Die Welt ist eine Bananenrepublik…

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 26.02.2015


Von Bill Holter

bill holterFalls Sie es noch nicht bemerkt haben, wir leben in einer Welt, die völlig auf dem Kopf steht. Wir könnten uns mit den damit verbundenen gesellschaftlichen Aspekten auseinandersetzen, das würde aber nur unser aller Blut in Wallung bringen. Das Gleiche gilt für Politik, Religion und lassen Sie uns nicht jene Industrie vergessen, die sich einst stolz darauf war, die Wahrheit auszugraben: die Medien.

Nichts, und ich meine genau das: Nichts! “ist“ heute wirklich so, wie es scheint. Alles ist verdreht, alles ist entweder schöngefärbt, oder es wird gar nicht erst diskutiert (darüber berichtet) und nichts ist mehr real. Irgendwie glaube ich, dass Goebbels in seinem Grab errötet und Orwell sich selbst einen Tritt dafür verpasst, nicht unverschämt genug gewesen zu sein, als er 1984 schrieb.

Jetzt wäre dann eine gute Zeit, noch einmal einen Blick auf etwas zu werfen, was wir uns schon viele Male angesehen haben, nämlich: Was ist eigentlich besser? Ist eine Unze Gold besser, als 1.200 Ein-Dollar-Noten? Oder Euros, Yen, Pfund, oder was haben Sie? Der Grund warum ich in dieser Art darüber nachdenke ist, dass unsere Welt des Fiat-Geldes jetzt bei 15 % aller Staatsschulden (und rapide wachsend) negative Zinsraten hat. Zero Hedge hat jüngst einen Artikel veröffentlicht, in dem von 20 Zentralbanken die Rede ist, die bereits in diesem Jahr ihre Zinsen gesenkt haben.

niedrige zinsenWir erkennen das ganz offensichtlich daran, dass Investoren zum Kampf um Erträge gezwungen sind; jedweden Ertrag, egal wie gefährlich. Sparer wurden, und werden heute gar noch mehr, gezwungen Dinge zu tun (zu investieren), die sie vor 10 Jahren in ihren wildesten Träumen nicht getan hätten. Wie vor ein paar Wochen berichtet, gibt es in Dänemark jetzt Negativzinsen auf Hypotheken. Das heißt, Ihre Hypothek wird mit der Zeit von ihrer eigenen Bank bezahlt, so lange Sie Ihre monatlichen Zahlungen leisten können. Wer, noch Recht bei Verstand, würde in dem Fall nicht so viel wie möglich ausleihen, um das größtmögliche Grundstück zu erwerben? Denken Sie mal darüber nach, Sie leihen sich Papier-Geld, während die Zentralbank die Inflation will (indem sie die Währung abwertet) und die ausgebende Bank hilft Ihnen auch noch dabei, es zurückzuzahlen. Das ist doch ein Selbstläufer!

Auf der anderen Seite des Kontos stehen allerdings die “Sparer“. Wer, mit gesundem Menschenverstand, würde Geld mit einem Negativzins “verleihen“? Ihre Perspektiven in der echten Welt und in schwarz auf weiß wären gerade zu lächerlich. Sie verleihen Geld und Ihre “Bilanz“ verkleinert sich Jahr um Jahr und dann? Was bekommen Sie bei Fälligkeit zurück? Sie erhalten eine “Währung“, von der die Zentralbank Ihnen schon im Voraus sagt, dass sie den Wunsch hat – es plant und auch alles tun wird, was in ihrer Macht steht – sie zu entwerten. Ergibt das irgendeinen Sinn? Sich an eine schrumpfende Bilanz zu binden und das in einer Währung, die der Herausgeber zu “schrumpfen“ wünscht? Was ist also besser? Eine Unze Gold, die nicht schrumpfen kann, oder 1.200 Ein-Dollar-Noten, die bei jedem Waschgang einlaufen?

Die Zentralbanken der Welt senken also weiter ihre Zinsraten und “null Prozent“ ist nicht länger die Untergrenze. Warum? Warum drängen die Zentralbanken so sehr auf niedrigere Zinsen? Ja, ich weiß, die sagen “niedrigere Zinsen helfen der Wirtschaft“ … blah, blah, blah. Ernsthaft? Hat das funktioniert? Möchten Sie den wahren Grund wissen, warum die Zinsen nach unten gedrückt werden? Weil wenn das nicht der Fall wäre, dann wären Staaten von A bis Z bereits insolvent.

yield bonds fed zinsenEin großer und wachsender Prozentsatz der souveränen Nationen auf der Welt haben ein Schulden-zu-BIP-Verhältnis von 100 % und mehr. Große Sache, stimmt’s? Nun, das ist es in der Tat, aber “für den Moment“ wird es nicht als solche “gesehen“. Historisch gesehen wurden Nationen, die die Schulden/BIP-Ratio von 100 % überstiegen, sehr bald zu einer Bananenrepublik, in der die von ihnen herausgegebene Währung kollabierte und Staatsanleihen in Panik abgestoßen wurden. Das bedeutete natürlich, dass die Zinsen explodierten und noch mehr Währung herausgegeben werden musste, um den Schuldenmarkt zu bedienen… was einen Zyklus der Hyperinflation auslöste. Das ist kein alleinstehendes Problem. Die Welt steht unmittelbar da vor, eine einzige, große, unglückliche Bananenrepublik zu werden!

Global gesehen ist der Status der Bananenrepublik die Kreuzung, an der die Welt gerade steht. Ja, wir leben im Moment in einer Welt mit deflationären Tendenzen, weil die gigantischen Schulden alles und jeden erdrücken… auch die Staaten selbst. Ohne nennenswerte Vorwarnung wird das in Sekundenschnelle kippen; aufgrund der menschlichen Natur. Menschen sind schon seltsame Tiere. Habgier ist ein mächtiges Gefühl, Angst ist sogar noch stärker. Wenn in der Geldwelt “Angst“ zur vorherrschenden Vorstellung wird, dann wird ein anderer Faktor beginnen zu wirken.

So wie ein Hund mit einem vollen Fressnapf das Futter der anderen Hunde haben will, sehnt sich der Mensch immer nach dem, was er nicht haben kann. Wenn, nicht falls, Gold und Silber in Deckung gehen, wird der “Mensch“ es umso mehr haben wollen. Es ist genau diese Emotion, welche mit dem Minenangebot kollidieren wird, welches bereits seinen Peak hinter sich gelassen hat, während die westlichen Tresore im Wesentlichen leer sind.

inflationIch schreibe dies, weil ich glaube, dass Hyperinflation allgemein von den Meisten missverstanden wird. Die Meisten denken, Hyperinflation kann es nur geben, wenn eine Zentralbank zu viel “Geld“ erschafft. Die übermäßige Erschaffung von Geld ist sicherlich eine notwendige Voraussetzung, aber dies allein wird noch keine Hyperinflation auslösen. Was das Feuer entfacht, ist der Vertrauensverlust. Wir stehen heute in einer Welt, die alle Bedingungen für ein massives Feuer vorhält, das den Großteil des angehäuften Papier-Wohlstands der letzten 100 oder mehr Jahre vernichten wird. Das Einzige, was fehlt um dieses Feuer zum Wüten zu bringen, ist der Verlust des Vertrauens.

Wenn man in das sehr dunkle vierte Quartal 2008 zurückblickt, dann erkennt man, dass nahezu alle offiziellen Handlungen dazu gedient haben, das Vertrauen aufrecht zu erhalten. Erfundene Wirtschaftsberichte, die Verhinderung des Neubewertungsprozesses, die Stützung von hirntoten Banken und Finanzinstitutionen durch die Zentralbanken… und so weiter und so fort, über die Manipulation aller Märkte mit der Stützung von Aktien und Staatsanleihen, bis zum Drücken von Gold und Silber. Bei all dem geht und ging es nur um die Wahrnehmung. Wenn diese Wahrnehmung sich einmal verändert, kann die Hyperinflation buchstäblich über Nacht losgehen.

Falls Sie es noch nicht bemerkt oder Sie das nicht verfolgt haben, der Rest der Welt “bewegt“ sich bereits vom Dollar weg, denn die haben das hier schon längst verstanden. Die Hyperinflation des Dollars wird nicht “kosteninduziert“ sein, oder jene Inflation, die wir aus der Vergangenheit kennen. Es wird ein Währungsereignis sein, dass durch den Vertrauensverlust verursacht und dazu führen wird, dass Dollars massiv verkauft und nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert werden, … denn die “Druckerei“ steht schon bereit. Das ist das, worum es bei der ganzen Politik seit 2008 ging; das Vertrauen in den Dollar aufrechtzuerhalten! Wenn Sie das verstanden haben, haben Sie über 90 Prozent des gesamten Spiels verstanden.

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag


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Gefangen in der Nullzins-Falle
Viele Anleger in festverzinslichen Papieren leiden still; die breite Öffentlichkeit nimmt sie kaum wahr. Hin und wieder berichtet die Mainstreampresse, aber auch nur, wenn es nicht mehr anders geht und am liebsten, wenn es sich nur um Nebenkriegsschauplätze handelt, wie die massenhafte Kündigung von Bausparverträgen mit lukrativen Altverzinsungen seitens der großen Bausparkassen. Dass das erreichte Zinsniveau in der Eurozone eine Zinsfalle, konkret eine Nullzinsfalle darstellt, scheint niemanden zu beunruhigen, denn die Falle wird als solche gar nicht wahrgenommen.
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Die Geld-Apokalypse
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Die Kreatur von Jekyll Island
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Wie soll ein Bankier die Macht über die Währung einer Nation bekommen, werden Sie sich jetzt fragen. Im Jahre 1913 geschah in den USA das Unglaubliche. Einem Bankenkartell, bestehend aus den weltweit führenden Bankhäusern Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb, gelang es in einem konspirativ vorbereiteten Handstreich, das amerikanische Parlament zu überlisten und das Federal Reserve System (Fed) ins Leben zu rufen – eine amerikanische Zentralbank. Doch diese Bank ist weder staatlich (federal) noch hat sie wirkliche Reserven. Ihr offizieller Zweck ist es, für die Stabilität des Dollars zu sorgen. Doch seit der Gründung des Fed hat der Dollar über 95 Prozent seines Wertes verloren!
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Insiderwissen Gold
Wo ist das Gold der Deutschen Bundesbank? Sind 3000 Tonnen deutsches Gold für immer an die USA verloren? Wird es zu einem Goldverbot in Deutschland kommen? Wer manipuliert den Goldmarkt aus welchen Gründen? Wird der Gold- und Silberpreis nach der zermürbenden Seitwärts-/Abwärtsphase jetzt wieder steigen? Wer beeinflusst den Goldpreis?
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Österreichische Schule für Anleger
Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation. Auf den Finanzmärkten scheint der Wahnsinn zu regieren, und auch viele Anleger werden von Wahn und Angst getrieben. Das Finanzsystem steht vor einer großen Zerreißprobe. Welche neuen Wege durch das finanzielle Erbebengebiet zwischen den tektonischen Platten Inflation und Deflation gibt es für Kleinsparer, professionelle Investoren und Vermögensberater?
>>> die Antwort gibt es hier <<<


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