Von Xantens Kolumne – Feder. Gottfried Feder

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Von Siegfried von Xanten

Feder ist nicht der Komparativ von FED. Und Federer ist ein Tennisspieler und nicht der Komparativ des Komparativs. Und Federstern ist auch nicht der Superlativ, sondern gehört zur Ordnung der Seelilien und Haarsterne und lebt mit seinen Verwandten, „wie alle in der Familie der Stachelhäuter, in allen Meeren mit Ausnahme der Westküste Afrikas und dem östlichen Pazifik.“

Gottfried Feder, Ingenieur und Wirtschaftstheoretiker, zeichnete für die Wirtschaftspolitik in der DAP verantwortlich und entwarf das NSDAP-Parteiprogramm, in dem seine Gedanken aus seinem „Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes“ ihren Niederschlag fanden. Feder zog gegen den Mammonismus zu Felde. Und um die „Weltläufe zu verstehen, muss man dieses Buch kennen!“

Und zum Mammonismus gelangt man wie? Indem man im Monismus für die Variable des einzigen Grundprinzips, auf das sich alle Vorgänge und Phänomene der Welt zurückführen lassen, das Prinzip Geld einsetzt. Dass die zusätzlich eingesetzte Silbe „amm“ etwas mit dem altsüdarabischen Onkel zu tun hat –väterlicherseits – erscheint eher unwahrscheinlich. Amm fungierte im altsüdarabischen Reich Qataban als Reichs-, Mond und Wettergott in Personalunion.

Mammonismus: Die Geldherrschaft. Geld als die bestimmende und steuernde Macht. Getrieben von der Gier nach Gewinn. Eine „schwere, alles erfassende und überwuchernde Krankheit, an der unsere heutige Kulturwelt, ja die ganze Menschheit, leidet.“ Induziert zum einen durch …:

„… die internationalen übergewaltigen Geldmächte, die über allem Selbstbestimmungsrecht der Völker thronende überstaatliche Finanzgewalt, das internationale Großkapital [und] zum andern [durch] eine Geistesverfassung, die sich weitester Volkskreise bemächtigt hat; die unersättliche Erwerbsgier, die rein aufs Diesseitige gerichtete Lebensauffassung, die zu einem erschreckenden Sinken aller sittlichen Begriffe schon geführt hat und weiter führen muß.“

Hauptkraftquelle sei der mühe- und endlose Güterzufluß, der durch den Zins geschaffen werde. Sagt Gottfried Feder.

Und für die Armen und die Verlierer gibt es ja auch noch etwas:

„Die Kirche hat es verstanden, das Diesseitige mit dem Jenseitigen auszugleichen. Die Armen haben geglaubt, sie müßten arm sein und mit Kind und Kindeskind arm bleiben, denn die anderen, die hier reich sind, ins Himmelreich gehen sie nicht ein! Wenn man die Leute sehr dumm hält, kann man damit die einmal gegebene soziale Ordnung aufrechterhalten.“

Sagt der Führer.

Die DAP strebte eine neue soziale Ordnung an. Die Partei von Anton Drexler. 1919 gründete der Münchner Werkzeugschlosser mit einer Handvoll Gleichgesinnter die „Deutsche Arbeiterpartei“, die 1920 noch den Zusatz „nationalsozialistisch“ erhielt. Da war der Führer schon federführend dabei. Dritter im Bunde der Sportjournalist Karl Harrer.

Federführend? Federführend heißt: eine sehr wichtige Rolle spielend, an erster Stelle stehend, am wichtigsten sein.

Ohne Superlativ, aber doch sehr wichtig nahm der Führer Gummipflanzen in der Wirtschaft:

„Bei der endgültigen Gestaltung der Wirtschaft werden wir darauf achten müssen, daß die animalischen Bestände an Umfang zunehmen. Sehr wichtig sind 400.000 ha Gummipflanzen zur Deckung unseres Bedarfs.“

Gummipflanzen dürften bei der FED dagegen eine untergeordnete Rolle spielen. FED heißt das private Zentralbank-System oder zentrale Privatbank-System der Vereinigten Staaten. Federal Reserve. Die US-Notenbank. Bestehend aus zwölf regionalen Federal Reserve Banken und einer Vielzahl von Mitgliedsbanken.

Viel Federlesen(s) macht die FED um ihre regelmäßigen Stellungnahmen. Besonders berüchtigt war der ehemalige Fed-Vorsitzende Alan Greenspan für seine verklausulierte Sprache, „Fed-Speak“ genannt.

Etwas ohne viel Federlesen(s) zu tun, nicht viel Federlesen(s) machen heißt, etwas ohne große Umstände zu tun, etwas schnell zu tun. Wer nicht viel Federlesens mit etwas macht, ist also nicht bereit, die üblichen umständlichen Prozeduren einzuhalten. Eine seit dem 16. Jahrhundert schriftlich belegte Redensart.

Aber warum so viel Federlesen(s)? Warum so verklausuliert?

„Ich kann ihnen jetzt die Antwort nicht geben, aber das kommt alles in mein großes Notizbuch. Es wird der Moment kommen, wo ich mit ihnen abrechne ohne langes Federlesen.“

Sagt der Führer.

Nicht viel Federlesen(s) machte auch die Staatsanwaltschaft mit dem ehemaligen Imster Gemeinderat und FPÖ-Bezirksparteiobmann – auch ehemalig – Markus Wilhelm. Sie erhob Anklage. Wegen Wiederbetätigung. Aufgrund von Handy-Bildern.

Dabei wollte Markus Wilhelm nur warnen. Nach eigener Aussage. Vor gewissen Bildern, die im Umlauf seien:

„Darunter beispielsweise ein ‚Wanted‘-Plakat mit einem Bild von Adolf Hitler und dem Text ‚Vermisst seit 1945 – Adolf, bitte melde Dich! Deutschland braucht Dich! Das Deutsche Volk‘ oder ein Bild einer Schirmmütze der Totenkopf SS mit Reichsadler samt Hakenkreuz und SS-Totenkopf-Anstecker und der Aufschrift ‚Liebe Flüchtlinge, an diesen Mützen erkennen Sie ihren Sachbearbeiter‘.“

Der Führer braucht nicht erst eine Mütze, damit man ihn erkennt. Aus seiner Feder stammt ein Brief, den Kevin Broom findet. Ein leidenschaftlicher „Sammler, Händler und Unterhändler von Nazi-Devotionalien. Broom würde jederzeit seine Fähigkeit, auf zwei gesunden Beinen zu laufen, gegen die Schreibmaschine eintauschen, auf der Hitler ‚Mein Kampf‘ geschrieben hat.“

Eine fiktive Geschichte. Das Debut von Ned Beauman. „Flieg, Hitler, flieg!“ Als Hörbuch gelesen von Oliver Korittke. „Ein tiefes, leicht rotziges, vor allem aber ein sehr lässiges Timbre“. Die Geschichte rasant, fantasiereich, komisch und spannend. Mit einem faszinierenden Detailwissen und überraschenden Wendungen. So Judith Lövenich.

Dass Präsident Woodrow Wilson über das nötige Detailwissen verfügte, als er das FED-System am 23. Dezember durch den Federal Reserve Act in Kraft setzte, darf zumindest bezweifelt werden:

„Im Internet hält sich […] hartnäckig die These, Präsident Wilson habe später bedauert, dem von den Geschäftsbanken entworfenen Plan zur Gründung der Fed zugestimmt zu haben.“

Vorausgegangen war eine Abstimmung im durch den Weihnachtsurlaub ausgedünnten Senat. Paul Moritz Warburg hatte bereits 1903 eine Expertise für die Schaffung einer zentralen Privatbank mit Bundesfassade erstellt. Mit dem Ziel die Geldhoheit vom Staat zu übernehmen.

Jacob Schiff übernahm in der Folge die Rolle der Kassandra, nachdem er die Expertise gelesen hatte. Das Land werde ohne eine solche zentrale Privatbank mit Bundesfassade die schärfste und tiefgreifendste Geldpanik seiner Geschichte erleben. Damit die Theorie nicht nur Theorie blieb, folgte dem Kassandra-Ruf im Herbst 1907 die vorübergehende Zahlungsunfähigkeit der Knickerbocker Trust Company, was eine schwere Finanzkrise auslöste.

Womit sich einmal mehr bewahrheitete, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Gilt doch gemeinhin: Hängt die Schxxxx noch so locker, nichts geht durch die Knickerbocker. Entschuldigung.

Der Versuch, die Aktien der United Copper Company zu cornern, war mit reichlich Krediten finanziert worden und scheiterte.

Cornern kommt aus dem Englischen und hat mehrere Bedeutungen. Einmal ist damit das gemeinsame Beisammensein und Trinken an einer Straßenecke gemeint. Zum anderen versteht man in der angelsächsischen Börsensprache darunter die konzertierte Aktion eines oder mehrerer Großspekulanten, „einen Engpass auf einem Markt zu erzeugen, um so den Preis diktieren zu können bzw. die Kurse in die Höhe zu treiben.“ Nach dem gescheiterten Corner-Versuch dürfte jedenfalls der ein oder andere Kreditnehmer auch mit Trinken beschäftigt gewesen sein, ob in einer Ecke oder anderswo.

Im Übrigen kam es zu einem Banken-Ansturm, der der Knickerbocker Trust Company durch Mark und Bein ging. Sie brach zusammen. Landesweit standen Menschen bei den Banken an, um ihre Gelder abzuziehen.

Ob Hubert Renfro Knickerbocker der 9. November 1923 durch Mark und Bein ging, ist nicht bekannt. Allerdings studierte der amerikanische Journalist, Publizist und Pulitzer-Preisträger von 1922 bis 1923 an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und wurde Zeuge des Marsches auf die Feldherrnhalle.

Und bei einem späteren Besuch in Berlin stellte er fest, dass sich von 500 Gästen nur jeder Zehnte ein Glas Bier leisten könne:

„‘Wenn der Deutsche zu arm geworden ist, um sich ein Bier zu kaufen‘, folgerte der Journalist, ‚ist er am Verzweiflungspunkt angelangt.‘“

Und den Verzweiflungspunkt kann man auch aus einer ganz anderen Richtung erreichen. Wenn man zu den verarmten deutschen Fürsten gehört:

„Wenn bei jungen Leuten keine Kinder kommen, dann ist das dort eine Katastrophe. Die Güter sind derart, daß man sich fremde Dienstboten nicht halten kann. Die 12-13jährigen Buben müssen schon arbeiten wie Knechte. Es heißt: Er geht auf die Probier! Nur wenn einer zu lange probiert, wird er schief angesehen. Man erwartet von ihm, daß er das Mädel dann auch heiratet.“

Sagt der Führer.

Verzweiflung dürfte nicht der Impetus des italienischen Anbieters gewesen sein, Flaschengetränke mit Führer- und Duce-Konterfei in italienischen Geschäften und im Internet feilzubieten:

„Im Angebot sind zum Beispiel ‚Führer-Wein‘ für 6,10 Euro (‚Refosco und Cabernet-Wein, sorgfältig ausgewählt und von Qualität‘) oder ‚La Grappa del Duce‘ (mit schnittigem Mussolini-Bild). Derzeit ausverkauft ist das deutsche Premium-Bier ‚Der Kamerad‘ (mit Hitler-Konterfei).“

Und Federweißer? Ist noch kein fertiger Wein, sondern ein Traubenmost, „dessen alkoholische Gärung gerade begonnen hat und der noch keiner Filtration unterworfen war.“ Noch nicht fertig und schon rassistisch. Nach dem Ausschlussprinzip. Warum gibt es keinen Federschwarzen?

Nicht schwarz und weniger Kameraden als knallhart kalkulierende Geschäftspartner waren jene sieben Männer, die 1910 zusammen mit Paul M. Warburg eine Reise per Zug und Schiff absolvierten, um sich zu einem 10-tägigen Treffen im Jekyll Island Club auf der gleichnamigen Insel zusammenzufinden. Auch im November. Besitzer des Clubs: John D. Rockefeller und J.P. Morgan.

Drei Jahre später wurde die FED per Gesetz an den Start geschickt. Zweck des Treffens sowie Teilnehmer blieben bis in die 1930er Jahre streng geheim. Offiziell hatte man sich zur Entenjagd getroffen.

Mit geistigen Mitteln allein lässt sich eine solche Jagd nicht veranstalten. Vor allem, wenn man es mit gewissen Elem-Enten zu tun hat, die es mit der Wahrheit nicht so halten:

„Nur mit geistigen Mitteln kommt man nicht weiter Elementen gegenüber, denen es auf die Wahrheit gar nicht ankommt. Wie gegen eine Kirche vorgehen, deren Priester genau wissen, daß alles Betrug ist, die aber davon leben? Ich breche in deren Geschäft ein, sie sehen in mir einen Eindringling in ihre Existenz!“

Sagt der Führer.

Das Land hatte nun, was Paul M. Warburg gefordert hatte. Die Kontrolle über die Kreditbeschaffung in den Händen einiger Privatbankiers. Und es hatte 1929 das, was es mit der FED eigentlich gar nicht mehr geben sollte: „die schärfste und tiefgreifendste Geldpanik seiner Geschichte“.

Etliche Menschen verloren ihr Geld. Und nicht wenige „Menschen verloren jemals so rapide an Ansehen […] wie die Bankleute von New York in den fünf Tagen vom 24. bis zum 29. Oktober.“ Resümierte später der Ökonom John Kenneth Galbraith.

In Deutschland waren Wirtschaft und Bankensystem bereits 1923 unter dem Diktat von Versailles und der von „den Weimarer Handlangern produzierten Hyperinflation“ zusammengebrochen. Eine Lernphase der Hochfinanz, die die Deutsche Reichsbank übernommen und ausgeplündert hatte „und dann mit den überzogenen Forderungen des Versailler Diktats – nicht nur Deutschland sondern die ganze Welt provozierte.“ Die Reichsbank war unabhängig geworden. Privat.

Vier Jahre zuvor hatte Gottfried Feder sein Konzept gegen die galoppierende Staatsverschuldung und gegen das herrschende Finanz- und Zinssystem publiziert. Er hatte kritisiert, dass der Staat gezwungen sei, hochverzinsliche Kredite aufzunehmen und die Gelderzeugung und –verteilung nicht in seiner Hand liege.

„Auch Jesus hatte etwas gegen den Wucher, und schmiss die Geldverleiher aus dem Tempel. […] Lincoln und Kennedy wussten darum, hatten auch schon an der Geldschöpfung zum Wohle der Allgemeinheit statt der Superreichen gedreht.“

Und den gleichen Preis dafür bezahlt.

Die deutsche Bevölkerung hatte auch einen Preis bezahlen müssen. Für Versailles und Hyperinflation. Es folgten Hunger, Not und Elend. Firmen und ganze Industriezweige gingen in ausländische Hände über. Opel wurde amerikanisch.

Der 1. Weltkrieg gerierte sich als Katalysator für die wirtschaftliche Unterwerfung Deutschlands. Global Governance. Und die Banken gaben den Ton an. Ein globales System der finanziellen Kontrolle in privater Hand.

Hohe Reparationszahlungen bedeuteten hohe Schulden. Und hohe Schulden bedeuteten hohe Zinsen. Ein Finanzierungstrick. Deutscher Besitz als Faustpfand gegen die Darlehen der Privatbanken. Ein Faustpfand für die Ewigkeit. Und die Rüstungskredite der Banken an die alliierten Regierungen waren auf Deutschland umgeschuldet worden. Mit Zins und Zinseszins.

Seit 1924 stand Hjalmar Schacht der Reichsbank als Präsident vor. Ein Freimaurer. Hjalmar Schacht war an der Ausarbeitung des „Dawes Planes“ beteiligt und wurde zusammen mit John Maynard Keynes 1929 beauftragt, die BIS zu gründen und aufzubauen. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Offiziell als „Reparationskarussell“ gegründet. Inoffiziell ein Weltbanksystem, dem sich alle Länder der Erde unterstellen sollten. Mit dem US-Dollar als Weltwährungsreserve.

Und was sagt der Führer zu Schacht?

„Bei Schacht war es grundsätzlich Opposition. Sein Vortrag wirkte derartig, daß 1937 Stülpnagel in einer Besprechung einmal aufgestanden ist mit den Worten: O, armes Deutschland! Mir konnte Schacht nicht mies machen, weil er gar nichts zu sagen hatte. Die Finanzleute hatten keine Ahnung von den neuen Wirtschaftsprinzipien.“

1939 wurde Schacht entlassen. Und Schacht wollte Schacht bleiben: „Mein Führer, ich bleibe derselbe“.

Die Goldvorräte der Reichsbank wurden der FED zur Aufbewahrung anvertraut. 1927 war Schacht bei der FED zu Besuch. Zur Inspektion des deutschen Goldes:

„Strong [von der New Yorker Federal Reserve Bank] war sehr stolz darauf, uns im tiefen Keller des Gebäudes die Tresore zeigen zu können, und erwähnte dabei: ‘Dr. Schacht, jetzt sollen Sie auch mal sehen, wo das Gold der Reichsbank aufbewahrt wird’. Wir durchschritten die Tresore, während die Beamten den Aufbewahrungsplatz des Reichsbank-Goldes suchten. Wir warteten viele Minuten lang, bis schließlich die Auskunft kam: ‘Mr. Strong, wir können das Gold der Reichsbank nicht finden’. Strong war sehr bestürzt, aber ich tröstete ihn: ‘Lassen Sie’s gut sein, ich glaube Ihnen, dass das Gold da ist. Selbst wenn es nicht da sein sollte, sind Sie mir gut für den Ersatz’.”

Gut. Schacht hatte den Lenin gemacht. Allerdings noch einmal auf links gedreht. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Benjamin Strong. Stark. Hängen im Schacht, was die deutschen Goldforderungen anging? Nicht für Hjalmar Schacht.

Stark war auch der Aufschwung, den Deutschland ab 1933 erlebte. Gottfried Feder hatte sich um die Einfrierung der Zinssätze verdient gemacht:

„Sein Konzept der ‚Brechung der Zinsknechtschaft‘ kam unter Adolf Hitler als Reichskanzler zur Entfaltung, Deutschland erwachte zu neuem Leben und blühte wieder auf.“

Von Beginn an argwöhnisch von gewissen Kreisen beobachtet und schon frühzeitig mit entsprechenden Ansagen begleitet. Die Hoheit über die Arbeitsleistung hatten nicht länger Banken und Spekulanten. Sie lag in den Händen des arbeitenden Volkes.

Und die deutschen Reparationszahlungen?

„Nach der Machtübernahme habe ich sofort alle Zahlungen einstellen lassen. Das hätte man schon 1925 tun können. […] Unsere Männer hatten eine kindische Angst, wir würden uns um das Renommee eines anständigen Zahlers bringen. Meine Ansicht war: Das deutsche Ansehen wird nicht durch Zahlung von Erpressungen, sondern umgekehrt dadurch hergestellt, daß wir damit aufhören. Die Inflation wäre mit einem Schlag zu reparieren gewesen.

Das Entscheidende damals waren unsere inneren Kriegsschulden: die Verzinsung unserer 170 Milliarden Kriegsanleihe. Zehn Milliarden mußten davon als Zins gezahlt werden. Dabei hatte das Steueraufkommen des deutschen Volkes vor dem Weltkrieg nur fünf Milliarden betragen. Um diese zehn Milliarden aufzubringen, druckte man Banknoten, womit die Entwertung eintrat.

Das richtige wäre gewesen: erstens sämtliche Kriegsanleihe-Zinszahlungen einzustellen und zweitens die wahnsinnigen Kriegsverdienste wegzusteuern. Ich hätte den Kriegsgewinnlern Kriegsanleihe gegeben und diese einfrieren lassen, auf zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre. (Durch ihre 200, 300 % Dividende war ja die Kriegsschuld erst zu dieser Höhe angewachsen)!“

Sagt der Führer.

Eine zinsfreie Zeit hatte es bereits im Mittelalter gegeben. Das „Goldene Mittelalter“. Über 300 Jahre Wohlstand und Wachstum. Ohne Arbeitsdruck und Geldsorgen. Nicht mit statischem, sondern mit fließendem Geld. Mehr als nur eine reelle Alternative zum heutigen Zinseszinsuniversum.

Reell und golden ist auch das Mutterkreuz:

„Es gibt im Grunde genommen nur drei reelle Auszeichnungen: das Mutterkreuz, die Dienstauszeichnung und das Verwundetenabzeichen. An der Spitze steht das goldene Mutterkreuz. Das ist der schönste Orden. Ihn trägt ohne Ansehung der Person die Frau des Ministers und die Bauersfrau. Der Mensch ist hier ganz losgelöst von allem anderen.“

Und das Eiserne Kreuz?

„Ich habe im Weltkrieg das E[iserne] K[reuz] nicht getragen, weil ich gesehen habe, wie es verliehen wird.“

Sagt der Führer.

Und heute? Gilt der Vertrag von Maastricht und ist ein Kreuz für Deutschland.

„Der Vertrag von Maastricht droht so Deutschland schwerere Lasten aufzubürden, als die uns im Versailler Vertrag nach dem Ersten Weltkrieg verordneten Reparationszahlungen. Nur: Versailles war ein Diktat, Maastricht hat die Regierung [Kohl] freiwillig abgeschlossen.”

Gut. Aber muss man solche Verträge einhalten? „Verträge schon, […] aber nicht Erpressungen.“ Sagt der Führer.

Die Formel für den Wohlstand lautet anders:

„Jedes Kapital ist aufgespeicherte Arbeit. Das Großkapital ist an sich unproduktiv, weil eben Geld an sich eine durchaus unfruchtbare Sache ist. Aus Geist, Arbeit und vorhandenen oder bereits erarbeiteten Rohstoffen oder Bodenschätzen sind Werte geschaffen, Güter erzeugt worden, durch Arbeit und nur durch Arbeit.“

Sagt Gottfried Feder.

Eine andere Geschichte. Mit Nebenwirkungen. Wenn sie vermittelt wird:

„Sie können in Deutschland nicht Geschichte lehren wie sie war, ohne gefeuert zu werden. … Die ganze Theorie der Schuldenpolitik wurde damals von der Wall Street entwickelt. Plötzlich gab man den Deutschen eine falsche Geschichte. Sehen Sie sich die deutschen Schulbücher an, und die Propaganda der Banken, Monat für Monat, Jahr für Jahr.”

Sagt Professor Michael Hudson von der University of Missouri, Kansas City.

Dabei lieben Professoren eigentlich gemeinhin komplizierte Theorien über den Flaschenhandel:

„Ich hatte einmal Arbeiter in der Halle des Obersalzbergs, um ihnen eine Vorlesung über das Geld zu halten; ich habe einen Sturm von Beifall bekommen, die Leute haben das so begriffen. Geld geben ist nur eine Frage der Papierfabrikation; ob die Arbeiter aber so viel mehr schaffen, als neues Papier dazu kommt?

Bleiben sie gleich in der Arbeit, so können sie für das viele Geld nicht mehr kaufen, als zuvor für das wenige. Diese Theorie wäre aber niemals würdig gewesen, das Thema einer Dissertation zu bilden. Da mußte man schon mit schwer verständlichen Begriffen und komplizierten Gedankengängen über Flaschenhandel schreiben!“

Sagt der Führer.

„Die Sprache der Wahrheit ist einfach.“ Und Gottfried Feder hat seine Ziele „klar und einfach von jedermann verständlich dargestellt.“

Man muss der Wahrheit Zeit geben. Nur die Lüge und die Verleumdung sind schnell. Die Wahrheit ist langsam.

Sagt Voltaire.

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+++ Band 1 +++ Band 2 +++ Band 3 +++ Band 4 +++ Band 5 +++


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