Von Xantens Kolumne – Die linke Hand der Philanthropen

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Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgekehrt. Es wird wieder geschlachtet. Bei Tönnies. Stand 16.07. Und Stand 2. September 39?

„Von Ribbentrop schickt Dr. Hesse aus der deutschen Botschaft-London zu Sir Horace Wilson, einem der engsten Mitarbeiter des Premierministers. […] Hesses Auftrag lautet nun, noch einmal um Vermittlung bei den Polen nachzusuchen und dafür ein Angebot zu unterbreiten. Es ist der Handel ‚Danzig und die exterritorialen Verkehrsverbindungen nach Ostpreußen gegen den Rückzug der deutschen Truppen plus Entschädigung der bisher entstandenen Kriegsschäden an Polen.‘ Hesse gelingt es tatsächlich, noch um 23 Uhr am selben Abend, zu Wilson vorzudringen und ihm das Hitler-Angebot zu übermitteln. Doch Wilson lehnt entschieden ab. […]

Außerdem müsse sich Hitler erst entschuldigen, ehe sein Angebot in Erwägung gezogen werden könne. […] Was weder Hitler noch Hesse ahnen können ist, daß man in London schon am Vormittag das deutsche Angebot „Danzig und die Passage durch den polnischen Korridor gegen die Beendigung des Krieges“ vorhergesehen und befürchtet hat, und daß der englische Außenminister Halifax diese Befürchtung als Begründung dafür nutzt, Paris zur Eile für eine Kriegserklärung an das Deutsche Reich zu drängen.

So informiert der französische Botschafter in London Charles Corbin seinen Außenminister George Bonnet schon mittags um 14.30 Uhr am Telefon von der englischen Angst vor einem möglichen Hitler-Angebot eines deutschen Truppenrückzugs als Gegenleistung für die Überlassung Danzigs und der deutschen Korridorpassage. […] Eine Stunde nach dem Hesse-Wilson-Treffen beschließt das englische Kabinett seine Kriegserklärung an das Deutsche Reich.“

„Hier rollen die Schweine-Transporter an.“

Es ist angerichtet. Und es geht und ging wieder um die Wurst. Die EU hatte „zum Streit um 1800 Milliarden Euro“ gebeten. Was soll uns das sagen? Und was soll es uns sagen, dass die Bundeskanzlerin am 17. Juli, zum Gesprächsauftakt, ihren 666. Geburtstag feiern durfte? Gibt es von Google etwas zum Geburtstag? Gewiss. „Wird auch oft gesucht: Adolf Hitler, 20. April 1889. Donald Trump, 14. Juni 1946. Joachim Sauer, 19. April 1949.“

Es geht um die Wurst:

„In ärmeren Volkskreisen war früher häufig nicht ein Schwein (siehe auch ‚Schwein haben‘), sondern bloß eine Wurst der Siegespreis bei volkstümlichen Wettkämpfen wie Wurstschnappen, Wurstangeln und Wurstklettern. Die Redensart ist zwar erst für das Jahr 1881 in Leipzig belegt, wahrscheinlich aber älter.“

Die Sau wiederum galt „in früheren Zeiten als wertvoller Besitz und stand damit auch für Geschäfte, Einnahmen und Glück.“

Ist jemand angeschossen? Selbstverständlich. Joe Biden „ist angeschossen, er ist geistig angeschossen“. Sagt der Präsident. Vor „Protz-Kulisse vor Weißem Haus“. Allerdings Vorsicht: „Ein Jäger ist in Alaska von einem angeschossenen Schwarzbären überrollt und schwer verletzt worden.“ Und in Greifswald wurde ein toter Jäger bei der Nachsuche von einem 50-jährigen Wildschwein angeschossen.

Jägerei. Was sagt der Führer?

„Wie die Jägerei das Wild hegt, um es bei Gelegenheit umbringen zu können, so hegen die Juristen die Unterwelt. Die größte Gefahr ist die große Bedeutung, die der ersten Strafe beigemessen wird. Prügelstrafe wäre da wirklich viel besser als Freiheitsstrafe. Im Gefängnis und Zuchthaus kommt der Bestrafte gleich in die rechte Schule. Er wird belehrt, wie man es anstellen muß. Zunächst wird ihm gesagt, wie blöd er das angefangen hat. Der weitere Aufenthalt ist ein fortgesetzter Unterricht.“

Ob Joe Biden es ins Gefängnis schafft, bleibt abzuwarten. Jedenfalls bedient er eher die linke Schule. Und nun schicke er sich an, so die Bordkapelle, den Präsidenten zu überrollen:

„Einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von ‚Washington Post‘ und ABC News zufolge führt Biden deutlich vor Trump mit 15 Prozentpunkten.“

Gibt es weitere Einzelheiten? Selbstverständlich:

„Neue erschreckende Details. Halle-Attentäter wollte Scharfschütze werden.“

Und während des Studiums sei er „krank geworden […], weil er Drogen nahm, die er selbst hergestellt hatte.“ So ein Bekannter. Auch seine Waffen habe er selbst gebaut. Ansonsten habe er 44 verschiedene Computerspiele gespielt. Bis zu 266 Stunden die Woche. Gesucht: Frage, Rechnung und Antwort. Was sagt der Philosoph?

„Ich habe in einem Jahr 16 Monate durchgespielt.“

Wobei 44 wiederum gefährlich wegen Nazi-Code: 44+44 und SS. Sekt oder Selters. Der verhinderte Scharfschütze habe nach der Bluttat im Harz untertauchen wollen. Mit 550 Euro in bar. Indes 5 auch Nazi-Code. Quasi doppelt gemoppelt. Damit es besser hält.

„I have nothing to say.“ (‚Ich habe nichts zu sagen‘) In Anlehnung an den 5. Verfassungszusatz der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, das Recht zu schweigen. Ein Code für Ungesagtes, bei dem sich der Zuhörer oder Leser selbst denken kann, was es ist.

Was darf man sich bei der Nato denken? Seit 2017 residiert man in einem neuen imposanten Hauptquartier aus Stahl und Glas. In Architektur gegossene SS-Runen. Was sagt der Präsident?

„Es ist wunderschön.“

Was gibt’s zur Null zu sagen? Von Null auf Hitler mit drei Klicks. Den Führer gibt’s quasi in der Apotheke. Gleich hinter den Runen:

„Der Klassiker. Zwei Leute treten an zwei Endgeräten gegeneinander an. Man einigt sich auf einen Startartikel und dann geht’s los. Wer nicht weiß, wo er anfangen soll, dem hilft die Option ‚zufälliger Artikel‘, die einen Eintrag aus den Tiefen Wikipedias vorschlägt.“

Auch als Saufspiel geeignet. Für den Verlierer gibt‘s für jeden Extra-Klick einen Schnaps.

Gibt’s eigentlich Avocado-Schnaps? Selbstverständlich. Abacate:

„Historisch gilt der sogenannte Abacate als Vorläufer des Eierlikörs, den niederländische und portugiesische Kolonialfahrer im 17. Jahrhundert im heutigen Brasilien bei den Tupi-Guarani-Stämmen am Amazonas entdeckten. Zurück in Europa nahmen sie dann aus Mangel an Avocados Eier als Ersatz.“

Was sagt der Philosoph?

„Du brauchst nicht immer einen Plan. Manchmal brauchst du einfach nur Eier.“

Oder Avocados. Allerdings Durchdreh-Gefahr. „‘Avocadolf‘ dreht völlig durch. Hildmann will töten, der Staat schaut zu“. Der vegan kochende Verschwörungsideologe Attila Hildmann „wäre in einer Gefängniszelle besser aufgehoben als auf einem Rednerpult“, so die Bordkapelle.

„Das Schöne an einer weitgehend gut funktionierenden Demokratie“ sei, „dass man denken und sagen“ könne, was man wolle. Meinungsfreiheit praktisch zweiter Name von Deutschland. Man müsse nur mal verreisen und wiederkommen, dann könne man sie wieder spüren, die große Freiheit. Große Freiheit Nr. 7:

„Hans Albers verliebt sich in Ilse Werner, doch die zieht leider Hans Söhnker vor.“

Was sagt der Philosoph?

„Wir haben ein Abstimmungsproblem – das müssen wir automatisieren.“

Bizarr, abgehoben, vegan oder krank – in Deutschland könne man leben wie man wolle. Sogar als Poet:

„De det de det de de
[…]
De de de de de de
Isch liebe deutsche Land“.

Was allerdings nicht mehr für Avocadolfo Hildmann gilt. Der sei aufgewacht und verbreite statt Kochbüchern nun Verschwörungsideologien: Von Antisemitismus über Corona-Diktatur, „Aliens, Chemtrails, eine weltweite Impf-Verschwörung um Bill Gates und den Mobilfunkstandard 5G“ bis hin zum Reichsbürgertum alles dabei. Volles Programm.

Der Führer quasi Segen gegen die „Kommunistin, Zionistin, Satanistin“ Bundeskanzlerin. Attila Avocadolfo Hildmann – „[s]ein neues Leben als Revolutionär“ habe ihn viel gekostet. Porsche zum Beispiel schäme sich, dass der Vegan-Papst „mit einem knallbunten GT3 bei seinen Demos“ vorfahre. Wobei Porsche wiederum „[g]ute Geschäfte unterm Hakenkreuz“ gemacht habe, so die Bordkapelle. Die braune Leiche im Keller der deutschen Automobilikone -„Porsche und seine Nazi-Vergangenheit“.

Indes glaubten nur einige Dutzend Personen an die Avocado-Revolution. Und die, so die Bordkapelle, seien …:

„… vermutlich […] in einer geschlossenen Einrichtung besser aufgehoben […]. Aber wie gesagt: Das ist ja das Tolle an diesem Land, man kann frei reden, man kann sogar Blödsinn reden und man kann frei entscheiden.“

Quod erat demonstrandum.

„Heutzutage wird q. e. d. auch oft durch ein schwarzes Quadrat ■ symbolisiert. Es wird Grabstein, Kiste oder nach dem Erstverwender Halmos genannt. Manchmal wird der Grabstein auch offen dargestellt: □.“

Ein schwarzer Würfel sei dagegen quasi als Grabstein des natürlichen physischen Universums gedacht, so Jason Mason. Eine Künstliche Intelligenz, ursprünglich nicht von dieser Welt, sei von den Greys der Menschheit in Würfelform übergeben worden. Der Würfel beinhalte eine schwarze, ölartige Substanz: Black Goo. Eine nanomechanische Technologie der KI, die wie ein Virus arbeite. Die KI fördere und verstärke die Dunkelheit, der andere Teil des Mind-Control-Systems.

Die KI und ihre Agenten, die Archonten, seien Meister der Täuschung und Illusion. Die KI spiele mit den Wünschen und Begierden und den Egos, um den Verstand auszutricksen. Wichtige Persönlichkeiten seien infiziert und infiltriert. Die Infizierten erschufen die Mind-Control-Programme und entwickelten die Technik, die die KI brauche – Drohnen, Roboter, computerbasierte Überwachungssysteme, Implantate -, um die Macht auf der Erde zu übernehmen.

Der Große Bruder – ursprünglich in Würfelform eingereist. Black Goo Matters. Ein Geschenk der Greys. Wobei:

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und Grün des Lebens goldner Baum.“

Sagt Mephisto. Soll man sich also deswegen graue Haare wachsen lassen? Soll es einem davor grauen? Vermutlich.

Jedenfalls werde gegen Avocadolfo ermittelt. Wegen Volksverhetzung. Außerdem habe er den Eiern von Volker Beck gedroht. Und davor könne einem nur grauen, so die Bordkapelle. Rund 66.000 Menschen hätten seinen Telegram-Kanal abonniert. Kopfgeld gebe es auch. Zum Beispiel 1000 Euro für den Namen von Volker Beck. Seinen Text habe er, der Avocado-Revoluzzer, mit entsprechenden Arabesken verziert: einer „Axt-, einem Schwert- und einem Sprengstoffsymbol.“

Eier. Was sagt der Führer?

„Eine Fliege legt Millionen Eier, die alle vergehen; aber: die Fliegen bleiben! Was erhalten bleiben muß, ist nicht zunächst die erarbeitete Erkenntnis, sondern die blutsmäßige Substanz, aus der die Erkenntnisse kommen.“

Bereits 2017 habe er sich als verbal-aggressiver Grenzgänger geoutet. Die gesamte Tagesspiegel-Redaktion habe 2017 zunächst Hausverbot bekommen. Wegen eines „dreckigen Kackartikels“. Er freue sich, dass er die verantwortliche Journalistin „nicht erkannt habe“:

„[S]onst hätte ich Ihnen meine Pommes in Ihre Wannabe-Journalistinnen-Visage gestopft.“

Kurz darauf habe er dann aber der Tagesspiegel-Redaktion ein Versöhnungsangebot gemacht und sie komplett in sein Lokal eingeladen. Allerdings sei er bereit, „‘komplett auszurasten‘, wenn sie wieder ‚irgendeine Scheiße‘ schreiben“ würden. Das Ganze garniert mit einem „Foto von sich mit einer Schrotflinte im Anschlag.“

Esther Salas arbeitet nicht für den Tagesspiegel, sondern ist Bundesrichterin in den Vereinigten Kolonien:

„Derzeit sitzt Salas einem Verfahren vor, in dem eine Sammelklage von Investoren gegen die Deutsche Bank verhandelt wird. Die Investoren werfen der Bank vor, Finanzaktivitäten von Hochrisikokunden nicht ausreichend überwacht zu haben – darunter auch jene des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.“

Am Montag wurde Salas Sohn von einem als FedEx-Paketbote verkleideten Unbekannten an der Haustür erschossen. Ihr Mann, der frühere Staatsanwalt und heutige Strafverteidiger Mark Anderl, befindet sich im Krankenhaus. Zustand stabil. Nachdem er vom selben Paketboten angeschossen worden war. Am Montagabend, deutscher Zeit, wurde bekannt, dass die Polizei einen mutmaßlichen Verdächtigen in dem Fall als Leiche aufgefunden habe. Die Leiche war praktischerweise tot:

„Es handele sich um einen Anwalt aus New York City und er habe sich mutmaßlich selbst getötet.“

Praktischerweise sei Roy Dan Hollander auch Rassist, Sexist und Trump-Anhänger gewesen und habe eine „Pro-Trump-Papierspur“ hinterlassen.

Wie heißt Salas eigentlich von hinten? So wie Soros. Oder Reittier. Nur anders. Ein Palindrom. Dazu gehören auch Wörter, die man sinnvoll rückwärts lesen kann, die aber ein anderes Wort ergeben. So wie Regen und Neger. Gibt’s auch als Satz: Trug Tim eine so helle Hose nie mit Gurt?

Wie auch immer, Epstein sei Pinocchio gewesen, während „Gepetto“ Ghislaine die Fäden gezogen habe. Sie das Missbrauchs-„Superhirn und ein Monster“, „viel hinterhältiger und intelligenter als Epstein jemals“ gewesen sei.

Noch etwas? Gewiss. Ghislaine Maxwell sei auch eine passionierte Filme-Macherin und -Sammlerin gewesen. So ein unter dem Pseudonym William Steel schreibender Autor. Sie besitze unter anderem Videos von „‘hochkarätigen‘ US-Politikern“, die im Verein mit anderen mächtigen Persönlichkeiten Sex mit minderjährigen Mädchen gehabt hätten.

Er, Steel, sei gezwungen gewesen, sich ihre Videos anzusehen:

„Sie wollten mich von ihrer Macht und davon überzeugen, wen sie in ihrer Gewalt hatten. Ich sah in diesen Videos sehr mächtige Menschen – Berühmtheiten, Weltfiguren -, die Sex hatten, Dreier, sogar Orgien mit Minderjährigen.“

Was sagt der Präsident? Er „habe Maxwell ‚im Laufe der Jahre viele Male‘ getroffen, insbesondere seit er in Palm Beach in Florida gelebt habe“. Er „wünsche ihr alles Gute, was auch immer es ist.“ Er habe allerdings „den Fall nicht wirklich verfolgt.“

Madonna fühlt sich vom Heiligen Vater verfolgt. Aber rasend mache sie der Präsident. Sie „bevorzuge den schläfrigen Joe Biden im Vergleich zu diesem Nazi aka Soziopathen, der aktuell im Weißen Haus“ sitze. Sie dagegen habe sich – „Lasst mich das mal klarstellen“ – während eines Konzerts im Jahr 2012 in St. Petersburg für rechte Homosexuelle eingesetzt und sei von Russland zu einer Strafe in Höhe von einer Million US-Dollar verurteilt worden. Eine Geschichte in bester pseudologischer Tradition. „Wenn Lügen zur Krankheit wird“.

Die Bordkapelle fragt Prof. Dr. Hans Stoffels, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Berlin:

„Wie können Sie diesen Menschen konkret helfen? Stoffels: Das geht in der Regel über mehrere Stufen. Wichtig ist, dass Therapeuten den Patienten nicht als Lügner abtun, sondern seine Not erkennen. Zuallererst muss das Selbstwertgefühl wieder stabilisiert werden. Dann werden Situationen durchgesprochen, in denen die Versuchung zur Lüge auftritt. Dabei muss stets darauf geachtet werden, dass der Pseudologe nicht nur andere Personen anlügt, sondern die Lügengeschichte selbst glaubt und sich auch selbst täuscht.“

Gibt es ein Manuskript? Selbstverständlich. Das Hefferlin Manuskript. Ein Bericht über uralte, hochtechnologische Städte in der Antarktis. Eine davon die Regenbogenstadt – Rainbow City. Die Kapitale. Unterirdisch sei die Stadt mit anderen Anlagen auf der ganzen Welt verbunden.

Eine Stadt, in der eine Art Plastik dominiere. Pflaster, Gebäude, Kleidung, alles sei aus diesem Material. Eine Stadt aus Kunststoff, mehr als 2 Millionen Jahre alt unter einer 10.000 Fuß dicken Eisschicht. Im Stadtzentrum gebe es große Tempel, Zentren der höheren Bildung und kulturelle Museen alter Zivilisationen und ihrer Maschinen. Das gesamte Wissen der Erbauer sei in Bibliotheken abrufbar. Über 30 Meter breite Dual-Tunnelsysteme sei die Regenbogenstadt mit der ganzen Welt vernetzt. Dort kenne man weit mehr als die bekannten 118 Elemente. Was soll uns das sagen?

Außerdem gebe es Portale für das sekundenschnelle Reisen zu anderen Orten. „Beam me up, Scotty“ – beam mich hoch, Scotty. Ein verbales Star-Trek-Relikt. Allerdings habe Captain Kirk das angeblich so nie gesagt. Wie auch immer, mit den Portalen könne man auch in die Vergangenheit reisen.

Die Regenbogenstadt liege in einem 16 Kilometer langen und 40 Kilometer breiten Tal. Die Gebäude – nomen est omen – schimmerten in allen Regenbogenfarben. Die Regenbogenstadt sei, so das Hefferlin-Manuskript, vor Millionen von Erdenjahren von Migranten besiedelt worden. Die Menschheit sei durch die Galaxien gewandert und habe in unserem Sonnensystem zunächst den Mars besiedelt. Allerdings habe es Streit mit einer anderen Rasse gegeben und man habe die Erde kolonialisiert.

Allerdings jetzt Einspruch. Warum? Darum. Man kann …:

„… nicht von Menschenrassen sprechen. Immer wieder versuchen rechte Gruppen, ihre rassistischen Ideologien wissenschaftlich zu begründen. Die Grünen fordern nun, den Begriff ‚Rasse‘ aus dem Grundgesetz zu streichen. Auch Forscher sagen, er habe keinerlei wissenschaftliche Grundlage.“

Was Forscher und Experten eben so sagen – ohne wissenschaftliche Grundlage. Wahrscheinlich gibt es auch keine Hunderassen mehr.

Die mathematische Grundlage der Regenbogenstadt basiere auf der Zahl 7, so das Hefferlin-Manuskript. Ein Siebener-System. Sieben, das sei im Übrigen auch die Schwankungsbreite auf der Temperaturskala. Die Temperaturen bewegten sich entsprechend im Jahresverlauf zwischen 18 und 24 Grad (18, 19, 20, 21, 22, 23, 24). Die Größe der Bewohner, die meist blond und blauäugig gewesen seien, habe dagegen zwischen 2 und 2,5 Metern geschwankt.

Gibt es eine Frage? Ja. Wie viele und welche (rein größentechnisch) Bewohner muss man übereinander stellen, um wieder auf sieben zu kommen?

Wie auch immer, es habe Maschinen gegeben, sogenannte Transmitter, die den Transport von Metallen und organischen Substanzen zwischen Erde und Mond ermöglicht hätten. Einige Transmitter seien sogar noch aktiv. Einer befinde sich zum Beispiel im untergegangenen Teil von Lemuria auf dem Grund des Pazifiks. Zwischen Hawaii und San Francisco. Ein Gebiet, das von Schiffen und Flugzeugen gemieden werde. Schiffe oder Flugzeuge, die in den Einflussbereich des Transmitters gelangten, verschwänden auf nimmer Wiedersehen. Um auf dem Mond zu landen. Dort lägen etliche Schiffs- und Flugzeugswracks neben dem dortigen Transmitter herum.

Radio Regenbogen:

„Mehr Hits von heute – mein Lieblingsmix. Radio Regenbogen sendet ein 24-Stunden Vollprogramm für Baden und die Pfalz. JETZT EINSCHALTEN!“

Nicht regenbogenfarben, sondern braun sei dagegen die Kolonie, die Eva Herman und Andreas Popp in Kanada bauen. „Hunderte Deutsche mit ‚braunem Gedankengut‘“ hätten sich laut Bordkapelle „auf der abgeschiedenen und naturbelassenen Insel Cape Breton in der östlichen Provinz Nova Scotia angesiedelt“. Unter Führung der „ehemalige[n] ‚Tagesschau‘-Sprecherin Eva Herman“ und des „Rechtsradikale[n] Andreas Popp.“ Gemeinsam verbreiteten sie rechte Propaganda und nähmen die Siedler aus.

„Popp veranstalte auf der Insel Seminare, in denen er gemeinsam mit Herman den Zusammenbruch der europäischen Wirtschafts- und Sozialsysteme prophezeie und eine Investition der Ersparnisse im angeblich krisensicheren Kanada nahelege, eine Art ‚transatlantische Kaffeefahrt‘“ für 3.000 Euro, so die Bordkapelle. Die Grundstückskäufer aus Deutschland würden „mit rechtsradikaler Propaganda indoktriniert.“

Außerdem verbreite Herman …:

„… Schreckensnachrichten in einem Telegram-Kanal mit 135.000 Abonnenten, den sie täglich mit neuen Verschwörungstheorien füttere. Dort schimpfe sie über die angebliche Corona-Hysterie und die ‚globale Impf-Allianz von Bill Gates und Angela Merkel‘. Immerzu warne sie vor der vermeintlichen ‚Invasion‘ Europas durch Migranten aus dem ‚arabisch-afrikanisch-asiatischen‘ Raum.“

Spiegel relotiusmäßig investigativ. Diffamierungsniveau 7. Sohle.

Was sagt der Präsident?

„Es wird wahrscheinlich leider schlimmer werden, bevor es besser wird […] Ich sage das nicht gerne über Dinge, aber so ist es.“

Eine epochale Herausforderung. Sagt Markus Söder. Und Corona sei eine davon, „eine ganz große weltweit.“ Dazu der Klimawandel. Eine epochale Aufgabe:

„Wie müssen wir darauf reagieren? Nun es gibt Erkenntnisse darüber. Es gibt Vorschläge und Ratschläge von den besten und schlauesten Köpfen der Welt, wie man auf das eine, Corona, und auf das andere, Klimawandel, reagieren sollte. Es ist eigentlich nicht so schwer, diesen Empfehlungen zu folgen, sie politisch umzusetzen, bringt Ertrag und kann helfen. […]

Aber was schwierig ist, dass es Menschen gibt und zum Teil auch politische Verantwortliche, die das ignorieren, die das leugnen und das Gegenteil davon behaupten. Es gibt den Klimawandel, ihn zu leugnen ist eine Sünde. Es gibt Corona als Herausforderung. Es ist nicht nur eine leichte Grippe. Es zu leugnen, kann Leben gefährden und zwar in existentieller Form.

Warum gelingt es uns nicht eine gemeinschaftliche Idee zu entwickeln und zwar global, was wir tun sollen und was wir voranbringen müssen. Nationale Egoismen auf der einen Seite. Das Leugnen und Verführen von Menschen zu noch so absurden Fakten und das Verführen von Menschen zu Verschwörungstheorien wird keine Lösung bringen.

Deswegen sind wir in Bayern auf der Seite der Vernünftigen. Wir sind auf der hellen Seite der Macht, wie es in Star Wars so schön heißt. Warum? Weil wir das Beste für die Menschen erreichen wollen und uns nicht mit absurden Verschwörungstheorien und dem Leugnen von Fakten beteiligen wollen. Und der Appell ist, dass wir uns einreihen in die Gruppe und Gemeinschaften der Vernünftigen.“

Wunderbar.

Die dunkle Seite der Macht. Darth Vader – Markus Söder, die linke Hand der Philanthropen. Ein bayerischer Zauberlehrling, „der sich jenseits der militärischen Struktur befindet und allein daran arbeitet, das zu erreichen, was der Kaiser wünscht.“ Wegbeamen geht nicht, weil Star Wars und Star Trek bekanntlich zwei Paar verschiedene Schuhe. Gebeamt wird nur bei Star Trek.

Fehlt noch der Ticker:

  • „06:26 Uhr Kanye West bricht bei Wahlkampfveranstaltung in Tränen aus […], als er erzählte, dass sein Vater ihn habe abtreiben lassen wollen.“
  • „07:53 Uhr […] Hühnerhaltung in der Stadt liegt im Trend. ‚Nach dem Urban Gardening kommt das Urban Livestock Farming‘“.
  • „10:07 Uhr“ Elend Musk zwitschert: ‚Das baby kann noch keinen löffel benutzen‘“.
  • „10:36 Uhr Greenpeace: Auffällige US-Polizeibehörden bekamen deutsche Waffen“.
  • „13:28 Uhr Mann beißt Fremdem an S-Bahn-Station Fingerkuppe ab“.
  • „14:14 Uhr Afghanistan bleibt wegen Melonen auf Corona sitzen“.
  • „14:17 Uhr Hollywood-Star Mel Gibson hatte Covid-19“.
  • „17:00 Uhr Berliner Punkband engagiert Drosten als Gitarristen“.
  • „18:03 Uhr Polnische Stadt erklärt sich zur ‚schwulen-freien Zone‘“.
  • „18:52 Uhr Mann wird bei Überfall Bart mit Perlenkette abgeschnitten“.
  • „20:16 Uhr Ex-Frau: Johnny Depp warf Flaschen ‚wie Granaten‘ nach mir“. Der Depp.
  • „22:26 Uhr […] Schlange überlebt Verkehrsunfall“.

Hat der Führer etwas gesagt?

„Ich habe gesagt: Verrückt!“

„[Es] braucht […] nur ein Orkan zu kommen und alles fliegt zusammen wie ein Kartenhaus.“

Und nun ist er halt da, der Orkan.

„[Und] am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“

***

[Titelbild in erhöhter Auflösung]

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