Gedanken über Geld und Glauben

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Nachfolgender Beitrag im Ton-Format, vorgetragen vom Nachtwächter:


Im Juni 2018 begann auf dieser Netzseite die Artikelserie “Geld und Glauben“. In meiner seinerzeitigen Wahrnehmung lagen die deutschen Lande schon sehr lange im Mittelpunkt einer Gesamterzählung, welche letztlich alle heutigen Zustände in einen Sinnzusammenhang bringt. Mit dem “Glauben“ wurden die Menschen, ja ganze Völker ver- und geführt und mit dem “Geld“ wurde die Führung umgesetzt. Dabei rangen verschiedene Interessensgruppen um Macht und Einfluss und es entstand ein Großreich, welches über die Jahrhunderte die Geschicke der bekannten Welt beherrschte, bis es Ende des 16. / Anfang des 17. Jahrhunderts begann zu erodieren und letztlich Anfang des 19. Jahrhunderts zerfallen war.

Eine maßgebliche Rolle dabei spielte der Kirchenstaat, welcher eingangs – beruhend auf einem imperialen, alt-römischem System – territorialen “Schutz“ benötigte und diesen von den deutschen Königen auch erhielt. Im weiteren Verlauf gewann dieser Kirchenstaat über seine missionarische Struktur zunehmend an Einfluss auf das gemeine Volk, was die Abhängigkeit der weltlichen Führer erheblich erhöhte. Aus dem “Deutschen König“ konnte nur dann ein “Kaiser“ werden, wenn das Oberhaupt des Kirchenstaates zustimmte und ihn salbte. Kurz: Ohne Papst kein “Kaiser“.

Soweit der übergeordnete Rahmen der Erzählungen über das Geschichte.

Die unzähligen Verflechtungen der zeitgenössischen Geschichtsschreibung wurden in der Artikelserie “Geld und Glauben“ sehr eingehend betrachtet. Es war von Beginn an offen und klar dargelegt worden, dass sich die Beitragsserie mit der “zeitgenössischen Geschichtsschreibung“ beschäftigte, wie sie auf Wikipedia dargelegt wird. Ich wählte seinerzeit Fragestellungen als begleitendes Mittel für weitere Nachforschungen, denn zu keinem Zeitpunkt war der Anspruch mit der Serie verbunden, alles erkannt zu haben oder alles zu wissen. Und so war die umfassende Mitarbeit vieler Leser und Kommentatoren ein wesentlicher Bestandteil beim Zusammentragen der schier unendlichen Informationsflut. Dabei kristallisierten sich Zusammenhänge über Herrscherdynastien und Begebenheiten des Geschichtes heraus, welche kaum einer der Beteiligten in seiner system-schulischen Verbildung jemals vor Augen geführt bekommen hatte. Und doch blieben einige Fragen letztlich unbeantwortet und neue Fragen eröffneten Pfade der weiteren Nachforschung.

Ursprünglich war angedacht, die Artikelserie bis 1871 auszuführen. Der letzte Teil, über die Epoche von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur “kleindeutschen Lösung“ “Deutsches Reich“, kam jedoch nicht mehr zustande. Bereits vor Fertigstellung des 7. Teils war die Zusammenarbeit der Autoren beendet und mir war zudem zunehmend bewusst geworden, dass die entscheidenden Fragen auch mit einem Teil 8 unbeantwortet bleiben würden. Hinzu kam meine Weiterentwicklung in Bezug auf mein ureigenes Verständnis darüber, wie die “Welt“ funktioniert … und so traf ich die Wahl, auf den Abschluss der Serie zu verzichten.

Ein kleiner Rückblick

Meine öffentliche Reise begann im Jahr 2014. Angetrieben durch meine Lebensumstände und die Erkenntnis einer recht großen Lücke im seinerzeitigen deutschsprachigen Netzangebot begann ich Texte von Autoren aus Übersee zu übersetzen und auf meiner Netzseite anzubieten. Zu jener Zeit war es vor allem Walter Eichelburg mit seiner Netzverweis-Sammelseite “hartgeld.com“, welcher mein Angebot dankend annahm und mir so recht schnell Zugriffszahlen bescherte, von denen viele andere der damals zahlreichen “alternativen Blogger“ nur träumten. Recht bald konnte ich mit meiner Tätigkeit, mittels der Unterstützung meiner Leser, ein bescheidenes, doch wirtschaftlich durchaus ertragbares Leben führen und wenn es mal eng wurde, griffen mir meine Leser stets helfend unter die Arme, wofür ich bis heute sehr dankbar bin.

So konnte ich mich tagtäglich mit dem Blick auf die “Bühne des Illusionstheaters“ beschäftigen, über den sprichwörtlichen “Tellerrand“ blicken und meinen Lesern darlegen, was sich mir dabei an Erkenntnissen auftat. Die reinen Übersetzungen von Überseetexten waren mir bald zu … unvollständig und so begann ich kurzerhand meine eigenen Gedanken auszuformulieren. Zugleich kamen zunehmend Inhalte in mein Bewusstsein, welche von den zahlreichen Weggefährten – wie dem Kurzen, dem Bondaffen, Maria Lourdes, Siegfried von Xanten und anderen – betrachtet wurden. Ob es nun die deutsche Geschichte oder die Tiefen des Finanzmarktes, gesellschaftliche, tagesaktuelle oder auch phantastisch anmutende Themen waren, sie rückten zunehmend in mein Blickfeld. Meine Leser hielten mir den Rücken frei und so konnte ich nachforschen, lesen und Dokumentationen anschauen und so meine Wahrnehmung der “Welt“ verfeinern und diese fortgesetzt öffentlich kundtun.

Über die Jahre durfte ich sehr viele Menschen kennenlernen, ihre Sicht auf “die Welt“ anhören und Dinge lernen, welche mir bis dahin unbekannt oder einfach nur fremd waren. Doch ich war “offen“, wie schon in jungen Jahren, und sog all diese Informationen regelrecht auf. Dann kam “Q“. Als einer der ersten im deutschsprachigen Raum befasste ich mich öffentlich damit und begleitete die zahlreichen Einträge von den “chan“s mit vernünftigen inhaltlichen Übersetzungen und Erläuterungen möglicher Sinnzusammenhänge, bis, ja, bis mir die schiere Flut von Einträgen zuviel wurde und mein Bewusstsein dafür wuchs, wie “Q“ funktionierte, an welches Publikum es sich richtete und was mit den Menschen angerichtet wurde, welche jeden Morgen – wie ich auch seinerzeit – gebannt vor irgendeinem Bildschirm saßen und schauten, welche neuen “Kühe“ es gab und wohin die nächste Reise im “Kaninchenbau“ gehen sollte.

Die Bühne des Illusionstheaters

Zugegeben, das “Qniversum“ hat mir selbst und natürlich auch vielen Lesern recht tiefe Einblicke in das “Geschehen“ im überseeischen Sumpf gegeben und gewisse Verständnisebenen eröffnet. Und doch war im Untertitel meiner Netzseite schon von Anfang an die Rede vom “Illusionstheater“. Diesen Begriff hatte ich vor vielen Jahren bei Alexander Wagandt aufgeschnappt und fand ihn sehr passend, wenngleich mir seinerzeit noch eher unbewusst war, wie tiefgehend die reine Wortbedeutung tatsächlich ist.

Zwar war mir bewusst, dass die “Welt“ eine Bühne ist, doch fehlte mir die Folgeerkenntnis, was diese mit mir macht und auch, welchen Teil ich mit meinen Beiträgen selbst zum “Illusionstheater“ öffentlich beitrug. Selbstgefesselt in der Notwendigkeit “Geld“ für mein Leben zu erwirtschaften und dem “Glauben“, dass ich etwas “Gutes“, das “Richtige“ tat, war ich jahrelang hochmotiviert und lieferte lange Zeit sogar täglich Beiträge. Die Zugriffszahlen waren für einen kleinen “Blogger“ mehr als beachtlich. Jeden Tag im Schnitt etwa 25.000 bis 30.000 Besuche von Lesern und oftmals täglich über 100 Kommentare unter den Beiträgen – welche ich rechtschreiblich ausbesserte, um die Lesequalität des Kommentarforums hoch zu halten. Ich hatte reichlich zu tun, es war ein tag- und abendfüllendes Programm. 7 Tage die Woche. Und – mich inbegriffen: Alle Beteiligten waren beschäftigt.

Beschäftigung

Der Höhepunkt der Beschäftigung auf meiner Netzseite war die Beitragsserie “Geld und Glauben“, denn jeder war dazu aufgerufen mit zu “recherchieren“ und Zusammenhänge aufzudecken – was zu Beginn sehr bemerkenswert angenommen wurde. Doch mit jedem Teil ging die Bereitschaft mitzuwirken ein Stück zurück und bei Teil 7 fanden sich nur noch wenige Leser, welche sich den im Beitrag aufgeworfenen Fragen stellen mochten. Seinerzeit fand ich das ein wenig schade, gar befremdlich. Mir fehlte das Verständnis dafür, weshalb “die“ denn verkennen, wie “wichtig“ das alles ist! … und ich übersah dabei einen sehr wesentlichen Hinweis, welcher mir durch das Verhalten meiner Leser an sich recht deutlich gegeben wurde: Sie mochten sich nicht mehr damit beschäftigen (lassen) …

Nun ist der Mensch heutiger westlicher Prägung derart gestrickt, dass ihm recht schnell sowas wie “Langeweile“ aufkommt. Einem Süchtigen gleich möchte er seinem Verlangen nachgeben und mit irgendetwas beschäftigt sein und verkennt, dass die Beschäftigung in aller Regel von außen an ihn herangetragen wird. Beschäftigung findet auf vielerlei Ebenen statt – sie kann sinnlos und zeitraubend sein oder auch voller Sinn und Erfüllung. Und sie ist stets eine Wahl, wenngleich nur wenigen bewusst ist, dass sie selbst diese Wahl treffen. Da es eine ureigene Wahl ist, liegt die Verantwortung dafür folgerichtig auch stets bei jedem selbst.

Und so stand auch ich alsbald vor einer Wahl: Ich konnte – wie ich es jahrelang gemacht hatte – weiter meine Zeit damit verbringen, mich durch Netzseiten und Beiträge in Sozialen Medien zu wühlen, immer auf der Suche nach einer richtig “schlagenden Zeile“, dies mit dem Ziel, mein Weltverständnis weiter zu verfeinern und meine Erkenntnisse anderen aufzunötigen … und bei der Gelegenheit sogar noch “Geld“ damit zu “verdienen“.

Viele taten und tun dies auch heute so oder so ähnlich und diese Vorgehensweise hat ihre Berechtigung und ist keineswegs grundsätzlich zu verurteilen. Doch sollte jeder sich bewusst machen, dass er Teil eines “Publikums“ ist – auch in diesem Moment, wenn Du dies hier liest oder anhörst. Insofern tun auch “alternative Medien“ es den ach so verpöhnten oder gar verhassten LeiDmedien gleich, indem sie ihr Publikum mit ihrem Angebot bedienen.

Aus welcher Motivation heraus bestimmte Inhalte angeboten werden, unterliegt bei vielen Anbietern der Spekulation. Es mag eine tiefe innere Überzeugung zugrunde liegen, das “Richtige“ zu tun, dem unsäglichen Treiben nicht unwidersprochen und tatenlos zuzuschauen … oder es mögen auch vollkommen andere Motive vorliegen. Ich gehe gar so weit zu behaupten, dass die meisten “alternativen“ Anbieter, ob nun “Blogger“, Medienunternehmen oder Kanalbetreiber in Sozialen Medien, sich über ihre wahren Motive weitestgehend unklar sind – besonders, wenn das “Publikum“ Beifall klatscht und die Zahl der “Folger“ wächst und wächst … Und diese Behauptung begründe ich mit meinem eigenen Erleben.

Wie ich heute dazu stehe, sollte spätestens am Ende dieses Beitrags jedem klar sein, selbst wenn er meine öffentlich dokumentierte Entwicklung über die vergangenen Jahre nicht verfolgt oder zur Kenntnis genommen hat.

Auch “alternative Medien“ spielen ihre Rolle in der Gesamtorchestrierung und bedienen ihr Publikum, halten es in Beschäftigung. Es handelt sich um unter-Haltung, um beeinflussende Beschäftigung. Und ob etwas wie dieser Text, diese Vertonung, als überhebliche Selbstdarstellung oder die “enorme, aus ihm heraussprudelnde Weisheit“ oder was auch immer wahrgenommen wird, hängt allein vom Empfänger ab, der sich in diesem Moment ja auch beschäftigen lässt. Und ja, ich werde auch weiterhin den absurd-grotesken Unsinn der Ideokratie kommentieren und auch das ist und bleibt ein Angebot zur Beschäftigung.

Das liebe Geld

In den gegebenen systemischen Strukturen längerfristig ganz ohne Geld zu leben, ist – wenn überhaupt – nur unter erheblichen Entbehrungen der gegebenen Möglichkeiten machbar. Die zwingende Notwendigkeit, sich für “Geld“ in welcher Form des Hamsterrades auch immer zur Dirne irgendeines Zuhälters zu machen, ist die wohl tragendste Säule des uns alle umgebenden “Systems“. Und wir alle füttern es, indem wir mehr oder weniger gezwungenermaßen “mitmachen“. Denn jeder ist Teil dieses “Systems“ und als eben solcher nehme ich den Umstand meines eigenen Beitrags wertfrei zur Kenntnis.

Mir wurde ein großes Geschenk zuteil, als meine Herzhexe mich 2020 eingesammelt hat. Mit dieser Gefährtin an meiner Seite habe ich eine beinahe vollständige inhaltliche Schnittmenge und zu zweit können wir zudem unsere recht begrenzten geldlichen Ressourcen erheblich sinnstiftender einsetzen, als jeder es alleine tun könnte. Und ja, uns beiden ist sehr bewusst, dass dies ein für die heutige Zeit sehr außergewöhnlicher Zustand ist.

Mit Bezug zu meiner öffentlichen Tätigkeit ermöglicht mir dieser Rückhalt mich … fast … ohne “zwingende Notwendigkeit“ zu äußern, wie ich das seit längerem in meinen Beiträgen tue, indem ich die Absurdität und Groteske der medialen Angebote in meiner ureigenen Art “sarkastisiere“. Und ich kann mit einer gewissen inneren Gelassenheit den “Peter Lustig“ machen und immer wieder betonen, wie wichtig es ist, seine wertvolle Lebenszeit nicht länger von den medialen Kreisverkehren binden zu lassen und sich stattdessen auf sein Leben und sein unmittelbares Umfeld zu konzentrieren. “Abschalten“ … Wir verpassen rein gar nichts.

Und einfach nur, um es auszusprechen: Vielleicht habe ich ja doch etwas “verpasst“, aber mir ist niemand im deutschsprachigen Raum bekannt, der seine Leser und Zuhörer in ähnlicher oder vergleichbarer Weise in seinen Beiträgen über die medialen Kreisverkehre immer wieder ermutigt, sich mit etwas sinnvollerem als eben diesen medialen Kreisverkehren zu beschäftigen – und auf diesem Wege seine eigene Einkommensgrundlage spürbar und nachhaltig zerstört. Ja: “zerstört“!

Könnte ich heute von der Wertschätzung meiner Leser und Zuhörer in diesem System überleben? Nein. Nicht mal ansatzweise. Mit der Freiheit, mich selbst auch über mehrere Tage als Anbieter aus dem Kreisverkehr rauszunehmen und wenn ich mich dann mal wieder zu Wort melde, die Dinge so an- und auszusprechen, wie ich es tue, geht ein recht hoher “Preis“ einher, denn Wertschätzung drückt sich eben nicht in rauen Mengen von Talern in der Kaffeekasse aus. Wäre ich noch all-ein, hätte ich die Wahl zwischen medialer Prostitution, verbunden mit der Meidung des Blickes in den Spiegel … oder der Brücke – also als provisorisches Dach über dem Kopf versteht sich.

Glauben und Glaubenmachen

Kommen wir nun zur Kernursache der misslichen Lage, in welcher sich heute die Allermeisten wiederfinden: “Wir können rein gar nichts mehr glauben“ – so beschrieben auf dieser Netzseite bereits am 9. November 2017. Die Aussage steht. Und sie hat in ihrer Klarheit in den vergangenen Jahren nur noch hinzugewonnen. Dabei geht es weniger um agnostische Betrachtungen als vielmehr um eine Gesamtbetrachtung der Wirklichkeit, wie sie sich uns allen heute darstellt. Was ist “echt“? Was ist “wirklich“? Gibt es einen Unterschied zwischen einem x-beliebigen Roman und irgendeiner medialen Erzählung?

Ausnahmslos jedes Weltbild beruht auf “Glauben“. Und es gehört reichlich Mut dazu, sich dies selbst einzugestehen. Natürlich können Krücken bemüht werden, indem ich mir selbst sage, ich halte dies oder jenes für wahrscheinlich, anderes für unwahrscheinlich. Doch ändert dies nichts an dem Umstand, dass der überwiegende Teil unseres “Wissen“s von “Quellen“ stammt, welche die Wenigsten überhaupt überprüfen und selbst wenn, dann verbleibt letztlich zumeist auch nur eine Erzählung, welcher wir “Glauben“ schenken können oder eben nicht. Passt eine Schlagzeile ins derzeit gegebene eigene Weltverständnis, dann wird das wohl die “Wahrheit“ sein … es wird als “wahr“ angenommen und geglaubt.

Es ist wahrlich beschämend, wie sehr und mit welcher Leichtigkeit Menschen sich … vera*schen lassen. Der einzige Unterschied zwischen den Menschen ist, zumindest meiner bescheidenen Wahrnehmung nach, in welchem Grad oder Ausmaß sich die Vera*sche bei ihnen festsetzt und wirkt. Und nur der Sicherheit halber: Ich zähle mich selbstverständlich auch dazu, wenngleich ich heute für mich in Anspruch nehme, den äußeren Einwirkungen nur noch in vergleichsweise geringem Ausmaß auf den Leim zu gehen. Warum? Nun, das hatte ich schon erwähnt: Ich glaube rein gar nichts mehr – zumindest, bis ich es selbst anfassen, selbst berühren kann, selbst erlebe. Bei allem darüber hinaus stellt sich mir stets die Frage:

Welchen Zweck verfolgt diese Erzählung und wem dient sie?

… was natürlich auch eine Beschäftigung ist, denn abschließende Antworten darauf zu finden, ist tatsächlich und praktisch unmöglich.

Vor den Lenkern dieser Welt dürfen wir neidlos den Hut ziehen. Sie haben vermocht den Menschen eine schier unstillbare Gier nach “Informationen“ und “Beschäftigung“ unterzujubeln und daraus einen “Eigenantrieb“ zu machen. Und das höchst praktikable Mittel dazu sind “Narrative“, zu Deutsch: Erzählungen. Menschen schauen fern, “serven“ durchs Weltnetz, hängen vor ihren tragbaren Wischbildschirmfernsprechern und saugen tagtäglich beinahe alles auf, was ihnen angeboten wird – besonders dann, wenn sich durch die ihnen algorithmisch ausgewählt angebotenen Erzählungen ihr ach so hart erarbeitetes “Weltbild“ bestätigen und festigen lässt. Sinnbildlich gesprochen: Von “zwei Flugzeuge voller Teppichmesser zerstören drei Hochhäuser“ bis “Wo sind die Türme hin?“, wird jeder irgendwo abgeholt, für jeden ist zu jedem Zeitpunkt irgendeine Erzählung dabei, welche ihn auf der wahrnehmenden Gefühlsebene berührt – und so “irre“ und vor allem steuerbar macht.

Ein guter Freund, den wir im Zuge der “verbotenen“ Treffen während der “Corona“jahre kennengelernt haben, war seinerzeit in einem regelrechten Aufwachwahn. Er war tatsächlich “irre“ und ver-rückt. Seine noch jungen Lenze lang hatte er einfach nur ein mehr oder weniger “normales“ Leben gelebt und sich auf den üblichen Wegen berieseln lassen. Dann kam “Corona“ und er stieß im Telegram auf Erzählungen, welche sein Weltverständnis nachhaltig zerstörten. Alles Lüge, alles ist ganz anders. So viele Fragen, so viele Gänge im Kaninchenbau … und alles vollkommen neu! Ich konnte ihn seinerzeit insofern beruhigen, dass der überwiegende Teil dessen, auf was er in den Wochen zuvor gestoßen war, einen sehr, teilweise sehr, seeehr langen Bart hatte. Es folgten lange Gespräche und eine bemerkenswerte Erkenntnis: Das ist alles nur Theater, eine Bühnenvorführung.

Diese ganzen unzähligen Erzählungen dienen der Beschäftigung und diese wiederum dient einem Zweck. Es werden heute derart viele “Informationen“ angeboten, dass wir bedenkenlos von einer Informationssintflut sprechen können. Und das grundsätzliche Prinzip ist dabei stets – und ganz einfach:

“Glaubenmachen“.

Und das möglichst so, dass es unhinterfragt bleibt, was ein Leichtes ist, angesichts des Verhältnisses der schieren Menge und Bandbreite zu der den Süchtigen verfügbar gemachten Zeit. Hinzu kommt die Tatsache, dass die meisten Menschen, sofern sie überhaupt dazu im Ver-Stande sind, ohnehin der Bequemlichkeit halber einfach nur “konsumieren“, was ihnen angeboten wird. “Großer Bruder“-Algorithmen? Papperlapapp. Auf dem Rechner entstandene Bild- und Toninhalte, welche reine Fiktion sind? Was für ein Unsinn! Wer soll denn sowas glauben?

Nun: Du. Und Du tust es, bedauerlicherweise allzu oft. “Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ …

Wir dürfen uns bewusst machen, in welch bemerkenswerten Zeiten wir leben. Die technologischen Möglichkeiten sind heute derart ausgefeilt, dass uns praktisch alles als “echt“ verkauft werden kann. Natürlich machen sich viele Memer über solche Dinge lustig und da wird dann ordentlich geronzheimert und künstlich intelligentiert. Doch entgeht den meisten Angebotsnehmern schlicht die wahre Tiefe solcher Meme – möglicherweise gar den Memern selbst.

Blauleinwand oder heute Grünleinwand sind ein ziemlich alter Hut. Heute sitzen jede Menge Tuber oder TikToker vor einer grünen Wand, blinzeln ins Objektiv und sabbeln vor eingeblendetem Hintergrund in ihr Mikro. Beispiele für bemerkenswert echt wirkendes Bildmaterial gibt es heute zuhauf. Und doch wird das, was auf Angebotsseite so ins Netz gegeben wird, viel zu leichtfertig als “echt“ und für “wahr“ genommen …: Bomben auf Panzer, blutverschmierte Kinder im Irgendwo, eine blubbernde Ostsee und den größten Unsinn dahersabbelnde Politfiguren – wobei der Betrachter diesbezüglich heute tatsächlich kaum noch unterscheiden kann, was “echt“ und was “Satire“ ist.

Oder nehmen wir als prominentes Anschauungsbeispiel einen Präsidenten, welcher in aller Regelmäßigkeit Reden in bis zum Rand gefüllten Stadien schwingt. Das ist doch “echt“, oder? Ich weiß es nicht. Es ist zumindest denkbar und vor allem technisch keinerlei Herausforderung, auch solche Bühnenbestandteile künstlich zu erzeugen. Hat irgendwer die seit einigen Jahren getrommelten Entwicklungen der Bild- und Tonerzeugungstechniken etwa verpasst?

Nun, die schlichte Leichtgläubigkeit vieler Angebotsnehmer ist für mich bisweilen erschreckend. Da werden an sich leicht erschließbare Offensichtlichkeiten gerne ausgeblendet, so es denn dem eigenen Weltverständnis dienlich ist. Beispiel: “Masken“ – also diese Latexmasken. Da wird dann immer wieder mal Bildmaterial in die Runde gegeben, auf welchem angeblich die “Naht“ zu sehen sei …, weil solche Masken ja am Hals aufhören und nicht bis unter die Kleidung reichen. Was soll das denn jetzt? Es ist doch offensichtlich, dass das “gesehen werden“ soll! Es muss den Menschen doch gezeigt werden! Beschäftige Dich doch mal damit … Ach ja, … klar.

Seit Jahren auch prominent heraufbeschworen: die “KI“. Gut, das “künstlich“ ist da ja schon eingebaut. Und es wird ausgiebig darüber gesabbelt, was die Rechnertechnik heute doch alles so kann …, als wäre das ein neuer Hut. Und trotzdem wird allerlei im Kreisverkehr angebotenes Bildmaterial gleichzeitig ohne Zweifel oder Hinterfragen als „echt“ angenommen. Da machen dann Bilder aus “Antarktika“ oder “Tartaria“ die Runde, oder “authentische Aufnahmen“ aus den 1920er Jahren …, die sind alle ganz neu und wurden erst kürzlich in einem “Archiv“ entdeckt! Genau. Deshalb konnten sie ja auch beginnend vor drei oder vier Jahren – als die “Flache Erde“ weitestgehend ausgelutscht war – erst im Weltnetz auftauchen. Das ergibt einen Haufen Sinn.

Oder sind das vielleicht nur schlaue Erzählungen, mit gezielten Anbindungen an Dinge, welche die meisten von uns als „echt“, also aus eigenem Erleben kennen? Dann wird ein fesselnder (!) Roman drumherum zusammengeklöppelt und dieser wird “geglaubt“. Und zack, sind ganz viele wieder mit etwas beschäftigt, was sie weder mit Gewissheit „wissen“ können noch irgendeinen wirk-lichen Einfluss auf ihr hiesiges Dasein und ihr unmittelbares Umfeld hat.

wirk-liche Wirkung

Selbstverständlich erzeugt jede mediale Erzählung irgendeine Form von Wirkung. Schlaue Köpfe in den von mir angenommenen “Intelligenzkomprimaten“ dürften sich über die Wirkungen ihrer Erzählungen vollkommen im Klaren sein. Dabei geht es viel weniger darum, alle oder möglichst viele vom Wahrheitsgehalt irgendeiner Erzählung zu überzeugen, sondern es werden schlicht rostige Nägel in die Hirne gezimmert, welche dort erstmal sitzen. In der Folge entfalten sich die gewünschten Wirkungen dann von ganz alleine, angefangen bei denjenigen, welche – ihrem allzu leichtfertigen, süchtigen Wesen folgend – jeden noch so großen Unsinn einfach … glauben. Sodann setzt ein vorausberechenbarer Massentrieb ein, welchem sich selbst “aufgewacht“ wähnende Menschen nur schwer zu entziehen vermögen. “Corona“ war ein wundervolles Beispiel dafür:

Von medialer Panikmache – “Wir werden alle sterben!“ – über Nötigungen zum Tragen sinnloser Masken bis hin zur Schlumpfung wurde bei großen Massen die gewünschte Wirkung erzielt. Und wer den Braten dennoch gerochen hatte, wurde sogleich mit allerlei “alternativen“ Erzählungen beschäftigt, ob es nun gegensätzliche “Studien“ von “richtigen Wissenschaftlern“ waren, “Spike-Proteine“ oder “plötzlich und unerwartet“e Todesfälle. Alle wurden beschäftigt. Lief doch …

Nun mag es unterschiedliche Ansichten über besagte “Studien“, besagte “Spike-Proteine“ und die vermeldeten Todesfälle geben, welche durchaus im gegenseitigen Vortrag ausgetauscht werden könnten. Doch wem würde dann das wieder dienen? Wozu also? Soll doch jeder “glauben“, was er mag, denn: “Der darf das“. Es ist allein meine Wahl, ob ich mich damit beschäftigen (lassen) will.

Sichtbar ist, dass mediale Erzählungen eine bisweilen enorme Wirkung entfalten. Erlebbar ist dies beispielsweise bei Strom- oder Gasrechnungen, beim Einkauf, in sichtbarer Überfremdung in einigen Bereichen unseres von irgendwem definierten “Landes“ oder auch im zum Teil surreal anmutenden Verhalten gewisser Behörden, Schulen oder sonstiger Verwaltungen, welche ihre eigenen scheinbaren Spielregeln missachten und damit auch noch durchkommen. Es gibt gewiss viele weitere Beispiele sichtbarer Wirkungen und doch haben sie fast allesamt eins gemein: Keine davon würde wirken, ohne die von den Medien bediente Sucht nach “Informationen“, ohne das Verlangen stets “auf dem Laufenden“ zu sein. Kurz: Ohne mediale Erzählungen.

Und ja, es ist herausfordernd, sich aus diesen zahlreichen Erzählungen rauszunehmen oder, sofern das aus irgendwelchen Bedingungen unmöglich ist, sie als das zu betrachten, was sie sind. Ja, Erzählungen erzielen Wirkungen und ja, sie verfolgen einen Zweck und irgendjemand hat sie zur Verfolgung seiner eigenen Ziele in die “Welt“ gesetzt. Und doch darf zur Kenntnis genommen werden, wie “irre“ es doch ist, immer wieder dem mehr oder weniger selben Unsinn auf den Leim zu gehen und zu erwarten, dass sich im eigenen Dasein etwas Entscheidendes ändert.

Gedankliche Kreisverkehre gibt es derer viele. Manche finden sich allein in der Denkweise eines einzelnen Menschen begründet, sind “individuell“. Der überwiegende Teil ist jedoch von außen induziert; der von außen ins Hirn getriebene rostige Nagel eben. Der uns allen von der Schöpfung gegebene Verstand, wie ausgeprägt auch immer er sein mag, gibt uns Menschen grundsätzlich die Fähigkeit aus vermeintlichen “Fehlern“ zu lernen und vergleichbare Situationen oder Lebensumstände beim nächsten Mal anders anzugehen. Doch prallt nur allzu oft unsere menschliche Neigung zur Denkfaulheit und Bequemlichkeit mit dem Verstand aneinander … und rate mal, wer meistens gewinnt?

Betrachtung

Wir leben heute in einer medialen Scheinwelt, in einer Illusion, also einem hochgradig penetranten Trugbild der Echtheit. Und wir sind es, die das zulassen! “Echt“ ist, was ich anfassen und selbst erleben kann. “Wirklich“ ist, was Wirkung entfaltet, gleichgültig ob “echt“ oder “unecht“. Und so darf sich jeder einmal Gedanken darüber machen, was vom “Wirklich“ denn auch “echt“ ist …

Die uns allen angebotene, penetrant lärmende, glitzernde Scheinwelt ist selbstverständlich verlockend, insbesondere angesichts unserer oftmals ein Leben lang gelebten und so schwer zu durchbrechenden “Langeweile“. Der Blick auf unser Wesen, als Teil einer alles umfassenden natürlichen Schöpfung, bestehend aus Pflanzen, Tieren, Flüssigkeiten, Feststoffen und Gasen, wurde verklärt und gedämpft – und wir alle haben das zugelassen. Wir Menschen sind empfindungsfähig und haben die Fähigkeit zu hören, zu sehen, zu fühlen. Ja, und zu denken und in der Folge zu “verlangen“. Wie in sehr vielem findet sich in diesen Fähigkeiten auch unser größter Angriffspunkt und den Lenkern dieser “Welt“ ist dies selbstverständlich bewusst und sie nutzen diese Eingangstore schamlos für ihre Zwecke.

Doch jeder kann sich irgendwo – wo auch immer – hinbegeben oder auch schon dort sein und seine Gedanken zur Stille bringen, um Platz für seine Wahrnehmung dessen zu machen, was ihn unmittelbar umgibt – die alles umfassende, natürliche Schöpfung. Vordergründig betrachtet ist erstmal nichts davon da, um uns in irgendeiner Form einzuwickeln, zu fesseln, zu bestechen, betören oder zu verführen. Es ist einfach nur da. Gewiss dient auch dies einem Zweck, doch darf erkannt werden, dass wir Teil desselben Zweckes und auch der sich daraus ergebenden Wirkungen sind.

Die mediale Beschäftigung mag eine gewisse therapeutische Wirkung in Bezug auf die Sucht, das Verlangen und die “Langeweile“ haben, doch ist damit fast immer ein Zweck verbunden, welcher anderen Interessen folgt als unseren ureigenen. Mit “Geld“ wird “Glauben“ erzeugt und wenngleich das vielleicht schon immer so gewesen sein mag, war es womöglich noch nie so leicht wie heute.

Und sich seines “Glaubens“ bewusst zu werden, ist erlernbar. Für jeden. Die einzige Hürde dorthin ist die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Sich einzugestehen, den eigenen “Glauben“ zu füttern, indem mediale Inhalte selbstgewählt gefiltert vereinnahmt werden, obgleich sie fast ausschließlich auf Erzählungen beruhen, mag herausfordernd sein. Doch wer wirk-lich so frei sein möchte, wie es die gegebenen Umstände hergeben, wird zwangsläufig lernen müssen, die zahlreichen medialen Erzählungen als das anzunehmen, was sie – mit sehr wenigen Ausnahmen – sind:

Verlangen erzeugende Trugbilder.

Seid aufrecht und bleibt standhaft!

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Obiger Beitrag auf rumble.com:


Lesestoff

Schoßrechner aus der Hölle: Hunter Bidens Laptop from Hell

Wahlbetrugs-Maultiere in Amiland: 2000 Mules

Schwabs junge Weltführer: Joung Global Leaders

Russische Schattenarmee: Wagner – Putins geheime Armee

Die Militärsäule: Imperium USA

NWO ade: Vom Ende der unipolaren Welt

Kaiserliche Angstsklaven: Der Kult

Totale Kontrolle: Transhumanismus

Klassiker

LeBon: Psychologie der Massen

Bernays: Propaganda

Orwell: 1984

Orwell: Farm der Tiere

Selbstversorgung

Brot backen mit dem Nachtwächter:

Sauerteig herstellen
Brot backen mit Sauerteig
Glasbrot
Brötchenbrett

Brot backen in Perfektion mit Sauerteig

Selbstversorgung aus dem Garten

Gemüseanbau für Gartenneulinge

So einfach ist Fermentieren

***

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