweden
Schwedens Zentralbank senkt ihren Repo-Zinssatz von null (wo er seit Oktober stand) auf -0,1 Prozent und sagt, sie würde Bonds im Wert von 10 Milliarden Schwedischen Kronen kaufen.

17. Feb. Indonesien
Indonesiens Zentralbank senkt unerwartet seinen Leitzinssatz, zum ersten Mal seit drei Jahren.

18. Feb. Botswana
Die Bank of Botswana reduziert ihren Referenzzinssatz zum ersten Mal, seit mehr als einem Jahr, um die Wirtschaft zu stützen und den Inflationsdruck zu reduzieren. Der Zinssatz wurde um 1 Prozent auf 6,5 Prozent gesenkt; die erste Anpassung seit Oktober 2013, so die Zentralbank in einem e-Mail-Statement vom Mittwoch.

* * *

Nicht gerade Handlungen einer Welt auf dem Weg, dem immer weiter steigernden Tempo zu entrinnen.

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Es scheint nicht zu funktionieren… haben die Zentralbanken die Kontrolle verloren?

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag


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cashca
cashca
19. Feb. 2015 15:03

Zentralbänker haben die Kontrolle verloren.

Dann sollen sie sie halt wieder suchen.
Sollen sie ihren Kumpel, den Satan anrufen, der wird ihnen dabei schon helfen.
Hier heiligt doch jedes Mittel den Zweck. Das haben sie doch schon oft bewiesen.

ben
ben
19. Feb. 2015 16:35

Was ist Geld oder ein Geldsystem?

Prof. Hörmann interviewt von Ken Jebsen KenFM
1,5 Stunden die es wert sind.

https://www.youtube.com/watch?v=Oouoee9UvEc&feature=player_embedded

Mit Zukunftsaussicht für Flöhe die höher hüpfen als die konditionierten.

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