Währungen sind abhängig von Vertrauen – Gold nicht

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Von Peter Schiff

Peter-SchiffIn seinem Beitrag »Let’s Get Real About Gold« vom 17. Juli verglich Jason Zweig, Autor und Kolumnist des Wall Street Journal, das Investoren-Interesse an Gold mit dem “Pet-Rock“-Wahnsinn der 1970er, als Konsumenten überzeugt waren, dass ein Stein in einer Schachtel sie mit dauerhafter Partnerschaft versorgen, ihren sozialen Status erhöhen und ihnen etwas hippes als Gesprächsthema auf Parties geben würde. Zweig behauptet, dass Investoren-Vertrauen in Gold – welches er als nur ein weiteres edles Mineral mit gutem Marketing bezeichnet – vergleichbar irrational ist und die Menschen davon abgehält, ihr Geld in den viel lukrativeren Aktienmarkt zu stecken.

Erstens einmal, erschafft Zweigs Vergleich von Gold mit Aktien als Investment-Vehikel ein falsches Dilemma. Gold ist kein Investment. Es ist, worauf Zweig hinweist, nicht mehr als ein Stein. Aber es ist ein Stein, der extrem selten ist und hoch-begehrenswerte physische Eigenschaften hat, die dazu geführt haben, dass es seit Beginn der Geschichtsaufzeichnungen als Geld benutzt wurde.

Demzufolge sollte es nicht mit Aktien oder Immobilien verglichen werden, sondern mit anderen Formen des Geldes, wie jedwede der vielen sich heute in Umlauf befindlichen Fiat-Währungen. Ironischerweise ist Gold, in einer mit Fiat-Währungen überfluteten Welt, die in ständig zunehmendem Tempo erschaffen werden und deren Wert sich ausschließlich auf das Vertrauen in den herausgebenden Staat stützt, die einzige Form des Geldes, dessen Wert keinen Vertrauensvorschuss benötigt.

Ich bin Gold nicht emotional verbunden. Ich benutze es nicht, um meine Wände damit zu bedecken. Ich fahre nicht mit meinen Fingern hindurch und lache. Ich fordere nicht von meiner Frau, sich selbst damit anzumalen. Was ich aber weiß ist, dass, bevor die Welt sich in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts dem Fiat-Geldsystem zuwandte, Gold für annähernd jede große Kultur in jedem Zeitalter zum Geld der Wahl geworden war.

Pet Rock

Diese Vorrangstellung basierte auf der Seltenheit von Gold, seiner Vielseitigkeit als Metall, seiner einzigartigen und nützlichen Eigenschaften, seiner Schönheit und seiner breiten kulturellen Akzeptanz als Zeichen für Liebe, Beständigkeit, Wohlstand und Erfolg. Es kann kaum bezweifelt werden, dass Menschen immer willens sein werden, Gold zu begehren und anzuhäufen… aus einer Vielzahl an Gründen. Die einzige Frage ist, wie viel sie bereit sind dafür zu bezahlen. In diesem Punkt mögen vernünftige Geister unterschiedlicher Meinung sein. Aber zu behaupten, dass Gold keinen größeren intrinsischen Wert als ein Pet-Rock hat, ist unverantwortliche Ignoranz der Realität.

Bis 1971 war der US-Dollar mit der Zusicherung gedeckt, dass die Regierung ihre Geldnoten in Gold einlösen würde. Aber seit dem ist dieses Vertrauen durch eine einfachere Art des Vertrauens ersetzt worden, nämlich dass andere Menschen US-Dollars stets im Tausch für Güter und Dienstleistungen mit echtem Wert akzeptieren werden. Die Transformation steckte den US-Dollar in den selben Korb, in dem sich all die anderen Fiat-Währungen der Welt befanden, deren Wert auf dem Vertrauen in die herausgebende Regierung beruhte. In seinem Artikel scheint Zweig anzunehmen, dass das Halten von Devisen kein auf Glauben beruhender Akt sei. Das ist aber eindeutig auch eine Frage der Bildung.

Die meisten Investoren würden Gold sicherlich argentinischen Pesos, ghanaischen Cedis, oder venezulanischen Bolivars vorziehen. In Wahrheit sagt Zweig, dass gute Fiat-Währungen (wobei der US-Dollar der Goldstandard der Fiat-Währungen ist) kein Vertrauen zum Kaufen und Halten nötig haben. Aber warum ist das so?

Die Stärke des Dollars soll vermeintlich sein Vertrauen daraus beziehen, dass die US-Regierung finanziell gesund bleiben wird. Es gibt aber nur wenige Indizien dafür, das dies so ist. Alle traditionellen Faktoren die den Wert einer Währung definieren, wie zum Beispiel Handelsbilanzen, Zinsraten, Schuldenstände der Regierungen, Wirtschaftswachstum, usw. sollten den Dollar an sich erheblich unter Druck setzen. Die US-Regierung hat nichts dafür getan, die langfristige Schuldenkrise der Nation zu lösen. Selbst das Budget Office des Kongresses gibt zu, dass das Defizit des Bundes bis zum Ende dieses Jahrzehnts jährlich im Schnitt um $ 35 Milliarden Dollar ansteigen wird. Bis zum Jahr 2025 wird es zu einem Billionen-Defizit anwachsen (und diese Projektionen basieren auf Annahmen über das Wirtschaftswachstum, die sich aktuell als viel zu optimistisch erweisen).

Trotzdem ist der Dollar, basierend auf dem Bloomberg Dollar Spot Index, annähernd auf ein 10-jahreshoch gestiegen. Die Wall Street erklärt die Dominanz, indem sie auf die Schwierigkeiten in Europa und Asien zeigt und sagt, dass der Dollar zwar seine Probleme habe, er aber das “am wenigsten schmutzige Hemd im Wäschekorb“ sei. Analysten verweisen auf die erwartete Zinserhöhung durch die FED, die die Nachfrage nach dem Dollar untermauere, während andere Zentralbanken auf der ganzen Welt ihre Zinsen senken. Aber dies muss sich in der Realität erst noch bestätigen.

dollar printingEnde 2014 hatten die meisten Investoren angenommen, dass die FED im ersten Quartal 2015 anfangen würde die Zinsen anzuheben. Aber enttäuschendes Wirtschaftswachstum hat die FED dazu bewegt, den Start immer wieder zu verschieben. Dessen ungeachtet denken Investoren, dass die Anhebungen unmittelbar bevorstehen. Da sie zu dieser Schlussfolgerung kommen, akzeptieren sie blindlings, dass unsere Wirtschaft höhere Zinsen überleben kann, wenn all die objektiven Hinweise zu der Erkenntnis führen, dass dem nicht so ist.

In Wahrheit basiert das Vertrauen in den Dollar ausschließlich auf dem Glauben, dass die US-Dominanz der Weltwirtschaft unendlich weitergehen wird, egal wie hoch wir uns verschulden, wie niedrig unsere Zinsen bleiben und wie unausgewogen unser Handel sich entwickelt.

Diesen Film haben wir schon einmal gesehen. Wenn das Vertrauen in die Unfehlbarkeit von Zentralbanken groß ist, dann neigen die Stimmen aus den Massenmedien dazu, Gold beiseite zu schieben und ihr Vertrauen in den Tag des jüngsten Gerichts zu setzen. 1999 schrieb der New York Times-Kolumnist Floyd Norris einen Artikel mit dem Titel »Who Needs Gold When We Have Alan Greenspan?« [»Wer braucht Gold, wenn wir Alan Greenspan haben?«]. Trotz der Ablehnung durch Norris ist die wahre Antwort auf diese Frage: »Jeder«. In den darauf folgenden 12 Jahren stieg Gold zu seinem Höchststand um 650 %.

Aus meiner Sicht haben die Märkte heute mehr unangebrachtes Vertrauen in die Weisheit von Janet Yellen, als sie es in Greenspan hatten. Infolgedessen wird Gold genauso gemieden wie 1999. Alan Greenspans Neigung zur lockeren Geldpolitik zur Stützung der Finanzmärkte führte zur Erschaffung von zwei gefährlichen Blasen. Die Erste bei den Aktien im Jahr 2000 und die zweite bei Immobilien, die letztlich 2007 platzte und zur Großen Rezession führte. Wenn man erkennt, dass die lockere Geldpolitik von Greenspans Nachfolgern viel umfangreicher war, kann man sich ausmalen, welch enormes wirtschaftliches Desaster sich am Horizont abzeichnet.

dollar toilet paperAlso ja, in gewisser Weise basieren meine Investment-Entscheidungen auf Vertrauen, aber nicht jene Art des Vertrauens, dass das Wall Street Journal annimmt. Ich vertraue darauf, dass Regierungen und Zentralbanken weiterhin Schulden anhäufen und Währungen entwerten, bis eine Krise das ganze Experiment zu einem desaströsen Ende bringt. Es gibt schlichtweg keinen historischen Präzedenzfall, der irgendeine andere Schlussfolgerung zulässt.

Ich vertraue auch darauf, dass Menschen immer ein Stück Gold einem Stapel Papier vorziehen werden. Man nehme einer Papierwährung seinen gefühlten Wert und übrig bleibt ein Stapel Papier und Tinte. Wenn sie es allerdings auf einer weicheren und absorbierenderen Grundlage drucken und es aufrollen würden, dann könnte es einen intrinsischen Wert haben, wenn uns das Toilettenpapier ausgeht.

>>> zum englischsprachigen Original

Aus dem Englischen übersetzt vom Nachtwächter

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Als kleines Bon-Bon und als Nachweis dafür, dass Peter Schiff sich – zumindest hinsichtlich einiger Menschen in den USA – irrt, wenn er sagt »Ich vertraue auch darauf, dass Menschen immer ein Stück Gold einem Stapel Papier vorziehen werden.«, hier ein kurzes Video, in dem Mark Dice Menschen in San Diego – direkt vor einem Edelmetall-Laden – die Auswahl zwischen einer geschenkten 10 oz Silbermünze und einem Schokoriegel gibt und damit eindrucksvoll belegt, welches von beiden das größere Vertrauen genießt:

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