Von Xantens Kolumne – Der Reigen

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Leichtathletik Olympiasieger Tommie Smith blickt wohlwollend auf die Fußball Bundesliga und „begrüßt die Solidaritätsbekundungen“ für Pink Floyd:

„Sie haben offenbar verstanden, dass […] Floyd auch sie repräsentiert. Er repräsentiert ein System, das Hilfe benötigt.“

Ein Pornodarsteller, der das System repräsentiert. „Alles Porno oder was? […] Immer bereit, immer geil“. Das System, ein Dauer-Angst- und Crash-Porno. Und nun braucht das System Hilfe. Wobei …:

„… mindestens 90 Prozent aller Männer nicht über die nötigen Qualifikationen verfügen, die man für den Einstieg ins Porno-Business braucht!“

Die Latte hängt also ziemlich hoch. Und verdienstmäßig? 35.000 Dollar im Jahr. „Reich wird man dabei also nicht.“ Und was muss man mitbringen? Als Mann am besten eine simulationsfreie Dauererektion. Was gilt es, vorab zu überlegen?

„Wenn du mit 27 auf einmal doch in den Öffentlichen Dienst willst und deine Porno-Vergangenheit ans Licht kommt, ist der Drops gelutscht.“

Gut. Ob George Floyd noch in den Öffentlichen Dienst will, darf zumindest stark bezweifelt werden. Auf seiner letzten Reise war er in einem goldenen Sarg unterwegs. Begleitet von rund 500 geladenen Gästen.

Gelutscht ist der Drops auch für die Polizei von Minneapolis. Sie wird auf Beschluss des Stadtrates aufgelöst:

„Die lokale Polizei sei nicht mehr reformierbar […] Die Stadtratsvorsitzende Lisa Bender sagte im Nachrichtensender CNN, in Minneapolis solle ein ‚neues Modell der öffentlichen Sicherheit‘ geschaffen werden, ‚das unsere Gemeinde tatsächlich sicher hält‘.“

Bislang nicht bestätigt ist das Gerücht, dass die Antifa die vakanten Aufgaben übernimmt.

Wobei es die Antifa als Gruppe gar nicht gebe. So Patrick Gesing, ARD-faktenfinder. Das sage auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages. Es gebe auch kein in sich geschlossenes, politisch-ideologisches Konzept. „Von gefälschten Bekennerschreiben bis Legenden von einem ‚Demogeld‘“ – alles heiße Luft unter dem Aluhut. Es gebe zwar den Begriff, aber nichts Gruppenmäßiges dahinter.

Der Begriff tauche in verschiedenen politischen Milieus auf. Der DGB bekenne sich zum Beispiel „zum Antifaschismus als ‚Grundpfeiler gewerkschaftlicher Arbeit‘“ und unterstütze „verbündete antifaschistische Organisationen (z. B. örtliche Bündnisse gegen Rechts), tatkräftig und aus eigener Initiative“. Der Deutsche Gewerkschaftsbund sei aber „nicht ‚die Antifa‘“, so DGB-Chef Rainer Hoffmann. Quasi Falsifikation im Popperschen Sinn. „Eine Falsifikation besteht aus dem Nachweis immanenter“ Inkontinenz. Wobei Legastheniker-Fehler.

Gibt es Hilfe? Selbstverständlich. „Handgefertigtes Hundebett LEMON mit Inkontinenz-Matratze inkl. Bezug“.

Wobei auch das nicht hilft, wenn man sich, wie Don Lemon, CNN-Moderator, die falschen Gäste zum Gespräch eingeladen hat. Nach der Erschießung dreier Polizisten in Baton Rouge sei die Botschaft der Polizei Frieden, so Don Lemon. Was der aber wohl nicht für eine Minute glauben könne, so David Clarke, Sheriff und schwarz.

D.L.: „Dass das deren Botschaft ist?“

Sh. D.C.: „Ja.“

D.L.:„Das ist es, was sie zu mir gesagt haben.“

Sh. D.C.: „Ok.“

D.L.: „Ja, glaub ihnen.“

Sh. D.C.: „Gab es Proteste nach dem Tod dieser Polizisten in Baton Rouge?“

D.L.: „Das weiß ich nicht, weiß ich nicht.“

Sh. D.C.: „Irgendwelche Krawalle und Proteste bezüglich der Polizeibeamten in Dallas, Texas?“

D.L.: „Was fragen Sie mich?“

Sh. D.C.: „Es ist eine ziemlich einfache Frage.“

D.L.: „Ich habe Sie gefragt, was Ihre Botschaft an die Menschen ist? Deren Botschaft ist eine des Friedens. Was ist Ihre Botschaft?“

Sh. D.C.: „Meine Botschaft ist ganz klar seit dem ersten Tag vor zwei Jahren: Diese Anti-Polizeistimmung von dieser hasserfüllten Ideologie, genannt ‚Black Live Matter‘ hat diesen Hass angefacht gegen die amerikanischen Polizeikräfte. Ich habe das vor zwei Jahren vorhergesagt.“

CNN – Chthonisches Nachrichten Netzwerk. Chthonisch? Unterirdisch.

Noch etwas?

„Ich kann nur noch einmal wiederholen, was ich in der Livesendung gesagt habe: Die Bemerkung spiegelt in keinster Weise meine Haltung wieder. Nochmals Sorry!“

Entschuldigung. Wer hat das jetzt gesagt? Don Lemon oder Sheriff David Clarke. Weder noch. Ron Ringguth. Ron Ringguth …:

„… ist ein deutscher Reporter, Kommentator, Moderator, Produzent, Spielzeug-Erfinder und freier Unternehmer. […] Er kommentierte nahezu alle Rennen der Wok-WM, alle Turmspringen und Stock Car Challenges sowie den großen TV Total Parallelslalom und die Maskottchen Weltmeisterschaft.“

Noch einmal:

„Es ist ihm leider rausgerutscht. Es tut ihm unfassbar leid.”

Ja, was denn in Gottes Namen?

„Lilly Becker, die sich in Solidarität ‚Black Lives Matter‘ auf den Arm geschrieben hatte, sagte zu ihrer beschlagenen Schutzbrille: ‚I can’t see‘ (ich kann nicht sehen). Ringguth griff den Kommentar auf: ‚Nicht I can’t breathe, sondern I can’t see‘, sagte er.“

Bekanntlich die letzten Worte von Pink Floyd. Ich kann nicht atmen. Quasi wie: „Je suis Charlie“. Ich bin Charlie. Nur anders. Lilly Becker sprach zuerst mit ihrer Brille.

„Sylvie Meis glaubt [auch], die Worte waren nicht so gemeint, wie sie angekommen sind. […] Der ‚Bild‘ sagte Meis: ‚Ich finde es schade, dass es in dieser Art und Weise passiert ist.‘ Auch sie kann sich nicht vorstellen, dass die Worte von Ringguth so gemeint waren, wie sie ankamen. ‚Er bereut es natürlich sehr und er hat sich nachher entschuldigt und der Sender auch. Ich hoffe, dabei bleibt es auch.‘”

Verbales Black-Life-Betroffenheits-Lametta.

Und wenn’s nicht dabei bleibt? Dann hilft „[d]ie Rüstung Gottes“. Q empfiehlt:

„Schließlich sei stark im Herrn und in seiner mächtigen Macht. Zieh die volle Rüstung Gottes an, damit du dich gegen die Pläne des Teufels zur Wehr setzen kannst. Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrscher, gegen die Autoritäten, gegen die Mächte dieser dunklen Welt und gegen die geistigen Kräfte des Bösen im himmlischen Reich. Legt deshalb die volle Rüstung Gottes an, damit ihr, wenn der Tag des Bösen kommt, in der Lage seid, euch zu behaupten, und wenn ihr alles getan habt, zu bestehen.“

Den Gürtel der Wahrheit solle man sich um die Taille schnallen. Dazu den Brustpanzer der Rechtschaffenheit, das Evangelium des Friedens und den Schild des Glaubens und fertig ist sie, die Rüstung, „mit dem Sie alle flammenden Pfeile des Bösen auslöschen können.“

Halt! Einen Helm braucht’s auch noch, sofern man nicht Kurt heißt. Und ein Schwert. Den „Helm der Erlösung und das Schwert des Geistes, das das Wort Gottes ist.“ In vollem Ornat solle man dann bei allen Gelegenheiten „für das ganze Volk des Herrn“ beten. Im Namen des Vaters und des Sohnes oder der Tochter. Wobei Volk bekanntlich Habeckscher Problembegriff. Kuh-Geschwurbel. Allerdings Teil der Meinungsfreiheit – Geschwurbel. Was sagt der Philosoph?

„Ich habe meine Meinung, aber die interessiert mich auch nicht.“

Und die „Vater und Sohn oder Tochter“-Frage quasi Schlüssel zum Geheimnis des großen Erfolgs der Bundeskanzlerin. Man müsse nur viele intelligente Leute um sich herum haben, so die Bundeskanzlerin zu Barack Obama.

„Und wie wissen Sie so schnell, ob wer intelligent ist, Frau Bundeskanzlerin?“

„Ganz einfach. Eine kleine Demonstration.“

Die Bundeskanzlerin ruft Analena Baerbock an:

„Frau Baerbock, es ist die Tochter ihres Vaters, aber nicht ihr Bruder. Wer ist es?“

Nach ein wenig Zögern übergibt Analena Baerbock an Robert Habeck. Der antwortet nach einer schöpferischen Pause:

„Und die … Oder wird sie dann … Das weiß ich gar nicht.“

Die Bundeskanzlerin greift ein weiteres Mal zum Telefon und ruft Peter Altmaier an:

„Peter, es ist der Sohn deines Vaters, ist aber nicht dein Bruder. Wer ist es?“

Ohne zu zögern antwortet Altmaier:

„Ganz einfach, das bin ich! Weil ich gar keinen Bruder habe. Und ich will auch nicht über meine sexuelle Identität definiert oder wahrgenommen werden.“

„Sehen Sie“, sagt Merkel zu Barack Obama, „so teste ich Intelligenz und Identität der Leute, die um mich herum sind“.

Wieder zurück in den Vereinigten Kolonien ruft Barack Obama seinen Vize, Joe Biden an und stellt ihm die Schlüsselfrage:

„Es ist der Sohn deines Vaters, ist aber nicht dein Bruder. Wer ist es?“

Nach langem hin und her sagt Biden:

„Ich habe keine Ahnung, ich werde aber versuchen die Antwort bis morgen herauszufinden!“

Biden kommt einfach nicht drauf und beschließt, Rat beim ehemaligen Präsidenten Clinton einzuholen. Er ruft ihn an:

„Mr. Clinton – es ist der Sohn ihres Vaters, ist aber nicht ihr Bruder. Wer ist es?“

Antwortet der Ex-Präsident:

„Ganz einfach, das bin ich!“

Glücklich, die Antwort gefunden zu haben, ruft Biden bei Obama an und sagt triumphierend:

„Ich hab die Antwort, es ist Bill Clinton!“

Obama brüllt ihn vollkommen entsetzt an:

„Nein, du Trottel, es ist Peter Altmaier.“

Zuchtergebnisse, die sich sehen lassen können.

Wobei Joe Biden nun etwas ganz anderes fürchtet:

„[D]ass Amtsinhaber Donald Trump die Wahl im November dieses Jahres manipulieren könnte.“

Das sei seine größte Sorge. Was man bei den Aussichten verstehen kann:

„Joe Biden [gilt] sowohl bei den Umfragen als auch in der Gunst der Buchmacher als Favorit für die US-Wahl 2020.“

Mein lieber Scholly. Warum hat Mehmet Scholl eigentlich die Nummer 7 getragen?

„Weil ich in diesem Alter mit dem Rauchen aufgehört habe.“

Und wohin geht es im Urlaub?

„Ich fliege irgendwo in den Süden — Kanada oder so“.

Zuchtergebnisse. Was sagt der Führer?

„[Auch[ die Fürsten sind Zuchtergebnisse, die einmalig sind in bezug auf Dummheit, eine Rassenauslese nach rückwärts. Kämen die Habsburger nach Ungarn, die sind so blöde, daß es dort eine Krise gibt sondergleichen! Es gibt Momente, wo wir unter keinen Umständen passiv bleiben könnten! Von Generation zu Generation degenerieren die europäischen Fürstenhäuser immer mehr. In Bayern war es doch geradezu tragisch, einer nach dem anderen ist verrückt geworden. Letzten Endes ist die ganze europäische Fürstenfamilie zurückzuführen auf die alte fränkische Herrenschicht, die Karl der Große eingesetzt hat, inzwischen abgestorben an Inzucht.

Die Österreicher hatten es darin besser: Man kann sich Frauen aus dem Volk nehmen. Die Völker haben ja eine kolossale Geduld, daß sie so etwas ertragen! (Scherzend:) Das Niederknien der Untertanen war eine sehr kluge Einrichtung. Das Volk sollte die Deppen nicht sehen! Will man dieses System aufrechterhalten, dann darf man die Mißgeburten dem Volk nicht mehr zeigen. Das liebe Vieh wird dauernd höher gezüchtet, hier hat man das letzte Produkt einer verkehrten Auslese. Auch bei den Hohenzollern hat jeder irgendeinen Schuß, einschließlich unseres Au-Wi [Prinz August-Wilhelm]. Man müßte sämtlichen Prinzessinnen zur Pflicht machen, daß sie nur mit Pferdeburschen und Chauffeuren verkehren!“

Gut. Aber wer finanziert „Black Live Matter“ neben György Schwartz? Starke Partner. So wie RFID und 5G:

„Die Tatsache, dass RFID bereits viel Zuspruch in Industrie, Handel und Logistik findet, macht diese Technologie zu einem natürlichen Partner des kommenden 5G-Netzes.“

Dem Finanzierungsnetzwerk von BLM-Partner gehören neben György Schwartz die FORD-Foundation, der Sixteen Thirty Fund, eine linke „Organisation, die im Verdacht steht, Geld zu waschen“ und die „W.K. Kellogg Foundation“ an. Die mit den Frühstücksflocken.

Verstaubt flockig auch das Konzept von BLM: Gegenseitige Heilung in einer schwarzen Kultur „in der sich jeder gesehen, gehört und unterstützt vorkommt“, egal welchen Migrationsstatus er-sie-*-innen besitzt, Freiheit und Gerechtigkeit für Schwarze und – darüber hinaus – für alle dunkelhäutigen Menschen, eine geliebte Gemeinschaft, „die in einem herrlichen Kampf vereint ist, der erholsam, nicht entleerend ist“, eine große schwarze Familie, „Raum für Transgender Brüder und Schwestern zur Teilhabe und Führung“, Förderung von schwarzen Trans-Frauen.

Darüber hinaus sei man selbst-reflexiv und erledige die Arbeit, die notwendig sei, praktiziere Empathie, zerrütte die „im Westen verordnete Struktur der Kernfamilie“, fördere „ein queeres Netzwerk“. Im Übrigen glaube man, „dass Menschen unabhängig von ihrem Alter in der Lage sind, zu führen und zu lernen.“

Wunderbar. Da ist Musik drin:

„Gebt den Kindern das Kommando […]
Sie sind die wahren Anarchisten
Lieben das Chaos, räumen ab
Kennen keine Rechte, keine Pflichten“

Allerdings gibt es in Österreich gerade Wirbel um – wegen Erregersicherheitsabstands – angeleinte Schulkinder.

Und die Rechte sind auch schon weg. Ein interkultureller Prozess. Notwendig, „[w]enn man eine wirkliche Weltordnung haben will, eine globale politische Ordnung“. Sagt die Bundeskanzlerin:

„Das heißt, dass andere internationale Organisationen uns dann bestrafen können, wenn wir irgendetwas nicht einhalten.“

Ein „Prozess, den wir durchlaufen müssen.“

Willkommen im Jahr 2030. Ich besitze nichts, habe keine Privatsphäre, und das Leben war nie besser. Agenda 2030. Und als Einstimmung gibt’s demnächst schon mal ein Vorgefühl für das große Glück in spe:

„Ab August rollt die Pleitewelle über Deutschland“

Der Prozeß. Ein Roman von Franz Kafka. Der Mythos von Schuld und Gericht. Undurchsichtige Behörden und eine unverständliche Anklage. Die Welt eine abweisende und vertröstende:

„Kranke bettlägerige Männer erklären langatmig das System. Erotisch befrachtete Frauengestalten wenden sich fordernd dem Protagonisten zu.“

Hilfe eine Illusion.

„Josef K. fügt sich einem nicht greifbaren, mysteriösen Urteilsspruch, ohne jemals zu erfahren, weshalb er angeklagt war und ob es tatsächlich dazu das Urteil eines Gerichtes gibt. Am Vorabend seines 31. Geburtstages wird Josef K. von zwei Herren abgeholt und in einem Steinbruch ‚wie ein Hund‘ erstochen.“

„Der Hund als Einsatzmittel. Der ausgebildete Diensthund stellt ein effizientes und kalkulierbares Einsatzmittel dar. […] Der Diensthund kann sowohl mit, als auch ohne Beißkorb eingesetzt werden.“

Damit die gesinnungskonforme Zuverlässigkeit der Hundeführer im Besonderen und der Polizei im Allgemeinen sichergestellt ist – Stichwort: Polizeigewalt und Rassismus -, fordern SPD und Grüne nun Politkommissare für die Exekutive. Grundannahme Generalverdacht. Rassist ist per se, wer als weißer Polizist schwarze Drogendealer kontrolliert.

Und fertig ist sie, die neue Firmenphilosophie:

„Richter mit weltanschaulicher Agenda. Polizisten und Soldaten mit ‚weltoffener‘, ‚diverser‘ Gesinnung. Und Wahlen, die solange wiederholt werden, bis die Ergebnisse passen: So sieht sie aus, die Staats- und Verfassungswirklichkeit des ‚Neuen Deutschland‘.“

Die Firmenphilosophie von Ambrosia – Götterspeise – heißt: „Für immer jung durch frisches Blut“. Ambrosia kauft von Blutbanken junges Blut, „um es wohlhabenden, älteren Menschen einzuspritzen“, damit diese sich wieder jünger fühlen. „Zwei Liter kosten 8.000 Dollar.“ „Quer durch die Geschichte“ habe es …:

„… schon immer Mächtige und Reiche [gegeben], die das Blut von Mitmenschen tranken oder darin badeten, weil sie überzeugt waren, dass sie auf diese Weise das Altern besiegen konnten.“

So die Bordkapelle. Mein lieber Kokoschinski:

„Kurt Kokoschinski, in Baden sesshaft gewordener Niedersachse.“

Wegweisendes Vorbild für Jesse Karmazin von Ambrosia der Neurologe Tony Wyss-Coray. Der hatte …:

„… jeweils eine junge mit einer alten Maus operativ derart zusammen[genäht], dass hernach Gefäße der beiden Tiere miteinander verwuchsen. Das Blut der jungen Tiere gelangte auf diese Weise über eine längere Zeit, teils mehrere Wochen, in den Kreislauf der älteren Artgenossen. Dann wurden beide Tiere durch eine zweite Operation wieder voneinander getrennt.“

Das Ergebnis: Frühling für die greisen Mäuse. Nun braucht es nur noch ein paar humane Freiwillige.

Egal ob alt oder jung, „[b]efallen Mäuse oder Ratten die Wohnung, ist der Mieter wegen Gesundheitsgefährdung zur fristlosen Kündigung berechtigt.“

Seine Mitgliedschaft gekündigt hat nun ein Mitglied des FSV Mainz:

„Ich kann mich mit diesem Verein (Profifußball) schon seit Monaten nicht mehr identifizieren! Mittlerweile bekomme ich den Eindruck vermittelt, dass ich beim Africa-Cup bin, anstatt in der deutschen Bundesliga. Ich weiß was jetzt kommt, aber nein, ich bin auf keinen Fall rassistisch veranlagt – das verbitte ich mir. Nur, was zuviel ist, ist zuviel.“

Der Verein ist erleichtert. Zuviel oder zu viel? Zu viel. Wobei Ernst Hugo Neger, Dachdeckermeister und Fastnachtstar, Ur-Meenzer:

„Wolle mer noch ’emol?“

Ob Robert de Niro noch emol kann oder will, ist nicht bekannt, allerdings hat er mit drei Frauen sechs afroamerikanische Kinder.

Problem allerdings bei Neger Metallsysteme und -bedachungen GmbH: rassistisches Logo. Neger mit dicken Lippen und großen Ohrringen. Musikalisches Motto: „Ich stemm’ die Fleischwurst mit einer Hand“. Toll.

Was sagt der Führer?

„Das Christentum ist das Tollste, das je ein Menschengehirn in seinem Wahn hervorgebracht hat, eine Verhöhnung von allem Göttlichen. Ein Neger mit seinem Fetisch ist ja einem, der an das Wunder der Verwandlung ernstlich glaubt, turmhoch überlegen.“

Noch etwas? Selbstverständlich:

„Wenn ein Neger die Lust hat, Manschetten zu tragen, sonst hat er nichts an, warum sollen wir ihn hindern?“

Wichtig allerdings, das der Missionar zur Stelle ist:

„Ein Negerkindlein, welches das Pech hatte, einem Missionar nicht in die Hand zu geraten, kommt in die Hölle! Wenn das der Fall wäre, müßte man sagen: eine sehr traurige Angelegenheit, sintemalen es vielleicht nur drei Jahre alt geworden ist und nun Milliarden Jahre brozzeln muß!“

Drei Milliarden Jahre soll es bei William Barr nicht dauern. Er treibe die Untersuchung, ob während der Russland-Sondierung des FBI Verbrechen begangen wurden, aggressiv voran. Allerdings werde das Ganze Zeit brauchen, bis Anklage erhoben werden könne. „Die Menschen sollten nicht aus der Tatsache, dass noch keine Maßnahmen ergriffen wurden, schließen“, dass dies bedeute, „dass die Menschen mit Fehlverhalten davonkommen werden“, so der Generalstaatsanwalt. Nun denn.

Gibt es ein Sprichwort? Selbstverständlich:

„Geduld frißt den Teufel.“

Und dann? Wird’s dann endlich spektakulär? Beginnt dann endlich der Reigen der Verhaftungen? Und mit wem könnte er beginnen? Vielleicht mit einem Prinzen? Quasi Augenöffner für eine domestizierte Öffentlichkeit?

Der Reigen – ein Bühnenstück von Arthur Schnitzler und einer der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts. Warum?

„Mit dem ‚Reigen‘ hat Schnitzler das Theater, das ein Haus der Freuden sein sollte, zu einem Freudenhause, zum Schauplatz von Vorgängen und Gesprächen gemacht, wie sie sich schamloser in keiner Dirnenhöhle abwickeln können. Schnaufende Dickwänste mit ihrem weiblichen Anhange, der den Namen der deutschen Frau schändet, sollen sich jetzt dort allabendlich ihre im wüsten Sinnentaumel erschlafften Nerven aufkitzeln lassen.“

So die Reichspost am 1. Februar 1921.

Wie auch immer, der Prinz führt gerade ein Kunststück auf: gleichzeitig auf dem Präsentierteller zu sitzen und wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Virginia Giuffre hat gezwitschert:

„Ticktack Andy – es ist Zeit zu reden!!“

Opfer-Anwältin Allred ließ mehrfach einen US-Schulbus vor dem Buckingham-Palast in London vorbeifahren. Mit der plakativen Botschaft:

„Wenn Sie diesen Mann sehen, dann bitten Sie ihn, das FBI anzurufen, um Fragen zu beantworten.“

Vorauseilend geht es schon mal den Statuen an den Kragen:

„In Richmond (USA) landete ein Denkmal für Christoph Kolumbus in einem Teich. In Großbritannien kursiert eine Liste mit 60 Denkmälern, die gestürzt werden sollen.“

Der Grillmeister steht zwar noch auf dem Parliament Square in Westminster, wurde aber mit Sprühdosenfarbe verunstaltet.

General Robert E. Lee soll zusammen mit zehn anderen Konföderierten das Kapitol nun verlassen, wenn es nach Nancy Pelosi geht, weil „Hommage an Hass“. Auf der Monument Avenue in Richmond, Virginia, wurde Jefferson Davis von BLM-Aktivisten umgestürzt. Quasi nachpostmoderner profaner Ikonoklasmus. Weltlicher Bilder- bzw. Statuensturm.

In Seattle haben BLM-Aktivisten das Polizeirevier East Precinct und sechs Blöcke des Stadtzentrums nun zur Autonomen Zone erklärt. Dazu gibt es eine Liste mit Forderungen: unter anderen Reparationen und Auflösung der Polizei.

Wie heißt eigentlich der Vater aller Aktivisten? Adolf Hennecke. Besonders aktiv am 13. Oktober 1948. 387 Prozent über dem Soll. Quersumme 18. Was soll uns das sagen? In seinem Geist wurden dann nacheinander der Aktivist des Zweijahrplanes, der Verdiente Aktivist, der Aktivist des Fünfjahrplanes, der Aktivist des Siebenjahrplanes und der Aktivist der sozialistischen Arbeit gezeugt und ausgezeichnet.

„Du möchtest […] bisher ungenutztes Potential entdecken und [andere] ausschöpfen [lassen]? Du wünschst Dir ein größeres Repertoire“ an Wohnungen? Dann, lieber Senior, zieh endlich um und mach‘ Wohnraum frei. „Eine Untersuchung des Immobilienentwicklers Pantera verweist nun auf das riesige Potenzial dieser ungenutzten [Senioren-]Wohnraumreserve“.

Auch Netflix ist schnell aus der Reserve gekommen und hat eine BLM-Film und Showsammlung lanciert. In der Kritik steht dagegen der Klassiker „Vom Winde verweht“. Der Streaminganbieter HBO Max hat den Film vorübergehend aus dem Programm genommen, um ihn zu überarbeiten. Das Südstaatendrama avancierte bei Amazon inzwischen zum Verkaufsschlager.

Damit die BLM-Botschaft, die Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser auf die 16. Straße pieseln ließ, zum Renner wird, aktualisierte Apple Maps seine Satellitenansicht umgehend. Wobei Legastheniker-Fehler.

Besonders geschickt verfuhr das ehemalige Leib- und Magenunternehmen des Heiligen Vaters der Impfwelt. Die Künstlerin Shantell Martin soll vor dem Microsoft-Laden an der 5th Avenue ein Wandbild anbringen. Aber pronto, „solange die Proteste noch relevant seien“. Zukünftig nicht mehr relevant sind im Nachrichten-Bereich des Software-Konzerns Journalisten und Redakteure. Sie werden durch KI ersetzt.

Zurückgetreten ist nun CrossFit-Gründer Greg Glassman. CrossFit – eine Art modifiziertes modernes Zirkeltraining.

Auf die Einschätzung eines Gesundheits-Forschungsinstituts, dass Rassismus und Diskriminierung auch ein Problem für die öffentliche Gesundheit in den Vereinigten Kolonien seien, hatte Glassman gezwitschert: „Es ist Floyd-19“. Zuvor hatte er bereits über den Status seiner Trauerarbeit berichtet:

„Wir trauern nicht um George Floyd – ich denke, weder ich noch irgendeiner meiner Mitarbeiter tut es.“

Was soll man da sagen?

„Wenn man Gelb hat und so reingeht, kann man nur wichtige Termine haben.“

Zurücktreten soll auch Cynthia Brehm, Vorsitzende der GOP im Bezirk Bexar. GOP? Steht gemeinschaftlich für die „Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“ und die „Grand Old Party“, die Republikaner.

Gekündigt hat der Chef der Meinungsseite der „New York Times“. Zuvor hatte er einen Gastbeitrag des republikanischen Senators Tom Cotton gebracht. „Schickt die Truppen“:

„[D]as Militär müsse zu Hilfe gerufen werden, wenn Randalierer den örtlichen Sicherheitskräften zahlenmäßig überlegen seien oder lokale Politiker die nötigen Schritte zur Wiederherstellung der Ordnung nicht ergriffen.“

Und so etwas zwei Tage nach der Ankündigung des Präsidenten – Militär gegen Plünderer – zu bringen, bringe alle Schwarzen und Mitarbeiter der ,New York Times‘ in Gefahr. So das Gezwitscher einiger Kollegen.

Gibt es Probleme? Selbstverständlich. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Da hat er sich gerade an die eine Sau gewöhnt, da wird schon die nächste durchs Dorf getrieben. Woher kommt die Redensart eigentlich? Gute Frage:

„Nach einer Deutung bezieht sich die Redewendung auf die mittelalterliche Schandstrafe, bei der die Delinquenten als Schwein verkleidet durch die Straßen getrieben wurden, was viel Aufmerksamkeit und Spott erregte.“

Vermutlich aber Fehlinterpretation, weil in keinem älteren Wörterbuch verzeichnet.

Fehlt noch der Ticker:

  • „08:19 Uhr […] Wahnsinn mit Kettensäge. Rechte Extremisten terrorisieren US-Demonstranten“.
  • „08:26 Uhr Trumps Hollywood-Stern mit Kot und Farbe verunstaltet“.
  • „11:22 Uhr Forscher: Seltener Nachtsittich sieht nachts gar nicht so gut“.
  • „15:55 Uhr McDonald’s schafft Ein-Euro-Burger ab“. Das Frikadellen-Brötchen kostet nun 29 Prozent mehr. Gesucht: Frage, Rechnung und Antwort.
  • „16:23 Uhr Zu viel Nähe an der Fleischtheke: Kunde schlägt mit Rinderfilet zu“.
  • „17:16 Uhr Selenskyi trinkt ‚geilen Kaffee‘ und hat jetzt Ärger mit der Polizei“, weil er ohne Mundschutz getrunken hat.
  • „19:36 Uhr Polizei ermittelt gegen Achtjährigen wegen Spielgeld“.
  • „21:04 Uhr Russische Beamtin überfährt Kind – Eltern müssen ihr Entschädigung zahlen“.

Hat der Führer etwas gesagt?

„Ich habe gesagt: Verrückt!“

„[Es] braucht […] nur ein Orkan zu kommen und alles fliegt zusammen wie ein Kartenhaus.“

Und nun ist er halt da, der Orkan.

„[Und] am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“

***

[Titelbild in höherer Auflösung.]

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