Loslassen

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Die alte “Welt“ spielt ihre Schlussmelodie und die Dissonanzen sind für niemanden zu überhören, der noch ein Restgespür für und eine gewisse Erinnerung an wahre Harmonien hat. Es ist wahrlich bemerkenswert, wie sich das Festhalten an den Erinnerungen im eigenen Leben manifestiert. Doch das Loslassen und Vertrauen darauf, dass das Leben etwas Großartiges für einen selbst bereithält, scheint für viele Menschen eine übergroße Hürde zu sein.

Ich habe in meinem Leben so einige Hürden vorgefunden, welche sich in den meisten Fällen eher unvermittelt (wenngleich im Nachhinein betrachtet vorhersehbar) vor mir aufgebaut haben. Das Ende einer Täuschung war dabei in den meisten Fällen der Anlass, Veränderungen in meinem Denken und vor allem in meiner Wahrnehmung der uns alle umgebenden Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen. Dies war in den meisten Fällen hart, doch habe ich es überlebt und bin weiterhin hier.

Dabei liefen allerlei Prozesse auf verschiedenen Ebenen ab, seien es persönliche Erlebnisse oder auch Erkenntnisse über die vielfachen Lügen, welche uns allen verkauft wurden. Nun, letztlich hat dies dazu geführt, dass es zu meinem Dogma geworden ist, mich selbst ruhigen Gewissens im Spiegel anschauen zu wollen, zu können und zu wissen, dass ich, angesichts der vorliegenden Informationen, “das Richtige“ getan habe.

Menschen möchten Menschen sein, mit all ihren Finessen, Ansichten, Gefühlen, Gedanken und auch Fehlern. Und das dürfen sie. Genau das ist ihr gutes Recht. Sich zu verbiegen, um jemand anderem zu gefallen, ist ein Schritt in die Unehrlichkeit und maßgeblich unehrenhaft. Womit wir wieder beim Spiegel sind. Wer kann ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen und sagen: “Ich mag, was ich dort sehe.“?

“Aufgaben“

Wir alle wählen unsere “Aufgaben“. Welche Motive dahinterstehen, mag diskutabel sein, doch liegt die Wahl letztlich allein bei uns selbst. Manche dieser Aufgaben sind vorübergehender Natur, andere haben eine tiefbegründete und langanhaltende Motivation, welche von anderen entweder geachtet werden kann oder eben nicht. Dabei bedarf diese Motivation in sich auch keinerlei Erläuterung, wenngleich der Versuch derselben keineswegs verwerflich ist.

Was uns alle betrifft, und mit einer Welle nach der nächsten über uns rollt, ist die Wirklichkeit. Wir alle wirken, immer. Und es ist durchaus bewundernswert, wie all diese Wirkungen von der Schöpfung, vom Leben, miteinander in Wechselwirkung gehen. Das Leben selbst ist voller Wunder.

Wahrheit ist. (Punkt.) Sie kann nur sein. Ebenso wie die Liebe. Beides ist absolut und zugleich bedingungslos. Einzig das überbordende Ego und/oder das sprichwörtliche “kleine Kind“ in uns, kann uns dabei im Wege stehen – und tut es bedauerlicherweise nur allzu oft.

Und so neigen wir alle immer und immer wieder dazu, in die Falle zu tappen, welche uns unser kleines Teufelchen, das herausfordernd überbordende Ego, oder das kleine Kind in uns, stellt, und verschenken dabei bisweilen die größten Gelegenheiten, welche uns das Leben selbst anbietet und mit lautem Getöse vor die Füße klatscht. Bedauerlich und dennoch leider wahr.

Diese Hürde zu nehmen und sich selbst einzugestehen, falsch zu liegen und der Einfachheit halber etwas oder jemand anderem die “Schuld“ für seine eigene Kurzsichtigkeit und Bockigkeit zu geben, ist schwer und dennoch ein Teil dessen, was uns das “Leben“ immer und immer wieder zur Aufgabe macht. Wenn es so ist, dann darf das so sein. Wer weiß denn schon, welch größeres Ansinnen dahintersteckt, von dem wir ahnungslos sind?!

Worum geht es also in Bezug auf das auf vielen Ebenen so mannigfaltig vertretene “Loslassen“? Nun, ich kann hierzu nur Denkanstöße mit auf die Reise des Einzelnen geben, was jedoch bereits im Einzelfall hilfreich sein mag, um die eine oder andere Wahl zu treffen oder auch bereits getroffene Wahlen zu überdenken.

Loslassen

Was auf uns alle, angesichts der zahlreichen Beobachtungen der vergangenen Jahre und insbesondere der sich zuspitzenden vergangenen Monate, mit enormer Kraft zurollt und mit hoher Wahrscheinlichkeit alle Seelen betreffen wird, welche gewählt haben, jetzt und hier an diesem unglaublichen Schauspiel teilzuhaben, ist vermutlich auf viel mehr Ebenen angesiedelt, als es dem Einzelnen bewusst sein dürfte. “This is bigger than you can imagine“, “Dies ist größer, als Du Dir vorzustellen vermagst“.

Die “Welt“, wie sie uns allen ein Leben lang vorgegaukelt wurde, nähert sich augenscheinlich und in großen Schritten ihrem Ende. Das Erkennen der Illusion wird unausweichlich, und damit einher geht auch die Erkenntnis der eigenen Schwächen, Fehler, Fehltritte, sowie das schamlose Eingeständnis derselben. Die “Wahrnehmung“ könnte als das Annehmen dessen verstanden werden, was wahr ist, echt ist, dass also etwas so ist, wie es ist. Und sich über (!) etwas “gewahr“ zu werden, ist womöglich eins der größten Geschenke überhaupt, welche das Leben für uns bereithält.

Einige Dinge im Außen sind nun einmal, wie sie sind. Wir können dies “akzeptieren“, also hinnehmen, und auch “respektieren“, also achten – oder wir lassen es bleiben. Die Wahl liegt stets bei uns. Dazu gehört auch, gewisse Umstände als solche anzunehmen und sich und seine eigene Wahrnehmung derselben vor das “kleine Kind“ oder das “Ego“ zu stellen. Jemand hat sich eine Aufgabe bewusst ausgesucht. Dies gilt es zu achten, denn es ist desjenigen Wahl.

Und die allgegenwärtige Frage ist stets: Was hat das mit mir zu tun? Betrifft mich das? Falls ja, was genau ist meine Aufgabe?

Beispiele

Jeder der hier Lesenden kennt vermutlich jemanden, der die Wahl getroffen hat, sich mit der Spritze ein- oder auch zweimal der Illusion hinzugeben, sich seine vermeintliche “Freiheit“ zurückzuerkaufen. In Anbetracht der Vielzahl an überaus kritischen Meldungen mag der Unglaube oder die Fassungslosigkeit angesichts der getroffenen Wahl “wirklich“ sein. Doch welches Recht haben wir, die Wahl eines anderen diesbezüglich in Frage zu stellen? Ja, die Wahl mag aufgrund von erfolgreicher Täuschung gefällt worden sein, doch auch das “sich täuschen lassen“ war eine Wahl. Wir reden hier von Kausalität!

Wie steht es um enge familiäre Bande, welche in Bezug auf dasselbe Thema einer übergroßen Zerreißprobe ausgesetzt werden? Mütter, welche ihre Kinder vor den möglicherweise irreparablen Folgen einer Schlumpfung bewahren wollen, und Väter, welche der manipulativen Berichterstattung Glauben schenken und das eigene Kind dem Scharfrichter an die Hand reichen? Oder anders herum. Schwierig. Eine echte Zerreißprobe. Doch hier hat auch die Seele des Kindes eine Wahl, wem sie mehr Vertrauen schenkt. Kausalität.

Oder was ist mit Menschen, welche das Leben zusammengeführt hat, um den voraussichtlich holprigen Weg erfolgreich gemeinsam zu gehen, wo jedoch einer eine nachhaltige Bindung an Dinge oder Menschen entwickelt hat, welche von der anderen Seite womöglich des Loslassens als würdig empfunden werden, von der einen Seite jedoch nicht? Was, wenn es beispielsweise familiäre Anbindungen gibt, welche von der einen Seite über- oder unterschätzt wurden? Vermögen beide zu achten, was dem jeweils anderen lieb und wichtig ist? Wen betrifft was und was ist wessen Aufgabe?

Echt

Wir leben in ausgesprochen herausfordernden Zeiten. Bestehen können wir alle diese nur, wenn wir “echt“ sind, also “unverfälscht“, “aufrichtig“ und “wahr“. Sich an alten Denkmustern und Erfahrungen festzuklammern, bringt einen nur bis zu einem gewissen Punkt und bedauerlicherweise in den seltensten Fällen darüber hinaus.

“Jeden Tag neu.“, dies habe ich im vergangenen Jahr oftmals vernommen. Und ja, diese Aussage birgt eine umfassende Echtheit in sich. Denn Dinge sind ständig im Fluss und dürfen auch ständig neu betrachtet werden. Die Ergebnisse dieser Betrachtung sind manchmal gleich der bisherigen Wahrnehmung, doch oftmals haben sich Veränderungen ergeben, welche es anzuerkennen gilt, sofern man das “Alte“ auch wirklich loslassen möchte.

Die manchmal schwierige Wahl, an gewissen Dingen festzuhalten – sei es, weil sie voraussehbar nur von gewisser Dauer sein werden oder auch von nur absehbarer -, obliegt demjenigen, der sie zu treffen hat. Ob es das mögliche Aufgeben des Wohnsitzes ist, das Festhalten an der Unterstützung der hochbetagten Eltern oder die Nähe zu den eigenen Kindern, hier greifen – insbesondere in Zeiten wie diesen – Mechanismen der Verantwortlichkeit und insbesondere der aufrichtigen Liebe. Unter Umständen mag dies eine schwierige und auch schmerzhafte Wahl sein, und dennoch ist sie mit all ihren Folgen zu achten. Alles andere wäre un-echt.

Betrachtung

Wahrheit ist. Liebe ist. Beides ist absolut und ohne Bedingung. Darüber hinaus wirken wir immer, ob wir wollen oder nicht, und jede Wirkung hat Folgen. Wahrheit, Liebe, Echtsein, all diesem liegt eine Wahl zugrunde. Sie wird getroffen, so oder so. Der Punkt ist: Jeder hat stets die Wahl. Oder anders ausgedrückt:

“Der darf das.“

Seid echt und bleibt standhaft.

Alles läuft nach Plan …

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