Da ist doch irgendwas im Busch…

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 06.11.2014


Im Edelmetall-Sektor ist derzeit “richtig was los“. Die kaufmännische Schule lehrt, dass Angebot und Nachfrage den Preis eines Produktes regeln. Nun wird seit einigen Wochen von starker Nachfrage nach physischen Metallen berichtet, was angesichts des jüngsten Preisverfalls bei Gold und Silber doch nicht recht zusammen passen will.

Hohe Nachfrage = fallende Preise

Wie kann es sein, dass eine ausgesprochen hohe Nachfrage mit fallenden Preisen korreliert?

Nachdem im Oktober die Gold-Lagerbestände von JPMorgan um fast 40 Prozent gesunken sind, also abverkauft wurden, und Goldreporter bereits am 1. November berichtete, dass die Absätze an Silber-Münzen bei Händlern im deutschsprachigen Raum jüngst massiv angestiegen sind, kam nun am gestrigen Mittwoch die Meldung auf Zerohedge, dass die U.S. Mint keine verfügbaren Bestände mehr an American Silver Eagles hat!

U.S. Mint leergekauft

Bereits im Oktober 2014 wurde mit 5,79 Millionen Unzen der höchste Verkaufswert seit Januar dieses Jahres erreicht. Und gestern hat irgendwer bei den noch vorhandenen 2 Millionen Unzen zugegriffen. Ergo: kein Vorrat mehr…!

In den ersten zwei Novembertagen hatte U.S. Mint bereits über 1 Million Unzen verkauft. Gestern (Mittwoch, 05.11.2014) wurde nun eine Warnung an alle Händler in den USA herausgegeben. Demnach sei der Restbestand von etwa 2 Millionen Unzen Silber kurz nach dem Mittag (Ostküstenzeit) ausverkauft gewesen.

In einer von der U.S. Mint an die größten Wiederverkäufer herausgegebenen Stellungnahme hieß es, man werde weiter Münzen mit dem Prägejahr 2014 herstellen und mitteilen, sobald zusätzliche Bestände zum Kauf zur Verfügung stünden. Die Stellungnahme sei nicht öffentlich, sei aber von einem U.S. Mint-Sprecher bestätigt worden.

A-Mark, einer der größten Bullion-Vertreiber in den USA habe überdies verlauten lassen:

„Die U.S. Mint hat soeben mitgeteilt, dass American Eagle Silber Bullion-Münzen vorübergehend ausverkauft sind. Sie sind dabei, mehr zu produzieren und werden mitteilen, wann zusätzliche Bestände verfügbar sind.“

Tyler Durden von Zerohedge kommentiert die Situation mit einer gesunden Portion Sarkasmus:

“Und jetzt, da alles andere in der neuen Normalität auf dem Kopf steht, ergibt es nur Sinn, dass der fortlaufende Preiskollaps für Edelmetalle scheinbar von größerer Nachfrage getrieben wird!“

Was ist da los?

Wenn nun eine COMEX-Bank wie JP Morgan seine Edelmetallbestände so massiv ausverkauft und die Nachfrage nach Silber-Münzen derart groß ist, dass selbst die bundeseigene US-Münzpräge-Anstalt nicht mehr hinterher kommt, dann muss man sich doch zwangsläufig die Frage stellen, was da in Sachen Preisfindung bei Edelmetallen eigentlich los ist?

Sollte eine starke Nachfrage nicht die Preise in die Höhe treiben? Hat der hohe Bedarf schlicht mit den aktuell niedrigen Edelmetallkursen zu tun? Warum brechen die Preise überhaupt ein, wenn die Nachfrage nach physischen Metallen doch so hoch ist? Und gehen gewisse Individuen jetzt auf einmal “All-In“? Wenn ja, warum?

Spekulativ…

Was würden Sie tun, wenn Sie mit absoluter Gewissheit wüssten, dass das derzeitige Finanzsystem in Kürze mit allen Konsequenzen in sich zusammenfällt? Sofern Sie sich mit der Geschichte von Finanzsystemen auseinandergesetzt und erkannt haben, dass Edelmetalle das einzige verlässliche Rettungsboot sind, würden Sie dann alles was Sie haben in Edelmetalle stecken, um ihr Vermögen durch unruhige Zeiten zu bringen?

Plus500Es steht für jeden aufmerksamen Beobachter außer Frage, dass es gewisse Kreise gibt, die mehr wissen als die Allgemeinheit. Auf systemkritischen Plattformen wie hartgeld.com wird beispielsweise schon lange darüber spekuliert, wie das derzeitige Finanzsystem, und damit verbunden das politische und gesellschaftliche System, sein unausweichliches Ende finden wird. Daten, die im Umfeld der Ereignisse als sinnvoll erschienen, kamen und gingen, doch eins ist absolut klar: Der Systemkollaps ist eine mathematische Gewissheit und damit unausweichlich.

Aber wann?

Die Frage stellt sich allerdings, ob es irgendwelche Hinweise darauf gibt, dass ein Systemzusammenbruch unmittelbar bevorsteht. Wenn man sich die Gemengelage etwas umfassender anschaut, dann gibt es aktuell eine Menge Indizien dafür, dass es sehr bald zu einem großen Knall kommt.

Wir beobachten seit Wochen die Panik-Mache um Ebola. Besonders in den USA sind die Medien voll von Berichten, dass Ebola eine ach-so-große Gefahr darstelle. Das Virus übertrage sich durch die Luft, könne stundenlang auf Oberflächen überleben und dann in den Körper gelangen, usw.. Nichts davon ist in der Realität bisher passiert. (mehr Hintergrund-Info dazu hier, hier und hier)

Die IS-Armee (?) überrennt weite Teile des Mittleren Osten, “Rückkehrer“ und “Kopfabschneider“ stellen eine imminente Gefahr für die autochtone Bevölkerung dar, 15.000 radikale Islamisten allein in Deutschland… wird da ganz bewusst ein Feindbild aufgebaut?

Dann haben wir noch die ganze einseitige Medien-Berichterstattung über die “russische Bedrohung“, die Unmengen an Asylanten die nach Europa, vor allem Deutschland, strömen, vergleichbares mit der US-Grenze zu Mexico, die offen wie ein Scheunentor ist. Selbst der Mainstream berichtet seit Wochen kritisch über die Handlungen der EU und der EZB und es finden sich in den Schlagzeilen Worte wie “Crash“ und “Zusammenbruch“. Der US-Präsident wird im US-Mainstream zunehmend auseinandergenommen, die Kongresswahlen am 4.11. gingen in großem Umfang an den politischen Gegner.

Die Aktienmärkte jagen einen Höchststand nach dem nächsten, die Bank of Japan öffnet ihre Geldschleusen und kauft damit US-Anleihen auf, und in diesem Umfeld brechen die Edelmetallpreise ein, und das trotz einer anhaltenden extremen Nachfrage nach physischen Metallen – vor allem aus Fernost; China, Indien und auch Russland.

Es ist angerichtet

Alles scheint aus den Fugen zu geraten. Die Welt befindet sich in einem ziemlich unübersichtlichen Chaos und die globale Gemengelage deutet in der Tat darauf hin, dass irgendetwas Großes ansteht. Die vorliegenden Indizien machen einen Total-Crash durchaus plausibel.

Die Schuldigen stehen schon auf der Matte und diejenigen, die die Puppen kontrollieren, kontrollieren auch die Medien. Wenn es wirklich zu einem fatalen Systemversagen kommt, dann sind Edelmetalle wie zu jedem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte ein sicherer Hafen zum Erhalt persönlichen Vermögens. Wohl dem, der dann vorgesorgt hat und sich darüber hinaus noch mit ausreichend Vorräten zur Notversorgung eingedeckt hat, um zumindest in den Wirren der ersten paar Wochen durchzukommen, oder schlicht den anstehenden Winter zu überstehen.

Auch wenn die überwiegende Mehrheit einen vollständigen Systemkollaps für undenkbar hält, so ist es doch absolut sinnvoll, sich mit den damit einhergehenden Folgen auseinanderzusetzen und sich mental und physisch darauf vorzubereiten. Falls es knallt, dann heißt es Kopf einziehen und volle Deckung!

Es gibt einen Grund, warum wir in Zeiten wie diesen hier auf Erden sind. Machen wir das Beste draus.

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