Gefangen in der Nullzins-Falle

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 20.02.2015


Teil 1 der mehrteiligen Reihe über Nullzinspolitik der Notenbanken und deren Folgen.

zum 2. Teil der Serie: Immobilienkredit: Mieten? Ich bin doch nicht blöd!
zum 3. Teil der Serie: Schuld-Sklaven in der Zinsfalle
zum 4. Teil der Serie: EURO-Überlebensstrategie Nullzins-Politik
zum 5. Teil der Serie: Negativzins, Strafzins, Zero-Zins und Wucherzinsen!
zum 6. Teil der Serie: Neue Zinsen braucht das Land
zum 7. Teil der Serie: Nullzins-Politik meets Währungsreform
zum 8. Teil der Serie: “Rettung“ einer Währung? Es gibt keine Rettung…


Der Bondaffe sagt:

Der Bondaffe sagt...Viele Anleger in festverzinslichen Papieren leiden still; die breite Öffentlichkeit nimmt sie kaum wahr. Hin und wieder berichtet die Mainstreampresse, aber auch nur, wenn es nicht mehr anders geht und am liebsten, wenn es sich nur um Nebenkriegsschauplätze handelt, wie die massenhafte Kündigung von Bausparverträgen mit lukrativen Altverzinsungen seitens der großen Bausparkassen. Dass das erreichte Zinsniveau in der Eurozone eine Zinsfalle, konkret eine Nullzinsfalle darstellt, scheint niemanden zu beunruhigen, denn die Falle wird als solche gar nicht wahrgenommen.

Kursgewinne adé

Ist erst einmal das Nullzinsniveau in einem Laufzeitenbereich bei festverzinslichen Titeln erreicht, bedeutet das neben null Zins soviel wie null Kursgewinn für den Anleger. Die Kursgewinnmöglichkeiten sind ausgereizt. Von nun an gibt es nur noch Kursrückgänge aufgrund der stetigen Verkürzung der Restlaufzeiten der Papiere.

Zu 100% wird bei Endfälligkeit zurückbezahlt und es ist äußerst unangenehm, wenn man im hier und heute ein Papier mit einem Kurs von 110% oder 120% im Portfolio hat. Die Lieblinge der Anleger, die „absolut sicheren“ Anleihen der Bundesrepublik Deutschland, taugen ebenfalls nicht mehr als Zinsanlageinstrument, höchstens nur noch als alternativloses Diversivikations-Vehikel. Die Anlegergemeinde ist breit aufgestellt, leider aber aus Gründen der Diskretion sehr öffentlichkeitsscheu.

Das große Leiden

Welcher Otto Normalbürger kennt auch schon die Leiden der Vermögensverwaltungen, der Family-Offices, der institutionellen Anleger, der vielen Pensions- und Vorsorgekassen und natürlich auch der Lebensversicherungen, der Fondsgesellschaften und Banken?

zinsen prozentSelbst die Kommunen erhalten, sofern sie Geld zur Verfügung haben, von ihren Haus- und Hofsparkasssen keinen Zins mehr, nur noch ein Almosen. Der kleinen Raiffeisenbank auf dem Land wird dieselbe Leidensfähigkeit abverlangt, wie der Großbank in Frankfurt. Und erst die kirchlichen Einrichtungen tragen ihr Kreuz mit Demut.

Nicht nur für bereits im hellen Lichte strahlende Investmentgelder, auch für manchmal plötzlich aus der Dunkelheit auftauchende Anlagegelder, klingelt es nicht mehr im Zins- und Zinseszinsbeutel. Und in der Schafsherde gibt es zunehmend mehr schwarze Schafe, die sich von dem wenigen, was sie an Zinseinnahmen erhalten, nicht direkt an der Quelle des Ertrages besteuern lassen wollen.

Wohin mit dem Geld?

Stiftungen erfahren eine Sinnkrise, denn es gibt immer weniger Erträge zu stiften. Bei Negativzinsen geht der Ertrag den umgekehrten Weg und geht sprichwörtlich stiften. Wenn die Herren des Geldes am Ende ihrer Weisheit und Gier angelangt sind, übernehmen dann unabhängige Berater und externe Vermögensmanager Mandate zur Portfolio-Optimierung. Ob der Geldverwaltungsadel so richtig registriert hat, dass ohne „mehr Risiko“ kein „Mehr an Erträgen“ mehr zu erwirtschaften ist, ist eine spannende Frage. Anlegen heißt nämlich Leiden, Leiden heißt sich wandeln und das tut diese konservative Branche aufgrund einer jahrezehntelangen konditionierten Risikoscheu recht ungern; gerade die Institutionellen.

Es gibt Branchen in Deutschland, und Global Player auf dieser Welt, die haben unbemerkt und im Stillen sehr viel Geld angesammelt. Von den DAX-Werten leistet sich die Siemens AG eine eigene Kapitalanlagegesellschaft, gut verdienende Firmen aus dem DAX und dem MDAX mit hohen Aktienkursnotierungen, haben bestimmt enorme Mittel zum Anlegen zur Verfügung. Um die wichtigste Branche in Deutschland, die Automobilindustrie, hat sich eine äußerst gut verdienende Dienstleistungs- und Servicebranche herumgeschaart und zehrt wie die Made im Speck von den Sicherheitsanforderungen, Bedürfnissen und Ängsten der Autofahrer. Aber die hohen Prüfgebühren und Mitgliederbeiträge wollen professionell verwaltet werden.

Alles Verlierer

empty-pockets-manEine Branche wie die Versicherungsbranche, die volkswirtschaftlich nichts produziert und nur dem Handel mit Emotionen wie Angst, Vorsorge und Absicherung verpflichtet ist, beginnt auf einmal scharf zu rechnen. Das Geschäftsmodell beginnt zu wackeln. Industriemagnaten und selbständige Unternehmerpersönlichkeiten, Selfmade-Millionäre und Mittelständler, sie leiden alle still und allein mit ihrem giralen Elektrogeld. Niemand nimmt die Leiden des Nachbarn so recht wahr und die Leidensfähigkeit wird noch erhöht werden.

Zinsen, das sind nur nur in der Investmentfondsbranche ordentliche Erträge. Die ordentlichen Erträge werden zunehmend genullt und verwandeln sich bei Negativzinsen bald in ordentliche Straferträge. Die kontinuierlichen jährlichen Erträge aus den Anlagen versickern schneller, als dass sie ausgeschüttet werden können. Doppeltes Leid erfährt der Institutionelle und der Privatanleger, denn im schlimmsten Fall kann er das wenige, was er bekommt, auch noch versteuern.

Verringerung des Leidens mittels Schocktherapie

shock therapyWeniger Erträge bedeutet Leiden, Leiden bedeutet jetzt mögliche Einschränkungen im Geschäftsbetrieb; auf jeden Fall aber Einschränkungen auf der Ausgabenseite und bei den Kosten. Das tut schon weh, denn die Damen und Herren des FIAT-Money sind doch recht verwöhnt. Vielleicht erleiden die Manager des FIAT-Geldes bald einen zusätzlichen Schock, denn wenn das Geld keinen Zins in Anleihen mehr bringt, kann man es gleich auf dem Girokonto stehen lassen.

Dann ist die EU und dann sind EU-Staaten bereit, einen gewissen Bodensatz zur Finanzierung ihrer Finanzlöcher abzuschöpfen. Ein ordentliches Milliarden-Sahnehäubchen wartet schon.Die Gesetze sind gemacht, die Zugriffsmöglichkeiten eingerichtet und wenn es nicht allzu viel wird, sind die Anleger doch froh, das Geld auf der Bank und nicht unter dem Kopfkissen zu haben.

Für den modernen Anleger bedeutet Geld unterm Kopfkissen nicht unbedingt ein ruhiges Anlagegewissen. Die moderne Finanzmathematik generiert dann negative Zahlungsströme, die keine Verluste sind und die moderne Volkswirtschaft erfindet einen neuen Begriff, vielleicht so etwas wie „Reversed Quantitative Easing by EU“.

Der BONDAFFE

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Weiterlesen in Teil 2: Immobilienkredit: Mieten? Ich bin doch nicht blöd!


Warum ein GREXIT kommen muss!
Mit dem griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis hat eine Person das internationale Politparkett betreten, die mehr ist als nur ein Wirtschaftswissenschaftler. Varoufakis ist Professor für Spieltheorie. Das macht ihn zu einem cleveren Taktiker, der die allgemeinen Lehren der schwafelnden und in alle vier Himmelsrichtungen auslegbaren, modernen Wirtschaftswissenschaften und deren Vertreter nur allzu gut kennt.
>>> weiterlesen


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Die Vereinigten Staaten von Europa
Die Entwicklung der Europäischen Union zu einem »Superstaat« schreitet schier unaufhaltsam voran. Die meisten Menschen nehmen das politische Tagesgeschehen als eine schwer zu durchschauende Aneinanderreihung zufälliger Ereignisse wahr. Sie halten die Entwicklung der Europäischen Union für zwangläufig. Die Vereinigten Staaten von Europa sollen als Vorbild für eine »Neue Weltordnung« dienen, in der nicht mehr der Einzelne über sein Schicksal entscheidet, sondern jeder Lebensbereich von Politikern und Bürokraten bis ins Kleinste geregelt ist. Es droht eine Orwell’sche Schreckensvision wie im Buch 1984. Welche Mechanismen, einflussreichen Netzwerke und Hintermänner stecken dahinter?
>>> die Antwort auf diese Frage, finden Sie hier <<<


Weltmacht IWF
Er erpresst Staaten. Er plündert Kontinente. Er hat Generationen von Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft genommen und ist dabei zur mächtigsten Finanzorganisation der Welt aufgestiegen: Die Geschichte des Internationalen Währungsfonds (IWF) gleicht einem modernen Kreuzzug gegen die arbeitende Bevölkerung auf fünf ­Kontinenten. Welche dramatischen Folgen hat die Politik der Erzwingung neoliberaler Reformen durch die Vergabe von Krediten für die globale Gesellschaft und seit Eintreten der Eurokrise auch für Europa und Deutschland?
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Europa vor dem Crash
Europa steht vor dem Zusammenbruch. Die ersten Vorboten haben sich bereits gezeigt. Nichts ist mehr sicher. Der Euro ist eine tickende Zeitbombe und der Countdown läuft. Eine Währungsreform in naher Zukunft wird immer wahrscheinlicher. Wie ernst ist die Lage wirklich? Was wird den Bürgern noch immer verschwiegen? Wann und wo wird sich der Wutstau entladen?
>>> hier finden Sie die Antworten darauf <<<


Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten
Wir leben in einer Zeit der großen Krisen. Die Weltwirtschaft ist am Boden, das Vertrauen in die Finanzwelt ist erschüttert, die Ersparnisse sind nicht mehr sicher, der Arbeitsmarkt verschlechtert sich zusehends. Die Polizei befürchtet in deutschen Städten Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände. Politiker agieren immer hilfloser angesichts der zunehmenden Probleme. Immer mehr Menschen hegen Zukunfts- und Existenzängste. Hier werden Ihnen die Kenntnisse vermittelt, die erforderlich sind, um sich rundherum selbst zu helfen.
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Das weltbekannte Produkt BP-5 wird seit vielen Jahren von Hilfsorganisationen, im Katastrophenschutz, bei Militär und Marine (Seenotration), im Expeditionsbereich und vor allem im Zivilschutz als Notverpflegung bzw. für die Lebensmittelbevorratung verwendet. BP-5 ist eine Art Müsliriegel, der hauptsächlich aus gebackenem Weizen besteht. BP-5 ist sofort verzehrfertig und muss nicht gekocht werden. Es schmeckt sehr gut (süß) und ist für jeden (auch Kleinkinder) bestens geeignet. BP-5 hat extrem hohe Nährwerte und eine Packung mit 500 g (2-Tages-Ration) entspricht 2.290 kcal.
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