Weiße Tauben im Mittleren Osten

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Am heutigen 8. Januar 2020 trat US-Präsident Donald Trump vor die versammelte Presse und gab seine Stellungnahme zu den gestrigen Vergeltungsschlägen Irans auf US-amerikanische Basen im Irak ab. Einmal mehr ließ er die Kriegshetzer und Spottdrosseln alt aussehen, als er neue Sanktionen gegen “das iranische Regime“ verkündete und sagte, man evaluiere weiter “eine Reaktion auf iranische Aggression“.

Bei den gestrigen Raketenangriffen habe es “minimale Schäden“ gegeben und weder US-Soldaten noch irakisches Personal sei zu Schaden gekommen. Weiter nutzte Herr Trump die Gelegenheit, sein Volk und die Welt über die $ 150 Milliarden sowie weitere $ 1,8 Milliarden in bar auf Paletten aufzuklären, welche die Obama-Administration den Mullahs an die Hand gegeben hatte:

»Die Raketen, welche gestern Abend auf uns und unsere Verbündeten abgefeuert wurden, wurden von den Geldern bezahlt, welche die vorige Administration zur Verfügung gestellt hatte.«

Der US-Präsident forderte vom Iran ausdrücklich, seine “nuklearen Ambitionen und seine Unterstützung für Terrorismus“ hinter sich zu lassen und für Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland und China sei “die Zeit gekommen, diese Wirklichkeit anzuerkennen“ und sie sollen sich “aus den Überresten des Iran-Deals“ verabschieden:

»Wir müssen nun alle zusammenarbeiten, ein Abkommen mit dem Iran zu treffen, welches die Welt zu einem sichereren und friedlicheren Ort macht. Weiter müssen wir ein Abkommen treffen, welches dem Iran gestattet zu wachsen und zu gedeihen und sein enormes, ungenutztes Potenzial zu nutzen. Der Iran kann ein großartiges Land sein.«

Herr Trump sagt weiter, dass er die NATO stärker “im Prozess im Mittleren Osten“ eingebunden sehen möchte. Die USA seien nun energieunabhängig, was die “stategischen Prioritäten“ des Landes verändert habe:

»Wir sind energieunabhängig und brauchen kein Öl aus dem Mittleren Osten.«

Der US-Präsident sieht in den Überresten von ISIS einen gemeinsamen Feind für die USA und den Iran und äußerte seinen Wunsch zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Terrororganisation sowie “bei anderen gemeinsamen Prioritäten“. Gerichtet an das iranische Volk und die iranische Führung sagte Herr Trump:

»Wir wollen, dass Sie eine Zukunft haben, und eine großartige Zukunft, eine solche, wie Sie sie verdienen. Eine des Wohlstands in der Heimat und der Harmonie mit den Nationen der Welt. Die Vereinigten Staaten sind bereit, Frieden mit allen zu begrüßen, welche danach streben.«

Hier die Stellungnahme in voller Länge:

Betrachtung

Insbesondere in Anbetracht der zwischenzeitlich kursierenden Gerüchte, dass der iranische “Vergeltungsschlag“ bewusst wenig Schaden angerichtet habe und die Meldung, der Iran habe seine “Vergeltung abgeschlossen“ und hoffe nun, dass die USA nicht mehr zurückschießen, sollte auch in den müden Augen aufmerksamer Beobachter  erkennbar geworden sein, dass wir es in der Tat einmal mehr mit einem bestens durchgeplanten Theaterstück zu tun hatten und haben.

Die Trump-Administration nimmt Herrn Soleimani vom Spielfeld, die iranische Führung muss reagieren, um das Gesicht zu wahren und veranstaltet eine kleine Raketenschau, welche kaum nennenswerten Schaden angerichtet und vor allem keine Opfer gekostet hat (so zumindest ja die Aussage des Präsidenten, ob dies stimmt, sei dahingestellt). Die mehrfache Drohung Herrn Trumps, “sollte ein Amerikaner zu Schaden kommen, dann …“, wurde offenbar ernstgenommen, was ein recht deutliches Zeichen dafür ist, dass der Tiefe Staat im Iran sichtbar an Einfluss eingebüßt hat.

Hätte der Tiefe Staat noch die Kontrolle vor Ort, wäre die Trump-Administration zu weiteren Gegenschlägen gezwungen worden, denn abgesehen vom Iran selbst, gibt es nach wie vor genügend Stellvertreter und Milizen, aus welchen sich gewiss der eine oder andere Selbstmordattentäter hätte rekrutieren lassen. Folglich standen offenbar alle Seiten unter erheblichem Druck. Spürbar ist dies durchaus auch anfangs in der Stellungnahme, als der Präsident eine gewisse und für ihn ungewöhnliche Nervosität zeigt, welche zum Ende der Stellungnahme deutlich weicht. Ob die Spannungen hiermit vorbei sind, ist schwer zu beurteilen und es bleibt zu beobachten, wie sich die Situation mittel- und langfristig fortentwickeln wird.

So fliegen also nun völlig unerwartet (?) plötzlich weiße Tauben durch den Mittleren Osten. Die Iraner haben nun öffentlich einen Klaps auf den Allerwertesten und ein paar zusätzliche Sanktionen auferlegt bekommen und die USA reichen ihnen dazu freundlich grinsend die Hand und wollen Frieden – besser: einen “Deal“. Wer an dieser Stelle überrascht ist, hat in der Vergangenheit nicht aufgepasst.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Nachtrag: Eine interessante und bemerkenswerte Einzelheit ist die Aufzählung der Länder durch Herrn Trump (neben dem Iran):

USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland, China …

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