Von Xantens Kolumne – Plopp

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Ein Hasardeur ist jemand, der seine Rechnung mit dem Risiko vom Schicksal schreiben lässt. Ein Sensations-Sucher. Wobei Sprache der Täter. Marvin Zuckermann spricht deshalb von „Sensations-Seeker“. Immer auf Reizmaximierung gepolt. Abgeleitet von hasart (altfranzösisch) bzw. hazard (altenglisch). Ein Würfelspiel, gespielt mit zwei Würfeln. Zum Inbegriff des Glücksspiels schlechthin im 17. und 18. Jahrhundert geworden.

„Aus dem Glücksspielbereich fand der Begriff auch Eingang in die Psychologie, die Philosophie“ sowie in den Fußball. Während Eden Hazard für Real Madrid spielt, ist sein Bruder Thorgan für Borussia Dortmund unterwegs.

Unterwegs waren 1998 auch zwei amerikanische Jetpiloten nahe dem Ort Cavalese in den Dolomiten. Zwei fliegende Hasardeure, deren Spieleinsatz – die Leben von 20 Gondel-Passagieren – an das Schicksal ging. Beim Versuch „eine Seilbahn zu unterfliegen und diese waghalsige Tat auf Video zu dokumentieren, um sich damit in ihren Fliegerkreisen als tollkühne Piloten zu empfehlen“, durchtrennte die Maschine „das Tragseil der Bergbahn und riss 20 Menschen mit ihrer Gondel etwa hundert Meter in die Tiefe und in den Tod.“

Mad Mike Hughes, der „weltbeste Hasardeur“ ist nun auch tot. Abgestürzt, beim Versuch zu beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist:

„Das Unglück ereignete sich vor laufenden Kameras, da der Flug für eine neue Serie mit dem Titel ‚Homemade Astronauts‘ (Hausgemachte Astronauten) gefilmt werden sollte.“

Ein hausgemachtes Unglück.

Hausgemacht auch der Brand in einer Heidelberger Facharbeiter-Unterkunft. Ein 18-jähriger Marokkaner hatte mehrere Matratzen in Brand gesetzt:

„Das Feuer griff schließlich auf dort gelagerte Holzteile, eine Tür sowie die Decke und Elektrokabel über und setzte diese ebenfalls in Brand. Der Brand konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden. In dem Haus befanden sich zur Brandausbruchszeit mehrere Personen, darunter auch gehbehinderte Menschen. Diese wurden jedoch durch Sicherheitskräfte rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Das Wohngebäude ist nicht mehr bewohnbar.“

Auch Mad Mike war in der Vergangenheit zeitweilig gehbehindert, nachdem er sich mit einer Rakete eher weit als hoch weggeschossen hatte. Danach konnte er wochenlang an Krücken gehen. Mad Mike glaubte nicht an Schwerkraft. Mit ihm haben sich auch seine bescheidenen irdischen Zukunftspläne verabschiedet. Er wollte Gouverneur von Kalifornien werden.

Ob Elon Musk Gouverneur von Kalifornien oder vom Mars werden will, ist nicht bekannt. Aber er hat nun eine Literaturempfehlung gegeben: Isaac Asimovs „Foundation“-Zyklus. Der Stiftungs-, Gründungs-, Grundlagen-Zyklus.

Gestiftet hat Isaac Asimov 1942 auch die Grundregeln der Robotik. Die Robotergesetze:

„1. Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.

2. Ein Roboter muss den Befehlen gehorchen, die ihm von Menschen erteilt werden, es sei denn, dies würde gegen das erste Gebot verstoßen.

3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange solch ein Schutz nicht gegen das erste oder zweite Gebot verstößt.“

Später noch ergänzt um das nullte Gesetz:

„Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass der Menschheit Schaden zugefügt wird.“

Gut. Die Modalverb-Familie ist da natürlich etwas flexibel. Wenn dürfen gerade nicht kann, springt sollen oder mögen gerne mal ein. Oder bei Bedarf auch mal können oder wollen. Für eine gesunde Dehnbarkeit. Wie im richtigen Leben:

„Die Realität ist, dass das Gesetz in viele Richtungen dehnbar ist und dass die Justiz, die diesem Gesetz Geltung zu verschaffen hat, keineswegs blind und unempfindlich ist für das politische Klima, in dem sie arbeitet, und für die oft sehr konkreten Erwartungen, ja Forderungen, mit denen sie von Seiten der Politik konfrontiert wird.“

So die Bordkapelle. Was sagt der Philosoph?

„Wenn sich jemand dehnen will, soll er nach Dänemark fahren. Bei mir wird gelaufen, da kann keiner quatschen.“

Gut. Und der gemeine Roboter ist inzwischen künstlich intelligent genug, um modal adaptiv zu denken und zu dehnen. Einerseits. Andererseits gemein, weil der künstliche intelligente Roboter Vorurteile hegt:

„Das fanden Forscher um Aylin Caliskan von der Princeton University heraus. Sie stellten dabei GloVe, eine Sprach-KI für die Analyse von semantischen Zusammenhängen, auf die Probe. Dabei griffen sie auf eine psychologische Methode zum Registrieren von Vorurteilen zurück, den Impliziten Assoziationstest, – und passten ihn für die Untersuchung der KI an. Wie sich herausstellte, eignete sich das Programm anhand von Standardtexten aus dem Internet menschliche Vorurteile an. So hielt es zum Beispiel typische afro-amerikanische männliche Vornamen für eher unangenehm; Namen, die unter Weißen üblich sind, betrachtete es als eher angenehm. Auch verband es männliche Namen eher mit Mathematik und weibliche eher mit Kunst. KI-Systeme übernehmen also beim Lernen aus Datensätzen auch die darin enthaltenen Stereotypen.“

Von alten weißen Männern. Der künstlich intelligente Roboter – ein übler Rassist und Nazi.

Um der Gefahr zu begegnen, sich möglicherweise einmal einem künstlich intelligenten unsterblichen Diktator unterwerfen zu müssen, empfiehlt Elon Musk die Verschmelzung von Mensch und KI.

Das die Lehre, die der SpaßX- und Tesla-Chef nach eigenem Bekenntnis aus der Lektüre Isaac Asimovs gezogen habe. Das sei nötig, um die Zivilisation zu verlängern und das dunkle Zeitalter abzukürzen, wenn es denn komme.

Und die Firma für die Mensch-Maschine-Liaison gibt es auch schon: Neuralink. Ein paar Löcher in den Schädel und 1.500 Elektroden implantiert. Bei Ratten habe das schon recht ordentlich geklappt:

„Dem Unternehmer schwebt eine Art App-Store vor, über den sich Nutzer des Systems neue Fähigkeiten sozusagen direkt in ihr Hirn laden können.“

Wunderbar.

Das dunkle Zeitalter. Was sagt die Kinderzeitmaschine? Das dunkle Zeitalter habe von 1.200 v. Chr. bis 800 v. Chr. gedauert. Die Zeit der Epen Homers. Der Untergang Troias, die Irrfahrten des Odysseus. Und das war’s auch schon. Der Rest dunkel. Noch dunkler allerdings das Mikro-Zeitalter von 33 bis 45.

Andererseits Kaliyuga. Das Zeitalter der Unwissenheit, des Streites, der Lüge und der Spaltung. Das dunkle Zeitalter. Die schlechte Nachricht:

„Im kali-yuga besitzen die Menschen nur wenig Intelligenz, ein schlechtes Gedächtnis, keine Barmherzigkeit, sind immer gestört.“

Die gute Nachricht: Es begann vor ca. 5000 Jahren und endet bald. In 427.000 Jahren. Es besteht also Hoffnung.

„Bis dahin wird die Welt von Kali […] regiert. Kalis Aufenthaltsorte sind hauptsächlich Spielhöllen, Bordelle, Kneipen, Schlachthäuser, Börsen etc., Orte wo Geld und Gold, Prostitution, Berauschung etc. vorherrschen.“

Heute lügt der Wähler sogar beim „Exit-Poll“. Um angenehm aufzufallen. Nebenwirkung einer durch den Windkanal gegangenen veröffentlichten Meinung.

Exit Poll. Was ist denn das? Die Befragung der Wähler nach dem Urnen-Abgang. Gibt es eigentlich einen Exit-Proll? Gute Frage. Sicher scheint, …:

… „dass es mehrere Arten von Prolls gibt. Den ‚alten‘ Proll mit Vokuhila, Jogginghose, Badelatschen und Unterhemd. Dann gibt es noch den Neo-Proll. Der ist prinzipiell braun gebrannt, trägt oft goldene Ohrringe und fährt ein gepimptes Auto.“

Vokuhila? Vorne kurz, hinten lang. 1982 bis 1987 voll im Trend und dann immer wieder aufgewärmt. Zum Beispiel von Dieter Bohlen, Matthias Reim, David Hasselhoff, Wolfgang Petry, Chuck Norris, Rudi Völler oder Patrick Swayze. Gern auch in Kombination mit Oliba – Oberlippenbart.

Wie auch immer, bei der gemeinen Befragung liegt die Wahrheit an der Kandare der Kantar-Gruppe. Der Marktforschungsarm der WPP-Gruppe, der weltweit dominierenden Medienholding, eng verbandelt mit dem großen Philanthropen George Soros. Unter dem WPP-Dach befinden sich so bekannte Namen wie „Emnid“ und „infratest-dimap“ sowie „t-online“, „ströer-media“ und „Scholz & Friends“

„60 Prozent der Deutschen seien überzeugt, dass die AfD eine Mitverantwortung für rechtsextremistische Gewalttaten wie die in Hanau trägt.“

Die Wahrheit von Kantar.

Die Wahrheit über Kali ist, dass er beinahe noch vor Anbruch seines Zeitalters seinen Kopf verloren hätte. Am Ende des dvāpara war Mahārāja Yudhishhtira, der die Welt regierte, wieder einmal auf Reisen, als er sah, dass Kali sich an einer Kuh verging. Yudhishhtira bereit, Kali mit seinem Schwert einen Kopf kürzer zu machen, ließ sich vom Wimmern und Betteln Kalis schließlich erweichen und befahl ihm dorthin zu gehen, wo „Geld und Gold gehortet werden, wo Menschen dem Glücksspiel, der Berauschung, der unzulässigen Sexualität und dem Fleischgenuß frönen“. Allerdings großes Problem für Kali, da überall noch Rechtschaffenheit herrschte. Und so musste er sich geschlossen halten. Bis zu Yudhishhtiras Tod. Heute ist Kali überall zuhause.

Was sagt der Führer?

„Wir hatten ein Kali-Monopol. Wir kriegen jetzt dazu ein Brot-Monopol, Kohle, Eisen, Holz.“

Wobei Kali nicht zu verwechseln ist mit Kali. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Je nachdem, ob mit langem oder kurzen a:

„Kali kommt von Kala, der Zeit aber auch von Kala, die Dunkle. Währenddessen Kali letztlich das Schlechteste heißt. Kali mit kurzem a ist im indischen Würfelspiel der schlechteste Wurf. Währenddessen Kali mit langem a, die göttliche Mutter ist.“

Kali zerstört alles: Ansehen, Reichtum, Macht und Sicherheit. Wobei positiver Effekt. Kali öffnet die Augen, löst von der Verhaftung an alles Irdische. „Und damit auch wieder vom Kali Yuga.“

„Augen auf“ – ein Lied von Sarah Connor. Erschienen am 18. November 2016. Was soll uns das sagen?

Die Inder kennen Maya – häufig negativ verwendet im Sinne von universeller Täuschung und Verblendung. Aber ob die Maya die Inder und Kali kannten? Jedenfalls fällt die indische Zählung des Kali-Yugas mit dem „Start des großen Zyklus’ in der Maya-Zeitrechnung (13 x 144 000 Tage = 5.200 Jahre à 360 Tage)“ zusammen. Um 3.100 v. Chr.

Vedische Schriften sprechen versteckt, wie auch der „Maya-Kalender“, von einem 5.000 Jahre währenden dunklen Unterzyklus. Und der sei seit 2012 beendet. Wobei kleines Chronologie-Problem: Die Geschichtsschreibung liebt Phantomzeiten. Die Karolinger vor Karl dem Einfältigen seien der Geschichtsschreibung eingefallen, weil es gerade so gut passte, so die These. Und wegen Leo III.

Was dem 29-jährigen Maurice P. eingefallen ist, mit seinem Auto in einen Rosenmontagszug zu fahren und 60 Menschen teils schwer zu verletzen? Die Polizei rätselt in alle Richtungen. Man gehe von einem Anschlag aus. Man gehe von Vorsatz, aber nicht von einem Anschlag aus. Und „[b]ei der abgebildeten Person handelt es sich definitiv nicht um den Täter […] Teilen Sie keine Falschnachrichten!“ So die Polizei. „Kinder kamen […] und sagten, es habe ,Plopp, plopp, plopp‘ gemacht, immer wenn das Auto einen Menschen überrollt hatte.“ Landrat Dr. Reinhard Kubat zu BILD.

„Plopp – Das Tischtennis-Magazin für Hessen“. Plopp – Werner, die „Rückkehr des Bügelverschlusses“. Die Wiederentdeckung des Vorteils, das Rest-Bier ein bisschen frischer zu halten.

Ein bisschen mehr als plopp gemacht hat es in China. Ob es die Büchse der Pandora, ein Sack Reis oder eine Großreinemach-Aktion ist bzw. war, man wird sehen. Allerdings droht vielen der 18 Millionen kleineren Firmen im Zuge der Zwangspause das Geld auszugehen. Was soll uns das sagen? Die Hilfe der Pinyin Zhōngguó Rénmín Yínháng, auch People’s Bank of China oder kurz PBOC – ein Tropfen auf den heißen Stein. Milliarden sind nicht genug. Die chinesischen Kleinunternehmer sitzen auf 5.400 Milliarden Dollar Schulden.

In Hongkong gibt es bereits „Helikoptergeld“. 1.300 USD für jeden Dauerbürger. Milton Friedmans Gedankenexperiment, aufgefrischt von Ben Shalom Bernanke, aus der akademischen Diskussion entlassen und nun angekommen in der 1997 bereits entlassenen Kronkolonie. Der Schlusspunkt quantitativer Lockerung.

Nicht mehr so locker dürfe man nun das China-Virus sehen. So Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Die Lage habe sich leider in den letzten Stunden geändert, das müsse man leider sagen. Man fordere jetzt die Bürger zu mehr Wachsamkeit beim Husten auf. Wobei Husten nicht gleich Corona heiße. Allerdings könnten im Ernstfall auch ganze Städte abgeriegelt werden. Zum Beispiel Berlin. Nach chinesischem Vorbild. So Andreas Geisel, Berlins Innenminister. Die Hauptstadt als Corona Geisel. Abgeriegelt. Eine charmante Idee.

Der lange Zeit mühsam und intensiv beatmete Liveticker läuft nun auf Steroiden und endlich zur Höchstform auf: Um 4:25 überwindet eine Virus-Patientin die Blockade und reist einfach nach Peking. Um 5:28 legt Corona Irans Tourismus lahm. Um 6:47 Uhr geht der Gouverneur der Lombardei in Quarantäne. Um 6:19 Uhr infiziert sich eine Japanerin zum zweiten Mal. Um 7:04 Uhr fahnden NRW-Behörden nach Karnevalisten aus Gangelt. Um 8:00 Uhr gibt es vier Verdachtsfälle an der Schule des britischen Royal-Nachwuchses. Um 9.00 Uhr erreicht der Erreger Dänemark. Um 10:22 Uhr entsendet China eine „Enten-Armee nach Pakistan“. Und um 10:51 Uhr „bricht sich [Britney Spears] lautstark den Fuß“. Und „Mario Giordano fragt, ist es nach 18 Uhr gefährlicher“, das Virus? Und der „Papst hustet und meldet sich krank“.

Noch etwas? Ja.

„Fakt ist: Wir haben wenige Fakten. Viel wichtiger ist, wie wir mit diesen Halbinformationen umgehen.“

Was lehrt die Vergangenheit? Was lehren Vögel- und Schweinegrippe?

„Wirkung der Medikamente = 0. Nebenwirkungen = unzumutbar. Die tödliche Pandemie = völlig harmlos. Die Reaktion der WHO: ‚Wir haben viel richtig gemacht.‘”

Bei Millionen-Zuwendungen durch die Impfindustrie lässt sich das selbstverständlich nicht von der Hand weisen. Gut. Und wie sollte man die Ratschläge der WHO einordnen? Wie Tipps zur gesunden Ernährung von Coca Cola.

Philip Haney war kein Karnevalist aus Gangelt, sondern er hatte bis zu seiner Pensionierung für das Heimatschutzministerium gearbeitet. Er starb im Alter von 66 Jahren an einem Highway. An einer selbst zugefügten Schussverletzung. So das Sheriff-Büro von Amadour County.

Philip Haney, Autor von „See Something, Say Nothing: A Homeland Security Officer Exposed the Government’s Submission to Jihad“ – Etwas sehen, nichts sagen: Ein Beamter des Heimatschutzes enthüllt die Unterwerfung der Regierung unter den Dschihad -, ein offener Kritiker der Obama-Regierung.

Philip Haney hatte arabische Kultur und Sprache studiert. Spezialgebiet islamische Theologie und Strategie und Taktik der globalen islamischen Bewegung. 2002 gehörte er als Landwirtschaftsbeamter für Zoll und Grenzschutz zu den Gründungsmitgliedern des Heimatschutzministeriums. Zuvor hatte er als Wissenschaftler im Nahen Osten gearbeitet. Philip Haney – ein Aufdecker. Nun abgedeckt im Leichenschauhaus.

Im Leichenschauhaus sind auch bereits einige demokratische Kampagnen gelandet. So etwa die von Elizabeth Warren. Sie sei in das Rennen mit Glaubwürdigkeit sowohl als Insiderin als auch als Außenseiterin eingestiegen, als Anti-Korruptions-Kreuzritterin mit Erfahrung in den bizarren Folklorewegen Washingtons. Sie sei eine Kandidatin mit Leidenschaft und Substanz, eine Kämpferin, die politische Vorschläge schneller ausspucke als Präsident Trump Verschwörungstheorien.

Im Herbst seien dann ihre Umfragewerte gemeinsam mit der Spendensammlung abgerutscht. Und nun sei sie in Iowa zunächst auf einem enttäuschenden dritten Platz gelandet, gefolgt von einem düsteren vierten Platz in New Hampshire. Ein Vorab-Nachruf der Bordkapelle: The New York Times. Auch wenn die Kampagne von Frau Warren noch lange nicht tot sei, aber sie werde jetzt in dem gedämpften Ton diskutiert, der Schwerkranken vorbehalten sei.

Nicht so Bernie Gulag Sanders, der die demokratische Kandidaten-Phalanx gerade richtig aufgemischt hat. Hohe Zeit für Mike Blumenberg, einen verstaubten Essay aus dem Regal ziehen zu lassen. Bernie Sanders habe in dem 1972er-Essay – geschrieben für den Vermont Freeman, eine alternative Zeitung – Frauen erwähnt, die über Vergewaltigungen phantasierten.

Ein kleiner Ausschnitt. Die ersten drei Abschnitte:

„A man goes home and masturbates his typical fantasy. A woman on her knees, a woman tied up, a woman abused.

A woman enjoys intercourse with her man — as she fantasizes being raped by 3 men simultaneously.

The man and woman get dressed up on Sunday — and go to Church, or maybe to their „revolutionary“ political meeting.“

Ein Mann geht nach Hause und masturbiert zu seiner typischen Fantasie. Eine Frau auf den Knien, eine Frau gefesselt, eine Frau missbraucht.

Eine Frau genießt den Geschlechtsverkehr mit ihrem Mann – sie phantasiert, von 3 Männern gleichzeitig vergewaltigt zu werden.

Der Mann und die Frau verkleiden sich am Sonntag – und gehen in die Kirche oder vielleicht zu ihrer revolutionären politischen Versammlung.

Heißt es eigentlich der oder das Essay? Beides geht. Der Essay „ist eine geistreiche Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden.“ Eine geistreiche Abhandlung.

Noch etwas? Selbstverständlich. Frauen bekämen Krebs, weil sie zu viele Orgasmen hätten und Kleinkinder sollten nackt herumlaufen und die Genitalien anderer berühren, um sich vor Pornos zu schützen. Überhaupt könnten Geschlechterrollen eine beunruhigende Dynamik im Sexualleben der Menschen erzeugen.

Jesus hilf! Da kann nur noch ein Tauber helfen. Es ist die Männlichkeit, die toxisch ist. Die Männlichkeit der alten weißen Männer. Von Erektionsproblemen alter Männer mag ein Tauber gar nichts hören. Es gelte, mit seinen Problemen herauszukommen und „Schwäche [zu] zeigen. Jesus sei für Männer ‚ein ganz cooles Vorbild‘.“ Wunderbar. Hatte Jesus Erektionsprobleme?

„Sie sollten Hotagra 120mg [nehmen], wenn Sie im Bett wieder Spaß haben wollen und keine Erektionspannen mehr erleben möchten.“

Ob es auch bei Wahlpannen hilft, ist nicht bekannt. In Hamburg gab es bekanntlich eine ganze Serie. Freiwillig geholfen haben bei der Auszählung der Stimmen auch einige FFF-Aktivisten, darunter auch Luisa Neubauer.

„In einem Wahlbezirk in Eimsbüttel sind angekreuzte Wahlkreisstimmzettel versehentlich im Altpapier gelandet – und später von der Müllabfuhr abgeholt worden.“

Was ärgerlich, aber nicht mandatsrelevant sei, so Landeswahlleiter Oliver Rudolf. Die meisten Stimmzettel hätte man wiedergefunden, aber 18 Zettel mit je fünf Stimmen seien nach wie vor verschollen. Was soll uns das sagen?

„Eine weitere ‚unschöne Besonderheit‘“ habe es im Wahlkreis Süderelbe gegeben. Aber auch nicht ergebnisrelevant. In zwei Wahllokalen seien bei der ersten Auszählung der Landeslisten die Wählerstimmen vertauscht worden. Eine Grün-Blau-Gelb-Verwechselung.

Das kann schon mal passieren. Das muss man aushalten können. Das ist wie im Fußball. Nur anders.

„Fußballer, die professionell spielen, müssen Beleidigungen aushalten, das gehört dazu.“

Sagt Prof. Dr. Stefan Chatrath.

„[I]m Sport sei ‚alles erlaubt, solange der gegnerische Spieler physisch nicht so stark geschädigt wird, dass er ausgewechselt werden muss‘.“

Prof. Dr. Stefan Chatrath muss es nun aushalten, dass er von der University of Applied Sciences Europa in Berlin von allen Lehrtätigkeiten als Studiengangsleiter für Sport- und Eventmanagement entbunden worden ist.

„Und das war möglicherweise nur der Anfang.“

Alles geht, alles kann, solange man hinterher noch gehen kann. Das muss man abkönnen. Das sportlich abgeleitete und leicht modifizierte Grundmotto der Swinger-Szene: Alles kann, nichts muss. Im Amerikanischen: „Yes we can“. Genau.

Zum Beispiel beide Augen zudrücken. So wie der der ehemalige Vorsitzende der Liberaldemokraten, David Steel. Bei Kindesmissbrauch. Nun ist er aus der Partei ausgetreten – worden. Der 81-jährige Lord Steel stiehlt sich davon, nachdem ihn die Untersuchungskommission für sexuellen Kindesmissbrauch kritisiert hatte. Er habe es versäumt weiterzugeben, dass der ehemalige Abgeordnete Cyril Smith ein Kinderschänder sei. Weil dies Vergangenheit sei. So Lord Stahl.

Auch in Deutschland geht es mit Stahl kontinuierlich weiter bergab. Das Motto: Wenn du denkst es geht nicht weiter, findet sich für mehr Bergab immer noch ein Kreuzgescheiter.

Thyssenkrupp verkauft die Ertragsperle des Konzerns, die Aufzugssparte, um dem maroden und tiefroten Stahlbereich ein längeres letztes Geleit zu geben. Allein im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte man mit Aufzügen und Rolltreppen „einen operativen Gewinn von 228 Millionen Euro“ erzielt. Die EU-Kommission hatte gut vorgearbeitet, indem sie die lange vorbereitete Fusion der Stahlsparte mit dem europäischen Zweig des indischen Stahlkochers Tata untersagte. Sehr hilfreich bekanntlich auch die stahlkocherfreundliche Energiepolitik der Bundesregierung. Ein weiterer Spielzug, um in der Transformationsliga weiter ganz oben mitzuspielen.

Nicht mehr mitspielen soll, kann, darf Bob Iger, der ewige Disney-Chef. Überraschend kündigte er nun an, „er werde den Vorstandsvorsitz mit sofortiger Wirkung niederlegen.“ Passend zum Weinstein-Urteil. Harvey Weinstein, zu dem Bob Iger gute Kontakte pflegte. Und was die Weinstein-Opfer-Klientinnen angeht, gibt es eine Schnittmenge. Harvey Weinstein, der unter der Obama-Administration ein gern gesehener Gast im Weißen Haus war und den Michael Obama einen wundervollen Menschen nannte.

Was sagt Wikipedia? Bob Iger, nach dem Studium als Wettermann gestartet, arbeitete sich bei ABC ganz nach oben. Im Januar 2000 stieg Iger zunächst zur Nummer Zwei im Disney-Konzern auf, um 2005 die damalige Nummer Eins, Michael Eisner, abzulösen. 2010 wurde er von Obama …:

„… zum Mitglied des President’s Export Council ernannt, einem Gremium, das den Präsidenten in wirtschaftlichen Fragen beraten soll. […] 2016 wurde er von der Fachzeitschrift The Hollywood Reporter zur einflussreichsten Person Hollywoods erklärt.“

Der zum Disney-Konzern gehörige ABC-Nachrichtensender zeichnete bekanntlich verantwortlich dafür, dass Amy Rohrbachs Geschichte über Jeffrey Epstein nicht den hauseigenen Standards entsprach und deshalb nicht gesendet werden konnte:

„[B]ut we have never stopped investigating the story. Ever since, we’ve had a team on this investigation and substantial resources dedicated to it“.

Aber wir haben nie aufgehört, die Geschichte zu untersuchen. Seitdem haben wir ein Team für diese Untersuchung eingesetzt und beträchtliche Ressourcen dafür bereitgestellt.

Und jetzt? Trotz aller Bemühungen: Aus die Maus.

Aus die Zecke kann man in Thüringen und Sachsen nicht sagen. Im Gegenteil. Es gibt drei neue Risikogebiete für die von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME. Stadtkreis Dresden, Landkreis Meißen und Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Erst Nazi und jetzt auch noch Zecke. Und „[d]ie Zecke (ahd. zehho oder zecko, englisch tick) hat Karriere im braunen Jargon gemacht.“ Ein altgermanisches Wort, eingepflegt in „die bräunliche Tradition der von Insekten inspirierten Beleidigungen.“ Für linke Autonome und Mitglieder der organisierten Antifa. Spätestens seit 1998 sei die Zecke dann ohne das Adverb links ausgekommen. So die Bordkapelle

Da ist es gut, dass in Zeiten, wo „rechtsextreme Terrorgruppen die Republik“ angreifen, das Gesetz gegen Hasskriminalität das Netzwerkdurchsetzungsgesetz noch einmal erweitert hat.

Nicht hasskriminell waren nach Ansicht des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten die Äußerungen eines 46-Jährigen. Der Mann …:

„… wurde vom Vorwurf der Beleidigung der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli freigesprochen. Die Äußerungen des Mannes im Internet seien noch von der Meinungsfreiheit gedeckt und daher nicht strafbar, urteilte das Gericht. In einem Video soll der Mann Chebli ‚Quotenmigrantin der SPD‘ und ‚islamische Sprechpuppe‘ genannt haben.“

Peter Nygard hält es weniger mit islamischen Sprech- als mit Modepuppen. Nun erklärte der 78-jährige finnisch-kanadische Modemogul seinen Rückzug. „Zuvor hatte bereits die US-Kaufhauskette Dillard’s die Zusammenarbeit mit Nygard aufgekündigt.“ Der Modeunternehmer „soll Mädchen in seinem Anwesen auf den Bahamas vergewaltigt haben“. Gelockt mit Model-Aufträgen und dann unter Drogen gesetzt.

Noch etwas? Selbstverständlich. Der Präsident ist „ein Arschloch“. Sagt wer? David Wright von ABC-News. Pfeife, Depp oder Schwanz geht aber auch: „Cause he’s a dick.” Außerdem sei der Präsident auch noch ein Albtraum. Weil man mit ihm keinen Streit gewinnen könne:

“I mean the people in New York go and hangs out – I mean people in New York are constantly, I think, fascinated by; how can people like Donald Trump? How can people understand – you know, well f**k! Cross the Hudson now and then, and come out and spend some time, and you’ll hear why! You know? And I still think that we, we still don’t understand voters, right?”

Ich meine, die Menschen in New York gehen und hängen herum – ich meine, die Menschen in New York sind, glaube ich, ständig fasziniert davon; wie können Menschen Donald Trump mögen? Wie können die Leute das verstehen – wissen Sie, gut, scheiße! Überqueren Sie ab und zu den Hudson und kommen Sie raus und verbringen Sie etwas Zeit, und Sie werden hören, warum! Verstehen Sie? Und ich denke immer noch, dass wir, wir verstehen die Wähler immer noch nicht, richtig?

Noch etwas? Ja. „Aktueller Winter ist zweitwärmster seit 1881“. Sagt die Bordkapelle. Der Führer von vorne und von hinten.

Hat der Führer etwas gesagt?

„Ich habe gesagt: Verrückt!“

„[Es] braucht […] nur ein Orkan zu kommen und alles fliegt zusammen wie ein Kartenhaus.“

***

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Kleiner Eisbär
Kleiner Eisbär
1. Mrz. 2020 10:00

„Ein Leser beantragt bei mir, Covid-19, also die Erkrankung durch das Virus SARS-CoV-2, künftig (in Anlehnung an die Spanische Grippe) die Spahn’sche Grippe zu nennen, weil Spahn als Gesundheitsminister ja nun wirklich alles verpennt habe, was man verpennen kann. Und „Herein!” ruft, wenn die Granaten schon einschlagen.

Stattgegeben. Genehmigt.“

Die Spahn’sche Grippe [danisch.de]

Manuel Wagner
Manuel Wagner
1. Mrz. 2020 20:45
Antwort an  Kleiner Eisbär

Danke, kleiner Eisbär,

der hohle Spahn hat also alles verpennt (war der schon mal wach?) und hat laut „Herein“ gerufen, als die Granaten schon eingeschlagen haben – Fehlzündung oder Verpuffung eines Blindgängers? Letztliches trifft auch auf den Spahn zu, wenn es um die Mobilmachung der Massenhysterie geht. Was, wenn denen die Puste ausgeht? Wird dann die spanische, richtig lieber Eisbär, die „Spahnsche“ Grippe zum Bundes-Keuchhusten und es reichen Hustenbonbons zur Heilung?

Entschuldigung, ich habe gerade nicht gehüstelt, nur am Wochenendbier verschluckt, also keine Gefahr! Das erinnert mich, werter von Xanten, an das Kali mit dem kurzen a – schlimmster Wurf im Spiel, ist mir der Becher vor Lachen aus der Hand gefallen. Und weil die Systemhuster die Hosen voll haben, droht man von höchster Stelle mit dem totalen Viruseinschlag: laut obersten Chef-Virulanten erwischt es mindestens 70 % der Bevölkerung, die restlichen 30 % werden wegen Systemtreue verschont oder von den Pharma-Haien belohnt.

Da lacht die Bundesmumie laut auf, doch plötzlich wieder ein Zitteranfall, weil das „Lied der Deutschen“ erklingt. Ein Deutscher hat im Skispringen gewonnen, trotz (!) Corona-Gefahr! Richtig, es tut sich was im Ländle, sieht wohl eher nach Volksgesundung aus. Licht am Ende des Tunnels, oder – die Wahrheit beendet diesen Wahnsinn. Man kann auch sagen: es N8wächtert.

Heil und Segen!
Manuel

Kleiner Eisbär
Kleiner Eisbär
1. Mrz. 2020 21:50
Antwort an  Manuel Wagner

Wird dann die spanische, richtig lieber Eisbär, die „Spahnsche“ Grippe zum Bundes-Keuchhusten und es reichen Hustenbonbons zur Heilung?

Bilddatei 🙂

Kleiner Eisbär
Kleiner Eisbär
1. Mrz. 2020 21:00
Antwort an  Kleiner Eisbär

Nachtrag:

„Erfurt (dpo) – Das Coronavirus ist endgültig in Deutschland angekommen. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken, wie sie sich am besten vor einer Infektion schützen können. Die AfD in Thüringen hat nun einen neuen, kontaktlosen Gruß vorgeschlagen, der das klassische Händeschütteln als Infektionsweg verhindern soll.“

Statt Händeschütteln: AfD empfiehlt wegen Coronavirus neuen kontaktlosen Gruß mit erhobenem rechten Arm [der-postillon.com]

Manuel Wagner
Manuel Wagner
1. Mrz. 2020 22:21
Antwort an  Kleiner Eisbär

Der erhobene Arm zum Gruß – und nur der Rechte ist der echte. Mensch, kleiner Eisbär, die lernen es doch noch. Mit 88 Grad-Wendung kommt die gesunde Sendung.

Sternhagelvoll
1. Mrz. 2020 11:28

Ich war gestern noch bei einer Vereinssitzung meines Radsportclubs, dort hat mir mein Sportkamerad (Chirug) erzählt, dass ein „feuchter Husten und feuchtes Niesen“ ein negativer Hinweis auf Covid-19 ist.

Torsten
Torsten
1. Mrz. 2020 18:52
Antwort an  Sternhagelvoll

@ Sternhagelvoll,

wie soll man damit umgehen?

Corona – Geheimplan der Regierung entdeckt? [volksbetrugpunktnet.wordpress.com]

Ich denke und jeder sollte weiterdenken.

Dir und allen Heil und Segen!

Marco
Marco
1. Mrz. 2020 19:13

Werte Kameraden,

was ist Gerechtigkeit? Es gibt die gerechte Belohnung, als auch die gerechte Bestrafung. Beide ergeben sich nach meinem Verständnis aus den vergangenen Taten. Ich denke hierbei an eine wahrhaftige Gerechtigkeit und nicht die eines kranken Systems. Wie sähe nach Eurer Meinung eine Gerechtigkeit für das deutsche Volk aus und wie sähe diese womöglich für das amerikanische „Volk“ aus?

Grüße
Marco

Amelie
Amelie
2. Mrz. 2020 9:36
Antwort an  Marco

Der Mensch denkt – und Gott lenkt.

Wünschen kann sich das deutsche Volk viel. Kann jemals ausgeglichen werden, was uns allein die Merkelregierung der letzten 15 Jahre bescherte? Sie ist nicht eine von uns. Das hat N* in der Kn* laut und deutlich gesagt: Sie ist eine von „uns“.

Wenn wir einst, nachdem wir Einiges zurechtgerückt haben, vergeben können, können wir uns vielleicht radikal von aller Ungerechtigkeit lösen. Siehe hierzu das Buch:

Die Radikale Vergebung [dietippingmethode.de]

Ich habe das Buch nicht gelesen. Ich kenne nur eine Begebenheit daraus:

Ein 3-jähriges Mädchen bekam ein Schwesterchen. Es machte zur Bedingung, wenn das Schwesterchen aus dem Krankenhaus nach Hause kommt, möchte sie zuallererst eine kurze Zeit ganz allein mit ihr sein. Das geschah so, nur wurde das Ganze abgehört, vielleicht als Vorsichtsmaßnahme. Das 3-jährige Mädchen sagte zu dem Baby: Erzähl mir von Gott, ich beginne zu vergessen.

Auch wenn es im Augenblick nicht danach aussieht, dass wir jemals Gerechtigkeit erfahren, glaube ich an eine solche, wie auch immer sie aussehen wird.

Erich
Erich
2. Mrz. 2020 15:45
Antwort an  Amelie

Das ist schön. Diese kleinen Geschichten erwärmen mein Herz. Es gibt diesen einen Spruch: „Niemals vergessen woher du kommst“, und ich weiß, dass genau das damit gemeint ist.

HuS
Erich

Christof777
Christof777
2. Mrz. 2020 10:09
Antwort an  Marco

Gerechtigkeit gibt es meiner Meinung nach nicht, jedenfalls nicht in der Natur. Gerechtigkeit ist lediglich eine geniale Erfindung des Systems, denn sie ist die Grundlage für die Schuld, die gebraucht wird, um den Schuldkomplex aufrechtzuerhalten. Die gerechte Bestrafung für eine Schuld führt direkt in den Dualismus. Schuldig oder unschuldig.

Und darin hält man uns gefangen bzw. halten wir uns selbst gefangen. Das gelingt nahezu perfekt, weil die Menschen das urchristliche Prinzip der Vergebung als Schwäche verstehen. Das ist aber nicht nur grundfalsch, sondern spiegelt die wahren Umstände. In dem Moment, wo ich vergebe, also auf Bestrafung oder die alttestamentarische Rache (das Rechtsprinzip archaischer Gesellschaftsformen) verzichte, bin ich außerhalb des Systems. Denn eine der Grundregeln des Systems lautet:

„Mache keinen Fehler.“

Wenn Du einen Fehler gemacht hast, bist Du automatisch schuldig. Und dann wirst Du dafür die „gerechte“ Strafe erhalten. Im Gegenzug gibt es die Belohnung für fehlerfreies, systemkonformes Verhalten. Fehlerfrei heißt dabei: Nicht die geringste Veränderung. Denn ein absolut fehlerfreies System fürchtet nichts mehr als die Veränderung. „Never change a running system.“

Von daher würde ich sagen:

Gerechtigkeit wird die Menschen nicht der Wahrheit näherbringen.

Annegret Briesemeister
Annegret Briesemeister
2. Mrz. 2020 11:39
Antwort an  Christof777

In der Rückkehr zur natürlichen Ordnung liegt für mich sowohl die Gerechtigkeit für das deutsche als auch für das wahre amerikanische Volk. Und nach meinem Verständnis ist die Natur und wir als Teil davon von Beginn an auf Gerechtigkeit ausgelegt. Wer oder was uns allerdings hier derzeit und auch schon viele Jahrtausende zuvor über Gerechtigkeit berichtet, beziehungsweise sie meint, uns und anderen zuteil werden zu lassen, hat mit der Gerechtigkeit nichts am Hut.

Wir können unter Umständen die Gerechtigkeit genauso wenig gut beschreiben, wie wir es beschreiben können, was es heißt deutsch zu sein.

„Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen.“

Herzlichst
Annegret

Christof777
Christof777
2. Mrz. 2020 13:24

Hallo Annegret,

es gibt mindestens zwei verschiedene Definitionen von Gerechtigkeit. Viele verstehen darunter die Rechtsprechung einer moralischen Instanz, wie z.B. einem Gericht. Was richtig ist, kann nicht falsch sein, was schlecht ist, kann nicht gut sein. Dieser Definition von Gerechtigkeit kann ich mich natürlich anschließen. Das hat aber mit der Gerechtigkeit, die man heutzutage z.B. von einem Gericht oder einem Richter zu erwarten hat, überhaupt nichts zu tun. Da kann „falsch“ plötzlich zu „richtig“ erklärt werden und die „Beweisführung“ ist derart juristisch verschwurbelt, dass man als Laie kaum in der Lage sein wird, dies sauber zu widerlegen.

Eine andere Definition für den Begriff der Gerechtigkeit hängt nämlich damit zusammen, dass in dem Begriff das Wort „Recht“ enthalten ist bzw. sich Gerechtigkeit von diesem ableitet. Es gibt verschiedene Formen des Rechts. Privates und öffentliches Recht, Vertragsrecht, Treuhandrecht, Handelsrecht, Seerecht etc. Allen diesen Rechtsformen gemein ist die Tatsache, dass es nur Fiktionen sind und sie von gewissen Wesen erschaffen wurden, mit dem Ziel, (((deren))) Interessen durchzusetzen. Dabei geht es heutzutage nicht mehr um Gerechtigkeit im moralischen Sinn, sondern nur und ausschließlich um die Frage: „Wer bezahlt?“ Schließlich sind alle Gerichte in Deutschland in internationalen Unternehmensregistern mit einer D-U-N-S ®-Nummer registriert.

Daneben, oder besser darüber, gibt es noch das sogenannte Naturrecht. Das ist nicht menschlichen Ursprungs und kann daher von den Menschen auch nicht reformiert oder gar abgeschafft werden, wie auch die Naturgesetze. Obwohl heftigst daran gearbeitet wird. Ich sage nur: m/w/d.

Bezeichnend ist der Umstand, dass alle menschengemachten Rechtsformen unter dem Begriff des „positiven Rechts“ zusammengefasst sind. Bis auf das Naturrecht. Dieses wird in der Juristik als „überpositives Recht“ bezeichnet. Genial, oder? Wenn man faule Äpfel als natürliches Obst bezeichnen würde, dann wären frische Äpfel eben übernatürliches Obst. Man muss nur die Maßstäbe entsprechend verschieben und schon kann man, juristisch betrachtet, aus Blei Gold machen.

Heute im Sinne der menschengemachten Rechtsfiktionen von moralisch untersetzter Gerechtigkeit zu sprechen, ist nichts anderes als pure Verhöhnung. Wenn man sich menschengemachten Rechtsnormen und -fiktionen unterwirft, darf man alles erwarten, nur eines nicht:

Gerechtigkeit im Sinne einer moralischen Instanz.

Marco
Marco
2. Mrz. 2020 11:53
Antwort an  Christof777

Werter Christof,

befindest Du Dich bereits außerhalb der Dualität? Bisher dachte ich, daß wäre nur einigen Erleuchteten gelungen. Ich frage nur, weil Du Dir die Vergebung der Schuld Anderer an Dir leisten kannst oder willst. Ich lebe nicht nach dem Motto: „Halte auch die andere Wange hin“, weil ich mir des Kampfes in dieser Existenz bewußt bin und ich noch nicht vom Ego befreit wurde (na Gott sei Dank, sonst wäre das Spiel ja sofort beendet 🙂 ).

Adolf Hitler sprach häufiger von den herrschenden Naturgesetzen und den damit einhergehenden Anstrengungen im Kampf um eine Daseinsberechtigung – des Einzelnen und eines Volkes. In dieser Schöpfung erfährt das Göttliche sich selbst und dennoch sind wir im Moment als individuelle Wesen und Rassen anwesend und jedes nach seiner Art.

Und natürlich ist die Gerechtigkeit, in einer Welt, die auf den Naturgesetzen eines Überlebenskampfes aufbaut, nicht immer gleich zu erkennen, da die Dinge oftmals im höheren Maßstab ablaufen. Aber ich glaube an die Gerechtigkeit, nicht immer sofort, aber immer über die lange Distanz. Und gerechten Belohnungen gehen immer redliche Bemühungen voraus. Ein Volk mit aufrechten Absichten und einem hohen Maß an Leistungs- und Opferbereitschaft wird früher oder später die Ernte seiner Bemühungen einfahren. Vielleicht macht dies die Deutschen so besonders, weil sie von alledem in den letzten Jahrhunderten so viel gezeigt haben.

Gerade seit der Migrationswelle 2015 müssen die Deutschen mal wieder erkennen, daß man die größten Schritte in Richtung der Selbsterkenntnis auf dem Weg des Leidens macht. Wenn man die Wohlfühlzone verlässt, ist sehr großes Wachstum möglich. Den Amerikanern hat man bereits vor Jahren Trump „geschenkt“. Dort geht es, wie immer, bergauf und bei uns wird alles vor die Wand gefahren. Welches Volk stellt sich denn nun den größeren Herausforderungen?

Ich will damit nicht sagen, daß man Dinge nicht auch vergeben kann, nur ist das an gewisse Dinge gebunden, die unablässig sind.

Grüße
Marco

Feuerqualle
Feuerqualle
3. Mrz. 2020 0:22
Antwort an  Marco

@marco

Du vergleichst direkt oder indirekt AH mit Donald Trump … Der Vergleich hinkt, vor allem weil die VSA von Anbeginn, ein von Freimaurern und (((anderen Bekannten))) erschaffenes Konstrukt, darstellt.

Als dort drüben die „Unabhängigkeitserklärung“ ausgegeben wurde, gab es Jahre zuvor schon die erste Synagoge (in Rhode Island) und Maurer Logen. Rhode Island zu der Zeit auch ein Knotenpunkt für den Sklavenhandel. George Washington und vermutlich jeder andere Präsident auch, ein Freimaurer! Trump, Millionär und Immobilien-Mogul in (((Neu York))) soll etwas anderes als die schon bekannte „Clique“ repräsentieren? Wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit?

Nur weil es dort drüben nicht eindeutig „bergab“ geht, aber dort von „bergauf gehen“ zu sprechen …, naja, ich lass es mal so stehen!

Jedem das Seine.

Marco
Marco
3. Mrz. 2020 12:05
Antwort an  Feuerqualle

Werter Feuerqualle,

mir gefällt Deine energetische Art. Ich weiß ja nicht, ob Du häufiger hier liest und wenn ja, müßtest Du meine Meinung zu Trump kennen. Mit dem Wort „bergauf“ und „bergab“ meinte ich zunächst das momentan wahrgenommene Gefühl der jeweiligen Völker. Dies entspricht nicht meinem Gefühl und ich ziehe durchaus in Betracht, daß solche Gefühle künstlich erzeugt werden können. Meine unterschwellige Grundaussage war:

„Ging es den Amerikaner jemals wirklich schlecht und für welche Leistungen sollten sie durch Donald Trump vom Schicksal belohnt werden?“ „Welchen Blutzoll haben sie gezahlt?“ „Was haben sie Anderen gegeben, um in zukünftigen Geschichtsbüchern den ehrenwerten Platz als Einleiter der Wende hin zum Licht darzustellen?“

In meinem Kommentar ging es mir um Gerechtigkeit und um die Entschlüsselung bestimmter kosmischer Mechanismen, um das Zusammenspiel von freiem Willen mit vorbestimmtem Schicksal, sowie die gesetzmäßigen Belohnungen, die man für Anstrengungen und erfahrenen Schmerz erhalten kann – z.B. in Form von persönlichen oder gemeinschaftlichen Erkenntnisprozessen. Adolf Hitler ist hier das beste Paradebeispiel.

Sein Beispiel zeigt alle Gesetzmäßigkeiten. Wir haben hier einen Menschen, der fest verwurzelt war in dem Glauben an eine höhere Instanz. Der fest verwurzelt war in einem Schicksalsglauben und der davon überzeugt war, daß, wenn ein Volk alles gibt was es kann, diesem Volk die göttliche Fügung den Weg in eine goldene Zukunft ebnen wird. Er selbst war ausgestattet mit dem eisernen Willen zur Tat. In seiner letzten Rede vor Kriegsende kommt sein unerschütterlicher Glaube an sein deutsches Volk und dem Schicksalsglauben voll zur Geltung.

Trotz der totalen Zerstörungen im kompletten Reichsgebiet, trotz der Meldungen von den vielen Vergewaltigungen und bestialischen Morden durch die anrückende rote Armee an der Ostfront, spricht er davon, daß wir am Ende siegen werden. Dieses Zuschauen müssen bei der Vernichtung seines Volkes muß ihn innerlich beinahe zerrissen haben. Das ist der Schicksalsschmerz, von dem ich spreche, das ist die scheinbare Ungerechtigkeit des Augenblicks. Seine Gegner verkauften diese Ansprachen als Durchhalteparolen eines geistig Gestörten, genau wie die angekündigten Wunderwaffen. Heute wissen wir über all dies einiges mehr.

Ich denke, niemand ist so naiv zu glauben, daß die Absetzbewegung ohne göttliche Hilfe möglich gewesen wäre. Alles das, was war seit vielleicht 1914, entspricht dem großen göttlichen Plan bis heute. Alles das, was wir gerade erleben in Deutschland, ist die Wiederauferstehung des schwarz-weiß-roten Schneewittchens. Schneewittchen ist scheinbar Tod und der gläserne Sarg fällt „zufällig“ auf den Boden ohne zu zerbrechen; also obwohl dieser Aufschlag nur wenige nachhaltige Schäden anrichtet (das ist der Vergleich zu den Zuständen in Deutschland im Moment), reicht das scheinbare Unglück aus, damit Schneewittchen den vergifteten Apfel ausspucken kann.

Grüße
Marco

Torsten
Torsten
2. Mrz. 2020 21:04
Antwort an  Christof777

Werter Christof777,

wie kannst du Dir (uns) diese Sachen so erklären (und fundiert)? Es sind nur Tröpfchen. Es gibt Gesetzmäßigkeit, seit Äonen von Jahren. Geschichtsfälschung kann daran nichts ändern.

Wasser der Film [YT]

Kann es etwas übergebenes und übergeordnetes geben, was du schon vergessen hast? Was meinst du …?

Diese Frage sei einmal in den Raum gestellt. Jeder sollte selbst seinen Weg gehen. Ich denke, wir sollten mehr auf uns und der uns gegeben Natur vertrauen.

Alles wird gut!

Christof777
Christof777
3. Mrz. 2020 12:45
Antwort an  Torsten

Hallo Torsten,

wie soll ich eine Meinung zu etwas haben können, was ich vergessen habe?

„Alles wird gut“ wiederholen auch die Sozialarbeiter*innen gebetsmühlenartig, wenn sie es mit eher hoffnungslosen Fällen zu tun haben.

Torsten
Torsten
3. Mrz. 2020 21:22
Antwort an  Christof777

Hallo Christoff777,

nun jeder kann „alles wird gut“ in sich spüren können (es ist ja nicht so, als wäre es nicht vorhanden), wenn man dem ->eigenen<- Instinkt folgt und sich nicht beirren lässt. Nun was dann?

Dann steht man plötzlich allein auf weiter Flur …, man schaut und bleibt allein ohne Orientierung. Was passiert dann? Genau darüber sollte einmal nachgedacht werden.

Jenes sollten wir wieder lernen. Mehr oder weniger ist dem nicht hinzuzufügen.

Dir und allen Heil und Segen!

Kommen wir doch wieder in unsere Kraft, die in uns schlummert und zum Licht strebt. Allen alles Gute.

Torsten
Torsten
3. Mrz. 2020 21:43
Antwort an  Torsten

Nachtrag:

Abgesehen davon, ist das (T)Deutsche Volk (das Volk, der Dichter und Denker) weitaus mehr als ein Vogelschiss der Geschichte. Denn es hat immer Lösungen gefunden und nicht kopiert (China) = NWO. Es ist eben ein Schlüssel, deren Zugang, warum auch immer, verschlossen bleibt. Sich öffnet?! Es ist ratsam, sich Gedanken darüber machen.

Allen und dem Deutschen Volke Heil und Segen!

Torsten
Torsten
3. Mrz. 2020 22:02
Antwort an  Christof777

Christof777,

ich weiß es nicht! Es spricht irgendetwas, was man nicht beschreiben kann. Ist dass die 4. M8? Übergeordnet?

Ich werde und kann nicht alles beantworten können, da sollte jeder selbst seinen Weg gehen muß, um zu erkennen. Der gottgegebene Funke wird überspringen, wenn es soweit ist und richtig erscheint.

Mehr kann ich nicht dazu sagen oder schreiben.

Heil und Frieden.

Der Wolf
Der Wolf
5. Mrz. 2020 2:20
Antwort an  Christof777

Werter Christoph 777,

es gibt keine Gerechtigkeit und die Gerechtigkeit bringt uns der Wahrheit nicht näher?

Nein, es ist genau umgekehrt: Ohne Gerechtigkeit gibt es auch keine Wahrheit. Wer nach Wahrheit strebt, muß auch gerecht sein. Wem Gerechtigkeit gleichgültig ist, dem ist konsequenterweise auch die Wahrheit gleichgültig, im Gegenteil: sie wäre nur hinderlich. Umgekehrt: Ein Gerechter kann niemals die Wahrheit leugnen, denn in demselben Augenblick verliert er seine Eigenschaft als Gerechter.

Gerechtigkeit und Wahrheit gehören daher zusammen. Genauso wie Ungerechtigkeit und Lüge stets zusammenhalten wie Pech und Schwefel.

Die Gerechtigkeit der Natur ist eine andere allerdings als die menschliche Gerechtigkeit. Daher läßt sich das eine nicht unmittelbar mit dem anderen vergleichen.

Mit dem Begriff Fehler hat Gerechtigkeit, bzw. genauer: die Ungerechtigkeit, auch nur bedingt etwas zu tun, obwohl man Ungerechtigkeit durchaus als fehlerhaftes Verhalten ansehen kann. Aber wenn jemand beispielsweise einen anderen ermordet hat und es ihm gelingt, seine Tat zu verbergen, dann hat er zwar insofern keinen Fehler gemacht, weil ihm die Vertuschung seines Verbrechens ja gelungen ist, aber gerecht ist das nicht. Dann wäre ja jedes erfolgreich ausgeführte und nicht bestrafte Verbrechen automatisch gerecht. Ein Verbrechen bleibt jedoch ein Verbrechen. Und Gerechtigkeit besteht eben darin, das Verbrechen auch als ein solches zu bewerten. Menschliche Rechtsprechung jedoch verletzt oft genug dieses Prinzip. Insofern handelt sie ungerecht.

Allerdings existiert ein Unterschied zwischen der kosmischen und der menschlichen Gerechtigkeit. Die menschliche „Gerechtigkeit“ ist an Sitte und/oder Gesetz gebunden. Also an durchaus wandelbare Maßstäbe. Wobei Gesetzlichkeit als solche keineswegs gleichbedeutend mit Gerechtigkeit ist. Gesetzlichkeit kann – so gesehen – durchaus ein Unrecht darstellen, was sich u.a. in dem bekannten Satz „Summum ius – summa iniuria“ ausdrückt. Wobei dieser Spruch (zu Deutsch: „Höchstes Recht – höchstes Unrecht“) mehr auf eine bestimmte Form von Gleichmacherei abhebt. Gerechtigkeit besteht nämlich in der Anwendung desselben Maßstabes rechtlicher Prinzipien bzw. sozialer oder sonstiger Spielregeln.

Andererseits kann man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. D.h. der Maßstab muß sich dem Objekt anpassen. Aber auch mit diesem an sich richtigen Prinzip kann Mißbrauch betrieben werden, wie wir es mit der sogenannten „kultursensiblen“ Rechtsprechung in der Irrenanstalt BRD täglich erleben, die die (ausländischen) Täter schützt und die (deutschen) Opfer wehrlos macht.

Die kosmische Gerechtigkeit dagegen folgt nicht den Winkelzügen menschlicher Rechtsprechung und deren eher eigensüchtigem Rechtsempfinden, sondern folgt den – am Prinzip des Vorrangs des Lebens, seiner Höherentwicklung sowie der Resonanz und des energetischen Ausgleichs orientierten – ehernen Gesetzen von Natur und Übernatur.

Da der Mensch – wie jedes andere Geschöpf auch – dem Gesetz von Werden und Vergehen unterliegt, andererseits als multidimensionales Wesen überzeitlich ist, ist der notwendige Ausgleich bzw. die kosmische Gerechtigkeit nicht zwingend an seine gegenwärtige Existenzform gebunden. D.h. sie kann viel später erfolgen, aber sie erfolgt immer. Soweit jedenfalls die Lehre der Esoterik, die man an diesem Punkte durchaus ernst nehmen sollte.

Das Thema Strafe ist ein weiterer Gesichtspunkt. Pauschal darauf verzichten wollen, halte ich für falsch. In der Praxis taugt sowas nicht. Das spricht nicht unbedingt gegen Gnade oder Vergebung. Aber dazu ein andermal.

Erdbeerschorsch
Erdbeerschorsch
2. Mrz. 2020 13:38
Antwort an  Marco

@Marco:

Ich denke, wenn die Wahrheit ans Licht kommen würde und alle Beteiligten sich ihrer Rollen bewußt würden, wenn sie erkennen würden, was in der Vergangenheit alles falsch gelaufen ist und bis in die heutige Zeit wirkt, dann würden sie schlußfolgern, daß es so nicht weitergehen kann und über Konsequenzen nachdenken. Bestrafung zwecks Gerechtigkeit halte ich für nicht geeignet, um dauerhaften Frieden herzustellen. Der Wille zum Ausgleich muß von Innen kommen (Einsicht), nicht von außen (Anklage).

Ich bin ja nach wie vor der Meinung, daß jeder Mensch (außer vielleicht Psychopathen) im Prinzip das gleiche will: in Frieden leben, d.h., sich in die Gemeinschaft einbringen (um wiederum von ihr profitieren zu können), sich ausdrücken, Nachkommen zeugen, Zukunft gestalten usw. Und ich bin weiterhin der Meinung, daß, wenn alle die gleichen Informationen hätten, sich im jeweiligen kulturellen Rahmen sehr ähnliche Schlußfolgerungen und Konsequenzen ergeben würden, weil jeder tief in sich drin das Wissen trägt, wie ein friedvolles und bereicherndes Miteinander geht. Noch können die Medien dies verhindern. Doch bevor nicht jeder Einzelne sein eigenes Aha-Erlebnis und die sich daraus ergebende Wahlmöglichkeit hatte, wird’s wohl nix mit der großen Transformation.

Kleiner Eisbär
Kleiner Eisbär
1. Mrz. 2020 22:50

„Fußballer, die professionell spielen, müssen Beleidigungen aushalten, das gehört dazu.“

Ausgerechnet an diesem Wochenende … :grübel:

Siehe Dietmar Hopp – Plopp …

Ach ja, noch etwas:

Carnivorous (Anagramm von Coronavirus) = fleischfressend … :grübel: 🙂

Sailor
Sailor
2. Mrz. 2020 8:08

Wer sich etwas näher mit dem von Herrn Musk erwähnten Herrn Isaac Asimov und auch der gesamten Gemengelage befasst, wird nicht mehr daran zweifeln können, dass es bei einem eventuell aufkommenden Orkan Probleme geben könnte:

Elon Musk gibt Lektüre-Tipps: Inspirierten diese Bücher seine visionären Projekte? [de.sputniknews.com]
Isaac Asimov [de.wikipedia.org]

Danke, werter Siegfried von Xanten, für eine weitere lesenswerte Kolumne. 🙂

Ekstroem
Ekstroem
2. Mrz. 2020 9:59
Antwort an  Sailor

Was haben Musk und Asimov gemeinsam? Beide gehören zum selben Völkchen.

Amelie
Amelie
2. Mrz. 2020 19:39

Türkisches Fernsehen zeigt reisewilligen Arabern Routen nach Europa [unzensuriert.at]

Dieses Europa, das Milliarden für den Deal zwischen Merkel und Erdogan bezahlt hat, und Deutschland vermutlich mal wieder den Löwenanteil. Und von Merkel hört man hört man „nichts“.

Missie Mabel
Missie Mabel
2. Mrz. 2020 21:09

Danke für das Kolumnen-Hochlicht am Sonntag. ☺

Erinnert Ihr noch das „Tropical Island“ in Brandenburg? Das hatten wir beim werten N8wächter letztes Jahr am Wickel. Da hat es wohl Corona-mäßig „boom“ gemacht:

Corona-Fall in Berlin: 60 Kontakt-Personen identifiziert – Tropic-Islands-Angestellte negativ [deutsch.rt.com]

Gott mit uns
Missie

lotse
lotse
2. Mrz. 2020 21:11

Ein ergänzender Gedanke zum Thema Gerechtigkeit:

An Gerechtigkeit ist nichts Verwerfliches. Sie ist ein Spiegel und mißt mein eigenes Leben mit gleicher Präzision, wie das meines Nächsten. Sie ist ein zweischneidiges Schwert und richtet meine eigenen Gedanken, Sinne und Taten ebenso, wie die aller Anderen.

Vergebung ist eine andere Ebene, eine andere Qualität, eine andere Kapazität. Ein Unterlegener wird kaum zu Vergebung fähig sein. Wer aber die Größe seines Seins, seines Lebens begreift, kann gar nicht anders, als Vergebung zu einem Eckstein des Lebens zu machen.

Eine möglicherweise leichter verständliche Parallele findet sich im aktuellen Virus-Geschehen. An Mundschutz und kolloidalem Silber, an CDL und MMS ist nichts verkehrtes. Jeder tut, womit er sich wohl und sicher fühlt. Aber ich habe hier auch schon gelesen, daß unsere Grundhaltung dazu ein Schlüssel ist. Wer für sich weiß, wie er zu den Dingen steht, bedarf mancher Brücke nicht mehr.

In diesem Sinne eine erkenntnisreiche Zeit für uns alle. 🙂

Aufgewachter
4. Mrz. 2020 3:01

Apropos: Es begann vor ca. 5.000 Jahren …

Die Wüsten-Irrläufer

Gott: „Habe ich Euch nicht geholfen aus Sklaverei und dem Machtbereich des Pharaohs zu entfliehen?“

Gottesvolk: „Aber ja Vater, wir waren erfolgreich, Vater!“

Gott: „Und warum sind dann alle Legionen des Pharaohs hinter Euch her?“

Das Gottesvolk zitterte plötzlich wie Espenlaub und zeigte auf einen großen Berg voller Glänzendes.

Gott: „Warum habt Ihr denn all den Goldschmuck des Pharaohs mitgenommen? Das Zeug ist doch höllisch schwer und läßt Euch im Wüstensand versinken!“

Nach ein paar Sekunden des Schweigens.

Gott: „Ihr wollt damit doch nicht etwa ein Tauschsystem aufbauen oder Euch gar einen Handelsvorteil verschaffen, um die Menschheit zu versklaven?“

Gottesvolk: „Aber nein, Vater! Wir brauchen das viele Gold nur für den Fall, daß wir in der Wüste auf Tiger und Löwen stoßen, damit wir es wegwerfen können, um dann schneller laufen zu können!“

Seit diesem Tag an irrte das abtrünnige Gottesvolk fast 40 Jahre lang durch die Wüste, ohne dabei auf nur einen einzigen Tiger gestoßen zu sein.

Bekennender Christ denkt über die Welt nach [aufgewachter.wordpress.com]

Kleiner Eisbär
Kleiner Eisbär
5. Mrz. 2020 22:25