Der Schuss, den die Welt nicht gehört hat

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Von Peter Schiff

Peter-SchiffChinas kürzlicher Schritt den Yuan abzuwerten hat Schockwellen durch die weltweiten Finanzmärkte gesandt und die meisten Beobachter davon überzeugt, dass eine neue Front im globalen Währungskrieg aufgemacht worden ist. Der Schritt hat bei vielen Beobachtern die Vorstellung bestärkt, dass eine neue Runde der Währungsabwertung um die Welt geht, bei der sich die Abwärtsspirale beschleunigt. In diesem Szenario malen sie sich aus, dass der US-Dollar sich als die einzige starke Währung festigen wird. Das verfehlt das Thema vollständig.

In der Vergangenheit waren die meisten Aktionen in den “Währungskriegen“ auf die Bemühungen vieler Nationen ausgerichtet, ihre Währung davon abzuhalten gegen den US-Dollar zu steigen, welcher durch eine fortwährend lockere Federal Reserve und beharrlich negative US-Handels- und Budget-Defizite geschwächt wurde.

Da der Dollar jetzt jedoch signifikant stärker ist, war die chinesische Regierung in Sorge, dass der Yuan, welcher recht fest an den Dollar gebunden war, anderen Währungen gegenüber zu stark gegen wurde – insbesondere gegenüber den Haupthandelspartnern in Asien und im Pazifik. Um lokal wettbewerbsfähig zu bleiben, haben sie entschieden, die Bindung an den Dollar zu lockern und ihre Währung freier schwanken zu lassen.

Der Grund und die Auswirkungen dieses wichtigen Dreh- und Angelpunktes ist an den US-Medien breitflächig vorbei gegangen. In Wahrheit erhöht der Schritt die Wahrscheinlichkeit, dass der Yuan signifikant steigt, wenn der Dollar wieder in seinen langfristigen Bärenmarkt zurückfällt, auch wenn er nicht für alle Zeit schwach bleiben wird.

Es ist schon überraschend, wie schnell Marktbeobachter die jüngste Pechsträhne an der Wall Street der Angst in Verbindung mit der 2 %igen Abwertung des Yuan zugeschrieben haben. Die Entwicklung bot eine bequeme Entschuldigung für jene die weiterhin abstreiten, dass jedwede wirtschaftliche Schwäche in den USA chronisch und selbsterschaffen ist.

Warum sollte Amerika aber besorgt sein, nur weil der Yuan ein bisschen nachgibt? Letztlich geht es uns doch wirtschaftlich recht gut, sind doch selbst Währungen wie der YEN und der EURO und all die anderen wichtigen Währungen auf der Welt seit Mai letzten Jahres um mehr als 20 Prozent gegen den Dollar gefallen.

Die Wahrheit ist, dass an den US-Märkten ein Ausverkauf stattgefunden hat, Tage bevor sich auch nur im Entferntesten irgendeine Änderung der Politik aus Beijing abzeichnete. Mit sich auflösenden Wirtschaftsdaten in den USA, fallenden Unternehmensgewinnen und der Voraussage von 95 % der Ökonomen, dass in den nächsten Monaten eine Zinserhöhung kommt, wäre ein starker Abverkauf von bereits völlig überbewerteten Aktien eine absolut logische Entwicklung, die keine Erklärung aus Übersee nötig hat. Da dies jedoch eine Realität ist, die niemand gerne zur Kenntnis nehmen möchte, kommt die Yuan-Abwertung genau zum passenden Zeitpunkt.

Die letzte Runde der Währungskriege begann etwa 2010, als die ausgesprochene Dollar-Schwäche, wegen des Experiments der FED mit der lockeren Geldpolitik und den jährlichen Billiardendefiziten der Bundesregierung, den Dollar gegen fast alle anderen wichtigen Währungen stark fallen lassen hat – außer gegen den Yuan, der deswegen nicht gestiegen ist, weil die Chinesen eine Dollar-Anbindung erzwungen haben.

Um die Bindung aufrecht zu erhalten, musste China Billiarden von US-Dollar-Reserven akkumulieren, was Amerika zugute kam, da es einen Deckel auf die langfristigen Zinsen und die Verbraucherpreise legen konnte, was ohne Chinas Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Die Folge war, dass viele Währungen zugleich gegen den Dollar und den Yuan gestiegen waren. Angesichts derart beunruhigender Aussichten werteten viele Länder ab, um die Dinge im Gleichgewicht zu halten – deshalb die Abwärtsspirale.

Dieses Mal war Beijing jedoch gezwungen zu handeln, denn der fortlaufend steigende Dollar hatte den Yuan ungewollt mit nach oben gezogen. Dieser Anstieg gegenüber anderen Währungen war nicht von Fundamentaldaten getrieben und verursachte für China Nachteile gegenüber seinen lokalen Handelspartnern.

Die Währung stärker schwanken zu lassen, hatte im Prinzip nichts mit dem Wechselkurs zum US-Dollar zu tun, der im Wesentlichen weiter fest verblieb, sondern mit den Wechselkursen zu Währungen wie dem japanischen Yen, dem australischen Dollar, dem Euro, dem kanadischen Dollar und anderen Währungen in aufstrebenden Märkten in Lateinamerika und Südostasien. Dies zeigt, wo die Chinesen ihre Prioritäten haben.

Bei der Verkündung der Abwertung sagte Beijing, es möchte, dass seine Währung “die Fundamentaldaten widerspiegelt“ und nicht länger einfach nur den Bewegungen des Dollars folgt. Die Tatsache wurde dort zur Kenntnis genommen, dass eine Anbindung an den Dollar problematisch ist und man wollte einen besseren, natürlicheren Mechanismus. Das ist der Schlüssel zum Verständnis der Verlautbarung. Die Chinesen bereiten sich auf eine Zeit vor, in der sich die finanzielle Welt nicht mehr um den Dollar dreht. Eine derartige Realität muss uns über die Zukunft nachdenken lassen.

Vielleicht haben die Chinesen wie ich auch das Gefühl, dass der derzeitige Dollar-Anstieg alle Merkmale einer klassischen Blase hat. Letztlich war ein großer Teil der Dollar-Rallye auf dem hohlen Glauben begründet, dass die US-Wirtschaft sich vollständig erholt hat und die FED 2015 und 2016 in der Lage sein wird, die Zinsen zu erhöhen und ihre Bilanz damit erheblich zu schrumpfen, während die restlichen großen Zentralbanken auf der Welt weiter Wachstumsimpulse geben werden. Wenn sie den mit diesen naiven Behauptungen verbundenen Trugschluss erkennen, dann mögen sie sich auch den einen oder anderen Gedanken über ihre beste Handlungsweise machen, wenn sich der Dollar-Bärenmarkt fortsetzt, was unweigerlich geschehen muss.

Was wird passieren, wenn die aktuellen Trends weitergehen und die US-Wirtschaft zurück in Richtung Rezession rutscht? Jede nüchterne Betrachtung der aktuellen Wirtschaftsdaten – die kraftloses Investment, minimalen Produktivitätszuwachs, kaum positives BIP-Wachstum, Stagnation bei Löhnen und Gehältern und eine sinkende Beschäftigungsquote zeigen – sollte die Möglichkeit mit einschließen, dass in den USA die Rezession umgeht.

Wenn sie da ist, oder um zu verhindern, dass sie in einem Wahljahr sichtbar wird, wird die FED gezwungen sein, ihre Pläne zur Straffung (falls sie solche überhaupt hat) zu den Akten zu legen und stattdessen eine weitere Runde quantitativer Lockerung zu beginnen. Wenn das passiert, dann wird sich das Vertrauen, welches den Dollar-Anstieg erst möglich gemacht hat, als unangebracht und die Rallye als nichts weiter, als eine weitere von der FED induzierte Blase erweisen.

Indem China sich jetzt vom Dollar gelöst hat, sendet es eine Botschaft, dass es darauf vorbereitet ist, ihn später fallen zu lassen. Das bedeutet, wenn der Dollar erst richtig anfängt zu fallen, wird China womöglich nicht bereit sein, ihn aufzufangen. Das bedeutet dann auch, dass der größte ausländische Käufer von US-Treasuries höchstwahrscheinlich die Hände still halten wird, wenn sinkende US-Finanzen das Finanzministerium dazu zwingen, jedes Jahr Billionen an neuen Bonds herauszugeben. Wenn die USA also die Unterstützung aus China am stärksten braucht, wird es nicht bereit sein, zu helfen.

In Ermangelung eines chinesischen Auffangnetzes, welches die USA viel zu lange als selbstverständlich angenommen haben, wird der Sturz des Dollars viel ausgeprägter sein, sobald er seinen Abstieg wieder aufnimmt. Das wird auch erheblichen Preiserhöhungsdruck auf US-Verbraucherpreise und Zinsen erzeugen, welchen es in den letzten fünf Jahren nicht gegeben hat, als die chinesischen Käufe ein riesiges Kissen für die US-Wirtschaft zur Verfügung gestellt haben.

Tatsache ist, dass die Daten darauf hindeuten, dass China bereits den Anteil der Treasuries herunterfährt, die es als Reserve hält. Das bedeutet, dass eine voll ausgewachsene Dollar-Krise nicht abgewendet, sondern nur verschoben wurde und die verhängnisvollen Warnungen vor einer Hyperinflation in den USA womöglich doch Wirklichkeit werden.

Der Schritt könnte auch die chinesische Vorliebe für Gold als sicherer Hafen wieder aufleben lassen, da das gelbe Metall, in Yuan gerechnet, in den letzten Wochen stark angestiegen ist. Steigende Käufe in China deuten darauf hin, dass dies tatsächlich der Fall sein könnte. Wenn man sich anschaut, wie wichtig Gold für den typischen chinesischen Investor ist, dann könnte der Wechselkurs Yuan zu Gold künftig weltweit wichtiger werden, als der von Gold zu Dollar.

>>> zum englischsprachigen Original

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter


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