Von Xantens Kolumne – Aus der Portokasse

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Von Siegfried von Xanten

Volkswagen hat allein in den Vereinigten Kolonien für Entschädigungen und Strafen mehr als 25 Milliarden Euro gezahlt. Wobei einige unverbesserliche Aluhutträger von einem Verrat an Volkswagen sprechen. Aber Volkswagen ist ein böser Begriff, den es gar nicht geben dürfte:

„[E]in Nazibegriff. Es gibt kein Volk, und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk[swagen].“

Vergleichbar zum Beispiel mit einer Impfung gegen ein Masernvirus, das es gar nicht gibt. Wie auch immer, „[d]ie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zum Ziel gesetzt, […] weltweit auszurotten.“ Ganz im Sinne des Credos von Harald Juncker:

„Es kann nicht angehen, dass in einer so hoch entwickelten Welt wie der unseren noch immer Menschen […] sterben, die schon seit Langem hätten ausgerottet sein sollen.“

Zu einer Strafzahlung von 5.000 Euro wurde eine Lehrerin verurteilt. Sie hatte „den mutmaßlichen Suizid einer 17-Jährigen zum Anlass“ genommen, „um Cybermobbing, Doppelmoral und den strengen Moralkodex von Muslimen zu thematisieren“. Üble Nachrede. Die Eltern fühlten sich in ihrer Ehre verletzt.

Die amerikanische Pharmaindustrie hat einen Vergleich geschlossen. Zehntausende sterben jedes Jahr an den Folgen von süchtig machenden Schmerzmitteln. Nun hat die Pharmaindustrie gezahlt. 260 Millionen Dollar für 400.000 Tote. Die es in den letzten 20 Jahren aufgrund der Opioid-Krise gab. Nachpostmoderner Ablasshandel. Bezahlt aus der Portokasse.

Zu seiner Gesundheitskrise äußerte sich nun Harald Juncker. Mutmaßungen über Alkoholismus verbitte er sich. Am Anfang habe ihn das sehr gestört, jetzt interessiere es ihn aber gar nicht mehr:

„Ich habe einige Probleme beim Laufen. Ich bin nicht betrunken. Ich habe Ischias-Probleme. Ich wäre lieber betrunken. Hah!“

Ischias? Die Bordkapelle klärt auf:

„Der Ischias ist ein Nerv auf Hüfthöhe, Reizungen können ins Bein ausstrahlen.“

Ich danke Sie!

Was sagt der Dichterfürst?

„Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.“

Außerdem habe er unlängst einen ganz starken Auftritt im Weißen Haus gehabt. Man könne nicht Trump in die Knie zwingen, wenn man betrunken ins Weiße Haus gehe. Er habe dem US-Präsidenten den vorläufigen Verzicht auf Zölle auf EU-Autoimporte abgerungen. Stocknüchtern betrachtet. Trotz Ischias. Und Ischias ist keine kleine Sache. Der Nervus ischiadicus. Der längste und dickste Nerv des Menschen:

„Im Akutfall hilft Wärme, aber auch Aquajogging. […] Wenn die Reizung des Nervs zu lange dauert, […] nimmt auch der Nerv Schaden, es stirbt Gewebe ab.“

Nicht gut, aber auch nicht tödlich.

Überhaupt wird Mortalität gesamtperspektivisch überschätzt. In den städtischen Facharbeiterunterkünften bemüht man sich sportlich um eine Aufhübschung der Lebenden-Statistik. Monatlich werden in den Stuttgarter Facharbeiterunterkünften 25 Kinder geboren. Außerdem wird die Facharbeiterkasse um 84 Euro aufgebessert.

Reichlich Kasse macht Groß-Pharma unter anderem mit Impfungen. Zum Beispiel mit Krebsprävention für Mädchen:

„Die HPV-Impfung soll vor Gebärmutterhalskrebs schützen.“

Nebenwirkungen gratis.

„Am meisten betroffen ist das Nervensystem. 62 Fälle von Nebenwirkungen wurden als schwerwiegend eingestuft.“

Zum Beispiel Multiple Sklerose. Allerdings, so offizielle Stimmen …:

„… übertreffe aber der Nutzen der Impfung die Risiken nach wie vor deutlich.“

Im Übrigen seien Falschinformationen zu Impfungen in den sozialen Netzwerken „prominent platziert“. Bei der Suchanfrage „Impfen“ schlage die Autovervollständigung „als ersten Treffer ‚nein danke‘ vor.“ Ein Unding. Deshalb wollen Google und Co. dagegen nun vorgehen:

„Ziel sei es, die Reichweite einzuschränken.“

So Hinnerk Feldwisch-Drentrup von der Organisation MedWatch.

Zweimal war es mit der Reichweite von AfD-Gründer Bernd Lucke an der Universität Hamburg Essig. Der dritte Versuch „fand in einem Physik-Hörsaal statt.“ Mit einer Hundertschaft an Polizisten und hinter Absperrgittern. Lucke gelangte durch einen Hintereingang in den Hörsaal.

Was sagt Hinnerk sonst noch so?

„Das Hamburger Schwulenmagazin gleichen Namens (ich hab in Hamburg studiert) war zwar immer ein ‚Mordsmitbringsel‘ meiner Kommolitonen […], aber ich hab dann immer mit ‚Ey, cool, die Nummer hab ich noch nicht‘ gekontert und es zu den anderen Heften auf die Toilette gepackt.“

Komm-o-li-tone? Was sagt Hinnerk 2?

„Als Student sollte man eigentlich wissen, dass es nicht Kommolitone heißt ;)“

Kom-mi-li-to-ne. 30 Jahre Erfahrung. Li Tone aus Taipeh:

„Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Transformatoren und Spulenkomponenten“

Vermutlich hat ISIS-Chef Al-Baghdadi keine Spulenkomponenten hergestellt. Und es darf auch bezweifelt werden, dass er sich gegen Gebärmutterhalskrebs schützen wollte. Tot ist er aber jetzt trotzdem. Vor seinem Ableben ein streng religiöser Gelehrter. So die Washington Post.

„Alles sei so klar zu sehen gewesen wie in einem ‚Film‘“, so der Präsident. Aber „[w]er war der Hund, der al Bagdadi jagte?“ Eine belgische Schäferhündin. Gut. Deutsch geht selbstverständlich gar nicht. Hunde und der tiefe Staat. Medial kommt man gerne dann auf den Hund, wenn sich wieder mal jemand für immer verabschiedet. Oder verabschiedet wird.

Und der Name der Hündin? Sei Conan. Pate gestanden habe bei der Namensgebung ein Komiker. So Newsweek. Ein gälischer Männername. Aus Gendergesichtspunkten sehr problematisch. Überhaupt sollte man aus Gendergesichtspunkten auch den Oscar umtaufen. Er sollte Anna heißen. So die italienische Regie-Veteranin Lina Wertmüller. Zur Veteranin langt es für den Hund noch nicht ganz, aber er habe einen tollen Job gemacht. So der Präsident.

Gibt es einen DNA-Test, der belegt, dass al Baghdadi wirklich al Baghdadi war? Selbstverständlich. Eine Unterhose beseitigt alle Unklarheiten. Für den Zuträger gibt es eine millionenschwere Prämie. Ein Schlag gegen den tiefen Staat. Im Panikmodus wurde gleich einen Gang höher geschaltet. James Comey würde gerne nach Neuseeland auswandern. Und John Brennan? Untergetaucht. Und Nancy Pelosi? Flog unlängst mit Schiff nach Jordanien.

Die Syrien-Geldquellen versiegen. Kein Kleingeld, sondern „Millionen und Abermillionen von Dollar, die in die Kassen krummer Politiker und in die Taschen tiefer Staaten weltweit“ flossen. Es gehe „nicht um die Kurden, sondern um das Geld“, so eine FBI-Quelle. „Seit Jahren sollen tiefe staatliche Akteure durch die Herstellung und den Vertrieb von Betäubungsmitteln in Syrien illegale Gewinne in Millionenhöhe erzielt haben.“

Nun ist das Unternehmen Syrien von der Börse genommen. Und die Stimmung im Keller.

Die Wählerstimmung in den Vereinigten Kolonien wurde durch Marquette Law, und die New York Times abgefragt. 44 Prozent der Befragten seien der Meinung, dass der Präsident entfernt werden solle. 44 – in Addition mit 44 ein Symbol. Ein rechtsextremes Symbol. Der addierte Führergruß.

„Kannst Du Dir vorstellen, wie diese Umfragen ausgehen werden, wenn die Wähler die Wahrheit erfahren?“

Worüber? Über den Führergruß?

„Dass es keine Beweise gibt, dass es geheime Anhörungen gibt?“

Ja, schon. Aber besser ist doch die Vorstellung, dass die demokratischen Tiefstaatler ebenfalls von der Börse entfernt werden.

Entfernt werden sollte auch das Sturmgewehr 44. Auf Wunsch des Führers. Der Führer bevorzugte das G43. Eine Überarbeitung der Walther-Version des G41.

Vorsorgeuntersuchung G41: Ein Muss für Arbeitnehmer, die in der Höhe arbeiten:

„Nur, wer die im Rahmen der G 41-Untersuchung überprüften gesundheitlichen Anforderungen erfüllt, darf Arbeiten an Häuserfassaden, Windrädern, Türmen oder Schornsteinen durchführen.“

Nicht die Vorsorgeuntersuchung G41, sondern eine „Beziehungskrise ließ Samet A. zum Messer greifen“. Ein tödlicher „Messerangriff auf seine 29 Jahre alte Frau Tugba und die zwei Jahre alte Tochter Tuana“. Im niederösterreichischen Kottingbrunn. Den elf Monate alten Sohn versuchte er zu ersticken. Das Kind starb Stunden später im Krankenhaus. Alle Wiederbelebungsversuche scheiterten.

In Thüringen sind alle Wiederbelebungsversuche der amtierenden rot-rot-grünen Koalition gescheitert. R2G geht nicht. Kenia und Simbabwe auch nicht. Ein Erdbeben. Was sagt Sawsan Chebli?

„24 % der Menschen in Thüringen haben einen Mann gewählt, der nach einem Gerichtsurteil als Faschist bezeichnet werden darf. Diese Leute haben ihr demokratisches Wahlrecht benutzt, um demokratische Grundprinzipien abzuschaffen. Bin erschüttert.“

Sawsan Chebli. Wobei Simbabwe Charme hätte. Ein „Elendscocktail“. Mit der Hyperinflation zur Hungersnot. Geistig umnachtet. Die SED-…:

„Linke ist die bürgerliche Mitte in Thüringen […].Sensationell! Zumal Ramelow im Herbst 2015 Flüchtlinge hilfsbereit und auf Arabisch im Bahnhof Saalfeld willkommen hieß und damit gezeigt hat, dass solche menschlichen Gesten auch in einem ostdeutschen Bundesland honoriert werden.“

So die Bordkapelle. أهلاً وسهلاً.

Und gegen das Höcke-Gerede von angeblichen Wahlmanipulationen hilft der ARD-faktenfinder. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder habe auf Anfrage erklärt, dass die Ermittlungen zurzeit noch liefen, der zuständige Kreiswahlleiter aber bereits öffentlich erklärt habe, dass „eine Neuauszählung der Stimmen […] gar keine Hinweise auf eine Manipulation geliefert“ habe. Und die Diskrepanz bei der Briefwahl sei auch nicht ungewöhnlich. „Das hänge unter anderem mit der ‚soziodemografischen Struktur‘ zusammen“. Briefwähler seien insbesondere ältere Frauen. Und in Thüringen sei die Linke bei älteren Frauen besonders beliebt. Der ARD-faktenfinder. Neutral und unabhängig. Was sagt der Philosoph?

„Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär.“

Verzögert worden sei die Stimmauszählung in Erfurt „durch zwei Feuer-Fehlalarme innerhalb von knapp zwei Stunden“. Die Meldeanlage habe zweimal angeschlagen. So der Landeswahlleiter. Und „Sarah Connor zeigt[e] der AfD den Mittelfinger“. Engagiert gegen rechts. Ein Zeichen:

„Und AfD-Idioten, mein Herz kriegt ihr nicht“.

Engagiert haben sich auch die Mitglieder des Altonaer Spar- und Bauvereins:

„Der Grund: In zahlreichen Haushalten sollen die alten Rauchmelder gegen Funkrauchmelder ausgetauscht werden.“

Eine wunderbare Technik:

„Keine lästigen Termine zur Wartung in der Wohnung, dafür mehr Sicherheit.“

Bewegungsprofile inklusive. Die vorläufige Prüfung zeige, so der Datenschutzbeauftragte, dass keine sensiblen Daten erfasst würden, „die Rückschlüsse auf die persönliche Lebensführung“ zuließen.

Die Bezeichnung der Berliner Polizeiführung soll künftig keine Rückschlüsse mehr auf das Geschlecht zulassen. Man will neutral werden. Geschlechtsneutral. „Der Polizeipräsident in Berlin“ sei von 1809. Stattdessen solle es „Polizei Berlin“ heißen. Und nicht, wie zunächst übergangsweise angedacht, „Polizeipräsident*in Berlin“. So Innensenator Andreas Geisel.

Nicht nur angedacht, sondern schriftlich gezwitschert hat Jenny Kallenbrunn ihre Position zur Thüringen-Wahl:

„In Thüringen würde ich ab morgen bedenkenlos jedem fünften Menschen, der mir begegnet einfach eine reinhauen.“

Gewaltphantasien einer NDR-, Stern- und Komiker-Otto-Reporterin.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Wegen möglicher Wahlfälschung:

„Wie ein Sprecher bestätigte, liegt eine Anzeige gegen einen führenden Thüringer FDP-Politiker vor. Ihm wird offenbar vorgeworfen, auf FDP-nahe Wahlhelfer Einfluss genommen zu haben.“

Die Fünf-Stimmen-über-dem-Strich-Mehrheit wackelt. Die Liberalen kurz vor dem Nachwahl-Postdämmerungszustand.

Postdämmerungszustand auch bei den Aktivisten der Anti-Auto-Gaga vor dem Porsche-Zentrum Stuttgart. Die Forderung ein Produktionsstopp der Autoindustrie. Wie lautet die Anamnese?

„Parareligiöser Bedeutungswahn mit aggressiver Projektion. Vorgeschichte: Antiautoritäre Verwahrlosung mit fehlender Anerkennung.“

Und die Therapie?

„Praktikum in Nordkorea.“

Herzlich willkommen.

Wie viel CO2 verursacht eigentlich eine Google-Suche? Sieben Gramm:

„Bei rund 50.000 Suchen pro Sekunde macht das eine halbe Tonne CO2 – pro Sekunde.“

Sagt Harvard-Physiker Alex Wissner-Gross.

„Ganz schlecht sind Videos, also Youtube & Co. – Allein Netflix muss mit riesigen stromfressenden Serverfarmen Filme vorrätig halten.“

Demzufolge ist also Streaming ganz schlecht fürs Klima. Allen voran Streamingseiten des nicht jugendfreien Gewerbes. Porno verbraucht mehr CO2 als Österreich.

Vier Tage absolutes Sex-Verbot erhielt 2005 der 96-Profi Chavdar Yankov. „Das blutige Penis-Drama von Hannover“. Chavdar Yankov war „bei einem Tritt von Frankfurts Benjamin Köhler an einer besonders empfindlichen Stelle verletzt“ worden. Sechs Stiche des Mannschaftsarztes hatte es gebraucht, die Wunde fachgerecht zu nähen. Damit sie ihm bei einer nächtlichen Erektion nicht aufreiße. Die Bordkapelle klärte „mit einem Penis-Modell über die Verletzung auf“.

Wegen gravierender Verletzung von Persönlichkeitsrechten haben Generalstaatsanwaltschaft, Bundeskriminalamt und Polizei ermittelt. In einer konzertierten Aktion gingen sie nun gegen die Verbreitung von Kindesmissbrauchsvideos in sozialen Netzwerken vor:

„[N]ach einer Razzia in elf Bundesländern [wird] gegen 21 Verdächtige ermittelt. Sie seien zwischen 14 und 26 Jahre alt und hätten wohl aus einer Art Laune heraus die Videos über die sozialen Netzwerke geteilt und verbreitet“.

Wenn Filme und Videos, dann am besten antideutsch. Sarah Rambatz von den Linken bittet andere Mitglieder auf dem Gesichtsbuch um „antideutsche“ Filmempfehlungen“. Oder heißt es im Gesichtsbuch? Warum? Sie mag „grundsätzlich alles, wo Deutsche sterben.“ Rambazamba.

Rambazamba in Mainz:

„Herzlich willkommen, Kinderspielhallen gibt es mittlerweile eine ganze Menge. Wir wollen aber endlich einmal zeigen, dass es auch anders geht, denn nicht nur die Kinder sollen Spaß haben, sondern auch die Eltern und Begleiter sollen sich wohl fühlen.“

Marc Dutroux fühlt sich im Gefängnis nicht wohl. Deshalb soll er nun freikommen:

„Dutroux war zum Zeitpunkt seiner Gewalttaten von 1995 und 1996 auf Bewährung freigelassen worden, nachdem er 1989 wegen fünffacher Vergewaltigung von Kindern verurteilt worden war und drei Jahre der Haftstrafe von insgesamt 13 Jahren verbüßt hatte, bevor er wegen guter Führung vorzeitig entlassen wurde.“

Die Akten mit allen Hinweisen und Namen von Verdächtigen wurden 1998 geschlossen. Die Ermittler kaltgestellt. Die Zeugenaussagen wanderten „in den Giftschrank.“ 27 Zeugen wurden umgebracht.

Nicht in den Giftschrank, sondern in Adam Schiffs Kellerkammer der Geheimnisse begab sich Oberst Alexander Vindman. In vollem Ornat. Und mit Beziehungen zu Fusion GPS. Demokratischer Top-Zeuge in der Ukraine-Geschichte. Er habe die Inhalte von Trumps Gespräch mit Selenskyj anderen Geheimagenten mitgeteilt. Außerdem habe er sich an der Abschrift von Präsident Trumps Anruf zu schaffen gemacht. Weil entscheidende Wörter und Sätze gefehlt hätten. Zu schaffen machen wird ihm nun sein Mitteilungsbedürfnis. Wegen Geheimnisverrats und Verstoßes gegen Bundesgesetz 18 USC 798. Geldstrafe und/oder Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

Wieder einmal Bewährung gab es in Bautzen für den libyschen Facharbeiter Mohamed Youssef T. alias Krawallneger King Abode. Die Gründe wolle man mit Rücksicht auf sein Alter nicht verraten. Die Straftatenliste ist sportlich:

„Sachbeschädigung und Beleidigung in zwei Fällen, Hausfriedensbruch in fünf Fällen, vorsätzliche Körperverletzung, gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung sowie versuchte gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.“

Mehr als zwei Dutzend Ermittlungsverfahren. Zu Prozessbeginn war King Abode auf einmal eineinhalb Jahre jünger.

Eineinhalb Jahre. Für die Kita noch zu jung. Experten empfehlen „den Kindergartenbesuch frühestens ab einem Alter von drei Jahren.“ In Berlin wurden nun die Ermittlungsverfahren bezüglich Kindesmissbrauchs in deutschen Kitas eingestellt. Gegenstand des Verfahrens ein Antiaggressionstraining für Kinder:

„Original Play heißt das Geschäftsmodell eines dubiosen, international tätigen Vereins. Während Eltern nicht ahnen, was in der Kita passiert, dürfen wildfremde Männer mit ihren Kindern ‚spielen‘. Eltern in Berlin und Hamburg zeigten Missbrauchsfälle und sogar Vergewaltigungen an. […] Es wird gekabbelt, gestreichelt, gedrückt. Doch die beiden sind nicht verwandt, sie kennen sich vielleicht auch überhaupt nicht. Es ist ein organisierter Spieletreff, in Kindereinrichtungen bei uns und weltweit – und oft: Ohne Wissen der Eltern.“

Ursprüngliches Spielen. Gegen eine Kursgebühr kann, wer will, mit Kindern „spielen“.

Was sagt Fritz Langner?

„Ihr Fünf spielt jetzt vier gegen drei.“

Mit Zahlen spielen die Agentur für Arbeit und die Bundesregierung. Erwerbslose, älter als 58, dürfen zahlenmäßig nicht mehr mitspielen. Macht schon mal 170.000. Nimmt man die, die sich in Aktivierungsmaßnahmen befinden, kommt man auf 370.000 Personen. Oder mehr. Die aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen. Damit die Wirtschaft gefühlt gemächlicher den Bach runter geht.

Bach – Maybach – Mercedes. Was sagt der Führer?

„Mein Mercedes-Kompressor war eine Freude für alle. Wir haben Ausflüge gemacht nach der Luisenburg, ein andermal nach Bamberg, oft zur Eremitage. Es gibt da viele Aufnahmen von mir, die Frau Bechstein besitzt. Frau Bechstein meinte: Wolf, Sie müssen den schönsten Wagen haben, den es überhaupt gibt, Sie verdienen ihn. Sie dachte an einen Maybach. Ich hatte mir den Mercedes-Kompressor als erstes gekauft, nachdem ich am 20. Dezember 1924 aus der Festung entlassen war. Selbst gefahren bin ich nie, aber ich war ein Autonarr. Richtig verliebt in den Wagen. […]

In einem Prospekt habe ich ihn dann entdeckt und sofort war mir klar, der muß es sein! Sechsundzwanzigtausend Mark! Was die Mercedeswagen heute schön macht, das kann ich für mich in Anspruch nehmen. Ich habe in Zeichnungen und Entwürfen mich alle die Jahre bemüht, die Form aufs höchste zu vervollkommnen. Von Adolf Müller hatte ich das Fahren schon gelernt.“

Und der Staatsanwalt? Was sagt er und was sagt er nicht zur Spielerei in den Kitakursen?

„Ich kann jetzt nicht zu einzelnen Details mich äußern. Das will ich auch nicht tun. Jedenfalls sind wir diesen Hinweisen nachgegangen, haben das sehr ernst genommen und im Ergebnis sind die Ermittlungsverfahren eingestellt worden.“

Die evangelische Kirche verabschiedete die beschuldigten Erzieher mit einem eigenen Gottesdienst:

„Einige arbeiten seither in anderen evangelischen Kitas.“

Wunderbar.

Nicht groß verabschiedet wurden die Protagonisten des Instituts für Sozialforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, als dieses 1933 geschlossen wurde. Die spätere Frankfurter Schule. Die Institutsmitglieder verließen Deutschland. Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Erich Fromm, Leo Löwenthal, Franz Neumann, Otto Kirchheimer und Friedrich Pollock.

Nach der Rückkehr Adornos und Horkheimers lebte das Institut als Frankfurter Schule richtig auf. Und legte die Grundlagen für die 68er-Bewegung und die Dekonstruktion und Fragmentierung der Gesellschaft. Mittels des Auf-den-Kopf Stellens aller tradierten didaktisch-pädagogischen Werte und dem Von-der-Leine-Lassen des marxistischen Geistes. Unter dem Deckmantel der Sozialen Marktwirtschaft. Die Kritische Theorie. Als Abrissbirne. Und die praktische Zersetzung der Gesellschaft. 50 Jahre nach 68 praktisch vollendet.

Fragmentiert hat der 34-Jahre alte Tunesier Imad Amdouni seine Ehefrau. Mit einer Axt. In Limburg. Nachdem er sie zunächst mit dem Auto angefahren hatte:

„Er brüllte sowas wie ‚Du hast nicht gehört, was ich gesagt habe!‘ […] Er habe zudem noch zwei weitere Dinge geschrien, doch das hätte sie nicht mehr verstanden.“

So eine Augenzeugin. Nach dem Gebrüll wurde es dann …:

„… in Deutschland sehr schnell [wieder] und wohl nicht ohne Nachhilfe mit Drohungen etc. sehr still.“

Während es in der arabischen Presse laut blieb. Wobei sich das Bildmaterial nicht ganz reimt. Der Filmemacher Imad Karim trug „die wichtigsten Erkenntnisse aus Hunderten arabischer Zeitungen“ zusammen. Nun ist es auf dem Gesichtsbuch still um ihn geworden. Oder heißt es im Gesichtsbuch? Herzlich willkommen.

Auf der einen Seite.

„Auf der anderen Seite müssen wir auch die Bedürfnisse, die Belange der Menschen mit Migrationsgeschichte ernst nehmen. Denn auch die haben Wünsche, die haben Sorgen.“

Sagt Serap Güler, Staatsekretärin für Integration in Nordrhein-Westfalen.

Eine Kluft tue sich auf. Zwitschert die Bordkapelle.

„Viele haben das Gefühl, das Leben in #Deutschland wird immer gefährlicher. Dabei ist es in unserem Land so sicher wie lange nicht mehr. Woher kommt die Kluft zwischen echter und gefühlter Bedrohung?“

Ab auf die Couch. Genau wie die Klimaleugner. Ein „Psychotherapeut erklärt, wie Klimaleugner zu therapieren sind“. Echt oder gefühlt bedroht? Da muss man sich schon selbstkritisch hinterfragen. Was sagt Andreas Möller?

„Ich bin immer sehr selbstkritisch, auch mir selbst gegenüber.“

Und was ist mit der Kautsch? Eine alte Schreibweise. Heute nicht mehr korrekt. Korrekt ist, dass der Bundesinnenminister auch helfen will. Gefühlt. Mehr gefühlte Sicherheit.

Geholfen werden soll auch Obdachlosen. In Texas. Mit der ID2020 Alliance. einem digitalen Identitätsprogramm, bei dem durch Impfung winzige Mikrochips in den Körper von Menschen eingebracht werden. Die Fusionierung von Immunisierung und digitaler Biometrie. Bereits erfolgreich eingeführt in Lateinamerika und Ländern der Dritten Welt. Herzlich willkommen.

Aktiv eingebracht haben sich Linksextremisten im Leipziger Stadtteil Connewitz:

„Da Bullen in Connewitz unerwünscht sind und die BewohnerInnen des Viertels ihre Konflikte hier ohne Polizei lösen, wurden sie aufgefordert, das Viertel zu verlassen. Weil sie das nicht taten, wurde der Forderung durch einige Wurfgeschosse Nachdruck verliehen. Die Bullen zeigten sich uneinsichtig, weshalb der Bewurf auf sie und ihre Fahrzeuge verstärkt wurde. […] Lasst uns solche Angriffe öfter und überall durchführen!“

So das auf Indymedia veröffentlichte Bekennerschreiben.

Ein Hohn für alle Polizisten sei die Posse um den Bremer Clan-Chef Ibrahim Miri. So die Bordkapelle. Drogenhandel, Raubüberfälle, Erpressungen, Morde. Im Juli in den Libanon abgeschoben und mit einer Einreisesperre belegt, ist er nun wieder zurück. Und stellt einen Asylantrag.

In Düsseldorfer Kitas bekennt man sich nicht länger zum Schwein. Aus Rücksicht auf moslemische Kinder. Kein Schwein mehr am Mittagstisch der 24 AWO-Kitas. Es sei für die Gruppendynamik nicht gut, wenn einige Kinder Schwein bekämen und andere anderes. So Caritas-Sprecherin Stephanie Agethen.

In Schweden wird eine Vorschule „komplett vegetarisch, um das Klima positiv zu beeinflussen“. Eltern und Kinder seien sehr aufgeregt. So die Verantwortlichen. Es gebe nur positive Rückmeldungen und viele seien sehr dankbar:

„Das ist etwas, was wir tun, weil wir glauben, dass es positive Klimaauswirkungen hat.“

Wunderbar.

Lieber geschlechtliche als Ernährungsvielfalt. „Willkommen auf den Seiten des Regenbogenportals“. Ob „[j]ung und schwul, lesbisch, bi, pan, a, queer…“, hier bist du richtig.“ Geschlechtergerechte Sprache leicht gemacht. Man muss zum Beispiel wissen, dass „Leser“ gar nicht alle meint, „die tatsächlich einen Text lesen.“ Auch mit Leserinnen und Lesern oder LeserInnen kommt man nur ein kleines Stückchen weiter:

„Sollen in einem umfassenderen Sinne alle Personen eingeschlossen werden, die unterrichten – also etwa auch nicht-binäre Menschen –, kann das zum Beispiel so aussehen:

Lehrer_innen (der Unterstrich gesprochen wie eine sehr kurze Pause)
Lehrer*innen (das Sternchen gesprochen wie eine sehr kurze Pause)
Lehrende
Lehrkräfte“.

Lehr-Ende. Sprachgefühl und ästhetische Vorlieben könnten, so die Regenbogenfreunde, zu unterschiedlichen Lösungen führen. Auf der Regenbogenseite bevorzuge man den Unterstrich. Also Leser_innen. Ansonsten gebe es im Buchhandel mittlerweile reichlich Rat für geschicktes Gendern.

Mit Rat und Tat unterstützt werden in Spanien ankommende afrikanische Facharbeiter. Von den Behörden. Unregistriert von Afrika nach Deutschland. Mit Fernbussen. Organisiert vom Roten Kreuz.

Hat der Führer etwas gesagt?

„Ich habe gesagt: Verrückt!“

„[Es] braucht […] nur ein Orkan zu kommen und alles fliegt zusammen wie ein Kartenhaus.“

***


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