Amerika verschwendet fast die Hälfte seiner Lebensmittel

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Von Michael Snyder

Michael Snyder IMGSind die Vereinigten Staaten die verschwenderischste Nation des ganzen Planeten? Wir alle werfen sicherlich einmal Nahrungsmittel weg. Ob es nun das bisschen ist, was man nicht mehr aufessen mag oder das Obst und Gemüse ganz hinten im Kühlschrank, das man vergessen hat und das schlecht geworden ist. Die Wahrheit ist, dass wir mehr tun können um sicherzustellen, dass Nahrung nicht verschwendet wird.

Man mag dazu neigen zu denken, dass die Verschwendung von Lebensmitteln keine große Sache ist, weil wir mehr als reichlich davon haben. Aber einer wachsenden Zahl Menschen auf der Welt geht es dieser Tage wirklich schlecht. Es wird geschätzt, dass es auf der Welt aktuell mehr als ein Milliarde hungernde Menschen gibt. Als Gesellschaft müssen wir folglich herausfinden, wie wir erheblich weniger Nahrungsmittels verschwenden und sie in die Münder jener bekommen, die sie wirklich benötigen.

Laus dem U.S. Department of Agriculture [Landwirtschaftsministerium] wird fast ein Drittel aller Nahrungsmittel in den Vereinigten Staaten weggeworfen, nachdem es in die Geschäfte gekommen ist. Wenn man diesen ganzen Abfall zusammenrechnet, ergibt er insgesamt über 65 Milliarden Kilogramm an Lebensmitteln:

Fast ein Drittel der fast 200 Milliarden Kilogramm an für Amerikaner produzierten Lebensmitteln wandert in den Müll. Dies ist eine potenzielle Katastrophe für Mülldeponien und ein Weckruf für Behörden, welche versuchen die Hungernden zu ernähren, so ein erstaunlicher neuer Bericht des Landwirtschaftsministeriums.

Der gerade herausgegebene Bericht zeigt auf, dass im Jahr 2010 ganze 31 Prozent – oder 65 Milliarden Kilogramm – an Lebensmitteln, die für Amerikaner zum Essen produziert wurden, in den Müll wanderten. Entweder waren sie verschimmelt oder nicht fachgerecht gekocht, unterlagen “natürlicher Schrumpfung“ aufgrund von Feuchtigkeitsverlust oder die Menschen hatten das Interesse an ihnen verloren.

Wie viele Menschen glauben Sie könnten wir mit 65 Milliarden Kilogramm Lebensmitteln ernähren?

Das ist aber noch nicht die ganze Verschwendung. Zusätzlich zu dem nachstehenden Müll haben wir auch anderen Abfall in der Berechnung. Massive Mengen an Nahrungsmitteln werden jedes Jahr verschwendet, weil amerikanische Verbraucher keine Früchte und kein Gemüse essen wollen, die nicht “perfekt“ sind. Das Folgende stammt vom Guardian:

Amerikaner werfen fast genauso viele Nahrungsmittel weg, wie sie essen. Der Grund ist ein “Perfektionskult“, der den Hunger und die Armut verschärft und die Umwelt erheblich belastet.

Enorme Mengen frisch angebauter Nahrungsmittel in den USA verbleiben zum Verrotten auf den Feldern, werden an Nutztiere verfüttert oder direkt vom Feld auf die Müllkippen transportiert. Laut offiziellen Daten und Gesprächen mit Dutzenden von Farmern, Verpackern, LKW-Fahrern, Forschern, Aktivisten und Regierungsoffiziellen liegt dies an unrealistischen und unerbittlichen kosmetischen Standards.

Und ich weiß, dass ich als Verbraucher daran mitschuldig bin. Gerade gestern suchte ich mir unter den Aprikosen im Supermarkt die Schönsten aus, die ich finden konnte. Natürlich konnte man die alle essen, aber die Meisten von uns haben die Angewohnheit Nahrung haben zu wollen, die so “perfekt“ wie möglich aussieht.

Folglich wird eine Menge bestens geeignetes Essen deswegen weggeworfen, weil es ein bisschen schlechter aussieht:

“Von der Sonne angesengter“ oder zu dunkel gefärbter Blumenkohl wird auf den Feldern umgepflügt. Tafeltrauben, die nicht ordnungsgemäß geformt sind, werden weggeworfen. Ganze Kisten von vorgeschnitten Orangen wandern direkt auf die Müllkippe. Im Juni hat Kirschenman einen erheblichen Teil seiner Wassermelonen an seine Kühe verfüttert.

Wenn man die zuhause weggeworfenen Lebensmittel mit jenen zusammenrechnet, die bereits im Vorfeld entsorgt werden, dann verschwenden wir rund die Hälfte unserer Lebensmittel.

Das ist tragisch, denn es gibt allein in unserem Land eine Menge Menschen, denen diese Nahrungsmittel zugute kommen könnten. Laut einer Schätzung haben 49 Millionen Amerikaner nicht genügend zum Essen. Wenn wir aber nicht die Hälfte unserer Lebensmittel wegwerfen würden, könnten wir so ziemlich jeden ausreichend ernähren.

Weltweit wird etwa ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen. Das ist besser, als die Zahlen in den USA, aber immer noch viel zu viel. Wir haben schlichtweg nicht so viele Ressourcen zu verschwenden. So viele Menschen leiden dieser Tage und dazu gehört auch die Explosion erdrückender Armut in dem Land, welches diesen Sommer Gastgeber der Olympischen Spiele sein wird. Nur wenige Meter vom großen Stadion der Olympiade entfernt, fließen den Menschen tatsächlich Abwässer durchs Haus:

In den Mangueira “Favelas“, keine 750 Meter vom Maracana Stadion in Rio de Janeiro entfernt, in welchen die Olympischen Spiele 2016 in Rio stattfinden werden, leben junge Familien in behelfsmäßigen Baracken ohne Sanitäranlagen.

Das Stadion wird Ort der Eröffnungs- und Abschlussfeiern der Olympiade im August sein und während weltweite Superstars wie Usain Bolt, Mo Farah, Jessica Ennis-Hill und Justin Gatlin um die Wette laufen, haben die Bewohner der Favelas mit durch ihre Baracken fließendem Abwasser zu tun.

Es wird geschätzt, dass mehr als 20 Prozent der Bevölkerung Rios in “Favelas“ lebt. Statt etwas für diese Menschen zu tun, hat die Regierung in Brasilien aber hunderte von Millionen von Dollars für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft und der Olympischen Spiele ausgegeben.

Was stimmt hier nicht?

Derweil verschlimmert sich die Lage andernorts in Süd-Amerika weiter. In Venezuela können 47 Prozent der Einwohner keine drei Mahlzeiten am Tag mehr für ihre Familien auf den Tisch bringen und fehlendes Toilettenpapier hat sich zu einer nationalen Krise entwickelt:

Die Regierung Venezuelas ließ verlauten, dass sie die lokale Fabrik von Kimberly-Clark Corp. übernommen hat, nachdem das Unternehmen seine Produktion aufgrund von Engpässen bei den Rohwaren eingestellt hat.

»Kimberly-Clark wird weiter für alle Venezolaner produzieren und ist nun in den Händen der Arbeiter«, sagte Arbeitsminister Oswaldo Vera am Montag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache aus der Fabrik im Bundesstaat Aragua, bevor er laut Wall Street Journal eine Verfügung zur Übernahme des Werks unterschrieb. Das Arbeitsministerium behauptet, dass Kimberly-Clark gegen venezolanische Gesetze verstoßen habe, indem man mehr als 900 Arbeiter gefeuert hatte, ohne die Regierung zu konsultieren.

»Es spielt keine Rolle, wer die Fabrik leitet«, sagte Henkel Garcia, Direktor der in Caracas ansässigen Unternehmensberatung Econometrica gegenüber dem Wall Street Journal. »Unterm Strich kann sich niemand den Import der benötigten Rohwaren leisten.«

Während sich die Lage in der Weltwirtschaft weiter verschlechtert, wird die Notwendigkeit weniger Lebensmittel und weniger Ressourcen zu verschwenden sogar noch akuter. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir uns daran gewöhnt, keinen zweiten Gedanken über das Wegwerfen von Lebensmitteln zu verschwenden. Mir begegnen dieser Tage tatsächlich selten Eltern, die darauf bestehen, dass ihre Kinder aufessen was auf dem Teller ist.

In der nicht mehr allzu fernen Zukunft werden sich die Dinge aber komplett verändern. Selbst in den Vereinigten Staaten werden wir letztlich an einen Punkt gelangen, an dem jedes bisschen Essen als wertvoll angesehen wird. Wir bewegen uns auf eine Zeit zu, in der die Verschwendung fast der Hälfte unserer Nahrungsmittel keine Option mehr sein wird und wir sollten so schnell wie möglich bessere Wege finden, mit diesen Dingen umzugehen.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter


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Siegfried Hermann
16. Jul. 2016 17:25

Naja,
schaut mal in einen x-beliebigen deutschen Groß-Bahnhof. 20, 30, 40 bunte Fressbuden, je größer der Bahnhof, desto mehr Buden buhlen um KAUFKRÄFTIGE Kundschaft. Da wird auch jede Menge in die Tonne gekloppt. In den „hoch(preis)-qualitativen Konsumtempeln sieht es nicht besser aus.
Das wird von der Polidiek obendrein als „kundenorientiert“ und „angepasstes Niveau“ mit, wenn Carmen und Rooobärt Geiss samt Anhang und RTL-2 gleich um die Ecke kommt, angepriesen. Und „…MEHR geht nu mal nicht…“ ist ja das min., was geboten werden muss.

Kann sich das Angebot die Verkäuferin jeden Tag leisten!? NEIN!
Kann sich ein gut verdienender Facharbeiter und Familienvater sich das jeden Tag leisten!? NEIN!
Eher ist das die Yuppie-Börsen-Bankster-Klientel, die so was sich leisten kann und von der Politik auch FORDERT…. egal zu welchen Preis!

Müssen die Medien ständig dieses polemische schlechtes-Gewissen-einreden-Geschwätz von „WIR….blablabla… sind für den Hunger der 3. und mittlerweile auch der 1. Welt direkt vor der Haustür in Schuld!!“ predigen??? NEIN! Müssten Sie nicht. TUN SIE ABER! Aufgrund ihrer Auftraggeber und deren Agenda!!!

Aus diesem Blickwinkel mal dieses boßhafte Gelabber der Slomkas, Klebers, Illners, Gniffkes, Gause usw usw. sich anhören. Achtung Kotzgefahr!

NEIN! NICHT WIR BÜRGER sind an diesen Lebensmittelverschwendung direkt beteiligt und Schuld, sondern, dass was die o.g. Herrschaften und ihre Auftraggeber (und die als Verantwortliche!!!) als das Maß aller Dinge für das „dumme Volk“ verkündigen, was wir gefälligst zu konsumieren haben und was nicht und bitte keinerlei Kritik daran!

Wenn WIR, als Volk und Bürger etwas dagegen tun wollen, wäre es das einfachste diese ganzen Fressbuden zu meiden und den ganzen Herrschaften, die von diesen System erfolgreich partizipieren das Mandat zu entziehen.

Statt bekloppte Glühbirnen-Verordnungen eine Reduzierung der Fressbuden auf den tatsächlichen Bedarf. Was überbleibt ab in die AWO-Caritas-Suppenküche und zwar täglich und auf Kosten der Budenbetreiber.
Tafeln ZUERST für DEUTSCHE und DANN Migranten und auch nur die, die regelmäßig vom Jobcenter durch Hausprüfung einen Bedarf bestätigt bekommen.

Dann wäre schon viel gewonnen und Lebensmittelverschwendung vermieden!

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